Advertisement
Europa

Das dritte Reich 2.0

"So muss es sich also anfühlen in einem Polizeistaat zu leben", habe ich mir gedacht als ich heute von der Hungerburg in die Innsbrucker Innenstadt gegangen bin.
Advertisement

Ein Polizeiaufgebot, das einem totalitären Staat den Sabber aus dem Mund fließen lassen würde. Helikopter kreisen im Tiefflug über die Stadt, Polizisten in "Kampfuniform" an jeder Ecke, Sirenen hallen durch die Stadt. Es ist Mittwoch, der 11. Juli 2018. In Innsbruck findet das EU-Innenministertreffen statt.

Aber es handelt sich nicht um ein Innenministertreffen, welches tolerante Gedanken und Fortschritt für die EU bedeutet. Ich komme mir fast wie in einem schlechten Film, in einem Albtraum vor, wo sich die Achse des Bösen trifft, um unaussprechlich schreckliche Dinge zu besprechen. Die extrem rechten Politiker Salvini und Seehofer werden heute über Menschen entscheiden, Menschen als Waren, Waren die keiner will. Ich kann es nicht verleugnen, aber die Parallelen zwischen den Zielen der Nationalsozialisten und einiger europäischer Politiker sind verblüffend. Beide diskutieren über Menschen - Menschen als Ware - und nicht Lebewesen mit eigenen Gefühlen und Leben. Als reine Nummer, unzuhinterfragende Statistik werden sie behandelt. Man will sie in erster Linie loswerden. Weg mit ihnen, so schnell und einfach wie es nur irgendwie geht. Bei den Nazis waren es die Konzentrationslager, Arbeitslager und Vernichtungslager. Im Jahr 2018 werden auch Lager geplant, nur werden die zum Beispiel ANkER genannt. Was ich nicht verstehe ist, wie die Bevölkerung so blind herumrennen kann und Menschen an die Macht kommen lassen, die nur heiße Luft predigen und am Ende den Zusammenhalt in der Bevölkerung nicht verbessern, sondern Misstrauen säen und ihn endgültig zerstören. Ich hoffe mehr Länder folgen dem Beispiel von Frankreich und versuchen wieder Menschen die etwas aufbauen wollen und nicht ihr eigenes Land zerbomben.

Advertisement

Bitte melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Kommentare

Bild des Benutzers Oliver H.

Es ist eine Schande, auf welches Niveau die Salto-Redaktion gesunken ist, wenn selbst ein derartig geschmackloser Vergleich mit dem National-Sozialismus als Aufmacher herhalten muss.

Ich empfehle dem Autor, sich mal ein KZ anzuschauen und auch nur ansatzweise zu versuchen, die Gräuel und die Ideologie des National-Sozialismus zu verstehen.

Hier ein Video, das in neutraler Weise die vom National-Sozialismus in Gang gesetzte Maschinerie des Todes grafisch darstellt:

https://vimeo.com/128373915

+1-12
Bild des Benutzers Martin B.

Ich stimme Oliver H. zu: ganz sicher erreicht der Autor hier nicht eine Reflexion bei jenen die nicht von vorherein allen seinen Darlegungen zustimmen, denn der Vergleich mit der akribisch/fanatisch geplanten und durchgeführten Nazi-Todesmaschinerie ist heute zwar weiterhin hie und da in Gebrauch, aber seltenst zielführend im Sinne einer Diskussion. Im Gegenteil - wie schon erwähnt - begibt man sich schnell auf das Niveau von minderwertigen Pamphleten die einfach nur Meinungen plump propagieren.

+1-11
Bild des Benutzers gorgias

Dieser Artikel ist totaler Müll. Die Vergleiche mit dem Holocaust erinnern mich an den Jargon der NPD vom "Bombenholocaust in Dresden". Das grenzt an Antisemitimus, ist aber auf alle Fälle eine Banalisierung der Verbrechen des 3. Reiches.

