Impfpflicht
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COVID 19

Impfpflicht: ja oder nein

Aktuelle Überlegungen wie es mit diesem Virus weitergehen soll oder sollten die Geimpften sich benachteiligt fühlen und die Impfmuffel die Oberhand bekommen.
Community-Beitrag von Martin Streitberger14.07.2021
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In diesen Tagen fällt es mir schwer den Virologen und Politikern verschiedener Couleur leicht zu folgen. Am Anfang der Pandemie ging das noch, aber jetzt da die Impfmittel da sind, sollte doch ein klares Signal gesetzt werden. Klar wir sind Europa mit den schönsten Verfassungen und sogar Frau Meloni und Herr Salvini kämpfen nun plötzlich für die persönliche Freiheit jedes Einzelnen. Das französische Gespenst schwebt nämlich um und dies aus gutem Grund. Die Nicht-geimpften sollen durch Macron benachteiligt werden. Denn was den kommenden Herbst angeht, erwartet man sich einen weiteren Lockdown. In den nebeligen Novemberzeiten wird es wieder losgehen und es wird wieder Tote geben, viele mehr jedoch und dies ist meine Meinung, als solche, die bei gewissen politischen Schachzügen zu beklagen wären. Denn die Impfmuffel und -gegner sind mit Worten zu überzeugen und mehr noch, sie wären regelrecht mit Restriktionen zu belasten. Mit allen möglichen Auflagen, wie zu zahlenden Tests en masse, Reiseeinschränkungen, Verbot bei Restaurantbesuchen oder überall dort wo es Menschenanhäufungen gibt, Suspendierungen von der Arbeit, wieso auch nicht einer Steuer, einer sogenannten Todessteuer, da sie eben Tote provozieren. Alle Geimpften, stolz auf ihren grünen, europaweiten Coronapass, der für einige auch ein geeintes Europa vorspiegelt, sollten hingegen von jeder Maskenpflicht und jeglichen Auflagen befreit werden. Sie sollten so leben können wie vor der Pandemie, Konzerte besuchen, ins Theater gehen, im Kino lachen, Sportveranstaltungen besuchen. Junge geimpfte Leute sollten feiern und in den Diskotheken tanzen können. Das wäre was für die jungen Menschen, die am meisten unter der Pandemie gelitten haben. Egal was die Virologen, Soziologen etc.. sagen, dies wäre eine Signal an alle Skeptiker, dies könnte uns vor dem Winter retten. Viele Techniker werden wahrscheinlich auf den Verlust vieler Leben hinweisen, auch einige Rechtsanwälte werden sich auf bevorstehende Klagen die Hände reiben, aber ich denke bald die können vor lauter Bäume, nicht mehr den Wald sehen. Das Impfen ist und bleibt die einzige Rettung und alle sind zu impfen, nolens volens. Und nicht nur für die allgemeine Gesundheit, auch für die Wirtschaft. Das ist wie das Amen in der Kirche. Und wer nicht geimpft werden will, der soll sich halt soviel wie möglich isolieren. Dies wäre eine logische Handlung gegen den Virus.

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Kommentare

Bild des Benutzers Felix Frei
Felix Frei 14.07.2021, 10:45

Auf so einen Artikel einzugehen lohnt sich eigentlich gar nicht. Aber vielleicht könnte der Autor argumentieren wie er Leute einsperren will die per Antiköper oder per T-Zellen Test nachweisen können, dass sie immunisiert sind. Denn dass es eine Immunität abseits der Impfung gibt, das wird er wohl nicht bestreiten können.
Aber gut schließen wir alle Nichtgeimpften vom öffentlichen Leben aus und vor allem auch von der Arbeit. Da kann dann der Staat diesen Leuten den Lebensunterhalt ermöglichen und in die Rentenkasse einzahlen, wie bei denen im Gefängnis. Sicherer wäre noch alle in ein Lager zu sperren mit der Aufschrift. IMPFEN MACHT FREI. Dann könnten wir sehen ob sich das Virus unter den Geimpften, die sich sozusagen in freier Wildbahn befinden, dennoch verbreitet oder nicht mehr

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Peter Gasser 14.07.2021, 10:52

Man kann zu diesem Artikel ohne weiteres differenziert stehen, aber:

“Die Forscher schätzen, dass P.1 in Manaus zwischen 1,4- und 2,2-fach leichter übertragen wird als ande­re Varianten **und sich zu 25 % bis 61 % einer früheren Immunität ENTZIEHT**”:

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/121804/SARS-CoV-2-Rasche-Ausbreit...

