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Carl Spitzweg (Wikipedia)
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Klarnamen

Bärendienste und der Biedermeier

Auf Facebook herrscht Klarnamenpflicht. In Deutschland gibt es ein noch nicht rechtskräftiges Gerichtsurteil gegen Facebook, dass Klarnamenpflicht nicht mit dem Grundgesetz vereinbar sei.
Community-Beitrag von Benno Kusstatscher13.06.2020
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Saltos Rechtsexperte hat neulich in einem Beitrag eben die rechtliche Situation nüchtern und einleuchtend geschildert. Kurz darauf die leicht emotionalere Replik, die gleich im Auftakt „bewusst falsche Argumente“ unterstellt und mit „Burka-“ und „Ochsenwirt“-Rhetorik den eigenen, natürlich richtigen Argumenten auch gleich den notwendigen, journalistischen Tiefgang beimisst.

So wird sie gelebt, die Demokratie hier auf Salto, inhaltlich und stilistisch. Das Plädoyer für Zivilcourage gefällt der Community. Applaus über Seiten. Am lautesten die 68er-Generation, die darauf zu bestehen scheint, dass Sturm und Drang gefälligst gemeinsam mit ihr zu altern habe. Viele der Applaudierenden sind auf Facebook, jenem Portal mit der Klarnamenpflicht, mit einem gewissen Tony Spinell befreundet, dem Wein trinkenden Pseudonym des auf Salto Wasser predigenden Zivilcouragierten. Moralische Maßstäbe gelten halt andere, für diese und für jene. Ein Bärendienst für die Glaubwürdigkeit einer ganzen Branche. Etikette statt Netiquette. Da ist es zum Biedermeier nicht mehr weit.

So echauffiert sich die Community genau darüber, dass ein User, nennen wir ihn ruhig „gorgias“, mit der Wahl seines Nicknames in aller Fairness explizit darauf hinweist, dass dies nicht sein bürgerlicher Name ist. Anderen, die mit echtklingendem Falschnamen unterwegs sind, wirft niemand Feigheit vor. Ihm aber wird von den fahnenschwingenden Verfechtern einer offenen Gesellschaft „Minderwertigkeit“ und „ihrer nicht würdig“ nachgepfiffen. Sollte dies als Einladung dazu zu verstehen gewesen sein, sich mit offenem Visier zu zeigen, dann ist der Schuss ordentlich nach hinten losgegangen. Auf Portalen, auf denen andere als minderwertig bezeichnet werden, habe ich persönlich auch keine Lust, mit Klarnamen zu partizipieren. Solch überhebliche Klarnamenschreiber sind nicht die Gesellschaft, die ich suche. Sorry.  

Echt jetzt, hätte „gorgias“ sich anno dazumal entschlossen, sich einen anderen Künstlernamen wie etwa „Siegfried Freud“ zuzulegen, was wären uns auf Salto unnütze Diskussionen erspart geblieben! Naive User und Userinnen wären der „sweet little lie“ erlegen und glücklich. Niemand hätte jemals Verdacht geschöpft. Niemand wäre je bei der Postpolizei vorstellig geworden, der einzigen Institution, die die Echtnamen hinten den „Klarnamen“ ermitteln darf und kann. Und am wichtigsten: Die Fördergelder wären geflossen.

Freilich, gorgias, der mit selbstzelebrierter Internetaffinität immer wieder mit intelligenten Sätzen die Wichtigkeit betont, dass Meinungen auch anonym zum Besten gegeben werden können, erweist eben diesem Argument selbst den größten Bärendienst, in dem er seine Anonymität immer wieder dazu nutzt, um in Fäkalsprache andere niederzumachen und sich immer wieder in die Niederungen persönlicher Hick-Hacks zu begeben. Die Internetaffinität reicht also nicht soweit, sich demütig dahin zu beschränken, persönliche Meinung zu Sachthemen anonym zu posten, sondern wird dazu benutzt, sich über andere zu erheben. Diese offensichtlich kontraproduktive Widersprüchlichkeit stellt viele von uns vor eine intellektuelle, erst noch zu bewältigende Herausforderung. Mit „ein gemeinsamer Lernprozess“ brachte es User Sepp Bacher treffend auf den Punkt.

