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Beharrungsvermögen

Neues Kursbuch des Club of Rome

„Business as usual“ bleibt der Leitfaden ökonomischen Handelns so lange Veränderungen in Zweifel gezogen werden können. Das garantiert die optimale Profitmaximierung.
Community-Beitrag von Karl Gudauner01.08.2022
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Das 50-Jahr-Jubiläum der Veröffentlichung des epochalen Berichts des Club of Rome zu den Grenzen des Wachstums ist Anlass für eine realistische Bestandsaufnahme zur Veränderungsbereitschaft der Gesellschaft. Anhand der damals verfügbaren Datenbestände und rudimentären Analysewerkzeuge hat 1972 ein Forschungsteam rund um Dennis Meadow unterschiedliche globale Entwicklungsszenarien analysiert. Bei der Fortsetzung des exponentiellen Bevölkerungsanstiegs und der Ausbeutung nicht erneuerbarer Ressourcen, so die wegweisende Erkenntnis, besteht die Gefahr, dass zwischen 2000 und 2100 das Wirtschaftssystem und das Ökosystem kollabieren und damit die Versorgung der Bevölkerung nicht mehr gewährleistet werden kann bzw. jedenfalls eine drastische Verschlechterung der Lebensbedingungen eintritt. Der Bericht dämpfte die Wachstumseuphorie und setzte einen klaren Rahmen für die Handlungsspielräume der Verantwortungsträger in Politik und Wirtschaft. Er war an Leute gerichtet, die rechnen können und ist trotzdem in seiner systemischen Dimension geflissentlich ignoriert worden. Der Hebel hierfür war, die Ergebnisse, die wissenschaftliche Arbeit dahinter und das Konzept in Frage zu stellen und dann alles zusammen vom Tisch zu wischen.
 

Blinde Flecken im Marktsystem

 
Es gab aus der Sicht der Marktorthodoxie keinen ökonomisch vernünftigen Grund einschneidende Veränderungen anzubahnen, wie sie der Club of Rome in seinem Bericht „Limits to growth“ vor 50 Jahren angemahnt hat. Das ist in einer Stellungnahme des American Enterprise Institute vor 10 Jahren neuerlich deutlich unterstrichen worden.[1] Vermutlich wird diese Position und der Glauben an die Innovationsfähigkeit der Menschheit, wenn sie unter Druck steht, heute immer noch genügend Fürsprecher finden. So lange die Erkenntnisse erfolgreich abgewimmelt werden können, die das Marktsystem als alleiniges Leitsystem gesellschaftlicher Entwicklung in Frage stellen, bleibt dieses als einziger Leuchtturm bestehen. Dabei ist inzwischen hinlänglich nachgewiesen, dass das Marktsystem soziale Ungleichheit und ökologisches Gleichgewicht als Externalitäten betrachtet und Ethik in diesem Weltbild kein systemimmanenter Faktor ist.
 

Parallelität von Weltbildern

 
Die Parallelität von konkurrierenden Weltbildern zeigt sich daran, dass bald nach dem sang- und klanglos vergangenen 40-Jahr-Jubiläum des Berichts „Limits to growth“ 2015 von der UNO ein Strategiedokument für nachhaltige Entwicklung verabschiedet worden ist, das eine nüchterne und unideologische Bestandaufnahme der marktgeleiteten Formen der Bewirtschaftung des Planeten und seiner Ressourcen enthält. Dieses bestätigt die vom Club of Rome aufgezeigten Problemstellungen und enthält eine umfassende und präzise Agenda, wie für nachfolgende Generationen eine lebenswerte Zukunft sichergestellt werden kann. Der Schritt von der Erkenntnis hin zur Umsetzung ist jedoch voller Hürden. In einer multipolaren Welt mit vielfältigen nationalen Interessen, Konflikten und wechselseitigen Suprematieansprüchen wird die nachhaltige Entwicklung zu einem Problem der Steuerung. Die Handlungskompetenz liegt zwar bei den einzelnen Nationen, aber sie benötigt eine koordinierende Hand und die wird nicht die unsichtbare Hand des Marktes sein.
 
