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#alsodann

Kultureller Austausch

Manchmal habe ich mit Frauen zu tun, die aus Afrika geflohen sind. Von ihnen kann ich eine Menge lernen.
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Beeindruckend, mit welch natürlicher Lässigkeit afrikanische Frauen ihre Babies am Arm packen, auf den eigenen Rücken legen und dort mit zwei Tüchern und zwei Handgriffen sicher und bequem festbinden. Zum neidisch Werden, denn so lässig kriegen wir Europamenschen das einfach noch nicht hin. Zwar tragen wir die Kleinsten inzwischen auch an Brust und Rücken, aber dazu benötigen wir technologisch ausgefeilte Tragetaschen mit komplexen Verschlüssen oder besondere Tücher. Ein schlichtes Stück Stoff tut's bei uns noch nicht, und nonchalant ist da immer noch gar nichts.

Praktisch war's damals schon, kinderfreundlich auch, nur ungewohnt. Inzwischen sind umgebundene Kinder bei Vätern und Müttern häufiger zu sehen.

Das bequeme Tragen von Kindern in allen Lebenslagen gehört nicht zu unserem Kulturgut, auch wenn es Eltern und Kindern guttut. Unsere Kultur hat Kinder immer weggelegt, zu den Ammen, in die Wiegen, in Stubenkörbe, Kinderwagen, oder in eigene Zimmer, dank Babyphone auch hinter verschlossene Türen.

Als wir als Eltern vor über 20 Jahren damit begannen, uns den Buben umzubinden (mit besonderen Tüchern natürlich), hatte das Dorf wohl zu raunen. Besonders geraunt wurde, wenn es der Vater wagte. Praktisch war's damals schon, kinderfreundlich auch, nur ungewohnt. Inzwischen sind umgebundene Kinder bei Vätern und Müttern häufiger zu sehen. An der natürlichen Lässigkeit kann noch gearbeitet werden. Die Vorbilder hätten wir bereits im Land, es würde genügen, lernfreudig zuzuschauen und interessiert nachzufragen.  

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Thema

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Kommentare

Bild des Benutzers Paul Stubenruss

Wer sollte von wem lernen ? Wie Sie sagen tragen tragen bei uns auch die Männer ihre Kleinen. Auch in Afrika? Jedenfalls in muslimisch geprägten Ländern mit Sicherheit nicht.

+1-11
Bild des Benutzers Michael Bockhorni

Indonesien ist der Staat mit den meisten Muslimen auf der Welt und hat eine durchaus engagierte Bewegung für partnerschaftliche Elternschaft bzw. aktive Vaterschaft https://www.rutgers.id/fokus-kami/kekerasan-berbasis-gender

Bild des Benutzers Paul Stubenruss

Indonesien ist nicht Afrika

Bild des Benutzers Manfred Klotz

Paul, Sie haben von "muslimisch geprägten Ländern" geschrieben. Indonesien ist das größte muslimisch geprägte Land der Erde.

Bild des Benutzers Oliver H.

Ich denke das ist eher eine Generationen- als eine Kulturfrage. Tragetücher sind in meinem persönlichen Umfeld in keiner Weise eine Seltenheit. Absurde, teure Tragekonstruktionen sieht man zwar auch, diese sind aber meist für spezielle Outdoor-Aktivitäten wie etwa Bergwandern konzipiert und sind oft einfach als Konsumgut zur Geldmacherei zu sehen.

Viel bedenklicher ist da meiner Meinung nach die Überbehütung in der westlichen Welt zu sehen, die nun durch Smartphones und andere Technologien immer mehr in Richtung Totalüberwachung gehen könnte. Auch in der Schule sichert man sich immer mehr ab, aus Angst vor geistig labilen Eltern, die die Schule anzeigen könnten.
Caesar wurde mit 16 in sein erstes Amt gewählt - heute kann man froh sein, wenn die Leute mit 27 eine Arbeit haben und nicht mehr auf die Eltern angewiesen sind. Das hängt wohl auch mit dieser Überbehütung zusammen - wer in der Jugend nie Verantwortung zu übernehmen lernt, wird die Komfortzone nie verlassen.

+1-12
Bild des Benutzers kurt duschek

..endlich auch mal das Thema "Ausländer" aus einer anderen Sicht. Gegenseitiges Lernen und Beobachtung ist ein wichtiger Teil der Integration.

Bild des Benutzers Oliver H.

30 Sekunden Recherche reichen, um diese Aussagen und die Aussagen von Frau Mumelter in der Luft zu zerreissen.
Das Tragetuch ist lange Zeit Teil der europäischen Geschichte gewesen und der Kinderwagen ist aufgrund von Wohlstand eingeführt wirden, weil es in vielen Fällen bequemer ist.

Außerdem ist das Tragetuch bereits seit den 70er und 80ern in Industrienationen wieder im Aufschwung. Es ist also völlig absurd zu behaupten, die Europäer würden nun von den "Ausländern" lernen, dass Tragetücher eine oft gute Alternative sind.

Wer an Fakten statt Fakes interessiert ist, kann gerne hier nachlesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Babytragetuch#Geschichte

+1-11
Bild des Benutzers Robert Tam...

Ist also Frau Mumelter mit einem ihrer Kommentare schon wieder gegen die Wand gefahren? Das ist ja ganz was Neues.
Im Übrigen könnte Renate Mumelter auch für umgekehrten kulturellen Austausch sorgen und diesen Afrikanerinnen beibringen, nicht einfach gedankenlos Kinder in die Welt zu setzen. Vorher sollten sie sich um eine solide wirtschaftliche Absicherung des künftigen Nachwuchses kümmern. Man kann nicht einfach davon ausgehen, dass man von öffentlichen Zuschüssen des Gastlandes und privaten Spenden ein erfülltes Leben meistern, geschweige denn Kinder vernünftig aufziehen kann.

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