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Unser Menschenbild

Unser Menschenbild ist verzerrt !

Unser Menschenbild ist verzerrt ! Wir verstehen uns Menschen als autonome Individuen und die Gemeinschaft als die Summe der Individuen. Dem ist nicht so !
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Unser Menschenbild ist verzerrt !  Wir verstehen uns Menschen als autonome Individuen und die Gemeinschaft als die Summe der Individuen. Dem ist nicht so ! Als Menschen sind wir  gleichzeitig und gleichermaßen Individuen (in unserer Beschränktheit frei) und Zellen der Gemeinschaft; und diese Gemeinschaft ist keine Summe, sondern ein Organismus von Feldern, von Zellen, die alle mit allen zusammenhängen und damit sich gegenseitig beeinflussen. So gesehen wären uns Solidarität und Verantwortlichkeit für einander und für den Lebensraum selbstverständlich. Dem derzeitigen Zustand Rechnung tragend, kann aber nicht nur und vorrangig auf "Freiwilligkeit" gesetzt werden, es braucht politische, gesetzliche Rahmenbedingungen um zu retten, was noch zu retten ist.

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Kommentare

Bild des Benutzers Oliver H.

Ich denke das Gegenteil ist der Fall. Du zäumst das Pferd von hinten auf.
Solidargemeinschaften sind immer spontan entstanden. Das erkennt man am Fischschwarm und an der Fluchttierherde.
Auch beim Menschen entstanden Solidargemeinschaften spontan. Früher war es die Sippe, später der Clan oder die Polis.
Was hatten diese Gemeinschaften gemeinsam? Es gab Alternativen. Wem es in Sparta nicht gefiel, der konnte nach Athen gehen. Wer sich in eine neue Gemeinschaft einbringt, wird mit offenen Armen empfangen.

Diese freie Wählbarkeit wurde heute weitestgehend abgeschafft. Daher wird der Wert einer Solidargemeinschaft auch nicht mehr gesehen. Es ist meiner Meinung nach sogar so, dass z.B. staatliche Wohlfahrtsprogramme zu einer Entsolidarisierung führen.

Ich nenne das Beispiel Arbeitslosigkeit: Aktuell wird mir automatisch Geld abgezogen, um Arbeitslose durchzufüttern. Viele ärgert das, daher kommen auch die Ressentiments gegen Arbeitslose. Was würde passieren, wenn es keine Zwangsarbeitslosenversicherung gäbe?
Von der Kosten-Nutzen-Risiko-Rechnung her macht eine Arbeitslosenversicherung für die meisten Menschen Sinn. Die meisten Menschen würden sich also für eine solche Abgabe auf freiwilliger Basis entscheiden. Dies würde den gedanklichen Zugang zu Arbeitslosigkeit und Arbeitslosengeld völlig verändern.

Ich bin jedenfalls der festen Überzeugung, dass mehr Freiwilligkeit langfristig gesehen zu mehr Solidarität führen wird, während mehr gesetzlich oktroyierte "Solidarität" (in Wirklichkeit ist es Umverteilung) letztlich zu einer Entsolidarisierung führt.

+1-13
Bild des Benutzers Karl Trojer

Herr Oliver H., dann schauen Sie sich doch die "freiwilligen", "Trump´schen" Zustande in den USA an und vergleichen Sie diese mit jenen der meisten EU-Staaten, wo soziale Gesetze für weniger Armut, für mehr Kranken-und-Altersfürsorge, u.s.w existieren. Warum räumen Sie dem eigentlichen Inhalt der These vom verzerrten Menschenbild keinen Platz ein ? Ist es Ihnen ein Anliegen, mit vielen Gegenaussagen diese Hauptthese zu verdrängen ?

Bild des Benutzers Oliver H.

Die USA sind kein gutes Vergleichsbeispiel, da die USA ein seltsames Hybridsystem haben. Dort wurde z.B. bereits 2011 mehr Staatsgeld (in BIP pro Kopf) für das öffentliche Gesundheitswesen ausgegeben als in den EU-Staaten. Doch dort wird der Zugang zum System anders geregelt.

Was aber interessant ist: In den republikanisch dominierten Staaten mit weniger Sozialleistungen ist das Spendenaufkommen deutlich höher als in den demokratischen Staaten mit mehr Sozialleistungen. Das führt dazu, dass z.B. religiöse Organisationen einen großen Teil der Wohlfahrtsarbeit leisten. Wenn ich Zeit habe, kann ich die Quelle heraussuchen.

Mein Anliegen ist es nicht, etwas zu verdrängen. Ich will aufzeigen, dass es auch andere Betrachtungsweisen gibt, die plausibel sind.
Der Unterschied zwischen uns beiden ist: Sie denken man könne Solidarität erzwingen, ich denke man kann Solidarität nur dadurch fördern, dass man den Menschen keine Ausrede dazu gibt, die Verantwortung für gewisse Missstände von sich weg auf eine nicht fassbare Institution zu schieben.

+1-11
Bild des Benutzers Karl Trojer

Würden alle Gesetze als "Zwänge" verstanden udn erlebt, dann gäbe es keine Demokratien... Gesetze sind wesentlich Regeln für des Verhalten in Gemeinschaften

Bild des Benutzers gorgias

Herr Troyer,

Wenn Sie im Stande sind einen Artikel auf salto zu posten, dann müsste es doch möglich sein, dass Sie an der richtigen Stelle einen Antwortkommentar setzen.

+1-11
Bild des Benutzers 19 amet

Der Herr H. kann ja nicht einmal verstehen, dass er bei Vermietung einer Wohnung das entprechende Einkommen zu versteuern hat. Deswegen singt er das hohe Lied der Freiwilligkeit. Das würde dann enden wie im Trumpland, wo der Kellner ohne das Trinkgeld verhungern müsste, da er fast keinen Lohn erhält.

Bild des Benutzers Oliver H.

19 amet, du bist eine traurige Gestalt. Was mischst du dich ein, wenn du inhaltlich nichts zu sagen hast? Du bist ein Nichts und der von dir eingetippte Müll interessiert keine Menschenseele.

Bild des Benutzers Mensch Ärgerdichnicht

Lustige Sichtweise! Vorletzte Woche waren Sie noch überzeugter Verfechter von Privilegien gewisser Leute, gerne auch auf Kosten der Umwelt und Allgemeinheit und heute singen Sie ein Loblied auf die Gemeinschaft.
Sehr verwirrend das Ganze.

Bild des Benutzers Oliver H.

wer?

Bild des Benutzers Mensch Ärgerdichnicht

Der Verfasser dieses Beitrages.

Bild des Benutzers Oliver H.

Trojer?

Bild des Benutzers Mensch Ärgerdichnicht

Ja

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