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Politische Weichenstellungen sind notwendig, die einen normativen Rahmen sowie die wichtigsten Handlungsrichtlinien für die wirtschaftliche Entwicklung festlegen und die Etappen des Transformationsprozesses benennen. Für die Wirtschafts- und Finanzakteure müssen Anreize geschaffen werden, um die Risiken der Übergänge abzudämpfen, und es sind Vorschriften notwendig, damit der Wandel in geordneten Bahnen und marktkompatibel verläuft. Unverzichtbar ist die Bereitschaft einer aufgeklärten Bevölkerung, den Weg der Transformation selbst einzuschlagen und sich von einigen gewohnten Wohlstandskategorien zu verabschieden. Die grundlegende Einsicht, dass nicht alles, was ökonomisch rentabel ist und individuellen Konsumerwartungen entspricht, weiterhin als Wohlfühlstandard beibehalten werden kann, muss auch mit Nachdruck von unten nach oben propagiert werden. Es wird ein schwieriges Unterfangen, eine Konvergenz von Top-Down-Zielstrebigkeit und Bottom-Up-Druck herzustellen. Viele Unabwägbarkeiten bewirken, dass der Weg holprig bleibt, mit Gewinnern und Verlierern entlang der Strecke, Blockaden, Enttäuschungen und Rückschlägen.
 

Neues Kursbuch des Club of Rome

 
„Earth for all – A Survival guide for humanity“ heißt das neue Kursbuch des Club of Rome[2] für die globale Entwicklung, das sich auf zwei Entwicklungsszenarien konzentriert. Wir befinden uns gegenwärtig auf einem Pfad, der von Mutlosigkeit und Hinhaltetaktiken geprägt ist. Das aktuelle Dilemma egoistischer Aktionsrenitenz und strategischer Zögerlichkeit wird mit den Worten „Too Little Too Late“ auf den Punkt gebracht. In einer Situation wachsender Ungleichheit und sinkenden sozialen Vertrauens fechten Länder und Völker, wie Jayati Gosh[3] schreibt, einen Konkurrenzkampf um die Ressourcen aus anstatt sich gemeinsam für deren Schutz und Erhaltung einzusetzen. Doch es besteht noch Hoffnung: In einem Anflug von inzwischen unausweichlichem Zweckoptimismus wird den besorgniserregenden Perspektiven die Botschaft gegenübergestellt, dass noch ein gangbarer Weg der Zukunftssicherung besteht. Das Szenario „The giant leap“ bestätigt, dass die Chancen zur ökokompatiblen Transformation unseres Wirtschafts- und Konsumsystems intakt sind, wenn mit Entschlossenheit und Weitsicht die notwendigen Reformen eingeleitet werden. Das erfordert massive Investitionen der öffentlichen Hand und eine Neuausrichtung des Wirtschaftssystems. Umgehend sind gezielte Maßnahmen notwendig, um aktuelle Problemstellungen wie soziale Ungleichheit und Armut in den Griff zu kriegen, die Energieversorgung sicherzustellen und den Umbau des Ernährungssystems voranzubringen.
 