Das System Schlepper/NGOs ist sicher nicht eine nachhaltige Lösung, im Gegeteil sie hat dazu geführt dass immer mehr Menschen sich mit immer seeuntüchtigern Booten ins Mittelmeer wagen und ertinken. Ohne die Gutmenschen würden viel weniger Menschen im Mittelmeer ertrinken:
https://www.nytimes.com/interactive/2017/06/14/world/europe/migrant-resc...

Und ein Stück weit ist es doch auch eine Farce:
https://www.youtube.com/watch?v=l0-S4v_NI1s

+1-11
Bild des Benutzers Paul Stubenruss

Voller Hass auf Andersdenkende. Ich ziehe da auch Parallelen: Schwulenhasser sind oft selbst schwul, wissen es aber nicht oder wollen es nicht wissen.

Bild des Benutzers Christoph Moar

Angesichts der regelmäßigen Beißreflexe, die hüben wie drüben (wers nicht checkt: meinen tu ich damit das breitest mögliche Spektrum an politischer oder gesellschaftlicher Einstellung, von links bis rechts bis orthogonal dazu und dann noch diametral entgegensetzt, also wirklich von jedweger Seite) auftauchen, wenn jemand einen Nazivergleich wagt, wünsche ich mir schon seit langer Zeit eine eigene sachliche Erörterung dieser roten Linie, die mal mehr und mal weniger überschritten wird, und die Reaktionen hervorruft, die einem breitesten Spektrum von Warnung, Ablehnung, Zurückweisung, Einspruch bis hin zu Tugendfuror zuzuordnen sind. Vielleicht hat hier, irgendwann, irgendjemand genügend Sach- und Fachkenntnis mal einen ordentlichen Beitrag darüber zu verfassen, "was geht" und "was nicht geht"?

Manchmal denke ich mir dass, wer Dinge in Beziehung setzen will, auch eine Bezugsgröße braucht. Und schließe daraus, dass man aus den Fakten des Holocausts wohl auch wichtige Lehren für heutige Zeiten ziehen kann, wenn man sie mit Klugheit und Reflexion vergleicht. Dass der Holocausts dabei singulär ist, ça va sans dire. Dass ein Anker kein KZ ist, scheint mir klar. Die ein paar Sätze weiter oben genannten Parallelen kann ich aber auch nicht von der Hand weisen. Wurde hier also eine Rote Linie überschritten, und wenn ja, wo genau? Gar nicht so einfach.

Vielleicht schnappt jemand das Thema Nazi-Vergleiche mal direkt auf und liefert einen geeigneten Beitrag, um der Sache mal an den Kern zu gehen...

+1-11
Bild des Benutzers Oliver H.

Wer Seehofer als rechtsextrem bezeichnet, hat keinerlei politisches Gespür oder ist auf reines Click-Baiting aus.
Ein Redakteur, der so einen Artikel als Aufmacher hervorhebt, spielt Niveaulimbo mit der Bild-Zeitung und noch schlimmeren Pamphleten.

Godwins Law schlägt halt unbarmherzig zu.
Vielleicht schreibe ich mal einen Artikel über die Gratwanderung bei Nazi-Vergleichen - ich selbst habe darin auch schon einige Erfahrungen gemacht, als ich noch weniger reflektiert war.

+1-14
Bild des Benutzers Christoph Moar

Das ist eine Ansage!
:)

Der Horst ist mit Sicherheit nicht rechtsextrem. Er redet aktuell (nur) dem rechten Rand nach. Renate Schmidt und Bernd Kastner gehen heute mit ihm scharf ins Gericht...

Bild des Benutzers Mensch Ärgerdichnicht

"Niveaulimbo" :D :D :D
Wird wahrscheinlich in die Top 3 der Unwörter des Jahres landen!

Bild des Benutzers Mensch Ärgerdichnicht

Ach du meine Güte! Wie tief kann das Sommerloch eigentlich sein, dass man sowas als Aufmacher bei Salto findet?
Und wir habe nicht mal Mitte Juli!

