Paul Rösch
Stadtgemeinde Meran
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Reaktion

"Ein Schlag ins Gesicht"

Der Meraner Bürgermeister Paul Rösch antwortet in einem offenen Brief auf die Vorwürfe der Organisatoren der Protestveranstaltung am Meraner Sandplatz und ihrer Anwälte.
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Kommentare

Bild des Benutzers Andreas gugger
Andreas gugger 12.06.2020, 16:29

Zum Glück gibt es noch Entscheidungsträger und Personen die sich mehr zutrauen wie ein Rösch oder noch schlimmer wie Caramaschi. Realitätsfern.

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Peter Gasser 12.06.2020, 17:16

Sie meinen, Entscheidungsträger sollten nicht das Allgemeinwohl im Auge haben, nicht die Regeln aufgrund von 98% der Fach-Experten (Gesundheit, Ökonomie), sondern sollten den Willen einer kleinen Minderheit von 1% der Experten und 2% der Bevölkerung umsetzen?
Wie kommen Sie zu dieser Annahme?

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Siegfried Oberleiter 12.06.2020, 17:12

Ein großes Kompliment an Herrn Bürgermeister Rösch!

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Greta Karlegger 12.06.2020, 17:43

Und mit von der vernunftbefreiten Partie am Sandplatz in Meran war natürlich auch der Generalsekretär der Freiheitlichen Otto MAHLKNECHT. An vorderster Front mit Nobelpreisträgern, Virologen und anderen Genies. Pazienza, er weiß es einfach nicht besser.

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Andreas gugger 12.06.2020, 17:48

Verantworten sie auch die Selbstmorde, die häusliche Gewalt und die wirtschaftliche Katastrophe? Die freie Meinungsäußerung?

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Greta Karlegger 12.06.2020, 17:52

@Gugger
Thomas, bist du das, der Busenfreund vom Otto? :)
Der unlogischen Argumentation nach, wäre es nicht unwahrscheinlich.

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Peter Gasser 12.06.2020, 17:54

1. Wöchentlich 1en Selbstmord gibt es in Südtirol auch aus der Zeit vor Corona: verantwortlich: Gesellschaft, Neoliberalismus, Empathiefreiheit, Krankheit.
2. Häusliche Gewalt: Verantwortung: der Täter.
3. Die wirtschaftliche Katastrophe: verantwortlich, wenn schon, die Pandemie und die fehlende Prävention aufgrund einer neoliberalen Gesellschaft.
Wie kommen Sie darauf, die Verantwortung dafür trage Frau Karlegger oder ein anderer Mensch/Kommentator, der anderer Ansicht ist als Sie?

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Greta Karlegger 12.06.2020, 18:16

@Peter Gasser
Vielen Dank, dass Sie das dem Herrn Gugger schlüssig erklärt haben und ihn auf seinen Platz verwiesen haben. Und dieser Platz heißt:
Piazza della Falsitá unica.

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Andreas gugger 12.06.2020, 18:33

Wöchentlich sterben auch alte Menschen an Grippe oder ähnlichen Infekten.
Häusliche Gewalt hat zugenommen, sie als grosser Link Experte Finden das sicher raus. Die wirtschaftliche komponente leugnen kann nur jemand der in seinem Apfelgarten sitzt und wartet bis das Land Geld überweisst. Was interessiert mich und andere was Herr Karlegger und Frau Gasser von sich geben. Es geht doch um Rösch und den Geschichtsschreiber aus Bozen.

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Peter Gasser 12.06.2020, 18:41

Ja, Leugner der Pandemie gibt es überall, und Menschen, die Covid-19 als Grippe sehen, auch. Die Erde ist halt mitunter immer noch eine Scheibe. Auch abwertende persönliche Argumentation gehört zu Ihrem gewohnten Verhalten - was schade ist, aber Sie scheinen da dauerhaft großen Spielraum zu genießen.
Wenn es Sie nicht interessiert, warum lesen - und kommentieren Sie es dann. Ist doch absolut unlogisch.

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Andreas gugger 12.06.2020, 18:42

Genau. Sie und ihre Interpretationen. Wo steht was über eine Pandemie Leugnung.

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Manfred Klotz 13.06.2020, 08:40

Herr Gugger, Sie verwechseln die Kommentarfunktion offensichtlich mit einem Schachbrett: Sie legen beim Argumentieren Rösselsprünge hin, dass einem Hören und Sehen vergeht, äußern sich schräg wie ein Läufer und haben die Flexibilität eines Königs.

