„Polarisieren ist sehr wichtig für mich.”: Ivan Moser, alias Tears Of Fury, zu seinem neuen Video.
Screenshot aus „Hardcore Psychopath”
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Hardcore-Techno

Tears Of Fury: „Hardcore Psychopath”

Ganz schön heftig! Unerwartet heftig, gerade auch das Ende! Hardcore-Act Tears Of Fury hat vor kurzem einen Video-Clip veröffentlicht, der härter ist als die Musik.
Von
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Reinhold Giovanett02.10.2022
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„Polarisieren ist sehr wichtig für mich.”: Ivan Moser, alias Tears Of Fury, zu seinem neuen Video.
„Polarisieren ist sehr wichtig für mich.”: Ivan Moser, alias Tears Of Fury, zu seinem neuen Video. Foto: Screenshot aus „Hardcore Psychopath”

 

Der Videoclip beginnt ja eher unspektakulär: Jemand, in diesem Falle die Hauptfigur, ist auf der Flucht, hetzt durch einen Wald und erreicht schließlich eine scheinbar bewohnte Hütte. Soweit so gut und bereits des öfteren schon gesehen.

Was folgt ist aber eine Story, die immer wieder überraschende Wendungen nimmt, durchaus erschreckt, vielleicht auch Ekel erregt und mehrfach die Psycho-Seiten anschlägt. In knapp vier Minuten entwickelt sich ein „kleiner” Horror-Streifen, der sich durch eine achtsame Inszenierung und einige tolle Lösungen im Schnitt zu einem spannenden Clip entwickelt und fast härter ist, als die Musik dazu.

Diese Musik stammt vom Bozner Hardcore-Act Tears Of Fury, der mit dieser Videosingle wieder neues Musikmaterial liefert. Gepackt vom Clip, haben wir Ivan Moser, alias Tears Of Fury, dazu einige Fragen gestellt.

Vor dem Interview aber zuerst das Video. Bitte festhalten! 

 

Tears Of Fury: „Hardcore Psychopath“ (Official Music Video)

 

salto.music: Das Video zu „Hardcore Psychopath” ist sehr stark, auch weil es sehr gekonnt als (Horrorr-)Film inszeniert worden ist. Wie ist es zu diesem Clip gekommen und was kannst du uns über die sicherlich aufwändige Produktion erzählen?

Ivan Moser: Mein alter Party-Kollege Marco Di Liello aus Bozen hat mich angeschrieben und darüber informiert, dass er nach Abschluss seiner Filmschule gerne ein Projekt mit mir machen möchte.

Deswegen haben wir uns mit dem Regisseur Alessandro Bozzolan, dem Kameramann Lorenzo Covi und Remo De Piro von der Produktionsfirma Lighta.e zusammengesetzt, um dieses Projekt zu planen. Eagle Service aus Leifers hat uns die Locations und Schauspieler zur Verfügung gestellt und somit konnte das Projekt erfolgreich durchgeführt werden.

Die Dreharbeiten waren sehr aufwändig, denn zum Beispiel die Küche, die man im Videoclip sehen kann, musste komplett in einer leeren Garage in Trient montiert und inszeniert werden.

Ich war sehr fasziniert, wie aufwändig so eine Produktion ist und begeistert von dem Einsatz aller Beteiligten.

Die gesamte Kleidung, die im Videoclip zu sehen ist, wurde von Alejandra Deaza Silva maßgeschneidert. Auch hier möchte ich ein großes Lob und meine Dankbarkeit aussprechen.

Das Projekt wurde perfekt geplant und organisiert, ansonsten hätte dies nicht so zügig umgesetzt werden können. Die Dreharbeiten wurden auf zehn Tage, teilweise bis früh morgens, aufgeteilt und die Drehorte verteilten sich von Trient bis Kohlern und Lajen.

 

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Übernimmt in „seinem” Videoclip  die Rolle des Psychopaten: Ivan Moser, alias Tears of Fury, am Set zu „Hardcore Psychpath”. Foto: Giordano di Stasio

Dies ist eine tiefgründige Geschichte und nicht nur ein Horrorfilm.

salto.music: Man könnte die Story als reinen Horror-Movie sehen, als bedrohlichen Psychothriller oder als Film, der sich mit unterschiedlichen schweren Traumata auseinandersetzt. Was ist es für dich?

Ivan Moser: Polarisieren ist sehr wichtig für mich und dieses Projekt ist auf das Thema Traumata ausgelegt.

Missbrauch und psychische Probleme sind oft ein Tabuthema und dieser Videoclip soll dieses Thema beleuchten. Es ist ein kleiner Junge zu sehen, der von seinen Eltern offensichtlich schlecht behandelt/misshandelt wird und im späteren Leben zum Psychopathen wird.

Oft hinterfragen die Menschen ihr Verhalten nicht und grenzen lieber aus. Dieser Videoclip soll die Folgen eines Traumas zeigen.

Dies ist eine tiefgründige Geschichte, die man sich bewusst anschauen sollte, und nicht nur ein Horrorfilm.

Bei manchen Szenen habe ich das Team gebeten, mir Death Metal aufzudrehen, damit ich mehr in das Gefühl von Wut gehen konnte.

salto.music: Du trittst im Video selbst auf, nicht als Artist, sondern in der Rolle des Psychopathen, als Schauspieler. Wie schwer war die Arbeit vor der Kamera?

Ivan Moser / Tears Of Fury: Ich liebe es, im Rampenlicht zu stehen, daher hatte ich mit der Rolle als Schauspieler keinerlei Berührungsängste.

Bei manchen Szenen habe ich das Team gebeten, mir Death Metal aufzudrehen, damit ich mehr in das Gefühl von Wut gehen konnte.

Dies hat mir dabei geholfen, in einer komplett anderen Welt zu sein.

Ich könnte mir gut vorstellen weitere Videos zu drehen, oder mal als Komparse in einem Film aufzutreten.

salto.music: Abschließend noch etwas anderes: Du hast kürzlich mit dem Track „Till We Die” die 1.000.000-Grenze an Streams überschritten. Hast du das gefeiert, bzw. habt ihr das gefeiert, du hattest den Track ja gemeinsam mit Expulze produziert?

Ivan Moser: Glücklicherweise konnte ich vor zwei Wochen schon feiern, da mein Remix „Who still cares?“, den ich für den größten aller Hardcore-Künstler, Angerfist, gemacht habe, die 1.000.000-Grenze überschritten hat.

Dies hat mich mit sehr viel Freude erfüllt und jetzt, zwei Wochen später, ist die nächste Million für mich fast unfassbar, dass ich so viele Menschen mit meiner Musik erreichen konnte.

Statt zu feiern, hat es Expulze und mich motiviert, einen neuen Track zusammen anzufangen.

 

Links:

Link-Tree zum Song „Hardcore Psychopath”: https://dog.lnk.to/HardcorePsychopath
YouTube-Channel Dogfight Rec.: https://www.youtube.com/c/DogfightRec
Tears Of Fury Homepage: https://www.tearsoffury.com/
Tears Of Fury Instagram: https://www.instagram.com/tearsoffurydj/

 

Ein packend inszenierte Story: „Hardcore Psychopath” hält auch einige schöne Lösungen im Schnitt und in der Bildregie bereit.
Eine packend inszenierte Story: „Hardcore Psychopath” hält auch einige schöne Lösungen im Schnitt und in der Bildregie bereit. Foto: Screenshot aus „Hardcore Psychopath”

 

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