+1-14
Bild des Benutzers Hartmuth Staffler

Ein Polizeistaat wird nicht unbedingt durch die Menge an Polizisten, sondern durch das Verhalten der Polizei bzw. den Grad polizeilicher Willkür charakterisiert. So lange Polizisten für Sicherheit sorgen und nebenbei der alten Oma über die Straße helfen und sie nicht, wie in Katalonien geschehen, verprügeln, ist gegen Polizeipräsenz nichts einzuwenden. Ein Vergleich eventueller geplanter Abschiebelager für nicht asylberechtigte Migranten mit den nationalsozialistischen (oder auch faschistischen oder kommunistischen) Vernichtungslagern ist vollkommener Unsinn und geschmacklos. Ich sehe darin die Gefahr, dass die Vernichtungslager verharmlost werden.

+1-12
Bild des Benutzers Manfred Klotz

Da bin ich doch glatt mal mit Ihnen einverstanden;)

+1-11
Bild des Benutzers Sepp Bacher

Lorenz Zenleser scheint noch jung zu sein. Deshalb ist es auch nachvollziehbar, dass er schockiert und verängstigt war. Die krassen Formulierungen sind wahrscheinlich seinem Alter geschuldet, wobei der Titel "Das dritte Reich 2.0" wirklich unverzeihlich ist! In einigen Jahren kann er vielleicht ähnlich wie Oliver Hopfgartener resümieren: "als ich noch weniger reflektiert" war. Ich hoffe, dass er sich nicht zu sehr abschrecken lässt, denn Salto braucht auch junge Blogger!
Als ich Ende der 1970-er Jahre mit Bekannten zu einer Demo nach Bologna fuhr, erging es mir ähnlich. Die massive Polizeipräsenz in Hundertschaften in Kampfstellung haben mich schockiert und verängstigt. Noch mehr schockiert war ich jedoch als ich später an anderer Stelle eingeschlagene Schaufenster, ausgeraubte Läden und Supermärkte sah. Das waren aber nicht die normalen Demo-Teilnehmer, sondern Extremisten und Chaoten. Ähnliche Dinge passieren bei fast allen großen Aufmärschen oder großen politischen Veranstaltungen. Es ist zu aller Vorteil, wenn die Polizei nicht nur die politischen Delegationen, sondern auch Bürger und Immobilien schützt!

Bild des Benutzers Robert Tam...

Du triffst den Kern, Sepp. Wenn gewaltbereite Radikale aufmarschieren, muss der Staat in der Lage sein, Recht und Ordnung aufrecht zu erhalten. In Hamburg oder vor Kurzem am Brenner haben wir die rabiate Wut der Extremisten gesehen, die gezielt, gewaltsam und organisiert gegen Polizisten vorgehen.
Da verstehe ich gut, dass Helikopter über Innsbruck knattern, und Polizisten mit Helmen auftreten müssen: schon seit Wochen organisieren sich Gewaltbereite, um die Ministerkonferenz zu stören.

Wenn Lorenz Zenleser kurz (Huch! Darf man dieses Wort heute überhaupt noch schreiben?) mal zu Ende überlegen würde, warum das alles notwendig ist, dann würde er schnell auf die "SA-Methoden" der radikalen Gewaltbereiten kommen. Mir ist egal, ob diese linksextrem, rechtsextrem, oder Fußballhooligans sind: bei Gewalttätern braucht es ein hartes Durchgreifen der Justiz.

Bild des Benutzers Benno Kusstatscher

Die geballte Intelligenzija der Kommentatoren-Elite ergötzt sich also darin, über den Erstbeitrag eines offensichtlich jungen Bloggers den Daumen zu senken, nur weil man Nazis scheinbar ausschließlich am Gipfel ihres menschenverachtendenden Tun und Handels, den KZs, vergleichen dürfte, und als wären jene, die damals am Münchner Odeonsplatz aufmarschierten, noch keine Nazis gewesen und ergo nicht vergleichswürdig.

