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Und die Kinder?

#systemrelevant

Ist es nicht erstaunlich, dass ausgerechnet die Kinder, die vermutlich am lautesten von uns allen schreien können, derzeit kein Gehör finden?
Community-Beitrag von Felix von Wohlgemuth12.05.2020
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Es ist schon eigenartig, was alles als systemrelevant eingestuft wird. Wir konnten in den letzten Wochen sehen, dass von den Entscheidungsträgern (Entscheidungsträgerinnen wurden ja fast nicht eingebunden!) der Begriff immer weiter gedehnt wurde, bis nahezu alles und jede/r systemrelevant war.

In täglichen Pressekonferenzen wurden immer neue Tricks und Finten erläutert, wie man staatliche Bestimmungen auf Landesebene umgehen könnte. In unzähligen Rundschreiben wurden unverständliche Regelungen noch unverständlicher aufbereitet.

Um Aktionismus zu demonstrieren und etwas Balsam für die geschundene patriotische Seele bereitzustellen, wurde schließlich sogar ein zweifelhaftes Landesgesetz sprichwörtlich über Nacht aus dem Boden gestampft.

Nur eines scheint leider immer noch nicht systemrelevant zu sein: unsere Kinder.

Wenn überhaupt, dann kommen sie im derzeitigen politischen Diskurs nur als Ballast vor. Es geht nicht darum, was für die Kinder das Beste wäre, sondern nur darum, wie man verhindern kann, dass sie uns Eltern vom Arbeiten, vom „produktiv sein“ abhalten.

Ist es nicht erstaunlich, dass ausgerechnet die Kinder, die vermutlich am lautesten von uns allen schreien können, derzeit kein Gehör finden? Vermutlich, weil sie als ökonomisch unwichtig gelten.

Wäre es nicht schön, wenn mit der gleichen Leidenschaft, mit der über INAIL-Protokolle und Sicherheitsabstände in Restaurants gestritten wird, auch über Konzepte für eine effektive Unterstützung und Förderung von Kindern debattiert werden würde?

Sonst droht nach der gesundheitlichen eine soziale Pandemie.

Kinder sind #systemrelevant

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