Scheinlösung Business as usual

 
Gaya Herrington hatte in den vergangenen Jahren vier Entwicklungsszenarien anhand aktueller Datenbestände analysiert, die die Stichhaltigkeit der Prognosen von 1972 bestätigen. Ihre Arbeit basiert auf der 2004 veröffentlichten Studie, die ebenfalls von den Autor*innen des Berichts des Club of Rome erstellt worden ist. Nur das grundlegende Reformszenario „Stabilised World“ eröffnet laut Herrington ermutigende Aussichten für die nächsten Generationen. Es ist mit der Abkehr von industriellem Wachstum und materiellem Wohlstand verbunden, erfordert die Reduzierung der Schadstoffemissionen und den Einsatz ressourceneffizienter Technologien sowie Investitionen in das Bildungs- und Gesundheitssystem. Außerordentliche Anstrengungen im Bereich technischer Innovationen können laut den Berechnungen von Herrington[4] zwar den direkten Systemkollaps verhindern, aber die Abwärtsspirale in der Qualität der Lebensbedingungen nicht aufhalten. „Business as usual“, also die Fortschreibung der aktuellen Form der Bewirtschaftung des Planeten und dessen Ressourcen, führt bei der anhaltenden Bevölkerungsentwicklung unweigerlich zum Kollaps des Ökosystems mit einer irreversiblen Beeinträchtigung des Lebensraums der Menschen. Selbst wenn mehr Ressourcen zur Verfügung stünden, ändert sich das Ergebnis nur unwesentlich: Ohne Anreize für tiefgreifende Neuerungen würde sich die Transformationsdynamik verlangsamen und „Business as usual“ könnte noch länger fortgesetzt werden. Damit verlagert sich die Problematik nur von der Ressourcenseite hin zur Schadstoffbelastung.
 

Wachstum als Zauberformel des Liberalismus

 
„Business as usual“ ist also die zentrale Hürde für den ökokompatiblen Transformationsprozess. Dieser Reaktionsautomatismus hatte sich bereits nach der Veröffentlichung des Berichts des Club of Rome als wirkungsmächtig erwiesen. Schließlich stellte dieser Bericht nach Jahrzehnten des überaus erfolgreichen wirtschaftlichen Neuaufbaus einen markanten Kontrapunkt zur bisherigen Entwicklung dar. Zur kritischen Reflexion über das Wirtschaftsmodell haben zwar erste Anzeichen von Faktoren der Instabilität beigetragen. Wachstum war aber damals ein an der Mehrung des individuellen Wohlstandes und an der herausragenden volkswirtschaftlichen Entwicklung messbarer Erfolgsfaktor. Angelehnt an die Theorie, dass die Verfolgung des Eigeninteresses auch den gesellschaftlichen Nutzen optimiert, ist Wachstum zur bestimmenden Triebfeder gesellschaftlicher Entwicklung erkoren worden. Aus der Kombination dieses Messinstruments mit der optimistischen Markttheorie von Adam Smith wurde die Zauberformel für den Führungsanspruch des Liberalismus generiert.
 
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Eigentlich hatte Adam Smith auch dem ethischen Handeln und somit Fairness und sozialer Verantwortung eine konstitutive gesellschaftliche Funktion zugeordnet, doch in der Rezeption seines Werks wurde diesen Aspekten kaum Beachtung geschenkt. Der Begriff Liberalismus umschreibt den Drang zur Befreiung von feudaler und staatlicher Bevormundung. Das Freiheitsstreben ist heute nach wie vor als erfolgreiche politische Formel positiv konnotiert, auch wenn (neo-)liberale Gesellschaftsmodelle offenkundig soziale und ökologische Verantwortung als moralische und faktische Externalitäten betrachten. Dahinter steckt die Anmaßung, dass Marktmechanismen diese Aspekte vernachlässigen können und nur punktuell Maßnahmen zur Eindämmung von deren negativen Wirkungseffekten erforderlich sind.
 