Die Matratzen in den Ankerzentren mögen weicher sein, die entwürdigende Sprache ist aber genau die selbe. Nicht die lösungsorientierte Handhabe, sondern die entmenschlichte Rhetorik lassen es als zivililsatorische Glanzleistung erscheinen, sich beim Bild der um einen Eichentisch in Innsbruck versammelten Innenminister der willigen Achse nicht den Stauffenberg herbeizusehnen.

Mit Tränen in den Augen lasse ich mich dieser Tage am Brenner, in Kiefersfelden, in Scharnitz jedwediger Fahrtrichtung kontrollieren, als entrechteter Bürger dieses Kontinents. Entrechtet, dank eben jener Innenminister. Mir sitzt diese Polizeistaat Vorstellung genau so wie dem Lorenz Zenleser in den Knochen, während die Intelligenzija hier in Selbstüberhebung dem Lorenz das Recht abstreitet, zu schreiben, was ihm die Kehle schnürt.

+1-12
Bild des Benutzers Max Benedikter

Bravo Benno! Besser hätte man das nicht formulieren können.
Und danke Sepp Bacher, dass Sie den Kommentatoren zu verstehen gaben, dass dies ein Community-Beitrag ist.

Bild des Benutzers Oliver H.

da reden die zwei Richtigen.
Benno Kusstatscher - der Leute, die sich gegen Nationalismus aussprechen als Nationalisten beschimpft und Max Benedikter, der als Präsident von Demos 2.0 den Lesern nahelegt, das Weite zu suchen. Eigentlich seid ihr beide mir noch eine Entschuldigung schuldig.

Wenn aber jemand den National-Sozialismus verharmlost, wird er von euch beiden noch in Schutz genommen. Ihr sucht euch nach seltsamen Kriterien aus, wem ihr eine Keule drüberzieht und wen ihr protegiert. Ich empfehle euch, euch nochmal mit der Geschichte des 20 Jahrhunderts auseinanderzusetzen - da lässt es offensichtlich gewaltige Stiche bei euch aus.

Und Max, wenn ein User-Beitrag von der Redaktion zum Aufmacher gemacht wird, entspricht das der in der Vergangenheit angewandten Praxis, manchen Community-Beiträgen eine besondere Bühne zu bieten. Früher wurde dabei noch ein "editor's choice" beigefügt. De facto ist es aber dasselbe. Deshalb frage ich noch einmal: Wählte die Redaktion bewusst einen den National-Sozialismus verharmlosenden Beitrag als Aufmacher oder habt ihr schlicht und einfach einen schlechten Zufallsalgorithmus programmiert?

+1-13
Bild des Benutzers gorgias

Ja, ja die Jugendsünden. Diese Person ist aber nicht 16 sondern hat Matura und studiert anscheinend in Innsbruck, da ist man wohl für das was man schreibt verantwortlich.
Und noch was Benno Kustatscher, der Schreiber nimmt nicht die NS-Bewegung in seiner Frühphase als Vergleich, sondern spricht von KZs.

+1-11
Bild des Benutzers Benno Kusstatscher

Mit Verlaub, die Assoziation des Polizeistaats bezieht sehr wohl auf frühe Stadien des 3. Reichs, da ist Lorenz wohl geschichtlich sattelfester als behauptet. Natürlich ist jeder für sein Geschreibsel selbst verantwortlich. Wir haben auch Kommentatoren gesetzteren Alters, die sich in vollem Bewusstsein der Pegida-Argumentation bedienen, dass Nazivergleiche Verharmlosung wären, wenn denn nur das letzte Stadium der Massenvernichtung noch nicht erreicht wurde. Und sich dann wundern, wenn sie entsprechend eingeordnet werden.

+1-11
Bild des Benutzers Oliver H.

