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Schülerstreik

Weckruf am Freitag

Am 15. März ziehen die Jugendlichen wieder gegen den Klimawandel durch Bozen. Von der Politik wollen sie sich nicht instrumentalisieren lassen und fordern: “Macht was!”
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“Das war erst der Anfang – wir machen weiter!” Das war das Versprechen der Jugendlichen am 15. Februar. Tausende von ihnen zogen an jenem Freitag durch Bozens Straßen um für ein Umdenken in der Klimapolitik zu demonstrieren. Nun lösen die jungen Menschen ihr Versprechen ein: Am Freitag, 15. März, findet in Bozen eine weitere Klimademonstration als Teil der internationalen Bewegung “Fridays for Future” statt. “Wir hoffen auf eine erneute zahlreiche Beteiligung und darauf, dass die Politik uns endlich ernst nimmt, und ihren positiven Rückmeldungen konkrete Taten folgen lässt”, so der Appell der Jugendlichen.

Vom Gerichtsplatz werden die Jugendlichen am 15. März zum Landhausplatz ziehen und dort eine Kundgebung abhalten. “Wir haben diesen Termin gewählt, da auch in vielen anderen italienischen und europäischen Städten Demonstrationen geplant sind, um weiterhin auf die fehlenden und mangelhaften Versuche der Politik, den Klimawandel zu bekämpfen, aufmerksam zu machen”, heißt es in einer Aussendung. Darin erklären die Organisatoren: “Am gleichen Tag, Freitag, 15. März, wurde von verschiedenen Gewerkschaften und Organisationen ein ganztägiger Streik angekündigt, der sich ebenfalls mit dem Thema des Umweltschutzes beschäftigt. Wir haben die Landesbeiräte der Schüler sowie verschiedene Jugendorganisationen kontaktiert und hoffen auf deren Unterstützung.”

Für die Kritiker des Schülerstreiks haben die Organisatoren von “Fridays for Future South Tyrol” eine klare Botschaft: “Vorwürfe, dass die Demonstrierenden ‘Schule schwänzen’ würden, lehnen wir entschieden ab. Wir sind der Meinung, dass die Demonstration eine gute Möglichkeit ist, den Schülern die demokratischen Mittel der Politik näher zu bringen. Wer sich gegen den Druck von Lehrern, Eltern und Erwachsenen wehrt und trotzdem auf die Straße geht, wie es am 15. Februar Tausende getan haben, hat keine Vorwürfe verdient, ebenso wenig Konsequenzen innerhalb der Schule. Wer wegen einer Demonstration vom Unterricht fernbleibt, tut das nicht um zu faulenzen, sondern um die Politik auf ein Problem aufmerksam zu machen, das unserer Meinung nach das größte Problem und die größte Gefahr des 21. Jahrhunderts ist.”

Auch an die Parteien wenden sich die Jugendlichen. Im Zuge des Streiks am 15. Februar hatten Politiker aller Couleur lobende Worte für das Anliegen gefunden – Landesrat Philipp Achammer hatte zuletzt auch einige Teilnehmer in seinem Büro empfangen. “‘Fridays for Future South Tyrol’ ist eine betont außerparteiliche Vereinigung”, heißt es von den Organisatoren jetzt. “Wir wollen und werden uns von keiner Partei, weder die der Regierung noch die der Opposition, instrumentalisieren lassen. Es die Aufgabe der Experten auf den entsprechenden Bereichen, Lösungen auf Probleme der Umwelt und des Umweltschutzes zu finden, nicht unsere. Wir sehen es jedoch als unsere Aufgabe, die Politik wachzurütteln, weil es unsere Generation sein wird, die mit den Folgen der Entscheidungen, die jetzt getroffen werden, leben muss.”

 

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Kommentare

Bild des Benutzers Herta Abram
Herta Abram 12.03.2019, 16:59

Bravo! - Es gibt keine Alternative zum Handeln!!
Ich wünsche euch von allen Seiten Unterstützung und Bestärkung!

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