Darwin’sche Rationalität

 
Die kurzfristige Nutzenorientierung ist im Darwin‘schen Sinne durchaus rational. Sie geht davon aus, dass Risiken und Bedrohungen nur zeitlich beschränkte Phänomene sind. Folglich gelingt es, durch unmittelbar wirksame Nutzenoptimierung bestmögliche Voraussetzungen für die Erhaltung der Spezies zu schaffen. In einem bis in die kapillaren Verzweigungen volkswirtschaftlicher und betriebswirtschaftlicher Aktivität etablierten System ist somit „Business as usual“ die Standardformel für die Anpassung an veränderte Rahmenbedingungen - und die automatische Reaktion auf einschneidende neue Entwicklungsszenarien. Solche Ereignisse werden auch als Schocks bezeichnet, mit der darin enthaltenen Disposition zu konservativer Resilienz.
Die Bereitschaft zur Transformation wird aus diesem Blickwinkel erst dann notwendig, wenn die Risiken des „Business as usual“ höher einzuschätzen sind als die Risiken der Innovationsprozesse. Der Veränderungsdruck ist der Schlüssel für die Entscheidungen der Hüter des globalen Marktsystems, aber auch auf der Ebene der einzelnen Unternehmen. Und selbst wenn der Veränderungsdruck steigt, kann „Business as usual“ noch lange weiterlaufen wie bisher. Global Player tun das sowieso, da sie nicht nur keinen Regeln unterworfen sind, sondern ihre unternehmerische Entscheidungsfreiheit in internationalen Abkommen dem Zugriff nationaler Rechtsordnungen entzogen haben. Sogar die Einführung internationaler Schiedsverfahren und Klagerechte bei Beeinträchtigung ihrer Profitchancen ist ihnen gelungen. Die Generation von Profit ist damit von der Realwirtschaft und den Gemeinschaften abgekoppelt worden.
 

Verschleppung der Transformationsentscheidung

 
Auf EU-Ebene reicht es, bis zur finalen Transformationsentscheidung den Zeitpunkt und die Bedingungen für den Systemwandel in Frage zu stellen. Zugeständnisse, damit die Phase der Umstellung auf Jahrzehnte gestreckt werden kann, sind von einer willfährigen Politik leicht zu erhalten, wie sich bei Autoindustrie herausgestellt hat. Die Unternehmerverbände müssen sich bis dahin weder auf nationale geschweige denn auf regionaler Ebene auf Vereinbarungen einlassen, die ökonomische, ökologische und soziale Rahmenbedingungen für den Transformationsprozess festlegen. Das eröffnet den einzelnen Unternehmen genügend Spielraum, um ihrerseits langfristige unternehmerische Entscheidungen hinauszuzögern und mit inkrementellen Anpassungen ihre ökosoziale Verantwortungsbereitschaft unter Beweis zu stellen. Allein durch die Integration der ökologischen Nachhaltigkeit in die Marketingstrategie gelingt ein Imagegreening, das die Innovationsanstrengungen zum Teil der Marke macht und einen gegen die Pauschalkritik des „Business as usual“ immunisiert.
 

Rein adaptive Innovationsautomatismen überwinden

 
Auf der Ebene einzelner Unternehmen sind disruptive Veränderungsprozesse mit einem überschaubaren Risiko verbunden und können sich, sofern sich der eingeschlagene Weg als erfolgreich herausstellt, als Triebfeder einer Phase glanzvoller und exponentieller Expansion erweisen. Aus volkswirtschaftlicher Ebene liegt die Präferenz ganz klar bei inkrementellen Veränderungsprozessen, um die Entwicklung insgesamt stabil zu halten und Total-Failure-Szenarios zu vermeiden. Innovation ist ein Wesenselement wirtschaftlicher Tätigkeit: Profit als Kernziel der Wirtschaftsaktivität besteht in einer kontinuierlichen Anpassung des Produkts an im Wandel befindliche Marktfaktoren und politische Rahmenbedingungen unter Nutzung technischer Innovationen und materieller und menschlicher Ressourcen. Wir müssen jetzt jedoch einen disruptiven Innovationsprozess auf der Ebene der Volkswirtschaften mit globaler Vernetzung in Gang setzen.
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Kommentare

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Georg Lechner 02.08.2022, 14:56

Die internationalen Beziehungen sind einem strengen Konkurrenzregime unterworfen. Wer billiger produziert (weniger Kosten für Personal, eingesetzte Vorprodukte/ Rohstoffe und Anlagen hat), verdrängt die Konkurrenz beim Verkauf seiner Produkte. Daher ging niemand von den billig verfügbaren fossilen Energieträgern ab. Für eine Wende zu mehr Zukunftsfähigkeit bräuchte es daher ein Abgehen von diesem Konkurrenzprinzip und eine Hinwendung zu einem kooperativen Modell ähnlich der Montanunion der 50er, wo ein Abbau der Überkapazitäten bei Kohle und Stahl sozialverträglich gestaltet wurde.
Ein exponentielles Wachstum fährt die Menschheit an die Wand. Nennt mir die gewünschte Wachstumsrate und ich nenne die Zeitspanne, bis zu der ihr doppelt so viel essen und kotzen und doppelt so schnell schlafen müsst, damit sich das ausgeht. Für eine schnelle Abschätzung (brauchbar etwa zwischen Wachstumsraten von 1 bis 10 %) kann ich die Jahre bis zur Verdopplung nach der Faustformel: 70 dividiert durch Prozentsatz gibt Zahl der Jahre annähernd abschätzen.