Unisono fordern Anonym- und Pseudonym-Schreiber ihren Platz in der Online-Welt und unterstreichen auch, wie wohlwollend sie es mit ihren Ratschlägen meinten. Salto hat es mit relativ großem Aufwand ermöglicht, dass auch Anonyme das Portal mit einem Abonnement unterstützen können, ohne ihre Anonymität zu riskieren. Bis heute war es meines Wissens noch keinem Anonymen wert, einen Obolus auf diese Weise springen zu lassen. Zahlen sollen die "Klarnamentrottel". Die Leser mögen selber eine Korrelation herstellen zwischen anonymen Nicknamen und dem überblendeten S+ Logo. Ohne irgendeinem, konkreten User daraus einen Strick drehen zu wollen, im Querschnitt über die Masse bleibt ein fahler Beigeschmack, dass es mit diesem Wohlwollen so weit her dann doch wohl nicht ist. Schublade auf. Den Schlag von Menschen kennen wir. Schublade zu. Oder?

Bärendienste erweisen auch Andere, durchwegs Leute mit Klarnamen, die bekannten Akteuren aus anderen politischen Lagern stets eines treten, wenn auch sie sich erlauben, auf diesem „links-gelb-versifften“ Portal unter der Wahrnehmungsgrenze etwas zu schreiben. An dieser Stelle mein Chapeau dem Hartmuth Staffler für die gehaltene Contenance. Ich an seiner Stelle hätte mich wohl schon längst in den Untergrund der Anonymität verabschiedet, um mich nicht ständig wegen vergangenem Engagement anbrunzen lassen zu müssen. Mir hälfe da auch kein noch so lieb gemeintes Plädoyer für Zivilcourage.

Der Ruf nach Klarnamenpflicht ist bezeichnend für eine übersättigte Mehrheitsgesellschaft, die sich dagegen wehrt, sich mit den Herausforderungen eines neuen Zeitalters ernsthaft auseinandersetzen zu müssen. Ja, auch ich bekenne mich zum Komfort, dass ich am liebsten die Identität aller meiner Gesprächspartner amtlich beglaubigt haben möchte, genauso wie ich jede Verschwörungstheorie sofort entlarvt oder bestätigt haben möchte. Amtlich verordneter Klarnamenpflicht die Blumen zu streuen, ist aber trotzdem ein anderes Paar Schuh. Die Welt ist weder gut noch böse, ist nicht schwarz und nicht weiß. In den Graustufen nicht sofort wutentbrannt die Orientierung zu verlieren, ist das Privileg des modernen, des wissenden Menschen. Bunt ist nur die Vielfalt und für Toleranz bitte ich nicht um Vergebung.

Dem Biedermeier folgten übrigens die großen Kriege. Da wurde Meinung tatsächlich zum Subjekt von Zivilcourage. Vergangene Meinungen waren aber damals noch nicht im Internet verewigt. Wehret dem Biedermeier!

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Kommentare

Bild des Benutzers Georg Lechner
Georg Lechner 14.06.2020, 08:46

Das Fratzenbuch ist übrigens der eindrucksvollste Beweis, dass Klarnamenpflicht kein wirksames Mittel gegen Hass im Netz ist.
Bei dieser Gelegenheit oute ich mich als spätberufenen 68er. Ich gehöre altersmäßig gerade noch zu dieser Generation, verstehe mich aber erst seit der neoliberalen Wende Ende der 80er, Anfang der 90er ("finale furioso" meiner midlife crisis, mündend im Parteiaustritt, Mock als "Judas" titulierend) als Angehöriger dieser Generation.

Bild des Benutzers Sepp Bacher
Sepp Bacher 14.06.2020, 10:24

Benno du schreibst: "Bis heute war es meines Wissens noch keinem Anonymen wert, einen Obolus auf diese Weise springen zu lassen. Zahlen sollen die "Klarnamentrottel". In diesem Zusammenhang ist mir nicht klar:
Wie kann ein Ano- oder Pseudonymer einen Obolus an Salto übermitteln, so dass diese weiß, dass dieser von z. B. Gorgias kommt ohne dass dieser sich nicht outen muss?
Ist nicht das der springende Punkt? Welche Möglichkeiten gäbe es?