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Martin Daniel 13.06.2020, 09:31

Bravo Paul Rösch, aber ein Bürgermeister kann ja gar nicht anders, als solch offensichtliche Regelverstöße zu verurteilen. Er ist für Gesundheit und Hygiene in seiner Gemeinde verantwortlich und jede andere Reaktion wäre eine Einladung zur Nachahmung. Angenommen, die Aussage der Organisatoren zum mangelnden Eingreifen der Ordnungskräfte ist zutreffend, so macht dies weder das Virus weniger ansteckend noch heilt (südt.: "saniert") es die beobachteten Übertretungen der geltenden Verordnungen.

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kurt duschek 13.06.2020, 09:56

....Angenommen, die Aussage der Organisatoren zum mangelnden Eingreifen der Ordnungskräfte ist zutreffend,..." wenn schon müsste man die anwesenden Ordnungskräfte wegen unterlassener oder mangelhaften Handlung zurecht weisen. Oder ??

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gorgias 13.06.2020, 10:04

Das ist ein Aspekt. Ein anderer wäre, dass die Organisatoren für die Veranstaltung verantwortlich sind und wenn die Teilnehmer sich nicht an die Bestimmungen halten spätestens nach mehrmaliger Ermahnung die Demonstration frühzeitig als beendet erklären müssten.

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kurt duschek 13.06.2020, 11:01

....genau das ist und war das Problem, denn es wurde kein Sicherheitskonzept erstellt .

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Martin Daniel 13.06.2020, 12:18

in München gab es vor etwa 1 Monat einen Corona-Maßnahmen-Protest auf dem Marienplatz mit viel mehr Leuten als erwartet und zu wenig Sicherheitsabstand. Die Polizei war vor Ort, hat aber nicht eingegriffen, weil sie eine Intervention (samt Zurückdrängen, Bewegungen größerer Gruppen, etc.) als größeres Infektionsrisiko ansah. Ich war nicht am Sandplatz und weiß nicht, wie sich die Polizisten verhalten haben, vielleicht haben sie ja zur Einhaltung der Vorschriften aufgerufen. Es fehlte wohl ein Sicherheitskonzept seitens der Quästur, die die Versammlung genehmigt hatte.

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Hubert Frasnelli 13.06.2020, 09:55

Kluge und mit Haltung verfasste Worte: Dank dem Bürgermeister von Meran, Paul Rösch

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Alois Spath 13.06.2020, 15:50

Ich muss einigen Aussagen des ansonsten sehr geschätzten Bürgermeisters von Meran widersprechen. Mehrmals versucht er in seiner Argumentation, große Teile der Gesellschaft für sich zu vereinnahmen. "Für alle, die.... usw.... ist es ein Schlag ins Gesicht..." Hat Rösch diese "alle" gefragt? Denn ich bin da auch mitgemeint, aufgrund der zahlreichen Entbehrungen in vergangener Zeit. Mich hat er nicht gefragt. Für mich war diese Veranstaltung auch kein Schlag ins Gesicht. Sie war höchst notwendig. Um unseren Blick und unser eigenes Denkvermögen ein wenig zu erweitern. Ich weiß, dass auch Leute anwesend waren, die in den vergangenen Wochen in unseren Krankenhäusern gearbeitet haben. Für mich sind übrigens viele Maßnahmen der Regierungen ein Schlag ins Gesicht. Und die übergroße Mehrheit der Menschen war übrigens nicht so sehr von den Auswirkungen des Coronavirus betroffen, sondern von manchen ergriffenen Maßnahmen der Behörden. Viele dieser Maßnahmen und Regeln sehe ich aufgrund ihrer negativen Auswirkungen sogar als weit gefährlicher an als die Auswirkungen des Virus selbst. Aber das darf jeder sehen und bewerten, wie er will.

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Peter Gasser 13.06.2020, 15:56

„Und die übergroße Mehrheit der Menschen war übrigens nicht so sehr von den Auswirkungen des Coronavirus betroffen, sondern von manchen ergriffenen Maßnahmen der Behörden“:
Das ist richtig, aber eben nur: DANK dieser Maßnahmen.
Ohne diese Maßnahem wäre die „übergroße Mehrheit“ von Covid-19 genauso betroffen wie in Bergamo.
Aber Wegsehen ist natürlich einfacher und Menschen Schuld zu geben für manchem einfacher anzunehmen als einem Virus, einer Pandemie.

Bild des Benutzers Alois Spath
Alois Spath 13.06.2020, 17:28

Ich kann nicht beurteilen wer alles wegsieht. Für mich möchte ich in Anspruch nehmen aufmerksam hinzuschauen. Möglichst aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Was ohne diese Maßnahmen bei uns passiert wäre - das ist natürlich reine Spekulation. Tatsache ist, dass viele Länder unterschiedlich gewichtete Maßnahmen ergriffen haben. In der Schweiz beispielsweise und im Allgäu in Süddeutschland, genauso wie in Wien, wo ich überall mit Verwandten in Kontakt bin, wurden keine Ausgangssperren verhängt und im Freien musste auch niemand Masken tragen. Das Virus hat dort deshalb nicht mehr gewütet.