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Gianguido Piani 02.08.2022, 20:25

Ist diese Veröffentlichung nicht etwas zu theoretisch und hoch geschossen? "A survival guide to humanity" spricht nicht von Bescheidenheit seitens der Autoren. Darüber hinaus sind so gut wie alle solchen Texte jetzt frei im Internet als pdf verfügbar. Einige Zig Euro um noch einmal gedruckt zu lesen, was zu tun sei und sowieso nicht gemacht wird, sind den Aufwand nicht wert.
Ich habe bereits die erste und die zweite Version von Limits to Growth gelesen. Eine Dritte brauche ich nicht unbedingt.

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Dietmar Nußbaumer 02.08.2022, 23:44

Ein wichtiger Artikel, und eine Zusammenfassung eines fehlgeleiteten Wirtschaftens.

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Josef Fulterer 03.08.2022, 06:51

Die hoch gestochenen Sprüche der Experten waren bisher nicht imstand, die ängstlich an den Marionetten-Fäden der übermächtigen Verbände zappelnden Politiker, für die zunehmend dringeder werdenden Beschlüsse zu überzeugen:
# dem direkt in den Klimaschirm sch... Flugverkehr sind die Steuern für den Treibstoff, auch sämtliche Kosten für die Flughäfen anzulasten und alle Suventionen zu streichen
# der von Henry Ford angeschobene Privatverkehr muss großteils von den Straßen verschwinden
# eine 4spurige Eisenbahn hat den überregionalen Reiseverkehr und Lastentransport zu übernehmen
# der übermächtigen FINANZ-INDUSTRIE, die noch immer über 90 % der Welt-weiten Umsätze ohne Steuern bewegt, während den Bürgern für jede Geldbewegung sehr belastende Steuern abgeknöpft werden, MÜSSEN ENDLICH ANGEMESSENE STEUERN AUFERLEGT WERDEN
# die übermächtigen "von den Politikern ängstlich gefütterten Raubtier-Verbände," sind gründlich abzunabeln

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Georg Lechner 03.08.2022, 19:21

Nur dann, wenn die Marionettenfäden mit dem Stimmverhalten durchtrennt werden, wird sich etwas ändern.

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Karl Trojer 03.08.2022, 09:41

Karl Gudauner hat hier eine wertvolle Zusammenfassung mit der Aufforderung zu unverzüglichem Handeln vorgelegt. Vielen Dank dafür !
Der größte Behinderer für eine Kehrtwende scheint mir die global agierende, auf Gewinnmaximierung ausgerichtete Finanzwirtschaft zu sein. Diese, zumindest innerhalb der EU, mit entsprechenden Begrenzungen zu belegen, erscheint mir als äußerst wichtig. Weiters müsste die EU durch umfassende Werbekampanien die Bevölkerung für ein zukunftsfähiges Konsumverhalten gewinnen. Denn, wenn wir so weitermachen wie bisher, fahren wir bald knallhart gegen die Wand.

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Josef Fulterer 05.08.2022, 07:01

Wenn die Menschheit die in vielen Millionen Jahren von der Natur gebildeten fossilen Reserven, in wenigen Jahrzehnten vergeudet, fährt sie tatsächlich knallhart an die Wand und wird sich wundern, wenn zunehmed mehr sehr große Flächen für die Landwirtschaft nicht mehr nutzbar sind und auch "nur mehr sehr kostspielig bewohnt (Südpool, Wüste usw.) werden können."

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