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Freiheitliche

Blaue Brille

Der Freiheitliche Landtagsabgeordnete Walter Blaas führt einen neuen Begriff in Südtirol ein: Nafri. Es ist der deutsche Polizeijargon gegen nordafrikanische Straftäter.
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Wissen Sie was ein Nafri ist?
Nein. Machen sie sich keine Sorgen, auch der Schreiber dieser Zeilen wusste es nicht.
Deshalb ein Nachschlag auf Wikipedia. Dort heißt es:
 
„Nafri ist eine interne Arbeitsbezeichnung der Polizei Nordrhein-Westfalen für „Nordafrikaner“ oder „Nordafrikanischer Intensivtäter“. Es handelt sich um eine Abkürzung, die polizeiintern zum Beispiel im Funkverkehr genutzt wird. Darüber hinaus fand der Begriff nach den Vorfällen an den Silvesternächten in Köln 2015/16 sowie 2016/17 öffentliche und mediale Beachtung und wird seitdem kontrovers diskutiert. Simone Peter, eine der beiden Grünen-Vorsitzenden, nannte den Begriff „völlig inakzeptabel“, da er eine herabwürdigende Gruppenbezeichnung sei.“
 
Wie nahe Köln und Bozen sind, zeigt sich jetzt in einer Landtagsanfrage und einer Presseaussendung des Freiheitlichen Walter Blaas.

Der Drogensumpf

 
Ende Juni hat Walter Blaas im Landtag eine Anfrage zum „Drogensumpf in Südtirol“ gestellte.
Der blaue Politiker wollten wissen, wie viele Drogendelikte im Jahr 2017 und im Jahr 2018 bis zum Stichdatum 20. Juni in Südtirol festgestellt wurden? Wie viele Strafen und in welchem Ausmaß aufgrund der Drogendelikte ausgestellt wurden? Welche Mengen an Drogen  im besagten Zeitraum sichergestellt wurden und um welche Arten von Drogen es sich dabei handelt?
 
Spätestens mit der vierten Frage wird klar, wohin Blaas´es Reise in den Südtiroler Drogensumpf führen soll. In der Anfrage heißt es weiter:
 
  • Wer waren die Drogendealer, welche Staatsbürgerschaft hatten diese und wurden auch die Hintermänner ausgeforscht? Bitte um eine detaillierte Angabe der Vorfälle für das Jahr 2017 und das Jahr 2018 mit Stichdatum 20. Juni. 
  • Aus welchen Gründen sind marokkanische Staatsbürger immer wieder in Drogendelikte verwickelt? 
  • Wie viele marokkanische Staatsbürger befinden sich derzeit in Südtirol und was sind die Gründe für ihren Aufenthalt, zumal im Urlaubsland Marokko derzeit keine bewaffneten Konflikte herrschen? 
 

Die Antwort

 
Laut eigens vom Regierungskommissariat für die Provinz Bozen eingeholten Informationen können zum Großteil der Fragen die gewünschten Daten geliefert werden“, antwortet Landeshauptmann Arno Kompatscher Ende Juli auf die Landtagsanfrage. 
 
Arno Kompatscher

Landeshauptmann Arno Kompatscher: Hat leider nicht die richtige Antwort geliefert.

Demnach haben 2017 die Staatspolizei, die Carabinieri und die Finanzwache - insgesamt über 110 Personen wegen Straftaten im Zusammenhang mit dem Besitz und Verkauf von Suchtstoffen verhaftet und über 170 Personen angezeigt. In den ersten 6 Monaten dieses Jahres wurden über 50 Personen festgenommen und über 100 Personen angezeigt.
Auch die Menge der Suchtmittel wurde vom Regierungskommissariat genauestens erfasst. So wurden im Jahr 2017 1.923 kg Suchtstoffe beschlagnahmt. davon etwa 200 kg Kokain, etwa 20 kg Heroin und etwa 1.637 kg Haschisch und Marihuana. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2018 sind insgesamt etwa 189 Kg Suchtstoffe‚ davon etwa 6 Kg Kokain und etwa 126 Kg Haschisch und Marihuana beschlagnahmt worden.
 
