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ALKOHOL - Der globale Rausch

Der Südtiroler Filmemacher Andreas Pichler hat einen Drogenfilm gedreht. Eine Dokumentation, die uns alle betrifft.
Von
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Christoph Waldboth15.11.2019
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Kommentare

Bild des Benutzers elisabeth garber
elisabeth garber 17.11.2019, 13:13

Die Droge Alkohol wird total unterschätzt, da bin ich mir sicher. An der Kasse von Supermärkten sieht man öfters Flaschen billigsten Superalkohol. Die Käuferinnen sind junge Mädchen wie Buben gleichermaßen. Selten bis nie wird der Ausweis velangt. Die Diskotheken haben längst erkannt wie man das Geschäft mit den Maturanten macht - Donnerstags-Feten. Natürlich gehen nicht alle hin - aber der Großteil. Es kann einem dann passieren, dass wegen der Ausdünstung der Klassenraum nach 'Bier' riecht. Man kann argumentieren, dass die Menschen volljährig sind - aber in dem Alter (ich weiß von was ich rede) spielt das Revoltieren und die 'Coolness' eine große Rolle - man revoltiert wo und wann es geht. Aber ein Disco-Besucht bereits am Donnerstag war da keinesfalls drin. Mich persönlich stört die rücksichtslose Geschäftemacherei der Nachtlokale am meisten.

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elisabeth garber 17.11.2019, 13:25

PS: Eigentlich wollte ich alles nochmal durchlesen und kürzen, falschen Knopf gedrückt - jetzt gibt's halt die fehlerhafte Fassung. Höchste Zeit, dass ein Film über das legale Rauschmitel Alkohol gedreht wurde. Bin gespannt.

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Der Guny 17.11.2019, 13:53

Eine der Lobbys hier in Südtirol werden sicher Rufschädigung schreien da Sie von der Produktion und dem Verkauf ein sicheres und gutes Leben haben. Es würde genügen wenn Produzenten und Verkäufer mehr an Steuern abführen müssten.

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Georg Lechner 17.11.2019, 17:53

In einem gewissen Ausmaß stimmt das mit den Steuern. In Ö. wird etwa Zwetschkenschnaps wegen des höheren Anteils an vergärbarem Material in der Maische höher besteuert als etwa Vogelbeerschnaps und damit im Westen, wo die bäuerlichen Abfindungsbrenner auf Spezialitäten wie Vogelbeerschnaps oder Holunderschnaps ausweichen, weniger angeboten.
Das Problem sehe ich im niedrigen Preis für Pressobst (wenige Cent pro kg), das den Verkauf an die Genossenschaften unattraktiv gemacht hat, das Vergären bietet mehr Wertschöpfung

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gorgias 17.11.2019, 19:43

Die Moral von dieser Geschichte ist, dass am Besten nie Trinken. Wenn diese erfahren, dass sie schwanger sind, kann es bereits zu spät sein.

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Peter Gasser 17.11.2019, 21:48

so ist es.

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gorgias 17.11.2019, 17:42

Mich nervt es immer wenn von "Alkohol und Drogen" gesprochen wird. Ich kenne auch niemand der von Bernadiner und Hunde spricht. Oder von Adler und Vögel.

Alkohol ist eine Droge. Also bitte in Zukunft nur noch von Drogen zu sprechen. Evtl. kann man auch vorher anmerken, dass wenn man von Drogen spricht Alkohol immer mitgemeint ist.

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gorgias 17.11.2019, 17:56

Eine guter Dokumentation die sich über den Alkoholkonsum beschäftigt ist Risky drinking. https://www.youtube.com/watch?v=_1gQ4iM6N4M Die ich allen herzlich empfehlen kann.
Diese konzentriert sich hauptsächlich mit dem sorglosen Trinkverhalten vor allem junger Konsumenten in der westlichen Welt.

Was ich vom Trailer erfahren konnte setzt sich der Film von Andreas Pichler mit dem ganzen System auseinader und was dahintersteckt. Dies gibt ihn eine zusätzliche Dimension und macht ihn politisch interessant.

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Georg Lechner 17.11.2019, 18:42

Das grundsätzliche Problem beim Drogenkonsum ist die Frage nach dem Warum. Bei Alkohol und anderen betäubend wirkenden Substanzen somit: Warum will ich mich betäuben? Das ist der Punkt der seelischen Abhängigkeit, die lange vor der körperlichen beginnt und auch diejenigen Drogen betrifft, die nicht körperlich abhängig machen.

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elisabeth garber 17.11.2019, 19:38

Es gibt einen tollen Roman von Jack London mit dem Titel "König Alkohol".