Benno, drehe und wende dich wie du willst. Du hast mich damals, als ich imperialistische, nationalistische Politik verurteilt und eine Abwicklung der Nationalstaaten gefordert habe, als "neonational wenn nicht gar identitär" bezeichnet. Auf meine Nachfrage, wie du diese Behauptung begründen oder belegen kannst, hast du nicht reagiert. Weißt du wie man es nennt, wenn man falsche Tatsachenbehauptungen über jemanden aufstellt, ohne dass es dafür irgendwelche Belege gibt? Genau: Verleumdung.
Du hast dich für diese Lügen noch nicht entschuldigt. Hier hast du noch einmal die Möglichkeit: Bitte belege, dass ich "neo-nationalistisch wenn nicht gar identitär" bin oder entschuldige dich für diese infame Lüge.

Bild des Benutzers Benno Kusstatscher

Lieber Oliver Hopfgartner, wie schon damals im Jänner habe ich (außer Deiner Selbstauskunft natürlich) keine überzeugenden Indizien Deiner Anti-Nationalen-Überzeugung griffbereit. Dafür bin ich mir umso sicherer, dass ich Dich nie als Person derart betitelt hatte, sondern vielmehr mit ausdrücklichem Bezug darauf hingewiesen, dass sich Deine damaligen Kommentare entsprechend einordnen ließen. Gerne nachzulesen unter:
https://www.salto.bz/de/comment/45600#comment-45600
Nachdem Du jetzt schon monatelang, auf der Suche nach Genugtuung, vehement Deine Verleumdungstheorie unter dem Titel "infame Lüge" verschleuderst, könntest Du wenigstens den Sachverhalt richtig posaunen.

Man möge mir ankreiden, dass ich Deine Selbsteinschätzung, wie Du Dich laut Selbstdarstellung gesellschaftspolitisch positioniert sehen möchtest, und Form und Inhalt, wie Du Dich äußerst, nicht auf einen gemeinsamen Nenner bringen kann. Irgendwo schriebst Du gar, dass Du mit Kritik besonders cool umgehen kannst. Stimmt total, wie ich sehe, und den Rest kriegen wir auch noch hin.

Bild des Benutzers Oliver H.

Und schon wieder windest du dich um eine klare Antwort.
Dann sag doch mal, was an meinen zwei Kommentaren identitär und neonationalistisch ist?

Ich beharre darauf gerne auch jahrelang bis zu einer Klärung, denn was du da aufziehst, ist eine perfide Strategie: Man stellt einfach jeden, der es wagt, die EU auch nur ansatzweie zu kritisieren in ein rechtes - wenn nicht gar rechtsextremes - Licht. Man stellt einen Verdacht in den Raum und die Saat im Kopf der Leser ist schon ausgebracht. Diese Strategie ist hochproblematisch.
Das ist eine deutliche rote Linie und es ist völlig legitim von mir, von dir hier ein klares Bekenntnis zu verlangen, worauf konkret du dich beziehst. Tu also nicht so, als sei ich eine Mimose. Aber insgesamt rundet sich das Bild doch ab. Du scheinst generell kein Problem damit haben, alles und jeden mit Rechtsextremen in Verbindung zu setzen bzw. verteidigst solche Vergleiche.

Bild des Benutzers gorgias

>Ich kann es nicht verleugnen, aber die Parallelen zwischen den Zielen der Nationalsozialisten und einiger europäischer Politiker sind verblüffend. Beide diskutieren über Menschen - Menschen als Ware - und nicht Lebewesen mit eigenen Gefühlen und Leben. Als reine Nummer, unzuhinterfragende Statistik werden sie behandelt. Man will sie in erster Linie loswerden. Weg mit ihnen, so schnell und einfach wie es nur irgendwie geht. Bei den Nazis waren es die Konzentrationslager, Arbeitslager und Vernichtungslager. Im Jahr 2018 werden auch Lager geplant, nur werden die zum Beispiel ANkER genannt.<

Wenn solche Analogien nicht verharmlosend sind, dann tut es mir leid, denn so hat bei dir die Erinnerungskultur der letzten 70 Jahre nicht gegriffen.