Bis hierhin dürfte Walter Blaas mit der Antwort durchaus zufrieden sein.
Doch dann folgt die Enttäuschung. Arno Kompatscher und die Ordnungskräfte wollen den vom Freiheitlichen Politiker aufgestellten kausalen Zusammenhang Drogendealer - Marokkaner nicht bestätigen.
Die an solchen kriminellen Delikten beteiligten Personen sind, wenn es sich nicht um Italiener handelt, nicht unmittelbar auf ein einzelnes Land oder auf ein einzelnes geografisches Herkunftsgebiet zurückzuführen. Es handelt sich meistens um Europäer, Asiaten oder Afrikaner“, heißt es in der Antwort Kompatschers.
Auch zur Verwicklung der marokkanische Staatsbürger in Drogendelikte, heißt es nur: „Dazu liegen keine Informationen vor“.
 

Der Wahlkampf

 
Anscheinend stand das Ergebnis der Anfrage im Kopf der Südtiroler Freiheitlichen aber schon lange vor der Antwort fest.
Denn am Donnerstag verschickte Walter Blaas eine Pressemitteilung zur Anfrage und zur Kompatscher Antwort.
Unter dem Titel „Nafri-Szene befeuert Drogenproblematik“ heißt es:
 
„Der freiheitliche Landtagsabgeordnete Walter Blaas verweist in einer Aussendung auf die ausufernde Drogenproblematik in Südtirol. Mittels einer Anfrage wurde versucht die derzeitige Situation in Südtirol zu erheben und die Zusammenhänge mit der Einwanderung aufzuzeigen. Die jüngste Verhaftung eines Pakistaners in Bozen, der drei Kilogramm Haschisch bei sich trug, und die Vorfälle, welche auf marokkanische Staatsbürger zurückzuführen sind, zeigen eine deutliche Verbindung zur Nafri-Szene auf.“ 
 
Freiheitliche

Wahlplakat der Freiheitlichen: Neue blaue Handgreiflichkeit.

 
Dass die Antwort auf die Landtagsanfrage die These der dealenden Marokkaner so nicht bestätigt hat, passt Walter Blaas durchaus ins politische Konzept.
 
 „Die Verharmlosung der Drogen, die Legalisierungsdebatte und die Masseneinwanderung haben zur Verschärfung des Problems beigetragen. Bezeichnenderweise liefert der Landeshauptmann – trotz Anfrage – keine Informationen über die Staatsbürgerschaften der Drogendealer. Es muss jedoch angesichts der Meldungen davon ausgegangen werden, dass vor allem die Nafri-Szene in das Geschäft mit den Drogen stark eingebunden ist. Die Meldungen zur Drogenkriminalität im Land überschlagen sich und die verantwortliche Regierungspolitik hat nach wie vor keinen Ansatz zur Eindämmung des Problems.“
Während Ulli Mair mit afrikanischen Radfahrern, die sich in Bozen vor Autos werfen, auf Stimmenfang geht, hat Walter Blaas in Südtirol die Nafris entdeckt.
Das Resümee des ehemaligen Freiheitlichen Obmannes: „Die ausländischen Personen, welche durch Drogenkriminalität auffällig werden, sind umgehend des Landes zu verweisen“.
Während Ulli Mair mit afrikanischen Radfahrern, die sich in Bozen vor Autos werfen, auf Stimmenfang geht, hat Walter Blaas in Südtirol die Nafris entdeckt.
Südtirol in sicheren Händen“ heißt der Wahlslogan der Südtiroler Freiheitlichen. Hoffentlich wird der Wahlkampf nicht auch noch handgreiflich.
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Kommentare

Bild des Benutzers Karl Trojer

Wie kann man in so einem gesegneten Land wie Südtirol leben und gleichzeitig soviel Angst vor und Hass gegen fremde Menschen schüren ?

