Markus „Doggi“ Dorfmann
Markus „Doggi“ Dorfmann
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„Dor Schnuup Doggi Dogg“

Die gonze Welt weart norrat: Markus „Doggi“ Dorfmann über Chillen, Yoga und sein persönliches Statement zur übertriebenen Leistungsgesellschaft...
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Der „Doggi“, bekannt für seine Lieder mit smarten Texten und in verschiedensten Musikstilen zuhause, präsentiert seinen neuen Hip-Hop-Song „Brixen chillt“. Seit einigen Jahren ist er auch Yogalehrer und beschäftigt sich schon seit längerem mit dem Yoga-Lebensstil an sich, mit der Muse, den Entspannungsübungen und vielem mehr, und organisiert jetzt zusammen mit Miriam Oberstaller und Klaus Unterthiner den „Brixen chillt“-Tag am 18. Mai im Kassianeum in Brixen, wo unter anderem eben Yoga, Meditation, Klangkunst und Musik im Vordergrund stehen werden.

 

Doggi - Brixen chillt

 

salto.bz: Wird jetzt aus "Dor Doggi Sing'" wirklich noch der Rapper "Dor Schnuup Doggi Dogg"?

Markus „Doggi“ Dorfmann: Die Sache ist doch so: Im „Dor Doggi Sing`“ war immer schon ein kleiner „Dor Schnuup Doggi Dogg“, jetzt hat er sich halt befreit. (lacht)

 

Der Doggi kann irgendwie alles, oder? Ob Country („Hymne an die Tscheggl“), Rock („Feirum“), Reggae („Olm loggor bleibm“), jetzt eben Hip-Hop. „Brixen chillt“ ist dein erster Hip-Hop-Song - wie bist du auf diese Idee gekommen?

Neugier und eine Menge Zufall, das ist der Grund. Die Herangehensweise im Hip-Hop, von der Idee zum fertigen Song, ist anders als üblich produzierte Musik mit Band. Ich habe mir einen Track auf Youtube gesucht und darauf einen passenden Refrain gebastelt: Brixen chillt, die gonze Welt weart norrat, di gonze Welt tuat wild und wos tuat Brixen, Brixen chillt. Dem Inhalt von „Brixen chillt“ gingen Beobachtungen, Überlegungen, Auseinandersetzung und eine gehörige Portion Unsicherheit und Sorge, wie es mit unserem Planeten Erde weitergeht, voraus. Chillen hat ja nichts mit Faulheit zu tun, sondern ist ein friedlicher Protest gegen diese übertriebene Leistungsgesellschaft und dieses Lied ist mein persönliches Statement dazu.

 

Chillen hat ja nichts mit Faulheit zu tun, sondern ist ein friedlicher Protest gegen diese übertriebene Leistungsgesellschaft und dieses Lied ist mein persönliches Statement dazu.

 

„Die gonze Welt werd norret...“ - der Irrsinn und Wahnsinn in der Welt nimmt jeden Tag zu – vielleicht sollte jeder Mensch ein bisschen mehr „chillen“, oder?

Ganz klares „Ja“. Immer mehr Menschen finden im Chillen, im Entspannen und in der Ruhe einen Weg zu sich selbst. Seit die Wirksamkeit von Meditation und Yoga, Klangkonzerte und Achtsamkeitsübungen in den 90er Jahren durch wissenschaftliche Studien belegt wurden, finden diese mehr und mehr Zuspruch, auch aus der Mitte der Gesellschaft. Eine einfache Bauchatmung wirkt sich erwiesenermaßen auf das Autonome Nervensystem aus, der Parasympatikus wird aktiviert, Herzschlag reduziert sich, die Wahrnehmung wird breiter, das Einfühlungsvermögen steigt und der Mensch empfindet eine erhöhte Empathiefähigkeit. Für die heutige „norrate“ Welt die beste Voraussetzung um zu erkennen, wie es um uns steht und der erste Schritt hin zu einer bewussten Veränderung.

 

Und was bedeutet chillen für dich?

