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Volksbefragung

Tirol:Olympia-Volksbefragung manipulativ

Die Tiroler Landesregierung sowie Innsbruck versuchen, mit Suggestivfragen das passende Ergebnis bei der Olympia-Volksbefragung zu beschaffen. Doch Widerstand regt sich.
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„Soll das das Land Tirol ein selbstbewusstes Angebot für nachhaltige, regional angepasste sowie wirtschaftlich und ökologisch vertretbare Olympische und paralympische Winterspiele Innsbruck-Tirol 2026 legen?“ So lautet die offizielle Fragestellung der Volksbefragung zur Bewerbung des Bundeslands Tirol für die olympischen Winterspiele 2026. Genauso gut hätte das Land Tirol die Wählerschaft fragen können, ob sie für alle Zeit das Beste und nur das Allerbeste fürs Land tun soll. Kein Wunder, dass sich „Mehr Demokratie“, parteiunabhängige Initiative für eine Stärkung der direkten Demokratie in Österreich, solch dreiste Manipulation nicht bieten lassen will und Beschwerde beim Verfassungsgerichtshof einlegen wird. In einer laufenden Kampagne sammelt „Mehr Demokratie“ Unterstützungserklärungen unter den wahlberechtigten Tirolern, um diese manipulative Fragestellung anzufechten.

Suggestivfragen bei Volksbefragungen kommen immer wieder vor, vor allem wenn diese von oben eingeleitet werden. Diese Erfahrung machte zuletzt die Aktionsgemeinschaft Reischach bei der Abstimmung zum Liftprojekt Ried am Kronplatz. In Österreich sind sie verfassungswidrig. Fragwürdig ist aber auch der zu erwartende Ablauf dieser „Volksbefragung“, denn die Mittelausstattung ist völlig ungleich. Landes- und Stadtregierung wollen über massive Bewerbung den Konsens der Bevölkerung sozusagen erzwingen und haben eine faire Aufteilung der Werbemittel aus öffentlichen Geldern abgelehnt. Eine Mehrheit für solche Megaevents, die naturgemäß nie „ökologisch nachhaltig“ sein können, ist durchaus nicht gesichert. So hatte München vor 10 Jahren seine Bewerbung für die Winterspiele 2018 nach dem Widerstand der Bevölkerung in Oberbayern aufgeben müssen.

Wenn aber Fairness und Chancengerechtigkeit für die Abstimmungsdebatte nicht gewährleistet wird, kann das Abstimmungsergebnis auch keine Legitimität beanspruchen. Mag. Erwin Leitner bemängelt: „In Österreich wird häufig bei Volksbefragungen, die ‚von oben‘ durch eine Regierung angesetzt werden, ohne demokratischen Anstand vorgegangen“, bemängelt der Bundesvorsitzende von Mehr Demokratie Erwin Leitner, „Fairness und Chancengerechtigkeit ist den Regierenden bei Volksbefragungen kein politisches Anliegen. Eine staatliche Volksbefragung ist aber keine Wahl eines Faschingsprinzen. Sie muss mit der nötigen demokratischen Ernsthaftigkeit organisiert werden. Denn sie gilt für alle, selbst wenn das Abstimmungsergebnis einer Volksbefragung nicht verbindlich ist.“

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Kommentare

Bild des Benutzers Sandro Bx

Sono alcune le considerazioni che mi pongo rispetto a questa chiamata alle urne:
1. Il quesito è sicuramente mal posto e fuorviante;
2. L’abbinamento di una consultazione referendaria regionale con le elezioni politiche non lo trovo opportuno;
3. In genere quasi tutte le ultime consultazioni referendarie aventi come tema la candidatura per lo svolgimento di giochi olimpici in altre città hanno avuto un responso negativo;
4. Le possibilità di assegnazione dei giochi olimpici del 2026, sono scarse poiché non coinciderebbero con l’alternanza dei continenti: nel 2010 a Vancouver, del 2014 a Sotchi, nel 2018 nella Corea del Sud, nel 2022 a Pechino e nel 2026 dovrebbe essere il turno delle Americhe con Calgary.

Non è che sia andato molto meglio quest’anno a giugno con il referendum sulla funivia del Patscherkofel. Anche li il quesito era mal posto:
“Secondo voi deve essere spostata la stazione a monte della Kofelbahn”
Risultato: su 104.576 elettori/elettrici sono andati a votare solamente in 5.605 (il 5,36%).
Nei seggi non si sono stressati ciò nonostante hanno avuto difficolta a trovare i componenti delle sezioni al punto che per le consultazioni del 15 ottobre hanno dovuto aumentare i loro onorari. Il comune di Innsbruck ha aumentato il compenso per i scrutatori da 44 a 70 € e per i presidenti da 198€ a 210€.

Bild des Benutzers Thomas Benedikter

Grazie di queste informazioni, Sandro. I quesiti "suggestivi" e fuorvianti nei referendum in Austria sono solo un sintomo di una disciplina generalmente carente e superata. Da tempo Mehr Demokratie austriaca si impegna per una riforma per compiere qualche passo verso un sistema tipo svizzero. Ma c'è ancora tanta strada da fare. Intanto faccio gli auguri a quegli attivisti affinché la Corte costituzionale bocci il quesito sul referendum sui Giochi olimpici. Gli umori nella popolazione in generale sono piuttosto negativi, sarà questo il motivo perché il governo ricorre a tali quesiti.

Bild des Benutzers Sandro Bx

Interessante quel che scrive oggi la Tiroler Tageszeitung, il Tirolo del Nord assomiglia sempre più al nostro territorio, “Wahlmüdigkeit” come da noi nel 2016 con diverse se non troppo chiamate alle urne:

Innsbruck – Dass die heutige Olympiavolksbefragung zeitgleich mit der Nationalratswahl stattfindet, stellt die Wahlbehörden in den 279 Gemeinden vor Herausforderungen. Schließlich braucht es getrennte Wahllokale. Hintergrund für die Zusammenlegung ist zum einen die Hoffnung auf eine höhere Wahlbeteiligung bei der Olympia-Volksbefragung, zum anderen finden bekanntlich im Februar auch Landtags- und im April Innsbrucker Gemeinde­ratswahlen statt. Die Wahlmüdigkeit nach dem vorjährigen Bundespräsidentenwahl-Marathon sollte nicht vorsätzlich provoziert werden. Zudem wurden die Innsbrucker bereits im Juni zum Patscherkofel befragt.

http://www.tt.com/home/13553627-91/ja-oder-nein-zu-olympia-die-tiroler-w...

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