Bild des Benutzers Ralph Kunze

Hass schüren ist falsch, aber Angst ist berechtigt, vor allem in Bozen. Eine Frau kann sich in Bozen nachts schon lange nicht mehr alleine auf die Strasse getrauen, Überfälle auf Männer häufen sich ebenfalls. Die Täter sind, leider, Zuwanderer. Der jüngste Messerangriff in Bozen kam übrigens von Marokkanern, nicht von Sarnern.

Bild des Benutzers pérvasion

Auf UT24 wird der Begriff seit Monaten relativ häufig gebraucht. Ist also nicht wirklich neu in Südtirol.

Bild des Benutzers Mensch Ärgerdichnicht

Ich würde mir mal die Frage stellen wer die ganzen Drogen konsumiert welche vertickt werden. Ich würde wetten gut 20% der blauen Wählerschaft raucht auch mal einen Joint, oder zieht ab und zu eine Line Koks hoch.

Bild des Benutzers Robert Tam...

Auf eine die präzise formulierte Anfrage:
"Wer waren die Drogendealer, welche Staatsbürgerschaft hatten diese und wurden auch die Hintermänner ausgeforscht? Bitte um eine detaillierte Angabe der Vorfälle für das Jahr 2017 und das Jahr 2018 mit Stichdatum 20. Juni."

Ist diese schwammige und ausweichende Antwort eine absolute Frechheit:
"Die an solchen kriminellen Delikten beteiligten Personen sind, wenn es sich nicht um Italiener handelt, nicht unmittelbar auf ein einzelnes Land oder auf ein einzelnes geografisches Herkunftsgebiet zurückzuführen. Es handelt sich meistens um Europäer, Asiaten oder Afrikaner."

Es ist natürlich so, dass der Landeshauptmann diese bewusst vagen Aussagen von den notorisch ineffizienten italienischen Staatsbehörden bekommen hat (ein weiterer Grund, um endlich eine eigene Landespolizei aufzustellen, die gewiss besser arbeiten würde als die italienischen Sicherheitsbehörden). Wenigstens hätte Arno Kompatscher so ehrlich sein können, auf die Schlampigkeit der Informationen, die er bekommen hat, hinzuweisen.
Aber auch Franceschini will nichts von der nordafrikanischen Dealerproblematik wissen und steckt den Kopf in den Sand. Klassisch Franceschini: entweder hochwertiger Enthüllungsjournalismus oder knallharte Meinungsmache, bzw. Wahlkampfhilfe. Schade, denn eigentlich kann es Franceschini besser.

Bild des Benutzers Ludwig Thoma

Die strafrechtliche Verantwortung ist persönlich. Was es bringen soll Straftäter nach Staatsangehörigkeit aufzulisten? Um das zu verstehen braucht man dann wohl die blaue Brille. Und was ist eigentlich mit Doppelstaatsbürgern? Wie werden die erfasst?

Bild des Benutzers Manfred Klotz

Meister Tamanini, falls Sie es nicht verstanden haben, die Antwort kommt vom Regierungskommissariat, die Daten von der Staatspolizei. Steht sogar im Artikel...

Bild des Benutzers Robert Tam...

Offensichtlich hast Du meinen Kommentar nicht ordentlich gelesen, Manfred. Sonst hättest Du den klaren Hinweis auf die "italienischen Staatsbehörden" gesehen.

Bild des Benutzers Manfred Klotz

Stimmt, Asche auf mein Haupt.
Dieser Ihr Zusatz "Wenigstens hätte Arno Kompatscher so ehrlich sein können, auf die Schlampigkeit der Informationen, die er bekommen hat, hinzuweisen" ist allerdings dann total daneben, denn er untermauert geradezu was ich Ihnen eigentlich vorgeworfen habe.

