Stefan Raffeiner
Digitales Register
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Digitalisierung

Vom Hinterbänkler zum Klassenbesten

Die Erfolgsgeschichte von Stefan Raffeiner und seinem digitalen Klassenbuch hält an. Inzwischen nutzen es über 100 Schulstellen und mehr als 80.000 User.
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Fünf Jahre sind vergangen seit sich Stefan Raffeiner 2014 einigen Ärger hoher Beamter zugezogen hat. An der Landesverwaltung vorbei hatte der damals 22-Jährige in drei Monaten geschafft, wozu das Land in vier Jahren (und mehr) nicht imstande gewesen war: Ein “digitales Klassenbuch” zu entwickeln, das unnötigen Papier- und Schreibkram ersetzt und Lehrern, Schülern sowie Eltern einen Online-Zugriff auf Stundenplan, Noten, Absenzen und dergleichen ermöglicht.

Unbeirrt war der gebürtige Meraner seinen Weg weitergegangen und hatte immer mehr Schulen von seinem Online-Register überzeugen können. Vor Kurzem war Raffeiner bei ACS Data Systems zu Gast. Das 1983 gegründete Unternehmen unterstützt seine Kunden in ihrer technologischen Entwicklung und verfügt derzeit über fünf Niederlassungen in Italien sowie eine Tochtergesellschaft in München.

In einem bis zum letzten Platz gefüllten Saal konnte Stefan Raffeiner gemeinsam mit den Mit-Entwicklern des digitalen Klassenregisters, Alex Trojer und Stefan Schenk, über 100 Schuldirektoren und Lehrpersonen von der Erfolgsgeschichte und den Neuerungen berichten. Die Software wird heute an über 100 Schulstellen eingesetzt und verzeichnet täglich 70.000 Zugriffe. Über 80.000 User – Lehrer, Schüler und Eltern – verwenden sie. 60 von 93 der deutschsprachigen Direktionen in Südtirol nutzen das digitale Klassenregister.

Raffeiner erinnert die Anfänge seines Erfolgsprodukts: “Bei der Entwicklung unserer Software haben wir von Beginn an die Anforderungen und Wünsche der Lehrpersonen, Schüler und Eltern in den Mittelpunkt gestellt.”

Gruppenfoto Digitales Register
Vom Störenfried zum Vorzeige-Entwickler: Stefan Raffeiner (Bildmitte) mit (v.l.) Philipp Moser (Geschäftsführer Limitis), Alex Trojer, Stefan Schenk (beide Digitales Register) und Martin Plunger (Gründer und Geschäftsführer ACS Data Systems) (Foto: Digitales Register)

 

Dank dem Digitalen Register sind Hausaufgaben, Noten, Abwesenheiten und Unterrichtsinhalte jederzeit und überall abrufbar. Ermöglicht wird dies durch die Cloud-Technologie, die vom Südtiroler IT-Unternehmen Limitis betreut wird, “selbstverständlich mit Datenspeicherung in Südtirol und Fokus auf höchste Verfügbarkeit und Datensicherheit”, betont Limitis-Geschäftsführer Philipp Moser.

Beim jüngsten Treffen in Bozen fand auch ein Workshop statt, bei dem die Vertreter der Schulen gemeinsam mit den Entwicklern neue Anforderungen und Änderungswünsche erarbeitet und priorisiert haben. “Die vielen Rückmeldungen sind für uns besonders wertvoll für die weitere Entwicklung und Optimierung des Registers. Wir arbeiten bereits daran, viele dieser Wünsche umzusetzen”, berichtet Stefan Raffeiner. Er arbeitet inzwischen für das Unternehmen Unitis GmbH, das weltweit maßgeschneiderte IT-Lösungen für Schulen anbietet – und das digitale Klassenregister 2018 übernommen hat.

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Kommentare

Bild des Benutzers Martin Sitzmann
Martin Sitzmann 02.12.2019, 14:23

Bravo dem Entwickler und seinem Südtiroler Team!
Ein tolles Produkt und eine Vorzeigestory, was mit Talent, Fleiß und Begeisterung zu schaffen ist!
Das teuer angekaufte Produkt der Landesverwaltung kommt schwer schnaufend in die Gänge, hoffentlich bleibt den Schulen noch lange die Freiheit erhalten, das bessere Produkt für die eigenen Realität auszuwählen.

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Sepp Bacher 02.12.2019, 15:53

Das wollen wir schon hoffen! Ich wünsche es den Lehrpersonen und Schulen!

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Benno Kusstatscher 02.12.2019, 17:13

Zu meiner Zeit ließ man das Klassenbuch bei beachtlicher Anzahl von Eintragungen auch schon mal verschwinden. Ob die Kids von heute genügend kriminelle Energie aufbringen, um das Ding zu hacken, vermag ich nicht zu sagen. Qualitätssicherung mit derartiger Exposure ringt mir jedenfalls Respekt ab. Ich wünsche dem Team weiterhin viel Erfolg und dass wir an dieser Stelle niemals von Schülern lesen mögen, die ihr Sitzenbleiben digitalen Artifakten zuschreiben (müssen).

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