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Schule

Nach 15 Jahren ist Schluss

Peter Höllrigl beendet seine Karriere als Schulamtsleiter und Ressortdirektor. Landesrat Achammer bedauert und dankt für die “hervorragende Zusammenarbeit”.
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Paukenschlag in der Schulwelt: Nach 15 Jahren an der Spitze des Deutschen Schulamtes legt Peter Höllrigl sein Amt nieder. Vergangene Woche teilte Höllrigl seine Entscheidung in einem Schreiben Bildungslandesrat Philipp Achammer und Landeshauptmann Arno Kompatscher mit: Er steht für eine vierte Amtszeit als Schulamtsleiter nicht zur Verfügung.
Am 28. Februar 2018 endet die fünfjährige Laufzeit des Amtes, das Höllrigl seit 1. März 2003 innehat. Seit 2010 leitet er zudem das deutsche Bildungsressort. Doch auch den Posten als Ressortleiter wird Höllrigl gemeinsam mit dem des Schulamtsleiters niederlegen. “Persönlich bedauere ich den Schritt sehr”, gesteht Philipp Achammer. In seinem Brief habe sich Höllrigl überzeugt gezeigt, “dass im komplexen System Schule aus vielerlei Gründen ein periodischer Wechsel in allen Führungspositionen sinnvoll und auch notwendig” sei, erklärte der Landesrat, der daran erinnerte, dass Höllrigl während seiner Amtszeit “bedeutende Schritte für das Zusammenwachsen des deutschen Bildungssystem gesetzt hat”. Der letzte war die Reorganisation des Deutschen Bildungsressorts, die im Juli dieses Jahres vom Landtag abgesegnet wurde.
Achammer dankte dem scheidenden (und abwesenden) Schulamtsleiter für die “hervorragende Zusammenarbeit”, die “von großem Vertrauen” geprägt gewesen sei.

Die Landesregierung wird sich also nach einer oder gleich zwei neuen Führungskräften umschauen müssen.
Mit der Neustrukturierung des Bildungsressorts wurden auch neue Führungsfiguren eingeführt. So wird künftig der Bildungsdirektor bzw. die Bildungsdirektorin die Aufgaben des Ressortleiters übernehmen und ein Landesdirektor/eine Landesdirektorin wie bisher der Schulamtsleiter für die Grund-, Mittel- und Oberschulen zuständig sein. “Es gibt keinen Automatismus mehr – die Funktion des Ressortdirektors kann von jener des Schulamtsleiter getrennt, aber auch vereint werden”, präzisiert Achammer. Während die Entscheidung über die Bildungsdirektion/Ressortleitung eine rein politische ist, hat die Landesregierung bei jener über die Landesdirektion/Schulamtsleitung nur indirekt ein Wort mitzureden. Laut Art. 19 des Autonomiestatuts und den entsprechenden Durchführungsbestimmungen liegt es an der deutschen Sektion des 63-köpfigen Landesschulrates, einen Dreiervorschlag zu unterbreiten. Dieser geht an die Landesregierung, “und wahrscheinlich gegen Ende des Jahres entscheiden”, kündigt Achammer an. Bevor der oder die Auserwählte nominiert werden kann, muss das Bildungsministerium in Rom angehört werden.
“Wir werden in Kürze den Vorsitzenden des Landesschulrates, Werner Sporer, informieren und somit den Auswahlprozess in Gang setzen”, so Achammer. Auch die Entscheidung über die Ressortleitung soll laut dem Bildungsrat “in den kommenden Monaten” fallen.

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