Bild des Benutzers Robert Tam...

Fakt: Die erhaltenen Daten sind schlampig, die präzise Anfrage eines Abgeordneten (den man mögen kann oder auch nicht) wurde nicht beantwortet.

Bild des Benutzers Manfred Klotz

Es sind die Daten, die die dafür zuständige Institution vorliegen hat. Die Daten sind genau genug, um Blaas' Fragen zu beantworten. Auch wenn ihn die Antworten im Grunde nicht so interessieren wie seine Fragen...

Bild des Benutzers Robert Tam...

Nochmal für Dich, Manfred: Es sind vage Aussagen der notorisch ineffizienten italienischen Staatsbehörden (ein weiterer Grund, um endlich eine eigene Landespolizei aufzustellen, die gewiss besser arbeiten würde als die italienischen Sicherheitsbehörden).
Der LH hätte auf die Schlampigkeit der Infos, die er bekommen hat, hinweisen können. Dadurch hätte er zumindest dem Landtag als höchste politische Institution des Landes den nötigen Respekt erwiesen.
Blaas' Fragen (ob man ihn nun mag oder nicht oder ignoriert) bleiben unbeantwortet.
Ob Blaas die Antworten nicht so interessieren wie seine eigenen Fragen, kann ich nicht beurteilen, Manfred. Du angeblich schon. Hat er es Dir etwa erzählt?

Bild des Benutzers gorgias

Nafri ist nicht der deutsche Polizeijargon gegen nordafrikanische Straftäter, sondern der deutsche Polizeijargon für nordafrikanische Straftäter. Dann gibt es auch den Limo, Remo und Ladi. Das müssen doch alles böse Wörter sein?
Man darf Tätergruppen aus politischer Korrektheit wohl nicht mehr einordnen. - Auch wenn das die Polizeiarbeit erschwert.

+1-11
Bild des Benutzers Ralph Kunze

Vorab: die Freiheitlichen sind absolut unwählbar, nicht zuletzt wegen ihrer internen Streitereien und Selbstzerfleischung. Dass mit zunehmender Einwanderung, großteils aus Afrika, die Kriminalität steigt und die Sicherheit sinkt, ist Fakt, das kann auch Franceschini nicht leugnen. Der Begriff Nafri wird in Deutschland von offiziellen Behörden schon seit Jahren vwrwendet, ein Journalist sollte das auch wissen.
Was soll an dem Wort schlecht sein?

+1-11
Bild des Benutzers Blaas Walter

Werter Herr Franceschini, es freut mich, dass Sie mittels meiner Landtagsanfrage und deren Beantwortung durch LH Kompatscher, sowie Wikipedia nun wissen, was ein Nafri ist. Ich helfe gerne! Manchmal ist ein Blick durch die blaue Brille zielführender, als mit rosa Brille durchs Leben zu wandeln. Weiterhin frohes Schaffen.

Bild des Benutzers I Muan

Blaas macht in Anslinger.

Bild des Benutzers Oliver H.

Nafri ist ein normaler Begriff. Abkürzungen sind halt in Berufen, wo es wirklich was zu tun gibt etwas Geläufiges. Wer natürlich einen Job im Büro und zu viel Zeit fürs Kaffee trinken hat, findet natürlich überall etwas Anrüchiges.

Kriminalitätsstatistiken kann man oft deuten wie man will, je nachdem was man genau herauspickt. Ich habe mir mal die Mühe gemacht und eine Kriminalitätsstatistik von vor einigen Jahren durchgearbeitet. Da war es so, dass verhältnismäßig mehr Straftaten von Zugewanderten begangen wurden als von Einheimischen. Das ist ein Fakt. Was die Gründe dafür sind, ist natürlich eine andere Frage. Ein Rassist würde sagen, Afrikaner sind halt einfach krimineller. Das stimmt sicherlich nicht. Man muss auch sagen, dass die Zuwanderer oft genau in der Risikogruppe (jung, männlich, arm, traumatisiert) sind. Das spielt dabei sicherlich auch eine Rolle.