+1-11
Bild des Benutzers Sepp Bacher

Mich interessiert in dieser Diskussion die Frage, wie unterscheidet sich ein solcher Polizeiaufmarsch, ob jetzt die (eher) Linken oder die (eher) Rechten an der Regierung sind: in Bund, Länder und Gemeinde? Welchen Einfluss auf die Exekutive - in diesem Fall die Polizei, welche die Sicherheit gewährleisten muss - haben die Politiker der verschiedenen Ebenen? Im Bund gibt eher-rechts den Ton an, aber im Land und in der Gemeinde Innsbruck sitzen auch die Grünen an den Schalthebeln. Wie anders wäre eine solche Aktion gewesen, als noch - eher linke - Parteien, Koalitionen an der Macht waren/sind? In Österreich, in Deutschland, in Baden-Würtemberg, in anderen europäischen Ländern?
Wie müsste ein solcher Polizei-Aufmarsch, -Einsatz aussehen, damit er z. B. für Lorenz und Benno erträglich und nicht mehr auf eher rechtsextremer Politik schließen lässt?

Bild des Benutzers Sepp Bacher

Mich interessiert in dieser Diskussion die Frage, wie unterscheidet sich ein solcher Polizeiaufmarsch, ob jetzt die (eher) Linken oder die (eher) Rechten an der Regierung sind: in Bund, Länder und Gemeinde? Welchen Einfluss auf die Exekutive - in diesem Fall die Polizei, welche die Sicherheit gewährleisten muss - haben die Politiker der verschiedenen Ebenen? Im Bund gibt eher-rechts den Ton an, aber im Land und in der Gemeinde Innsbruck sitzen auch die Grünen an den Schalthebeln. Wie anders wäre eine solche Aktion gewesen, als noch - eher linke - Parteien, Koalitionen an der Macht waren/sind? In Österreich, in Deutschland, in Baden-Würtemberg, in anderen europäischen Ländern?
Wie müsste ein solcher Polizei-Aufmarsch, -Einsatz aussehen, damit er z. B. für Lorenz und Benno erträglich und nicht mehr auf eher rechtsextremer Politik schließen lässt?

Bild des Benutzers Ludwig Thoma

Wann wurden eigentlich das letzte Mal Menschen aufgrund ihrer Herkunft eingesperrt, ohne richterlichen Bescheid und ohne gegen die Zwangsmaßnahme, ein Gericht anrufen zu können?
Wann haben das letzte Mal europäische Politiker vorgeschlagen, Menschen aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit zählen lassen zu wollen?
Die Kommentatoren hier können mir das doch bestimmt sagen (ohne Nazivergleich).

Bild des Benutzers Martin B.

@LT: Wo denn? In Südtirol? Italien? Deutschland? Österreich? Balkan? Europa? Weltweit? Denn es gibt genügend Beispiele die nicht Einzelfälle sind, nach dem 2. Weltkrieg.
@BK: mit Verlaub - frühe Stadien des 3. Reichs mit der Schutzstaffel (SS) als persönliche „Leib- und Prügelgarde“ des radikalrassistischen fanatischen empatielosen Führers Hitler (siehe "Mein Kampf") kann ich immer noch nicht mit Seehofer, Kurz/Strache und Salvini 2018 und den für in deren Einzugsgebieten angeordneten Polizeiaufmärschen vergleichen, die immer noch für Recht und Ordnung stehen und nicht für paramilitärische Menschenrechtsverletzungen, also von radikalen nichtstaatlichen Gruppierungen gesteuerte Gewaltäter und Psychopathen.

+1-11
Bild des Benutzers Benno Kusstatscher

Gott sei Dank noch nicht, Martin! Jetzt gönnt man sich erst einmal eine bayrische Grenzschutzmiliz.

Bild des Benutzers Manfred Klotz

Martin, in Italien ist das passiert und es ist nur einige Wochen bzw. Tage her. In beiden Fällen auf dem Mist von Innenminister Salvini gewachsen. Dass der ganz klar Charakterzüge diktatorischen Wahns zeigt ist wohl unumstritten.
Insofern hat die Befürchtung die im Community-Beitrag ausgedrückt wird schon eine gewisse Berechtigung.
Der Vergleich ist nur etwas überzogen, was allerdings auch der Kürze geschuldet sein dürfte.

