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Regionalrat

Amtlicher Reißverschluss

Die Grünen haben einen Gesetzentwurf vorgelegt mit dem der Frauenanteil auf den Listen zu den Gemeinderatswahlen neu geregelt werden soll.
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Kommentare

Bild des Benutzers Sepp Bacher

Der Logik der grünen Spitze, die in der eigenen Partei schon bis zum Überdruss angewendet wird, soll nun auch bei den Gemeinderatswahlen allen Listen aufoktroyiert werden.
Sind das wirklich die Themen, mit denen man sich auf die Wahlen hin profilieren will? Mir scheint die grüne Spitze wohl sehr weit von der Volksseele entfernt zu sein!
Bei ober Forderung kann ich gar keine Logik erkennen. Man sollte also Männlein und Weiblein im Reißverschlusssystem auf der Liste reihen, damit auch der Wähler angehalten ist, nach diesem System zu wählen. Bei den Grünen sollte man nicht nur Männlein und Weiblein wählen, sondern auch noch deutsch und italienisch. Klar mathematisch und proportional. Man traut also den Menschen nicht mehr zu, dass sie selbst auswählen können und im Fall auch nur Männlein oder nur Weiblein wählen nach ihrer eigenen Bewertung und nicht nach der Reihung auf der Liste. Man wolle "ein visuelles Gleichgewicht" erreichen! Es scheint der grünen Spitze auch nur mehr darum zu gehen, dass es nach außen so aussieht, und nicht darum, dass es so ist. Die Erfahrung hat gezeigt, dass Frauen, wenn sie durch ihr Engagement bekannt sind und geschätzt werden, auch heute schon gut gewählt werden, auch als Bürgermeisterinnen. Es liegt also an den Frauen, sich ihre Plätz zu erobern, die ihnen zustehen. Man muss also nicht die Listenersteller und die Wähler dazu zwingen!
Die grüne Spitze gibt der Reihung der Kandidaten auf der Liste eine zu große Bedeutung. Diese Logik kommt eher von den nationalen italienischen Parteien und nicht aus der Südtiroler Tradition; sie ist also mehr für die Städter gedacht. Ich glaube nicht, dass z. B. Hans-Peter Staffler deshalb mehr gewählt wird, weil er an dritter Stelle auf der Liste steht, sondern danach bewertet werden wird, für was er steht, was bisher noch nicht klar ist, und ob es ihm gelingt, sich glaubhaft als Grüner zu präsentieren und zu profilieren. Ich finde es gut, auf der Liste verschiedene Kandidaten, aber als Persönlichkeiten, zu präsentieren. Die Entscheidung, wen sie wählen, muss man aber schon den Menschen überlassen, ohne sie in eine Richtung manipulieren zu wollen!

+1-13
Bild des Benutzers Karl Trojer

Die Rechte der Frauen endlich ernster zu nehmen, das ist sehr wohl ein aktuelles Thema ! Ich befürworte diesen Gesetzentwurf und würde ihn, wenn rechtlich irgend möglich, darauf ausdehnen, dass nicht nur die KandidatInnen, sondern auch die Gewählten in alternierender Reihenfolge den Zuschlag bekommen. Das immer noch patriarchalisch durchdrungene Denken und Verhalten auch westlicher Gesellschaften wie der unseren, kann man nicht dadurch gerechter machen, dass man dem Slogan folgt: dem Besseren die Stimme... zumal vorrangig unsere "männliche Mentalität" die Kriege und die Umweltbelastungen der Vergangenheit und Gegenwart bewirkt haben .... und jahrtausendealtes Verhalten, auch im Verhalten der Gegenwart eine "Trägheit-Beharrlichkeit" erzeugt, das gesetzlicher Regelungen bedarf um Recht (wohl auch Wiedergutmachung) zu schaffen. Es ginge friedlicher und lebenswerter zu, und zwischenmenschliche Beziehungen bekämen Vorrang vor Konkurrenzkampf und Feindbilddenken.

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