Aber eine ernsthafte Debatte über dieses Thema scheitert allein schon deshalb, weil man ja sofort schon die Nazikeule übergezogen bekommt, wenn man auch nur in Erwägung zieht, diese Zahlen könnten stimmen. Traurigerweise ist es also die Linke, die derzeit eine konstruktive Auseinandersetzung mit diesen Themen verhindert. Das wird hier den Meisten nicht schmecken, es ist aber so.

Bild des Benutzers 19 amet

"Vor einigen Jahren." Besser wäre wohl aktuelle Statistiken zu studieren, und die italienischen, nicht die ihres gelobten Landes. Diese interessieren uns hier nicht im geringsten. Wieso die Linke eine Diskussion über die Kriminalstatistik verhindert, wissen wohl nur Sie. Bitte weniger selbstgestrickte Meinungen.

Bild des Benutzers kurt duschek

....werde mich bemühen in Südtirol den noch unbekannten Begriff " Blauid " bekannt zu machen. (Blauid = blaue Idioten)

Bild des Benutzers Robert Tam...

...leider hast Du vielmehr dazu beigetragen, den Begriff "Grünid" und besonders "ex-Grünid" zu etablieren, lieber Kurt.

Bild des Benutzers kurt duschek

...lieber Robert, was sich die Blauen in den letzten Wochen und Monaten geleistet haben, schon allein dadurch sind Zweifel an ihrem vernünftigen (politischem) Handeln berechtigt. Wer im Vorwahlkampf auf so billige Art mit populistischen Worten (NAFRI) punkten will, der pfeift auf dem letzten Loch !

Bild des Benutzers Robert Tam...

Lieber Kurt,
was sich Deine ehemaligen Parteigenossen, die Grünen, in den letzten fünf Jahren geleistet haben, schon allein dadurch sind Zweifel an ihrem vernünftigen (politischem) Handeln berechtigt. Wer heutzutage noch völlig konzeptlos auf dem radikalen Grundsatz "Kein Mensch ist illegal" herumreitet, pfeift wirklich auf dem letzten Loch!

Bild des Benutzers kurt duschek

...Lieber Robert, was sich die "Blauen" mit ihrem Spitzenpersonal an Streitereien und Blamagen in den letzten Wochen und Monaten geleistet haben, ist gelinde gesagt peinlich und alles andere als wählbar. Würde an Deinem Realitätssinn zweifeln, wenn Dir dabei nicht auch Zweifel gekommen wären. NB: Deine Bewertung der politischen Arbeit der Grünen in den letzten Jahren in Südtirol: diese Deine Meinung ist zu respektieren, selbst möchte ich dazu allerdings nicht sagen. Wie Du allerdings bereits richtig erwähntest, bin ich politisch betrachtet ein EX-Grüner. Persönlich war und bleibe ich immer ein ökologisch und sozial eingestellter kritischer Bürger mit einem unternehmerischen Sinn für das praktische Leben. Solches Geschwafel von Parteileuten (egal welcher Partei) finde ich einfach lächerlich! (persönliche Meinung)

Bild des Benutzers Robert Tam...

Die Blauen haben gestritten. Die Grünen offensichtlich auch: Du bist ihnen abgesprungen, nun auch die Cornelia Brugger (zugegeben: Brugger war wohl eher Ballast). Leider tritt der einzige gemäßigt-bürgerliche Grüne im Herbst nicht mehr an: Hans Heiss ist ein nicht wettzumachender Verlust für die Grünen. Mit ihm verabschieden sich 2/3 des Hirnschmalzes der derzeitigen Grünenfraktion im Landtag.

