Umwelt
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Umweltvergehen

Kein Kavaliersdelikt

Der Dachverband für Natur und Umweltschutz hat eine Tagung zum Umweltstrafrecht abgehalten. Die Tagung war gut besucht und es wurden auch lokale Probleme diskutiert.
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Am vergangenen Freitag fand in Bozen eine hochkarätig besetzte Tagung zu Umweltstraftaten im italienischen Strafgesetzbuch statt. Das komplexe Thema wurde den rund hundert interessierten Besuchern dabei von ausgewiesenen Experten aus juristischer, verwaltungstechnischer und polizeilicher Ebene präsentiert. Die Tagung bot neben der reinen Wissensvermittlung auch die Gelegenheit, den abstrakten Buchstaben des Gesetzes anhand von lokalen Beispielen zu diskutieren..
Organisiert wurde die Tagung vom Dachverband für Natur- und Umweltschutz in Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Gemeindenverband und der Schirmherrschaft der Gemeinde Bozen. Die rund hundert interessierten Teilnehmer waren in erster Linie Vertreter der öffentlichen Verwaltung auf Landes- und Gemeindeebene sowie Rechtsanwälte und Juristen, aber auch Vertreter von Vereinen und Verbänden.
Als Referenten konnten dabei hochkarätige Fachleute gewonnen werden. Rechtsanwalt Alex Telser, der für die inhaltliche Planung verantwortlich zeichnete, und Staatsanwältin Federica Iovene beleuchteten den normativ-juristischen Aspekt. Andrea Poggi von ARPAT Toskana zeigte in seiner Funktion als nationaler Koordinator im Netzwerk der Umweltagenturen für die Umweltdelikte die verwaltungsrechtliche Ebene des Umweltstrafrechts auf. Abgeschlossen wurde der Vormittag durch Ten. Col. Massimiliano Corsano, Leiter des Comando Carabinieri Tutela Ambiente in Mailand, zuständig für Norditalien, der den Teilnehmern die polizeilichen Aufgaben und Ermittlungen im Zusammenhang mit den Umweltstrafrecht näher brachte.
 
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Tagung zum Umweltstrafrecht: Namhafte Experten in Bozen. (Foto: Dachverband)

Die sehr dichte Information der einzelnen Vorträge wurde aufgelockert durch die interaktive Gestaltung des Tagungsablaufes, welcher ausreichend Zeit für Rückfragen und Diskussionen zuließ. Die Teilnehmer nutzten dies durchaus, um einige lokale und aktuelle Themen wie die strafrechtliche Relevanz von historischen Müllablagerungen oder Fischsterben im Zuge von Trockenlegungen von Bächen mit den anwesenden Experten zu diskutieren.
Anhand der zahlreichen Rückmeldungen können die Organisatoren eine rundum positive Bilanz der Tagung ziehen.
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