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Facebook/Committee No Airport Laives - Leifers

Volksbefragung

Flughafen: Das Nein gewinnt haushoch

70,6 Prozent der Abstimmenden haben Nein zur weiteren öffentlichen Finanzierung des Flughafens in Bozen gesagt.
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70,6 Prozent Nein, 29,4 Prozent Ja. So sieht das inoffizielle Ergebnis der Volksbefragung zum Bozner Flughafen aus. Die Stimmen der Briefwähler sind auch ausgezählt: 134.155 der Abstimmenden haben am 12. Juni gegen eine weitere öffentliche Finanzierung des Bozner Flughafens gestimmt, 55.887 haben sich dafür ausgesprochen. Die Wahlbeteiligung lag wie berichtet bei 46,7 Prozent.

In allen fünf Großgemeinden mit über 15.000 Einwohner hat das Nein einen klaren Sieg eingefahren. Die Ablehnung war dabei in Leifers mit 82,9 Prozent Nein-Stimmen am größten.

In vier Gemeinden haben mehr als 90 Prozent der Wahlberechtigten mit Nein gestimmt. Es handelt sich dabei um die vier Unterlandler Gemeinden Kurtatsch (93,2 Prozent), Tramin (92,8 Prozent), Pfatten (90,7 Prozent) und Montan (90 Prozent).
Das Ja konnte sich nur in zwei Gemeinden durchsetzen: In Corvara, wo 58,8 Prozent der Abstimmenden mit Ja gestimmt haben; und in Wolkenstein, wo das Ja auf 52,6 Prozent kommt.

In keinem der neun Bezirke konnte sich das Nein durchsetzen. Am meisten Nein-Stimmen (83,7 Prozent) kamen im Überetsch-Unterland zusammen, am meisten Ja-Stimmen (42,9 Prozent) in den ladinischen Gemeinden.

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Kommentare

Im letzten Absatz sollte wohl stehen: "In keinem der neun Bezirke konnte sich das Ja durchsetzen." ;-)
Bild des Benutzers Klaus Griesser
Der Beweis ist erbracht ud das finde das Schönste am Ergebnis: das Volk ist nicht so dumm, wie die Herrschenden glauben wollen.
Bild des Benutzers Mensch Ärgerdichnicht
Schön, dass es im ganzen Land einen solidarischen Zusammenhalt gegeben hat!
Bild des Benutzers Harry Dierstein
Das "System-Ebner" wurde ebenfalls gestern abgewählt. Hoffentlich mit Konsequenzen!?
Bild des Benutzers Sepp Bacher
Das Unglaubliche an diesem Ergebnis ist, unter welchen Umständen es zu Stande gekommen ist: auf der einen Seite kämpften fast alle mächtigen und zahlungskräftigen Verbände, die Handelskammer, mit viel Geld und vielen bezahlten Profis, sowie der Landeshauptmann und die Landesregierung mit all ihren Behörden und Strukturen, der Großteil der Volkspartei, sowie die meisten italienischen Parteien und vor allem der ABD, usw. Auf der anderen Seite außer den Anrainerkomittees, die Umweltverbände und -Gruppen. Aber die Arbeitnehmervertretungen hielten sich heraus, aus welchem Grund auch immer; einzelne Gewerkschafter wie z. B. Alfred Ebner, waren eindeutig auf der Seite der Befürworter. Politisch gab es viel Unterstützung von den Grünen und noch weiteren Oppositionellen im Landtag. Viel Unterstützung gab es von der Gemeinde Leifers und noch weiteren Bürgermeistern des Unterlandes. Die großen Tageszeitungen waren eindeutige für den Flugplatz-Ausbau, bei einigen anderen Medien war die Zuordnung nicht ganz so klar auszumachen oder wechselte während der Kampagne die Seite, um bezahlte Ja-Werbung zu erhalten. Zum Glück bewirkte diese massive Werbung ganz das Gegenteil. Resümee: David hat gegen Goliat gewonnen (symbolisch gesehen). Danke Südtirol! Danke an alle Südtiroler aller Sprachen!
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