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Kommentar

Radikalisierung durch Impffreiheit

Die Freiheit sich unsolidarisch verhalten zu dürfen radikalisiert.
Community-Beitrag von Hans Hinterhuber01.01.2022
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Was ist in diesen Tagen schon radikal? Die eine, oder die andere Seite? Medizin, oder Falschinformationen? Den Konsens suchen, ja nicht anecken, gar keine Stellung beziehen – Politik der vergangenen Jahrzehnte, die im krisenreichen Anthropozehn nicht mehr funktioniert. Wie soll auch ein Kompromiss zwischen der Wahrheit und der Unwahrheit gefunden werden? Die Natur der Wissenschaft schließt das aus. In der Realität gibt es gut wirkende Impfstoffe und Falschinformationen. Es gibt eine radikale Realität der Pandemie und eine radikale Verweigerung der Realität.

Die reale Verantwortung wird durch die Pandemie aufgedeckt. Sie liegt offen da, bei Gruppen von Menschen, deren Repräsentantinnen sich Regeln geben, diese durchsetzen und eventuell sanktionieren. Die Realität des Menschen als Gruppentier überlappt das neoliberale Individuum. Die eigene Freiheit endet dort, wo die Freiheit des anderen anfängt. Eine Impfpflicht stärkt somit die Freiheit der Gesellschaft.

Die Freiheit sich unsolidarisch verhalten zu dürfen hingegen radikalisiert. Menschen welche wissenschaftliche Fakten verleugnen sind bereits radikalisiert. Die Impfpflicht de-radikalisiert erstere und gibt letzteren einen Ausweg zurück in die Realität.

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