Sie schreiben gebetsmühlenartig und immer und immer wieder Falsches, leider.

Sie haben mitbekommen, dass gar das neoliberale und vom “Johnson” regierte Großbritannien zum Schutz der Allgemeinheit die Impfpflicht für das Pflegepersonal eingeführt hat, und zwar *vom Parlament beschlossen*?
Warum vermuten Sie tun sogar die Briten das?

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Felix Frei 14.07.2021, 13:00

Ich weiß nicht was Sie mir mit ihrem verlinkten Artikel vom März (der zwischen "möglich" und "könnte" rein gar nichts aussagt) sagen wollen. Etwa dass eine natürliche Infektion keinen Schutz (vor schweren Verläufen) gewährt und eine Impfung schon? Denn so ist auch der Artikel von Martin Streitberger zu verstehen. Also dass es Immunität nur durch Impfung gibt? Ich jedenfalls glaube dass es Immunität sowohl durch Impfung als durch durchgemachte Erkrankung bzw. Infektion gibt. Beide Formen kann man nicht als sterilen Schutz bezeichnen, man infiziert sich trotzdem, aber halt nicht schwer. Die natürliche Infektion schützt aber umfassender, weil das natürliche Immunsystem mehr Merkmale des Virus erkennen kann als die Impfung.
Der Artikel Streitbergers ignoriert die Immunität durch durchgemachte Krankheit oder Infektion, DAS war der Punkt. Bei solchen Artikeln bzw. Aussagen wundert es mich jedenfalls überhaupt nicht mehr, dass der Faschismus je möglich war.

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Peter Gasser 14.07.2021, 13:09

Sie schreiben:
“Ich weiß nicht was Sie mir mit ihrem verlinkten Artikel vom März sagen wollen...”): das glaube ich Ihnen aufs Wort.
Sie schreiben weiter:
“Ich jedenfalls glaube...”: Ja, der Glaube ist so eine Sache... jeder darf “glauben”, was er möchte, doch hat “Glaube” in einer Sach-Diskussion nichts zu suchen...
Sie stellen Behauptngen in den Raum und belegen/begründen diese damit, dass Sie sie “glauben” würden.
Ihr “Glaube” aber belegt gar nichts.

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Peter Gasser 14.07.2021, 13:14

Sie schreiben:
“Bei solchen Artikeln bzw. Aussagen wundert es mich jedenfalls überhaupt nicht mehr, dass der Faschismus je möglich war”.
.
Mit diesem Argument (“Godwin’s law”) disqualifizieren Sie sich selbst.

https://de.wikipedia.org/wiki/Godwin’s_law

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Christian I 14.07.2021, 15:31

Wenn man schon die Pandemie durch die Impfung aufhalten will, dann bitte Konsequent wie Putin es machen will (oder zumindest, wie Ö3 davon berichtet hat): ALLE Berufsgruppen die Kontakt mit andere Leute haben, müssen sich impfen. So wie es Italien macht ist es nur lächerlich!

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Manfred Klotz 15.07.2021, 07:26

Wenn es schon (wenn auch geringen) ideologischen Widerstand bei denen gibt, für die eine Impfung eigentlich logisch sein müsste, nämlich die Sanitätsbediensteten, dann können Sie sich vorstellen, was es für einen Aufstand geben würde, wenn es zur generellen Impfpflicht käme.

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Greta Karlegger 14.07.2021, 11:49

"Das französische Gespenst schwebt nämlich um.."