Bild des Benutzers kurt duschek

Mit einer gewissen Erleichterung stelle ich fest, dass unsere beiden Meinungen sich ähnlich sind: die Blauen sind ein zerstrittener Haufen, den man nicht wählen kann und den Grünen sind mit Cornelia Brugger und Hans Heiss, die beiden besten Kandidaten abhanden gekommen. Na also, somit ist alles geklärt! Indiskrete Frage an Robert: " ..hast Du schon entschieden wen Du wählen wirst ?"

+1-11
Bild des Benutzers Robert Tam...

Da hast Du bewusst ein paar Sachen reininterpretiert, die ich nicht geschrieben habe, Kurt. Als angeblich "sozial eingestellter Bürger" solltest Du nicht zu solchen Taschenspielertricks greifen.
Ich habe lediglich geschrieben, dass die Blauen so wie die Grünen zerstritten sind.

Wo wir uns absolut einig sind: Hans Heiss. Mit ihm geht die gemäßigte und intellektuelle Komponente der Grünen von Bord.
Wenn Du Cornelia Brugger als eine der zwei "besten Kandidaten" der Grünen siehst, dann hast Du Dir offensichtlich nicht angeschaut, was diese herzensgute, aber völlig talentbefreite Dame so alles vom Stapel gelassen hat. Ich kann gut verstehen, dass Foppa sie unbedingt loswerden wollte.

Bild des Benutzers kurt duschek

....wüsste nicht was ich bewußt hineininterpretiert habe. Lieber Robert, es ist so meine Art andere Meinungen z.K. zu nehmen, aber das ist schon alles. Ich erlaube mir, Dein Gerede über die Grünen einfach als billiges Wahlkampfgeschwafel zu bezeichnen!

Bild des Benutzers Robert Tam...

Meine Hochachtung vor Hans Heiss ist für Dich billiges Wahlkampfgeschwafel, Kurt? Dann sind wir diesbezüglich wohl unterschiedlicher Meinung. Ich finde Hans Heiss sehr gut.

Bild des Benutzers Manfred Klotz

Herr Tamanini, Sie sind un bleiben ein Sophist. Sie wissen genau, dass Kurt nicht Ihre Aussagen zu Hans Heis gemeint hat sondern diese Aussage; "was sich Deine ehemaligen Parteigenossen, die Grünen, in den letzten fünf Jahren geleistet haben, schon allein dadurch sind Zweifel an ihrem vernünftigen (politischem) Handeln berechtigt. Wer heutzutage noch völlig konzeptlos auf dem radikalen Grundsatz "Kein Mensch ist illegal" herumreitet, pfeift wirklich auf dem letzten Loch!"

Bild des Benutzers Robert Tam...

Lieber Manfred, offensichtlich hast Du oben übersehen, wie Kurt bewusst meinen klaren Hinweis "Brugger war wohl eher Ballast" uminterpretiert hat in: "...unsere beiden Meinungen sich ähnlich sind: (...) den man nicht wählen kann und den Grünen sind mit Cornelia Brugger und Hans Heiss, die beiden besten Kandidaten abhanden gekommen."
Wenn Kurt rumblödelt, muss er sich selbiges auch gefallen lassen. ;-)

Bild des Benutzers Manfred Klotz

Betätigen Sie sich wieder als Fassadenkletterer? Den Kommentar, den ich zitiert habe, haben Sie vor dem gepostet, den Sie hier als Entschuldigung bzw. Rechtfertigung angeben. Herr Tamanini, Ihre Situation ist wie wenn man im Treibsand steckt, je mehr man herumschlägt desto tiefer versinkt man. In ihrer Situation ist es am besten, wenn man sich ruhig verhält und hofft, dass man sich nicht allzu lächerlich macht.

+1-11
Bild des Benutzers kurt duschek

...Nafri ist das Thema, lieber Robert, offensichtlich findest Du die Verwendung dieses Ausdruck durch die Blauen für Flüchtlinge als angemesen und akzeptabel. Ich finde es dumm, unangebracht und idiotisch.