Bild des Benutzers Peter Gasser
Peter Gasser 13.06.2020, 17:42

In den von Ihnen genannten Ländern gab es auch kein „Bergamo“, dessen Ausweitung es in Italien zu verhindern galt.
Natürlich darf jeder der Meinung sein, das Virus sei, wie auch Trump meinte, einfach verschwunden, und alle Maßnahmen waren nur eine lustvolle Schikane für den einfachen Bürger.
Wenig Maßnahmen gesetzt wurden in Großbritannien, USA, Brasilien, Schweden... aber man muss nicht sehen, was dort geschieht - das steht jedem frei.
Auch in Tirol gab es eine Ausgangssperre, es gab sie überall dort, wo hotspots waren.

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Priska Spitaler 13.06.2020, 17:07

Danke Herr Rösch, dass Sie mit Ihrem offenen Brief auch den schwächeren Mitgliedern unserer Gesellschaft eine Stimme geben. Ich denke da vor allem auch an die Bewohner der Senioren- und Pflegeheime, da ich davon als Angehörige auch selbst betroffen bin. Erst seit dieser Woche werden dort nach 3 Monaten unter strengen Sicherheitsvorschriften wieder Besuche zugelassen und sollten wieder vermehrt Coronafälle auftreten, so werden diese Heime die ersten Einrichtungen sein, die wieder schließen müssen. Ich ärgere mich immer wieder, wenn Menschen die Einhaltung der Regeln missachten, ob sie sie nun für gerechtfertigt halten oder nicht. Aber jeder Einzelne ist Teil unserer Gesellschaft und sollte jedem seiner Mitmenschen mit Respekt begegnen. Ich lade alle - die es bisher noch nicht getan haben - ein, mal darüber nachzudenken, wie schlimm es ist, Angehörige 3 Monate nicht zu sehen, sie jetzt hinter einer Glasscheibe zu sehen und immer mit der Angst im Nacken, dass dieser kleine Fortschritt durch die Nichteinhaltung der Regeln sofort wieder zunichte gemacht werden.

Bild des Benutzers Priska Spitaler
Priska Spitaler 13.06.2020, 17:11

zunichte gemacht wird, sollte das heißen.

Bild des Benutzers Alois Spath
Alois Spath 13.06.2020, 17:55

Ergänzend zu diesem Hinweis auf die Situation in Altersheimen, hier der Link zu einem beeindruckenden Text in der aktuellen FF:
Doris Gamper hat innerhalb von nicht einmal zwei Wochen Vater und Mutter verloren. Sie waren beide im Altersheim ­untergebracht und positiv auf Covid-19 getestet worden. Ein sehr persönlicher Text.
Der Beitrag ist frei zugänglich: https://www.ff-bz.com/bOpUpcd

Bild des Benutzers Priska Spitaler
Priska Spitaler 13.06.2020, 18:28

Ich hoffe, dieser Artikel wird von vielen Menschen gelesen und regt zum Reflektieren an. Leider ging es nicht nur Frau Gamper so. Deshalb auch meine große Angst, dass alles wieder von vorne los geht und wir wieder von unseren Angehörigen getrennt werden, bevor wie überhaupt die Gelegenheit hatten, ihnen ohne Glasscheibe wieder etwas Wärme und Geborgenheit zu vermitteln, die jeder Mensch braucht. Die Diskussion um die Masken interessiert mich in dem Moment nicht. Wenn ich mit dem Tragen der Maske derzeit dazu beitragen kann, Neuinfektionen zu verhindern, dann mache ich das, ohne Wenn und Aber.

Bild des Benutzers F. R.
F. R. 14.06.2020, 10:19

Warum setzen sich Volksvertreter plötzlich dermaßen engagiert für das Wohl der Bürger ein? Warum scheren sie sich nicht mit demselben Engagement dem Thema "gesundes freies Leben in Orten, auf Wegen und Straßen". Warum werden die Schwächsten unter uns, Kinder und alte Leute nicht vor leichtsinnig, riskant, unkonzentriert fahrenden Autolenkern, Motorradfahrern usw. nicht ebenso mit jedem erdenklichen Aufwand geschützt. Warum sind die zur Coronazeit sich so fürsorglich zeigenden Politiker bei diesem Thema plötzlich so einfallsarm, knausrig, uninterresiert. Wir alle haben nicht nur das Recht vor einem Virus geschützt zu werden, sondern auch vor jeder weiteren Bedrohung, Recht auf gesunde Luft, Ruhe und Bewegungsfreiheit vor unserer Haustür "ohne andere dabei zu bedrohen".
Ich hoffe das ganze Getue um des Volkes Gesundheit von Politikern, Redaktoren und Kommentatoren war und ist nicht nur eine reine  Scheinheilikeit.

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