Waltraud Deeg
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TV-Debatte

Kein (Sende-)Platz für Deeg

Landesrätin Waltraud Deeg beklagt auf Facebook, dass sie zu einer RAI-Sondersendung zur Corona-Krise nicht eingeladen wurde.
Von
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Lisa Maria Gasser08.06.2020
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Deeg, Waltraud
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Kommentare

Bild des Benutzers Sebastian Felderer
Sebastian Felderer 08.06.2020, 17:07

Ich finde diesen Protest von der Landesrätin Deeg ziemlich unangebracht. Seniorenheime sind vertreten, die Familien durch Christa Ladurner auch, muss es unbedingt Frau Deeg sein? Mehr Frauen, ja, da wäre ein Platz für eine Hoteliersfrau statt dem leidigen Heinrich Dorfer gewesen, auch Andreas Conca hatte durch einen weibliche Kollegin ersetzt werden können. Weiß nicht, wie weinbergfreundlich Frau Deeg ist, aber Widmann und Achammer werden ihren Mann stellen. Für Frau Ebner sen. wäre eventuell ein Platz zu reservieren gewesen. Wie dem auch sei, wegen einem Runden Tisch fällt der Frau Landesrätin kein Stein aus der Krone. Sie kann jeden Tag tausendfach beweisen, wie gut sie ist. Sicher ist es einfacher, in den Chor der zu erwartenden Lobeshymmnen eines Achammer und Widmann einzustimmen, als Probleme des Alltags wirklich zu lösen. Die Landesverwaltung, was Personal und Effizienz betrifft, stand noch nie so schlecht da, wie unter ihrer Führung. Den Familien die nötige Stütze zu geben, gelingt wohl auch eher vor und nach dem Runden Tisch. Ich hätte den China-Engl eingeladen. Der hätte echt dazugehört. Ansonsten, zuwenig Frauen? Corona ist weiblich. Was wollen wir mehr?

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Stereo Typ 08.06.2020, 17:58

Natürlich hätte Deeg eingeladen werden müssen. Sie ist Landesrätin für Familie, Senioren und Soziales. Und viele Fragen betreffen, na, wer errät's: Familien, Senior(inn)en und Soziales. Man kann sie in so einer Runde ganz einfach nicht außen vor lassen. Sonst entsteht erneut der Eindruck, es gehe um vieles, aber eben nicht um Eltern und ihre Kinder, um ältere Menschen, um die Schwierigkeiten von Menschen mit Beeinträchtigung. Darüber kann auch nicht hinwegtäuschen, dass Vertreterinnen der Seniorenwohnheime und der Familienverbände eingeladen worden sind. Frau Deeg ist doch die politische Klammer dazu.

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elisabeth garber 08.06.2020, 19:45

Zustimmung Stereo Typ!

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Karl Gudauner 08.06.2020, 18:11

Wie wär's mit einem zweiten "runden Tisch" zu den zahlreichen Fragen rund um die Themen Familie, Schule und Kinderbetreuung, Altersheime, Unterstützung für sozial Benachteiligte bzw. Bedürftige und die künftige Ausrichtung der Sozialpolitik des Landes? Und mit einem dritten zur großen Herausforderung, die wirtschaftliche Entwicklung mit den notwendigen Weichenstellungen für eine gesunde und ökologisch verantwortbare Zukunft in Einklang zu bringen?

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Priska Spitaler 08.06.2020, 18:52

Herr Gudauner, sie sprechen mir aus der Seele. Habe gerade heute auf der Facebook-Seite von Rai Südtirol den Vorschlag gemacht, eine eigene Diskussionsrunde zu sozialen Themen in Erwägung zu ziehen. Dies müsste doch machbar sein. In der heutigen Sendung, die ja nur 1 Stunde dauern soll, werden diese Themen sicher nur gestreift werden können und deshalb vielleicht noch mehr Frust erzeugen, weil vieles ungeklärt bleiben wird.
Zu solchen Diskussionen müssten vor allem mal direkt Betroffene eingeladen werden, die im realen Leben derzeit zu wenig Gehör finden und unbedingt Perspektiven brauchen: eine Mutter/ein Vater, ein Kind, ein Jugendlicher, ein Senior, ein Mensch mit Beeinträchtigung, ein Betreuer in einem Alters- und Pflegeheim, usw. Die Sendung würde sicher nicht ausreichen, alle Fragen, die im Raum stehen, zufriedenstellend zu beantworten. Darauf wette ich meinen Kopf.

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armin oberlechner 08.06.2020, 19:33

Ich könnte mir vorstellen dass Sie "vergessen" wurden, da sie in den letzten Monaten nicht so präsent waren. Die Alten- und Pflegeheime und deren Mitarbeiter wurden in den kritischen Wochen von der Sanität vernachlässigt ohne dass man von Ihnen etwas gehört hätte (siehe die hohen Infektionszahlen von Heiminsassen und Mitarbeitern). Kinder und Jugendliche sind sich selbst und Ihren Eltern überlassen. Ebenso die Behinderten und Ihre Angehörigen. Seit über einem Monat kommunizieren Sie über die Medien dass fieberhaft an Lösungen in verschiedenen Bereichen gearbeitet wird. Diese "Lösungen" werden dann Rom zur "Absegnung" geschickt, damit wird auch die Verantwortung jemand anderem weitergereicht (=heiße Kartoffel) und Entscheidung gibt es bis dato keine. Altenheime und Behindertenwohnheime sind weiterhin zu. Jetzt wo sich das "Gewitter" langsam verzieht beanspruchen Sie wieder die "Verantwortliche" für diese Bereiche zu sein, dann lesen Sie mal im Duden die Definition von Verantwortung nach: "Verpflichtung, dafür zu sorgen, dass alles einen möglichst guten Verlauf nimmt, das jeweils Notwendige und Richtige getan wird und möglichst kein Schaden entsteht!"

