Advertisement

Fischerei

Gekaufte Saiblinge

Fischerei-Skandal, Folge 2: Die Landesfischzucht sollte autochthone Seesaiblinge züchten. Jetzt kam heraus, dass Peter Gasser die Fische in Belluno zugekauft hat.
Advertisement

Liebe/r Leser/in,

wieviel ist Ihnen unabhängiger Journalismus wert?

Dieser Artikel befindet sich im Salto-Archiv und ist nur für Abonnenten und Spender zugänglich.
Unterstützen Sie salto.bz und erhalten Sie Zugang auf über 5 Jahre kritischen Journalismus!
Sie besitzen noch kein salto.bz-Abo?

Mit (ab) einem Mini-Abo von 12 Euro für ein Jahr erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln auf salto.bz. Wählen Sie jetzt Ihr Abo!

Selbstverständlich freuen wir uns auch über jede weitere finanzielle Unterstützung. Ihre Spendenbereitschaft hilft uns, auch weiterhin unabhängig bleiben zu können und die laufenden Kosten und notwendigen Investitionen zu tragen.

Jetzt ein Abo abschließen!

Sollten Sie bereits ein Abo auf salto.bz abgeschlossen haben, aber über keinen Zugang verfügen, melden Sie sich bitte einfach unter info@salto.bz

Redaktionelle Artikel, die auf salto.bz erschienen und vor 6 Monaten online gegangen sind, sind ab sofort kostenpflichtig. Vielen Dank für Ihr Interesse und Ihre Unterstützung!