Bild des Benutzers Ludwig Thoma

soso aha, weil also in Bayern jemand fürchtet nicht mehr wiedergewählt zu werden, nimmt halb Mitteleuropa die Aufhebung einiger unumstürzbarer geglaubter Grundrechte jubelnd in Kauf. O tempora....

Bild des Benutzers Martin B.

Wie ich oben schon angedeutet habe gab es seit dem 2. Wk in Mitteleuropa laufend die Aufhebung einiger unumstürzbarer geglaubter Grundrechte (für Menschen aufgrund ihrer Herkunft), insbesondere auch in unserem Land. Diese Aufhebungen wurden von der Mehrheit auch meist zumindest stillschweigend in Kauf genommen. Das ist eben Demokratie, bzw. Populismus oder wie immer man es laut eigenem politischen Gusto nennen möchte, aber bis jetzt weder eine Diktatur noch ein autoritäres Regime.

Bild des Benutzers Paul Stubenruss

Wer lässt denn gegen Russland die Säbel rasseln so als wollte man irgendwann wieder Krieg? Das sind doch die Altparteien. Wer beschließt denn in Brüssel das Afrika mit subventionierten Lebensmittel überschwemmt wird und dort die Eigenproduktion im Keim erstickt und die Folgen sind bekannt. Die Zerbombung Libyens, von den Altparteien beschlossen, unterscheidet sich wohl kaum vom Eingriff durch Hitler in Spanien . Wer schürten weltweit mit Waffenlieferungen die Konflikte? Das Versagen der Altparteien hier weiter aufzulisten würde jeden Rahmen sprengen.

Bild des Benutzers Christian Mair

»So schön es ist, wie die Welt angesichts der in Thailand festsitzenden (Anm.: mittlerweile befreiten) Jugendlichen zusammenrückt - So traurig ist es, mit welcher Gleichgültigkeit Europa den toten Kindern auf dem Mittelmeer begegnet. Zumal die EU mit ihrer Handelspolitik mitverantwortlich ist.« S.W.

Dieser Satz führt uns Werteverfall und durch Narrative gesteuerte selektive Wahrnehmung messerscharf vor.
Mag sein, dass Obergrenzen für Migration und zeitweise verbesserte Grenzkontrollen notwendig sind. Aber die Ursachen für Flucht wie verfehlte Finanz-, Handels-, Umwelt-und Sozialpolitik werden von den neuen Konservativen mit Fortsetzung der neoliberalen Dogmata fortgesetzt.

Die Konsumentenaristokratie versucht sich Kaufkraft zu retten. Die europäischen Nationalstaaten werden am Ende am Schrottplatz der "failed states" abgewrackt. Dreimal dürfen Sie raten wer die Prämien einsteckt:
A) die Kaste?
B) Pensionsfonds?
C) BlackRock ?

Bild des Benutzers Christian Mair

Und:
@Lorenz Zenleser: Die Nazikeule als Totschlagargument hilft in der Sache auch nicht weiter. Diese Einordnung verhindert, als inflationär gebrauchtes Tauschmittel für die eigene moralische Integrität, eine Auseinandersetzung mit dem Thema und pragmatische Lösungen.

Bild des Benutzers Repathoner GWJ

Nach Goodwin's Law ist dieser Artikel schon beim Wert 1 gestartet.

Bild des Benutzers Alberto Stenico

Legge di Godwin
Da Wikipedia, l'enciclopedia libera.
Jump to navigationJump to search

L'avvocato e autore statunitense Mike Godwin ha coniato la sua omonima legge sull'Usenet nel 1990
La legge di Godwin [1][2] è un adagio di Internet che afferma "Mano a mano che una discussione online si allunga, la probabilità di un paragone riguardante i nazisti o Hitler, tende ad 1"[2][3], ovvero, se una discussione online (a prescindere dall'argomento o dallo scopo) va avanti abbastanza, prima o poi qualcuno paragonerà qualcuno o qualcosa ad Hitler.

Advertisement