Bild des Benutzers elisabeth garber
elisabeth garber 14.06.2020, 10:45

@Sepp Bacher Wo ein Wille...da ein Weg...wenn ich nicht irre!

Bild des Benutzers gorgias
gorgias 14.06.2020, 11:12

Eigentlich wollte ich aus was zu diesem Aspekt schreiben. Ich kann mich erinnern dass Christoph Moar einmal geschrieben hat, dass man sich was ausdenke damit man auch anonym etwas an salto geben kann. Ich habe zumindest angedacht ob ich mal etwas an salto geben würde.
Es wurde aber bis jetzt aktiv von Seiten von salto noch nicht darauf aufmerksam gemacht. Oder ich habe das verpasst? Und auf der Seite auf der man sich ein abo+ bestellen kann, kann ich auch nichts finden.
Nur ein salto+-Abo interessiert mich nicht.
1. Stehe ich nicht auf virtue signalling
2. Ich habe bereits für andere Initiativen einen Beitrag geleistet, in denen das dann nicht daurend das sichtbar ist und auch keinen Mehrwert dafür bekommt, wie z.B. Exclusivmaterial.

Was ich besonders an salto+ ablehne ist, das Konzept dahinter was man dafür bekommt. Irgendwie fühlt es sich schrottig und billig an, wenn man als Mehrwert dafür bekommt, dass man einen Artikel einen halben Tag früher lesen kann - und das nur sporadisch. Da kann ich für 60 Euro/Jahr ruhig warten.
Wo sich salto selbst in das Bein schießt ist, dass die Artikel nach einer Zeit hinter einer Paywall verschwinden. Was ist, wenn man jemanden einen sehr guten Artikel der schon älter ist empfehlen möchte. Andere Medien können auch nicht auf einem Artikel Bezug nehmen und ihn verlinken. Besonders solche Artikel können sowohl neue Leserschaft heranziehen bzw. die Wertschätzung für das Medium entscheidend erhöhen. Einige Artikel auf salto sind besonders empfehlenswert. Eine all time best of 20 ist so nicht möglich als Referenz zu erstellen. Wenn der Jahresrückblick gemacht wird und auf gewisse Artikel verwiesen wird, dann können diese nur noch von einger Minderheit eingesehen werden.

Übrigens wenn ich etwas an salto gebe, dann sind es bestimmt nicht 60 Euro. Somit würde ich auf alle Fälle empfehlen es zu ermöglichen einen beliebigen Betrag anzugeben.

Sonst möchte ich hinzugügen, dass man festgestellt hat, dass in Geschäften wo ethisch hergestellte Produkte zu höheren Preisen verkauft werden, der Absatz sehr stark davon abhängt ob die Ware in neutralen oder mit dem Markennamen versehenen Taschen mitgegeben werden. Es geht sogar so weit, dass man festgestellt hat, dass manche dann die Taschen besonders gerne wiederverwenden. Virtue signalling ist somit ein großer Motivator solche Abos abzuschließen. Das könnte auch ein Grund sein, warum die Abo+-Bezieher alle mit Klarnamen sind.
Obwohl ich wie schon gesagt, persönlich von virtue signalling nichts halte, so würde ich andererseits salto empfehlen dies wenn schon konsequent umzusetzen.
Somit würde ich eine eigene Abo+-Plakette entwickeln für die verschiedenen Pakete, so dass man sehen kann ob der edle Spender zur Standard, Fördern oder Gönner-Klasse gehört. Das motiviert Personen mehr sich für die teureren Abo+ zu entscheiden.

Bild des Benutzers Peter Gasser
Peter Gasser 14.06.2020, 11:23

Sie schreiben:
„Es wurde aber bis jetzt aktiv von Seiten von salto noch nicht darauf aufmerksam gemacht. Oder ich habe das verpasst?“
Sie haben das „verpasst“, bzw. eigentlich ignoriert, denn man sieht ja meist bekannterweise nicht, was man nicht sehen will... obwohl man es natürlich gesehen hat.
Interessant, was Sie alles wieder einmal als viel gscheider, als jene, die wirklich tun, tun „würden“, wenn...
Irgendwie liest sich Ihr Kommentar als Entschuldigung, wobei das eigene Nicht-Leisten gewohnterweise dem anderen selbst, von dem ich kostenlos konsumiere, in die Schuhe geschoben wird, womit er neben dem Schaden auch noch den Spott bekommt. Genial.