Bild des Benutzers Robert Tam...

"Nafri" ist eine weit verbreitete Abkürzung, "Blauid" ist eine Abkürzung, die Du bekannt machen möchtest, dabei hast Du aber vielmehr "Grünid" und "ex-Grünid" bekannt gemacht.
Nix für ungut, Kurt. ;-)

Bild des Benutzers kurt duschek

...habe herumgefragt, aber "grünid und exgrünid" kennt niemant. Auch Dir nix für ungut!

Bild des Benutzers Robert Tam...

"Blauid" kennt ebenso niemand, Kurt. Nochmal: Nix für ungut!

Bild des Benutzers Klaus Hartmann

Unter folgendem Link findet sich der Jahresbericht 2016 des italienischen Innenministeriums zur Polizeiarbeit und zur öffentlichen Sicherheit in Italien:
http://www.interno.gov.it/sites/default/files/relazione_al_parlamento_an...
Demnach ist der Drogenhandel in Italien fest in Händen autochthoner krimineller Organisationen (Camorra, Ndrangheta, Cosa nostra). Hier sitzen seit jeher die großen Nutznießer des Drogengeschäfts. Ihre "Soldaten" (Dealer) rekrutieren sie am liebsten am Rande unserer Gesellschaft und hier fehlt es Ihnen seit Jahrzehnten nicht an Nachschub . 2016 wurden von der Polizeibehörde 32.992 Personen wegen Drogendelikten angezeigt. Davon waren 20.369 italienische Staatsbürger (61,74%) und 12.623 Ausländer (38,26%). Dass es sich bei einem erheblichen Anteil dieser Delikte um die Drogen Cannabis und Haschisch handelt sollte in die Wertung der Problematik schon auch mit einfließen, zumal heutzutage jeder "Tatortkommissar" zur Entspannung seinen Feierabendjoint "jugendfrei" im Fernsehen rauchen darf.
Auch das Kapitel "Andamento della delittuosità in Italia" könnte zu einer Objektivierung der Diskussion beitragen. Die Zahl der Straftaten ist seit 2014 rückläufig und lag 2016 sogar niedriger als 2008. Während Wucher, Internetkriminalität und Drogendelikte 2016 zugenommen haben , waren Überfälle (-6,13%), Diebstahl (-7,99%) und Erpressungen (-2,75%) rückläufig.
Und weil wir schon dabei sind: Interessant könnte für alle Panikmacher auch der Bericht des Innenministeriums zu den Flüchtlingsdaten sein: http://www.interno.gov.it/sites/default/files/cruscotto_giornaliero_09-0...

+1-12
Bild des Benutzers 19 amet

Vielen Dank. Aber glauben Sie wirklich dass die Leute die die Dummelen aufhetzen um an ihre Stimmen zu kommen, jemals so eine Statistik ansehen werden? Die sind ja überzeugt die Daten sind gefälscht. Warum können sie zwar nicht erklären, aber
sie behaupten so ist es.

Bild des Benutzers Oliver H.

Fakten zählen nichts im Wahlkampf. Es geht um Gesichter und Gefühle/Emotionen. Das Gros der Wähler schaut sich kein Wahlprogramm an. Gewählt wird, wer gut rüberkommt.
Ich habe eine Podiumsdiskussion in unserem Dorf gesehen. Mit dabei waren Hans Heiß, Pöder, Achammer und noch einige, an die ich mich nicht mehr erinnern kann.
Heiß wollte seine Ideen in einfacher Sprache unters Volk bringen, seine Metapher war aber zu umständlich und am Ende wusste niemand, was er eigentlich sagen wollte. Seine Idee wäre an sich gut gewesen, aber in der Politik zählt der Inhalt wesentlich weniger als die Präsentation.