Sind Sie bereits salto.bz-Abonnent? Melden Sie sich bitte unter info@salto.bz

Advertisement

Bitte melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Kommentare

Bild des Benutzers Günther Alois Raffeiner
Schon seltsam wie sich die Herren da verhalten???? Es stinkt gewaltig,ich meine den Fisch! Wo bleibt der Kommentar von Schuler und Pertoll???? Schweigen im Walde!?
Bild des Benutzers F. T.
Wie heisst es doch so schön: Südtirol ist nicht Italien.
Bild des Benutzers Mensch Ärgerdichnicht
Ich schlage vor wir annektieren Belluno an Südtirol (die wollen das ja soweiso) und das Problem löst sich von selbst.
Bild des Benutzers Peter Gasser
Lieber Christoph Francheschini, die Vergangenheit hat gezeigt, dass das Geschehen eine nachteilige Entwicklung nimmt, wenn unrichtig dargestellte Sachverhalte nicht zeitnah richtig gestellt werden. Ich danke Dir für das Gespräch heute morgen und die Möglichkeit, in einem Interview einige Sachverhalte, mit Dokumenten belegt, richtigzustellen. So konntest du in etwa 2 Dutzend Dokumenten nachlesen, was ich im Folgenden, als schnelle Richtigstellung schriftlich belegter Sachverhalte und ohne dem Interview vorzugreifen, kurz aufliste: „Jetzt kam heraus, dass Peter Gasser die Fische in Belluno zugekauft hat“: Peter Gasser ist Leiter der Landesfischzucht und nicht der zuständige Direktor. Wenn Fische gekauft werden, kauft diese nicht Peter Gasser, sondern die Gutsverwaltung Laimburg. Seit 1997 hat die Landesfischzucht bis auf ganz wenige Ausnahmen zu Versuchs- und Testzwecken keinerlei Fischzukauf getätigt - in fast 20 Jahren weniger als 200 kg insgsamt!. Im gesamten Artikel wird nicht zwischen 1) einem genehmigten und definierten Versuchprojekt unter der Projektleitung von Frau Dr. Pichler und b) dem Produktionsbetrieb, welcher die Fischereiwirtschaft mit Fischen versorgt, unterschieden. „In den Südtiroler Bergseen zwischen 1700 und 2500 Meter Meereshöhe lebt der Seesaibling absolut autochthon“: Nur einige wenige Südtiroler Bergseen sind den letzten Jahrzehnten unberührt geblieben. Autochthone Seesaiblingsbestände gibt es in Südtirol nicht. Die genetischen Untersuchungen zeigen, dass alle heimischen Seesaiblingsbestände mit den Seesaiblingen aus den Voralpenseen verwandt sind bzw. auf einen gemeinsame Ursprung zurückgehen. Alle diese Seesaiblinge sind durch menschliche Aktivität besetzt worden, die genauen Besatzzeitpunkte sind nicht bekannt. „Weil in der europäischen Fischertradition aber immer noch die Größe eines Fisches zum wichtigsten Attribut zählt, hat man in Südtirol ein besonderes Aufzuchtprogramm in der Landesfischzucht eingeleitet“: Das ist unrichtig. Hierbei ist die wissenschaftliche Betrachtung einiger wertvoller Seen ganz konkret von der fischereilichen Bewirtschaftung von Seen, welche seit Jahren mit allen möglichen Fischen besetzt worden sind, zu trennen. „Das Land finanzierte über das Budget der Laimburg das Seesailblingprojekt mit über 350.000 Euro“: Das Seesaiblingsprojekt ist ein 10-jähriges Projekt und endet 2021. Dieser Betrag beschreibt in etwa die vorgesehenen Gesamtkosten des Projektes und ist keinesfalls bisher ausgegeben worden. Die bisherigen Kosten belaufen sich auf ca. 25% des hier angegebenen Betrages. „Für das Projekt werden die Seesaiblinge in den Südtiroler Bergseen eingefangen, per Hubschrauber in die Landesfischzucht geflogen ...“: Hubschrauberflüge wurden nur dort in Anspruch genommen, wo die Ausrüstung nicht über einen Forstweg oder über einen kurzen Fußweg zum See gebracht, und wo die Fische nicht innerhalb von 10 Minuten zu Fuß zum Fischtransporter getragen werden konnten. Die Fische wurden nicht per Hubschrauber in die Landesfischzucht geflogen, sondern an den nächstgelegenen Landeplatz des Hubschraubers in der Nähe des betreffenden Sees, an dem der Fischtransporter auf die gefangenen Fische warten konnte (in der Regel wenige Minuten Flugzeit). Nur einmal wurden für das Projekt nicht mehr benötigte Seesaiblinge nach deren genetischer Untersuchung auf Hochgebirgsseen zurückgeflogen. „Nur durch einen zufälligen Versprecher des Leiters der Landesfischzucht kam jetzt diese Praxis zum Vorschein“: Einen „Versprecher“ des Leiters der Landesfischzucht im Juli hat es nie gegeben. Der Seesaiblingsbesatz wird mit Vereinen und Behörde seit 2013 besprochen, was ich Dir, Christoph, heute durch die Vorlage von E-Mails belegt habe. Konkret wurde der Besatz der Hochgebirgsseen mit Seesaiblingen auch in der periodischen 2-monatigen Sitzung der Laimburg mit dem Amt für Jagd und Fischerei am 2. Juli 2014 gemeinsam besprochen. Bis heute gibt es weder Regelung noch Vorschrift für einen Besatz weder der Hochgebirgsseen noch mit Seesaiblingen: jeder Bewirtschafter konnte bis heute mit dem genehmigten Bewirtschaftungsplan in die Hochgebirgsseen Regenbogenforellen, Bachforellen, den amerikanischen Bachsaibling oder auch die künstliche Kreuzung des Elsässer Saibling von jedem x-beliebigen Lieferanten besetzen. Diese Praxis ist bis heute auch so umgesetzt worden. In einem der Hochgebirgsseen fanden wir im Zuge der wissenschaftlichen Arbeit sogar einen großen Bestand an Barschen! „Die Fischereivereine musste bisher für den Besatz aus der Landesfischzucht bezahlen. So haben die Vereine auch jeden Seesaibling gezahlt, der in den Bergseen ausgesetzt wurde“: Die Landesfischzucht verwertete bei diesen Besätzen großteils großgezogene Brütlinge von Seesaiblingen, welche in einer Kooperationsvereinbarung (unterschrieben vom Direktor der Gutsverwaltung) mit den Kollegen der Fischereibehörde aus der Provinz Belluno als Gegenleistung zur Verfügung gestellt wurden. Die Landesfischzucht hat keine Seesaiblinge aus einer Fischzucht aus Belluno zugekauft. Die Fischereivereine haben diese Fische großteils kostenlos für bewirtschaftete Seen als Gegenleistung für ihre Bereitschaft, andere Seen für das wissenschaftliche Projekt zur Verfügung zu stellen, erhalten. Einzelne Vereine, welche bereit waren, begeleitend zu diesem Projekt in ihren Seen auf den Besatz mit dem amerikanischen Bachsaibling und der künstliche Züchtung des Elsässer Saiblings zu verzichten, erhielten einen Preisnachlass von 30% auf die genehmigte Preisliste der Landesfischzucht und den kostenlosen Transport an den See im Zuge der wissenschaftlichen Arbeiten. „Doch so einfach wird es nicht sein“: Abschließend steht: „so einfach wird es nicht sein“. Einfach ist es leider nicht, aber äußerst trivial: Kopf ab, alle Probleme gelöst? Wer so denkt, denkt nicht sachbezogen, sondern betreibt Klatsch. Besten Dank und beste Grüße Peter Gasser Leiter Landesfischzucht / Versuchsanlage Fischerei Laimburg
Bild des Benutzers Mensch Ärgerdichnicht
Dieser Text wäre eigentlich schon ein Artikel auf der Hauptseite wert, überhaupt wenn es mit Herrn Franceschini persönlich ein klärendes Gespräch gegeben hat.
Advertisement

Meistkommentiert

Meistgelesen

Mach mit!

Registrieren oder Anmelden