Silvio Berlusconi
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Impfstreit

Berlusconi gegen Mediaset- Moderatoren

Silvio Berlusconi besteht auf Entlassung impffeindlicher Talk-Moderatoren
Kolumne von
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Gerhard Mumelter02.12.2021
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Bekanntlich hat der Covid-Erreger auch den Ex-Premier und Forza-Italia-Chef Silvio Berlusconi nicht verschont. Im letzten Sommer suchte der Virus ausgerechnet den 85-jährigen Ex-Cavaliere ein. Er musste mehrere Wochen im San-Raffaele-Krankenhaus verbringen, wo er persönlich von dessen Primar Alberto Zangrillo betreut wurde. Für Berlusconi noch heute eine traumatische Erfahrung: "Ho  pensato di morire, ho temuto di non farcela". Mitte September wurde er endlich aus dem Krankenhaus entlassen - stark geschwächt, aber geheilt. 

Es kann daher keineswegs verwundern, dass  er ein überzeugter Anhänger der Anti-Covid-Impfungen ist und auf Virusleugner und Impfgegner  geradezu allergisch reagiert: "Non è assolutamente accettabile che l´irrazionale rifiuto del vaccino metta in pericolo l´intera collettività. Gli unici strumenti che abbiamo per evitarlo sono il vaccino e il rispetto delle norme di prudenza. Quella di bocciare il green pass è una strana idea di libertà." Was den Medienzaren jedoch ganz besonders irritiert, sind Impfgegner im eigenen Haus - in seiner Fernsehanstalt Mediaset. Dort passierte in diesen Tagen Ungewöhnliches. Zwei bewährte Moderatoren altbackener Talkshows wurden von einem Tag auf den anderen vor die Tür gesetzt: Paolo Del Debbio - Moderator der Sendung Dritto e rovescio und sein Kollege Mario Giordano, der seit vielen Jahren auf Mediaset in der Sendung fuori dal coro als erzkonservativer TV-Prediger agiert.

 

Del Debbio
TV-Moderator Paolo Del Debbio: Entlassen und Sendung kurzerhand gestrichen. (Foto: Altranotizia)

 

Gegen solches Gedankengut hat der Mediaset-Gründer wenig einzuwenden. Was ihn erzürnt, ist die Tatsache, dass beide aus ihrer Sympathie für die No vax-Bewegung kein Geheimnis machen. Die Folge: beide Sendungen wurden ab sofort aus dem abendlichen Mediaset-Programm gestrichen. Denn Berlusconi, der für das Amt des Staatspräsidenten kandidiert, will - zumindest bis zur Wahl von Mattarellas Nachfolger Ende Jänner - keine moderatori sovranisti auf Mediaset sehen - schon gar nicht, wenn es sich um Impfgegner handelt. Angesichts der Wahl des Staatsoberhaupts will der Medienzar sich und seinem Sender eine immagine istituzionale verpassen - zur Verärgerung des betroffenen Moderators Del Debbio: " Io faccio un dibattito e per farlo bisogna essere in due. Non vedo cosa c´entri la mia trasmissione con l´elezione del capo dello stato."

Nach zahlreichen Protesten gegen die Absetzung der zwei talkshows beschwichtigt Mediaset-Programmchef Mauro Crippa. Es handle sich vorerst nur um eine vorübergehende Massnahmen aus Anlass der Weihnachtsferien: si chiude il 16 dicembre e si riapre il 13 gennaio." Bis dahin freilich dürfte der neue Staatspräsident kaum gewählt sein. Und noch unwahrscheinlicher ist, dass er Silvio Berlusconi heisst.

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Kommentare

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kurt duschek 02.12.2021, 09:13

".....Und noch unwahrscheinlicher ist, dass er Silvio Berlusconi heisst." ....na hoffentlich nicht!!

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kurt duschek 02.12.2021, 09:13

".....Und noch unwahrscheinlicher ist, dass er Silvio Berlusconi heisst." ....na hoffentlich nicht!!

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Martin Senoner 02.12.2021, 09:25

Berlusconi ist nicht mehrheitfähig (Forza Italia allein ist zu schwach) und die fdi stört Berlusconis Treue zu Draghi!

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Mattia Frizzera 02.12.2021, 10:08

I "grandi elettori" per il Quirinale saranno 1008: 320 senatori, 630 deputati, 58 delegati regionali. Maggioranza dei due terzi è a 672, dalla quarta votazione basta la maggioranza semplice di 505. Nella recente storia nazionale, da "l'Italia è il paese che amo" del 1994, Berlusconi ha mostrato più volte di essere la resilienza in persona. Un combattente nato e un mago del consenso e della propaganda. Considerando dalla quarta votazione Berlusconi parte da 430 voti più o meno sicuri (i 129 di Forza Italia, 188 della Lega, 58 di Fratelli d'Italia, 23 di Coraggio Italia - Toti ex direttore di Studio Aperto, 32 delegati regionali su 58). Quindi, da Nostro Signore della Televendita, cerca di andare a pescare ovunque. Ve lo ricordate il presidente operaio?

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