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Sepp Bacher 17.11.2019, 21:44

Herr Lechner, ich glaube es gibt mehrere Gründe, warum man sich "betäuben" will". Wobei ich den Begriff betäuben nicht sehr treffend finde.
Bei der großen Masse hat der Alkohol die Funktion lockerer, entspannter, usw. zu werden. Man braucht nur bei den verscheiden Festen zu schauen: fröhlich sein, lachen, schunkeln, vom ins Gespräch kommen bis hin zum sich auch körperlich näher kommen. Alles das wäre für sehr viele - sagen wir von den Alpen aufwärts - sonst nicht so leicht. Vor Jahrzehnten war ich in Sirolo am Conero (südlich von Ancona) auf Urlaub. Es war Ballo del Liscio in Piazza angesagt. Der Platz voller tanzender und zusehender Menschen, aber nirgends eine Trinkbude. Wenn man etwas trinken wollte musste man sich schon eine Bar suchen. So etwas konnte/könnte man sich bei uns nicht vorstellen: Feiern ohne Eintritt, ohne Konsumation, usw.? Aus dem selben Grund werden neben Alkohol auch noch weitere Drogen von den Jungen konsumiert. Und weil es so schön ist, wissen sie nicht mehr wo die Grenze ist!
Anders ist es sicher, wenn man nur mehr trinkt um sich zu betäuben! Das wollen die Jungen - und nicht nur die - aber nicht, sie wollen etwas nicht Alltägliches erleben.

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Georg Lechner 18.11.2019, 09:18

Es geht beim Alkohol nicht nur um das Betäuben (Flucht aus einer als unerträglich empfundenen Lage), wie Sie richtig bemerkt haben. Eine der weiteren Motivationen, die Sie angesprochen haben, ist die (partielle) Enthemmung. Hier erlaube ich mir die provokante Frage, ob die Konvention so sinnvoll ist, nur bei nachgewiesenem Alkoholkonsum lustig sein zu dürfen.

Bild des Benutzers elisabeth garber
elisabeth garber 18.11.2019, 09:24

Da kann man schon zustimmen (Bacher und Lechner) - das mit dem Alkohol ist offensichtlich auch eine Mentalitätssache. Das Betäuben hat immer seine Gründe. Als Jugendlicher sieht man weniger Gefahren - hat pure Abenteuerlust. Die Sorglosigkeit kommt nie wieder.
Was mir total fremd ist, sind solche makabren Auswüchse wie Urlaub auf Ibiza, Mallorca, das Oktoberfest und noch eigene Massenveranstaltungen für Jugendliche, wo es primär um Musik und vor allem um massiven Alkoholkonsum geht: tagelang.

Bild des Benutzers Peter Gasser
Peter Gasser 17.11.2019, 19:57

„Allein im letzten Jahr sind rund 3 Millionen Menschen weltweit an Alkohol gestorben“.
Allein in Deutschland leben etwa 800.000 durch FAS beeinträchtigte Menschen.

Zudem: Kostenpunkt: viele Milliarden.

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Weiser Mann 19.11.2019, 23:33

Heute bin ich auf etwas gestoßen, Sie werden sich wundern, was das mit diesem Thema zu tun hat!
In der BAZ (Zeitung f. d. Bruggrafenamt) stieß ich auf eine Anzeige der Fachschule Laimburg. Und was entdecke ich? Fachschule für Lebensmitteltechnik(er/in). Was Neues, was wird das sein? Ich google und erfahre: "Dein vielseitiger Beruf; Du hast handwerkliches und technisches Geschick, dich interessieren Lebensmittel und neue Technologien? Du arbeitest gern selbstständig und bist teamfähig? Außerdem bist du neugierig und hast Lust, immer wieder Neues dazuzulernen?" Ok, aber was macht man in diesem Beruf? "Die praxisorientierte Ausbildung zum/zur Lebensmitteltechniker/-in dauert vier Jahre. In den ersten beiden Jahren erhältst du die fachliche Grundausbildung und lernst bereits verschiedene Betriebe kennen. In der dritten und vierten Klasse spezialisierst du dich in deiner Fachrichtung." Welche sind das? Ich sollte es so schnell nicht erfahren! "Damit du den perfekten Einblick in deine zukünftige Arbeitswelt bekommst, wirst du während deiner Ausbildungszeit mehrere Monate in verschiedene Lebensmittelverarbeitungsbetriebe hineinschnuppern." Schon gut, aber welche Betriebe bzw. welche Lebensmittel? Dr. Schärs glutenfreie, Speck, Würste, Molkereiprodukte, Schlutzkrapfen, Schüttelbrot, Apfelsaft, Marmeladen, oder welche Lebensmittel exportiert Südtirol noch? Ich lese weiter: "Abschluss: Nach vier Jahren wartet auf dich das Berufsbildungsdiplom und damit der Einstieg ins Berufsleben." Nun weiß ich immer noch nicht, wofür ich mich qualifiziert habe! Die Grafik gibt mir Aufschluss wofür die beiden Fachrichtungen stehen: (bitte niedersitzen!) kurz gesagt: Eine für Wein und Schnaps. Man hat es sich fast nicht getraut zu schreiben, für was sie da 14- bzw. 16-jährige ausbilden wollen! Verständlich! Ja ist das überhaupt legal? Minderjährige für "Weinbereitung, Herstellung alkoholischer Getränke" schon ganz praktisch auszubilden?
Aber andererseits ist es typisch, wie man in Südtirol immer mehr versucht das negative sprachlich zu verstecken, zu beschönigen, usw.. Man löst die Probleme durch sprachliche Korrekturen (alla Kompatscher?!). Initiativen gegen Alkohol und gleichzeitig Zunahme von Veranstaltungen und Werbung für Wein bzw. alkoholische Getränke! Aber hochwertige - ist in Südtirol ja logisch! Die armen Bauern müssen ja auch leben?!

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