Bild des Benutzers Sepp Bacher
Sepp Bacher 14.06.2020, 11:37

Wenn Sie konstruktiv sein wollen Herr Gasser, dann schreiben sie bitte, was Gorgias und ich verpasst haben und beide haben wir eine Antwort. Ich weil ich es einfach nicht weiß und Gogias und Konsorten wissen dann, wie sie den Obolus leisten können. Möglicherweise wären einige bereit, etwas beizusteuern, wollen sich aber nicht outen.

Bild des Benutzers Christoph Moar
Christoph Moar 14.06.2020, 11:52

@gorgias
@sepp bacher

https://www.salto.bz/de/abo#kann-ich-salto-bz-auch-anonym-abonnieren-

Einfach runterscrollen, und den Abschnitt "Kann ich salto.bz auch anonym abonnieren ?" lesen.

Die ganze "Abo" Seite sind nur ein paar Absätze. Kann man schon vollinhaltlich lesen, wenn man irgendwie denkt, ein Abo abschließen zu wollen.

Aber ich weiß, in der Hektik der heutigen Zeit passiert es, dass man das übersieht. Soll kein Vorwurf sein, ich kenne von anderen Projekten zur Genüge, wie schwer es ist, Inhalte an jeden User zu vermitteln. Ist so.

Bild des Benutzers gorgias
gorgias 14.06.2020, 12:16

Kreditkarte, Paypal und Sofortüberweisung sind aber keine anonymen Zahlungsmethoden. Ich habe mehr an sowas wie paysafe gedacht. Nebenbei möchte ich den Betrag selbst bestimmen und bin grundsätzlich nicht an ein Abo interessiert.

Bild des Benutzers Christoph Moar
Christoph Moar 14.06.2020, 12:26

"Nebenbei möchte ich den Betrag selbst bestimmen und bin grundsätzlich nicht an ein Abo interessiert."

Darüber habe ich nicht und möchte ich nicht befinden. Kann jeder tun, was er will, mir alles Recht.

"Kreditkarte, Paypal und Sofortüberweisung sind aber keine anonymen Zahlungsmethoden."

Tja, wenn die Zahlung nicht mit dem Abo korreliert, sind sie anonym. Gorgias kann den Arbeitskollegen, die Schwiegermutter oder den Tischnachbar beim Ochsenwirt bitten, die Abozahlung durchzuführen und ihm den Code mitzuteilen, mit dem dann der Account auf Salto+ freigeschaltet werden kann.

Die Verknüpfung der anagrafischen Daten der Zahlung mit dem Code wurde technisch ausgeschlossen - diese Verbindung kann nicht mal der Admin schaffen..

So long und unvoreingenommen von mir. Es bleibe jedem frei, sich seine eigenen Überzeugungen zu behalten. Haben wir bei der #immuni App ja auch. Au revoir.

Bild des Benutzers Peter Gasser
Peter Gasser 14.06.2020, 12:28

Sie können ja in die Geschäftsstelle von Salto gehen, ist ja in der Nähe, und den von Ihnen selbst bestimmten Betrag auf den Tisch legen, dazu ziehen Sie die Maske weit hoch und sagen „Gorgias“.
Nichts einfacher als das...

Bild des Benutzers gorgias
gorgias 14.06.2020, 12:51

Warum muss ich "Gorgias" sagen? Das ist doch irrelevant. Das erhöht doch nicht die Kaufkraft des Betrages.

Bild des Benutzers Peter Gasser
Peter Gasser 14.06.2020, 11:55

Lieber Herr Bacher, mein Beitrag mit „verpasst“ bezieht sich, wie Sie ersehen können, auf:
„Es wurde aber bis jetzt aktiv von Seiten von salto noch nicht darauf aufmerksam gemacht. Oder ich habe das verpasst?“
Ich bezog mich also lediglich auf den Hinweis, beizutragen. Der war/ist sichtbar.
Es liegt mir fern, zu urteilen über wer wieviel oder überhaupt bezahlt. Es war/ist die Kontonummer eruierbar, und jeder kann einen Beitrag leisten, wenn er die hier geleistete Arbeit wertschätzen möchte - aber dies betrifft mich nicht: daher bezog sich mein Kommentar *nur* auf das scheinbare und in meinen Augen rhetorische Nicht-Wissen des Schreibers des Kommentares, auf den sich mein Beitrag bezog.