Dies gilt sowohl für Frauen als auch für Männer in der Landespolitik!

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Priska Spitaler 08.06.2020, 21:50

An alle, die diesen "tollen" Runden Tisch nicht verfolgt haben: Ihr habt euch wertvolle Zeit und Nerven erspart. Keine einzige Frage der Zuschauer wurde beantwortet, ansonsten alles wie gehabt, das übliche blablabla ohne Mut machende Perspektiven. Eine sehr schwache Vorstellung!! Aber es wäre ja auch eine Illusion gewesen, sich mehr zu erwarten. Immer mehr Frust und Wut baut sich auf, die sich höchstwahrscheinlich bald ihren berechtigten Weg bahnen werden. Oder wie lange will man das noch über sich ergehen lassen?

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Sebastian Felderer 09.06.2020, 05:31

Priska Spitaler, dies ist leider Bestandteil unseres derzeitigen Systems. Wenn Sie meinen Kommentar lesen, es steht dort geschrieben. Ich hab's mir nicht angeschaut, weil ich das prinzipiell nicht mache, wenn gewisse Leute dabei sind, von denen man weiß, dass sie "nur" schwefeln können. "Bald den berechtigten Weg bahnen", das ist ein Wort, kein blablabla.

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Priska Spitaler 09.06.2020, 08:26

Herr Felderer, Sie haben vollkommen recht. Ich habe mir die Sendung angeschaut, weil ich noch ein klitzekleines bisschen Hoffnung hatte, dass auf die Fragen der Bürger eingegangen wird und klare Antworten kommen. Leider wurden wir alle bitter enttäuscht.War sicher vorauszusehen, aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Mal sehen, ob zumindestens heute von der Landesregierung die Richtlinien für die Öffnung der Seniorenheime beschlossen werden und wie schnell und in welcher Form diese dann auch umgesetzt werden. Es ist ein kräftezehrender Kampf, der erschöpft und die Verantwortlichen verstehen leider immer noch nicht, dass viele Menschen jetzt am Rande der Verzweiflung sind.

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Sepp Bacher 09.06.2020, 08:49

Besonders schlimm finde ich auch, dass die Rai die Menschen auffordert, über den verschieden sozialen Medien oder per E-Mail - man hätte auch verstehen können per Videokonferenz - dabei sein zu können, ihre Fragen und Einwänden dann mit einem Nebensatz abtut. Man will den Schein der Beteiligung erwecken, tritt jede Erwartung dann mit den Füßen.
Es war wieder eine Bühne für die Politiker, denen auch mehr Zeit zugesprochen wurde, besonders Widmann hat sie sich genommen.

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Karl Gudauner 09.06.2020, 09:45

Beteiligung der Zuschauerinnen und Zuschauer sollte auch Interaktion mit den geladenen Gästen der Sendung bedeuten, also zumindest eine Antwort auf die aufgeworfenen Fragen.
Ansonsten teile ich nicht die negativen Pauschalurteile. Die Fragen sind ohne Scheu vor heiklen Themen gestellt worden. Die Gäste haben klar Position bezogen, waren also informativ und sind auf viele wichtige Aspekte eingegangen. Die Aussage von LR Widmann, dass Südtirol in der Coronavirusbekämpfung knapp am worst case vorbeigeschrammt ist, hat die Dimension dieser außerordentlichen Herausforderung aufgezeigt. Es wurden Mängel angesprochen und Perspektiven aufgezeigt.
Eine Anmerkung inhaltlicher Natur: Die staatlichen Szenarien für die Wiederaufnahme der Unterrichtstätigkeit im September mit Distanzierung und Schutzvisier finde ich bedrückend. Ich hoffe, dass die Erfahrungen mit der aktuellen Wiederaufnahme des Unterrichts in anderen europäischen Ländern hier andere Perspektiven aufzeigen, wie Lernen und Gemeinschaft mit Risikominimierung verbunden werden können.

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Priska Spitaler 09.06.2020, 12:14

Die Fragen wurden zwar ohne Scheu gestellt, doch dass alle Gäste klar positiv Position bezogen haben, informativ waren und auf viele wichtige Aspekte eingegangen sind, habe nicht nur ich, sondern auch viele, mit denen ich in Kontakt stehe und die die Sendung gesehen haben, so nicht wahrgenommen. Das hat auch nichts mit negativen "Pauschal"urteilen zu tun sondern mit subjektiver Wahrnehmung.

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Sebastian Felderer 10.06.2020, 06:00

Da halte ich's mit Sepp Bacher und Priska Spitaler. Karl wird schon seine Gründe haben, um so eine Sendung ins rechte Licht zu stellen. Habe soviel Medienerfahrung, speziell RAI, dass ich weiß, wie sowas aufgezogen wird und was herauszukommen hat. Da ist nichts dem Zufall überlassen. Wer die Macht hat, bestimmt den Ablauf. Das Publikum als Feigenblatt zieht immer. Ich war bei einem runden Tisch. Habe genau denselben Eindruck mitgenommen, wie als Zuschauer. Zum Glück habe ich damals in einem Satz das gesagt, was ich unbedingt sagen wollte. Mehr war nicht drin.

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