Biene auf Sonnenblume
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Artenschutz

Der Biene den Tisch decken

Mit Insekten-Inseln wird in Meran künftig besonders auf Bienen geachtet. Ein Beschlussantrag des Gemeinderates verpflichtet auch Landwirte.
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Utrecht hat diesen Sommer für Schlagzeilen gesorgt. In der niederländischen Stadt wurden über 300 Wartehäuschen an Bushaltestellen bepflanzt. Die Blumen und Pflanzen auf den “Bee-Stops” bieten Insekten – insbesondere Bienen – Nahrung, filtern Feinstaub aus der Luft und speichern Regenwasser. Auch in zahlreichen Städten Deutschlands setzen die lokalen Verwalter auf diese denkbar einfache Lösung, um einen Beitrag zum Artenschutz zu leisten.

Bushaltestelle Utrecht
Ist nützlich und schaut schön aus: seit dem heurigen Sommer blüht es auf den Bus-Wartehäuschen in Utrecht (Foto: Twitter/Jolanda van Ginkel)

 

Meran hat vergangene Woche einen Schritt in dieselbe Richtung gesetzt. Auf Antrag von Christoph Mitterhofer (Südtiroler Freiheit) hat der Gemeinderat einen Beschlussantrag für die Schaffung von Bieneninseln einstimmig genehmigt. Werden in der Passerstadt künftig Grünanlagen angelegt bzw. neu gestaltet, gilt den Insekten ein besonderes Augenmerk: “Dabei sollen ausreichend Insektennährpflanzen gepflanzt werden, die ganzjährig Bienen und anderen Bestäuber-Insekten Nahrung bieten. In den Stadtparks sollen Zonen ausgewiesen werden, welche mit Insektennährpflanzen kultiviert werden. Weiters soll in Zusammenarbeit mit den Imkern und der Kurverwaltung die Gestaltung eines Bienen- und Pflanzenlehrpfades begünstigt werden”, heißt es aus dem Meraner Rathaus.

Auf Vorschlag von Toni Ladurner (Liste Paul Rösch/Grüne) wurde der Beschlussantrag um einen weiteren Punkt ergänzt: Die Landwirtschaft soll ihren Beitrag leisten, indem auf den laut AGRIOS-Richtlinien für den integrierten Kernobstbau 2019 vorgesehen ökologischen Ausgleichsflächen im Ausmaß von mindestens fünf Prozent der Obstbaufläche ebenfalss ausreichend Platz für Insekten-Nährpflanzen geschaffen wird und dadurch Lebensräume für Bienen und andere Bestäuber-Insekten entstehen können.

Christoph Mitterhofer zeigt sich begeistert: “Als Oppositioneller einen Beschlussantrag einstimmig durchzubringen ist etwas Besonderes. Wahrscheinlich gelang dies auch deshalb weil der Meraner Gemeinderat stark sensibilisiert wurde für das Thema Bienen.”

 

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v.l.: Georg Eller, Stadträtin Gabriela Strohmer, Daniela Zadra (Direktorin der Kurverwaltung Meran) und Anni Schwarz (Direktorin der Stadtgärtnerei Meran)

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