Lustige Formulierung.

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Walter Landi 14.07.2021, 16:03

Der gelungene Ausdruck ist mehr als treffend, weil er nicht nur an das Manifest der Kommunistischen Partei erinnert, sondern auch und vor allem, weil er gut zu einem Artikel passt, der gerade am Tag der Französischen Revolution veröffentlicht wurde. Die Ambivalenz der historisch-politischen Konsequenzen, die sie hervorbrachten, passt gut zur Ambiguität der Argumente, die in der Debatte um die Impfpflicht vorgebracht werden. Komplimente.

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Martin Streitberger 14.07.2021, 18:31

Ich danke Ihnen, ja ich habe an den französischen Feiertag gedacht und denke, dass Diskussionen auch unter uns, Personen überzeugen können, sich impfen zu lassen.

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Klaus Hartmann 14.07.2021, 15:34

Ich mische mich nur ungern ein, aber die Aussage des Herrn Frei auf das „ich jedenfalls glaube“ zu reduzieren und der Versuch ihn dadurch lächerlich zu machen, dient genauso wenig der Sach-Diskussion.
Herr Frei „glaubt“ nämlich,
1. dass Immunität sowohl durch die Impfung als durch die Erkrankung bzw. Infektion erreicht werden kann, dass
2. man beide Formen nicht als absoluten Schutz bezeichnen kann, weil man sich trotzdem noch infizieren kann, dass
3. bei Erkrankung der Verlauf in der Regel jedoch milder sein wird, und dass
3. die natürliche Infektion umfassender schützt, weil das Immunsystem mehr Merkmale des Virus erkennen kann als die Impfung.
Was bitteschön ist daran falsch?

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Felix Frei 14.07.2021, 17:17

Danke Herr Hartmann perfekt auf den Punkt gebracht. Vielleicht noch etwas: Es gibt zu jedem Punkt Studien (peer review ) die den „Glauben“ belegen. Habe ich auch schon verlinkt.

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Martin Streitberger 14.07.2021, 18:36

Ich möchte hier aber an das Procedere der EU erinnern, nach sechs Monaten einer Covidinfektion wäre oder ist zu impfen, so habe ich es jedenfalls gemacht.

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Manfred Klotz 15.07.2021, 07:24

Punkt 3 beispielsweise. Die Behauptung dürfte auf eine Aussage des deutschen Impfgegners Hockertz zurückgehen, der behauptete, sogar ein Hersteller hätte zugegeben, dass es besser ist sich zu infizieren als sich impfen zu lassen. Das ist laut bisherigen Erkenntnissen falsch.
"Bei vielen der Impfstoffe, die jetzt zugelassen sind, ist die Antikörper-Antwort sogar im Schnitt höher als bei Rekonvaleszenten. Also das bezieht sich wieder auf den Durchschnitt der Rekonvaleszenten, also der Genesenen." (Leif-Erik Sander, Leiter der Impfstoff-Forschung an der Charité Berlin)

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Georg Lechner 18.07.2021, 11:14

Impfpflicht: Lehne ich dezidiert ab, lasse als Ausnahme nur Impfung als Aufnahmebedingung in Gesundheitsberufe gelten.
Impfbefürwortung: ja, weil damit das Risiko weiterer Ansteckungen gesenkt wird (bin selbst geimpft).
Ich lehne auch entschieden die Agitation von Salvini und Meloni (und der ganzen anderen tribalistischen Agitatoren) gegen die 3G-Regelung ab. Diese Fratzkes wollen ja nur im Interesse ihrer Hintermänner, dass in weiterer Folge wieder bevorzugt alte Leute sterben, sie erinnern frappant an die Euthanasieprogramme der Nazis, wo auch deren Geldgeber utilitaristische Interessen hatten.
Es geht bei der Prävention darum, dass möglichst wenige Personen infiziert sind. Je mehr erkannte Infizierte es gibt, desto mehr unerkannt Infizierte gibt es auch. Die von diesen abgesonderten Viren stecken wieder andere Personen an.

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