Wie schon erwähnt ist das „Chillen“ für mich ein friedlicher Protest und ich habe mir mein Leben so gerichtet, dass es mir fast täglich möglich ist, eine „Chillzeit“ zu nehmen. Irgendwann habe ich mir die Frage gestellt: Was ist mir wirklich wichtig? Wofür lohnt es sich zu kämpfen? Wo soll die Reise hingehen? Was will ich hinterlassen? Um auf all diese Fragen die richtige Antwort zu finden, braucht es eben viel Zeit und Muse. Beim täglichen Waldspaziergang suche und finde ich dann meistens die richtige Antwort. Mein „Chillen“ ist Friedensarbeit für mich und für die Gemeinschaft.

 

Mein „Chillen“ ist Friedensarbeit für mich und für die Gemeinschaft.

 

Neben Musik machst du seit einigen Jahren Yoga – wie bist du dazu gekommen und was gefällt dir daran?

Mein erster Kontakt mit Yoga war während meiner Zeit in Innsbruck, als ich Sport und PPP studiert habe. Ich war schon damals fasziniert von den verschiedenen Entspannungsmethoden und schrieb auch meine Diplomarbeit: „Zur Effizienz der Muskelentspannung im Sportklettern“ über ein ähnliches Thema. Yoga lernte ich damals noch aus einem Buch (Shivananda Yoga) kennen und versuchte mich in den Asanas um 5 Uhr in der Früh. Jetzt bin ich seit einigen Jahren Yogalehrer und gebe Kurse in Brixen. Was mich an Yoga fasziniert, ist der Lebensstil, der sich entwickelt, wenn man intensiv Yoga praktiziert. So bin ich seit 25 Jahren Vegetarier und seit 3 Jahren vegan. Auch meine Prioritäten haben sich verändert. Ich lebe einfach, manche sagen minimalistisch, habe mein Auto verkauft und konzentriere mich auf das für mich Wesentliche: mit allen Sinnen durchs Leben gehen, offen sein für Neues, Ängsten offen begegnen und darauf vertrauen, dass das alles so passt, wie es ist.

 

Am 18. Mai findet der „Brixen chillt“-Tag statt – auf was dürfen wir uns freuen und was dürfen wir uns erwarten? Und was erwartest du dir von dieser Veranstaltung?

Ja, es stimmt, „Brixen chillt“ hat Folgen und zwar organisieren wir, Miriam Oberstaller (Meditation, Channeling), Klaus Unterthiner (Klangkunst) und ich, den ersten „Brixen chillt“ Tag im Kassianeum in Brixen am 18. Mai von 10 Uhr bis 18 Uhr. Anmelden kann man sich mit whatsApp bei mir: 347 0350 230. Freuen kann man sich auf schier paradiesische Zustände: einen ganzen Tag gemeinsam „chillen“, ankommen, innehalten… Es wird ein Yoga Konzert geben. Dabei mache ich sehr einfache, für jedermann machbare Übungen aus Yin Yoga. Zwischen den 5-minütigen Dehnungsübungen, also während den Liegepausen, spiele ich Hits und Balladen aus meinen Programmen. Klangkunst vom Klaus entführt uns in die Welt der Klänge und Schwingungen. Ein besonderes Erlebnis mit heilender Wirkung. Die Meditationen von Miriam sind berührend und klärend zugleich. Es wird auch Shiatsu in der Gruppe geben und am Abend ein Channeling mit live Musik und Klangkunst.

 

Und was hat der Doggi in nächster Zeit sonst noch alles geplant?

Ich habe das Glück mich mit den schönsten Dingen, die diese Welt zu bieten hat, zu beschäftigen: Musik, Entspannung, Natur. Das ist ein Privileg und ich bin sehr dankbar dafür. Meine Idee wäre, diese drei Schwerpunkte zu vereinen. Ein ruhiges Konzert unter Riesenfichten, auf grünem Moos liegend und die Natur genießend, ja das wäre schon was. Im Prinzip gehen mir die Ideen nicht aus. Sicher ist, am 18.Mai wird gechillt. Und dann…  schaumermal.

 

Ich habe das Glück mich mit den schönsten Dingen, die diese Welt zu bieten hat, zu beschäftigen: Musik, Entspannung, Natur. Das ist ein Privileg und ich bin sehr dankbar dafür.

 

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