Bild des Benutzers gorgias
gorgias 14.06.2020, 11:49

>Sie haben das „verpasst“, bzw. eigentlich ignoriert, denn man sieht ja meist bekannterweise nicht, was man nicht sehen will... obwohl man es natürlich gesehen hat.<

1. Dann könnten Sie mir bitte den Artikel von salto hinweisen, wo darauf aufmerksam gemacht wurde.
2. Ich war auf der Abo-Seite, wo kann man denn Anonym etwas an salto geben?

>Irgendwie liest sich Ihr Kommentar als Entschuldigung, <

Entschuldige ich mich in keinster Weise. Salto stellt in erster Linie die Inhalte so zur Verfügung genauso wie stol, unsertirol24, südtirolnews und wie der Rest noch heißt. - Wenn ich salto etwas geben will, dann tue ich das bestimmt nicht, weil es jetzt Benno Kusstatscher es erwähnt hat, bzw. weil Sie mich quasi dazu shamen wollen.

>wobei das eigene Nicht-Leisten gewohnterweise dem anderen selbst, von dem ich kostenlos konsumiere, in die Schuhe geschoben wird, womit er neben dem Schaden auch noch den Spott bekommt.<
3. Muss man jetzt "etwas leisten" um auf salto ohne schlechtes Gewissen lesen und kommentieren zu dürfen?
4. Auf allen Online-Medien mit Kommentarfunktion wird feedback gegeben.
5. Ich glaube kaum dass salto Leser die kein Abo+ abschließen diese als Schaden empfindet. Hier sieht man eher was sich einige Abo+-Bezieher sich herausnehmen. Moral high ground through virtual signalling.

Bild des Benutzers Christoph Moar
Christoph Moar 14.06.2020, 11:55

Hallo Gorgias,

bitte meinen Kommentar im Thread weiter oben lesen, die Fragen haben sich hier überrollt bzw. in zwei Threads platziert, ich möchte nicht doppelt posten.

Ansonsten natürlich hier, den entsprechenden Abschnitt über
"Kann ich salto.bz auch anonym abonnieren ?"

https://www.salto.bz/de/abo#kann-ich-salto-bz-auch-anonym-abonnieren

Bild des Benutzers Sepp Bacher
Sepp Bacher 14.06.2020, 14:13

Zu Ihren Vergleichen Gorgias möchte ich Folgendes bemerken:
Bei Stol muss man sich mit Namen registrieren, um kommentieren zu können, was wenig genutzt wird.
Bei Tageszeitung online stimmt der Vergleich, doch kann sich dieser "Verlag" wahrscheinlich mit anderen Mitteln finanzieren.
Bei salto.bz scheint es anders zu sein. Es gelingt nicht, sich mit Werbung und Spenden zu finanzieren und deshalb werden wir User gebeten, in verschiedener Form das "Unternehmen" zu unterstützen.
Wenn ich das weiß und mir der Fortbestand von salto wichtig ist weil ich es stark nutze, dann komme ich nicht umhin, es zu unterstützen!

Bild des Benutzers Christoph Franceschini
Christoph Franceschini 14.06.2020, 12:58

