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Nacktheit im Landtag

Der Sandalenfeldzug

Sex, Drugs und entblößte Zehen. Südtirol liegt am Boden.
Community-Beitrag von Damian Foppa06.07.2019
Bild des Benutzers Damian Foppa
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Wir schreiben das Jahr 2019 und Europa existiert, trotz Untergang des römischen Reiches und nach fast zwei Jahrtausenden germanischer Hegemonie, immer noch. Unser Kontinent hat freilich viel erdulden müssen, von den Vandalen über die Pest bis hin zum Nationalsozialismus – und gerade jetzt muss er scheitern, oder zumindest ein Teil davon, zwischen Brenner und Salurner Klause, denn dort kommt es gerade zum Showdown, zum alles entscheidenden Endkampf: dem Sandalenfeldzug. Besonders gescheite Leute wussten es in prophetischer Voraussicht freilich schon vorher, dass der Klimawandel, die soziale Ungleichheit und – würg – die Gleichstellung von Mann und Frau nur Bagatellen sind im Vergleich zu dem, weswegen jetzt einigen der Schuh drückt: Sandalen im Hohen Haus. Ja, es ist soweit: Die Birkenstock-und-Flip-Flop-Armee kommt aus ihren Verstecken und trifft das unvorbereitete Land mit voller Wucht. Da nehmen einige schon mal schnell die Füße unter den Arm und verstecken sich in einer Höhle aus eilig übereinandergestapelten Schnürschuhen, um der Frivolität der entblößten Zehen zu entrinnen. Es klingt alles furchtbar schrecklich, eh klar. Aber das ist doch kein Grund, gleich kalte Füße zu bekommen, liebe Geschlechtsgenossen! Dabei wäre es so simpel: Alle Männer (ausgenommen Hipster-Studenten, die es wagen, als Mann Sandalen anzuziehen, wozu auch ich mich ab und zu zähle #nohomo #linksgrün) müssen sich zusammenrotten, um den Korksohlensoldaten Paroli zu bieten. Spätestens die Wunderwaffe, nämlich bei milden 40° C vollgeschwitzte Männerschuhe als Wurfgeschosse, wird es richten. Dann, das ist gewiss, liegen ihnen die Frauen wieder zu Füßen. Zwar ohnmächtig, aber mit Kollateralschäden muss man im Krieg immer rechnen.

Manche Leserin mag es verwundern, dass ein Mann, der eh nichts von der Materie versteht, einen Text über Schuhe schreibt. Aber das ist natürlich riesengroßer Käse. Das Gegenteil ist der Fall! Denen, die meinen, als Frau könne man zu Schuhen auch nur irgendeine qualifizierte Meinung haben, muss man – mit erhobenem Zeigefinger – sagen: Schuster, bleib bei deinen Leisten! Ja, Schuster, und nicht Schusterin. Da wird sich die Sprache schon etwas dabei gedacht haben, als sie diese Redewendung entworfen hat!!11!Einself

Natürlich hat das Land größere Probleme, natürlich ist dieser Beitrag ohne Hand und Fuß, natürlich könnte ich jetzt genauso gut Birkenst– lederne Oxford-Schuhe shoppen gehen – aber das ist ein anderes Paar Schuhe. Man muss eben Prioritäten setzen. Und schlussendlich ist dieser Kampf wohl nur scheinbar der endgültige, denn es kursieren bereits Gerüchte über eine Mobilmachung der Crocs-Fraktion. Und glaubt mir, spätestens dann wird es richtig ungemütlich. 

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