Bild des Benutzers Sepp Bacher

Oliver: "Das Gros der Wähler schaut sich kein Wahlprogramm an." - vor Tagen hast du aber bemängelt, dass die Grünen noch kein schriftliches Wahlprogramm vorlegen Können?!

Bild des Benutzers Oliver H.

Sepp, das ist kein Widerspruch. Die meisten Leute schauen sich kein Wahlprogramm an. Ich kann eine Partei aber nur reinen Gewissens wählen, wenn ich mich mit dem Parteiprogramm auseinandergesetzt habe.
Ich finde es z.B. bedauerlich, dass im konventionellen Geschichtsunterricht kaum Fokus auf das Parteiprogramm der NSDAP gelegt wird. Denn wenn man die dort vertretenen Positionen mit heute vertretenen Positionen vergleicht, merkt man, dass die Wähler heute nicht wirklich anders ticken als damals.

+1-11
Bild des Benutzers Manfred Klotz

Das stimmt, genau daher wäre es eigentlich Pflicht aller, die etwas mehr als nur die Oberfläche sehen, dazu beizutragen, populistische Parolen zu entlarven und der Wahrheit ans Licht zu helfen. Ich denke, dass gerade Herr und Frau Südtiroler, wenn sie endlich gemerkt haben, dass bestimmte Politiker sie mit billigen Slogans eigentlich nur für dumm verkaufen, sehr ungehalten reagieren... Sieht man schon an der Reaktion auf den Schlamassel der Blauen, die sich eigentlich mittlerweile getrost in AfS umbenennen könnten.

Bild des Benutzers Oliver H.

wieso umbenennen? Sie sind historisch ein Ableger der FPÖ und haben zuletzt auch ihr Corporate Design an die Mutterpartei angeglichen. Vergleiche dazu einfach Videos der FPÖ mit den neuen Produktionen der Freiheitlichen.

Man steht der FPÖ insgesamt sehr viel näher als der AfD. Die AfD ist im Gegensatz zuf FPÖ wesentlich bürgerlicher aufgestellt. Das erkennt man besonders bei den Themenbereichen Wohnungsbau und Finanzpolitik.

Bild des Benutzers Manfred Klotz

Die FH sind der AfD mittlerweile viel näher, weil sie fast ausschließlich auf der Ausländerschiene reiten und das mit Parolen, die bei der AfD durchaus Gefallen finden würden.

Bild des Benutzers Georg Lechner

FPÖ und AfD sind rechtspopulistische Parteien, die behaupten, die Interessen der "kleinen Leute" zu vertreten, in Wirklichkeit vertreten sie aber die Interessen der Geldgeber ihrer Wahlkämpfe. Bei der AfD ist das aus ihrer Gründungsgeschichte (an der zwei Arbeitgeberpräsidenten beteiligt waren) etwas deutlicher ersichtlich, bei der FP mehr aus dem Stimmverhalten im Parlament.
Das grundsätzliche Problem ist das Interesse der Geldgeber am möglichst druckreichen Auftreten der Populisten, das sie über Inserate in den Trottoirblättern zugunsten dieser Parteien massiv fördern ("anfüttern") und so insgesamt den Medienmarkt unter Druck bringen, da auch die anderen Medien einen nennenswerten Teil ihrer Einnahmen aus den Inseraten lukrieren.
Die Propaganda der Populisten fällt deswegen auf fruchtbaren Boden, weil auch die Parteien der Mitte sich ziemlich von den Wahlkampfspenden der Reichen korrumpieren ließen und mit neoliberaler Politik zwar mehr Leistung aus der Bevölkerung herauspressten, aber dabei ihr Vertrauen in die Politik ruinierten.

Bild des Benutzers King Arthur

Irgendwie befremdlich, dass Sie als Journalist noch nie den Begriff Nafri gehört haben, war der Begriff in Deutschland doch schon vor geraumer Zeit in aller Munde und Gegenstand zahlloser politischer Debatten und journalistischer Kommentare.

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