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Sanität

Mit PIA sicher im Spital

Ein digitales Armband soll für mehr Patientensicherheit sorgen und Verwechslungen verhindern. Laut Andreas Fabi "ein großer Fortschritt".
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Nicht nur Neugeborene laufen Gefahr, in Krankenhäusern verwechselt zu werden, sondern offensichtlich auch jeder sonstige Patient, der stationär aufgenommen wird. Um dem vorzubeugen, werden in Zukunft alle Patienten der sieben Krankenhäuser des Südtiroler Sanitätsbetrieb ein Patientenidentifikationsarmand – kurz PIA – tragen. Mitte Dezember soll es bereits so weit sein. Dann wird nämlich jedem Patienten bei Aufnahme ein schmaler Plastikstreifen am Handgelenk angebracht, auf dem Informationen zur unmittelbaren Identifizierung der Person enthalten sind – keine klinischen Daten.

“So werden etwa der Vor- und Zuname, das Geschlecht, das Geburtsdatum sowie ein Barcode für die elektronische Erkennung, der mit Hilfe eines Scanners ausgelesen werden kann, über das PIA abrufbar sein”, heißt es aus dem Südtiroler Sanitätsbetrieb. Alles Daten stehen somit auch digital zur Verfügung. Auf diese Weise soll den Patienten mehr Sicherheit während des Krankenhausaufenthaltes garantiert werden. Denn Grund für die Einführung des PIA ist, wie bereits erwähnt, die unter Umständen lebensbedrohende Gefahr einer Patientenverwechslung.

Der Südtiroler Sanitätsbetrieb gibt Tipps zur Anwendung des PIA.

Als “einen großen Fortschritt in der Patientensicherheit” bezeichnet Andreas Fabi, Generaldirektor des Südtiroler Sanitätsbetriebes die Einführung des PIA. Im Gespräch mit der Tageszeitung Alto Adige vom Donnerstag gesteht Fabi zwar ein, dass es während seiner Tätigkeit im Sanitätsbereich noch nie zu einer Verwechslung von Patienten gekommen sei, “aber gerade um solche Fehler zu vermeiden haben wir beschlossen, das digitale Armband einzuführen”, betont Fabi. Auf die Frage, ob nicht die durch die neuen Privacybestimmungen letzthin in einigen Abteilungen aufgetretenen Schwierigkeiten mit den digitalen Patientenakten zur Entscheidung für das PIA geführt hätte, antwortet Fabi mit einem klaren Nein: “Dabei handelt es sich um zwei unterschiedliche Angelegenheiten, die beide nichts miteinander zu tun haben”, stellt der Generaldirektor klar. Darüber hinaus sei PIA eine “anwenderfreundliche, einfache und kostengünstige” Maßnahme um die Sicherheit der Patienten zu gewährleisten. In Zahlen: 40.000 Euro kostet die Ausstattung aller sieben Krankenhäuser mit den Armbändern, für zwei Jahre. 30 Cent pro Armband.

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