Umwelt | Wiederverwertung

Was passiert mit Akkus und Batterien?

Ulli Mair stellt eine Anfrage zur Wiederverwertung von Akkus und Batterien in Südtirol. Die Antwort der Landesregierung fällt mager aus.
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Foto: Unsplash

Geht es um das Thema Elektromobilität, so wird immer wieder auf den schwierigen Recyclingprozess sowie die umweltschädlichen Abfälle von Akkus und Batterien hingewiesen. Nun hat die Freiheitliche Abgeordnete Ulli Mair eine Anfrage zu “Elektromobilität und Ressourcenverbrauch“ eingereicht, in der sie nach dem Werdegang von zu entsorgenden Akkus und Batterien in Südtirol fragt. Die Antwort des zuständigen Landesrats Giuliano Vettorato lässt einige Fragezeichen zu.

 

Wie aus den Antworten von Energie- und Klimalandesrat Vettorato hervorgeht gibt es - laut Informationen der nationalen Koordinierungsstelle für Batterien und Akkumulatoren (CDCNPA) - in ganz Italien keine geeigneten Aufbereitungsanlagen für die Verwertung von entsorgten Batterien und Akkumulatoren.

Während die Gesamtzahl der in Südtirol zu entsorgenden Akkus und Batterien seit 2016 kontinuierlich steigt (von 124.000 kg im Jahr 2016 auf 148.000 kg im Jahr 2020) scheinen weder das Landesamt für Energie und Klimaschutz noch die italienische Koordinierungsstelle für Batterien und Akkumulatoren oder das nationale Konsortium für Bleibatterien und bleihaltige Abfälle genau zu wissen, was mit den entsorgten Akkus und Batterien passiert.

So informiert Landesrat Vettorato, dass "die in Italien getrennt gesammelten tragbaren Batterien derzeit zur Behandlung exportiert werden, da es auf dem gesamten Staatsgebiet keine geeigneten Aufbereitungsanlagen für deren Verwertung gibt". Dies hat zur Folge, dass die einzelnen Ämter über keinerlei Informationen verfügen, welche Rohstoffe seit dem Jahr 2016 rückgewonnen wurden und zu welchem Zweck.

Auch zu den als Abfall geltenden Elementen von Batterien und Akkumulatoren liegen keinerlei Informationen vor. Was man weiß, ist, dass "in Südtirol keine Reststoffe aus der Verwertung von Batterien endgelagert werden".

 

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Klemens Riegler Mi., 15.12.2021 - 13:59

Das Recycling von Batterien dürfte ein Mega-Business werden. VW-Boss Piëch meinte vor nicht allzu langer Zeit, dass Akkus in Zukunft aufbereitet werden und mit einer Kapazität von 70% noch lange dienen sollten. Wie wäre es also hier zu fördern anstatt Gabelstapler mit Industrie-4.0-Förderungen zu versehen, weil ich dann am Händy ablesen kann wieviel Höhenmeter die Gabel letzter Woche absolviert hat. Wobei ... Industrie 4.0-Förderungen sind eh zu 75% nur Augenauswischerei + Alibi.

Mi., 15.12.2021 - 13:59 Permalink
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Brenner Flo Mi., 15.12.2021 - 16:31

Antwort auf von Klemens Riegler

"Das Recycling von Batterien dürfte ein Mega-Business werden. " - batterienrecycling ist nichts, was noch "werden" muss, das existiert heute schon und ist kein "mega-business". das wird es auch nie werden.
hier im Artikel gehts wohl auch um "normale" autobatterien, und nicht um traktionsbatterien. und die werden bereits aufbereitet.
"VW-Boss Piëch meinte vor nicht allzu langer Zeit, dass Akkus in Zukunft aufbereitet werden und mit einer Kapazität von 70% noch lange dienen sollten." - genau, das passiert aktuell schon, ist aber ein anderes Thema, da gehts um die Batterein der e-autos. da ist auch nicht viel aufbereitung für ein 2nd life als stationäre batterie nötig.

Mi., 15.12.2021 - 16:31 Permalink