Sehr geehrter Herr Salto-Verwaltungsrat Kusstatscher
lieber Benno,

da Du deinen Beitrag mit einer spektakulären Enthüllung einleitest, erlaube ich mir hier noch einmal, das den Leserinnen und Lesern darzulegen, was ich Dir bereits ein- oder zweimal persönlich erklärt habe.
Vor neun Jahren ist das Bandprojekt "Tony Spinell und die Schneekatzen" geboren. Ihm gehören Jack Alemanno (Drums), Werner "Haifisch" Heidegger (Bass), Stefano Nicli (Git.), Alex Trebo (Keys) und Christoph Franceschini alias Tony Spinell (Voc) an. Tony Spinell ist eine Kunstfigur mit einer eigenen Geschichte, die man auf unseren Konzerten nachverfolgen kann. Tausende Menschen haben Christoph Franceschini in all diesen Jahren auf den Bühnen des Landes als Tony Spinell gesehen.
Christoph Franceschini ist weder auf Facebook noch auf Twitter. Tony Spinell ist auf Facebook. Mit meinem Geburtsdatum und rund drei Dutzend Fotos von mir. So weit geht also jene moralische und verwerfliche Zweideutigkeit, die Du mir hier offen unterstellst.
Ob diese Situation mit jenen vergleichbar ist, die ich in meinem Beitrag beschrieben habe, lasse ich andere beurteilen.
Es wäre mir ein Leichtes deinen infamen Schlag unter die Gürtellinie zu retournieren und einige Dinge über deine Rolle in dieser Geschichte auszuplaudern.
Aber wir 68er altern nicht nur in Sturm und Drang, sondern zu deinem Glück auch in Love & Peace.

Bild des Benutzers Hermann Rochholz
Hermann Rochholz 15.06.2020, 23:49

Da dürfen sie doch stolz auf sich sein, die Alt- 68er!
https://www.kas.de/c/document_library/get_file?uuid=01bc1ae7-7cb2-6ca6-7...
Love & Peace - jaja.

Bild des Benutzers Herta Abram
Herta Abram 15.06.2020, 13:18

Was mich nervt, sind diese gekränkten-männlichen- Ego-Reaktionen!
Über weite Strecken, scheint mir dieser Artikel eine unangemessene Reaktion auf ein Plädoyer zu sein.
Das Grundrauschen tönt gewohnt polarisierend und zeigt nur eine weiteres Mal eine Sichtweise von Überlegenheit und Unterlegenheit.
Herr Kusstascher´s Grundhaltung, - hier -, scheint sich wenig von denen zu unterscheiden, welche von ihm so scharf, analysiert wurden. ( beurteilen, verurteilen, bewerten, abwerten, angreifen..)
Es wäre ein enormer Fortschritt für unsere Gesellschaft, wenn Machthaberei, Rechthaberei und Besserwisserei in der Kommunikation, überwunden werden könnten. Und respektvolle Dialogbereitschaft entstehen könnte. Mit Interesse an konstruktiver Gestaltung.

Bild des Benutzers Peter Gasser
Peter Gasser 15.06.2020, 13:53

Sie wünschen sich ein Wolfsrudel ohne Hackordnung und Reviermarkierung... also die Überwindung des Säugers homo sapiens; und meinen, dieser sollte doch endlich seiner Artbezeichnung gerecht werden.
Ich stimme Ihnen zu.

Bild des Benutzers Benno Kusstatscher
Benno Kusstatscher 15.06.2020, 14:59

Herta Abram, ich bin sehr dankbar für diesen Kommentar und kann ihm viel abgewinnen. Bei vielen Punkten schließe ich mich selbstverständlich selbst mit in die Reihe der von mir Adressierten ein. Überfälliges freundschaftlich anzusprechen, der konstruktiven Debatte und nicht des Ego willens, ohne in Zeigefingerton zu verfallen, ist in der Tat eine Fähigkeit die gelernt werden muss und bei der Testosteron tendenziell hinderlich ist.

Bild des Benutzers elisabeth garber
elisabeth garber 16.06.2020, 10:02

Ja stimmt Herr Kusstatscher, die Salto-Kommentar-Zone ist fast immer ein einziger Testosteronspiegel. Das einzige Gegenmittel ist, dass wir Frauen immer wieder 'reflexiv' Gas geben...und uns vor allem keinen virtuellen 'Maulkorb' verpassen lassen!

Bild des Benutzers W. Holzer
W. Holzer 27.06.2020, 21:11

wieder 'reflexiv' Gas geben. Frage: Wann war das davor bzw. auf welche Epoche bezieht sich das "wieder"?
Und
Reden und diskutieren wirklich, tut man nur wenn man sich in die Augen sieht (bezogen auf den Artikel vorher)

Bild des Benutzers elisabeth garber
elisabeth garber 28.06.2020, 10:13

@W.Holzer "immer wieder" ist nicht "wieder", denn ich setze keinen vorherigen Zustand voraus.
* Ihren letzten Satz würde ich Wort für Wort unterschreiben - bereits ein Telefonat ist nicht mit einem persönlichen Gespräch zu vergleichen.

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