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Opfer & Täter

Krank(macher) Landwirtschaft

​Wir sind noch in einer Pandemie drin wegen eines Virus, da grassiert schon wieder eine Krankheit,
Community-Beitrag von Klaus Griesser18.06.2020
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  der Feuerbrand, in den Obstwiesen, wegen eines Bakteriums. Das breitet sich rasend schnell aus wegen der Riesenflächen an Monokulturen. Wenigstens bzgl Prävention könnten daraus doch Analogschlüsse zum CV gezogen werden: Abstand halten & Kontaktverbot & Maskenschutz, denn Gleich an Gleich macht krank, es bräuchte Vielfalt statt Monokulturen. Aber die Denkfabrik der Obstplantagenindustrie hört nur auf „his masters voice“ Bayer/ Monsanto, überhört die Signale der Natur:  „Europas größte zusammenhängende Monokultur“ ist exakt der falsche Weg. Noch dazu hat peinlicherweise eben erst der EG- Rechnungshof gerügt, dass die EU-Gelder nicht wie vorgesehen für die kleinteilige Landwirtschaft vergeben sondern zur Garantie der Gewinne der Großbetriebe verschleudert worden sind. Dorfmann musste darauf sofort nach Ausflüchten suchen, was natürlich bedeutet, dass die Subventionen weiter der o.e. Gewinngarantie dienen sollen. Warum melden sich die kleineren Betriebe nicht, für die die  Gelder gedacht gewesen wären? 

Bei allem Niedergang der Artenvielfalt in den chemisch verseuchten Obstwiesen und damit beim Abbau ihrer natürlichen Fruchtbarkeit ist zum Glück für den LR Schuler in den Gewässern ein Grünling (eine zugereiste Fischart!) gefunden worden, an den er sich prompt geklammert hat als Beweis für „doch Artenvielfalt!“. Ein klarer Hinweis von oberster Stelle: weiter mit dem nach Pinke klingenden Traum von Globalisierung!

Hat denn nicht das Coronavirus weltweit überdeutlich gezeigt, dass die Globalisierung zusätzlich in die Irre führt, weil sie den Regionalismus eliminiert hat?  Mit fortwährend schleichendem Niedergang unserer Bergbauern? Lassen die sich weiter mit hübschen Prämierungsfeiern abfinden, die ihnen der Bauernbund bereitet für die hervorragenden Werbebilder, die sie für Südtirols Landwirtschaft gratis abgeben?

Unabhängig von COVID-19 fährt das Klima weiterhin ungebremst in Richtung Hölle auf Erden, und der Beitrag der Landwirtschaft dafür ist enorm: landgrabbing, weltweite Massenimporte/ -Exporte, steigende Pflanzenschutzproduktion, Obatsmagazinkathedralen-Bauboom, Feuerrodung der Naturreservate, industriell betriebene, unaufhörliche Verseuchung der Biosphäre, Verödung der Natur usw.usf.  Angesichts dessen sagt auch die UNO, mit Blick nach rückwärts und vorwärts : kein weiter so mit der Wirtschaft!

Bei all dieser blindwütigen Profitwirtschaft und mit diesen Zukunftsaussichten müssten die weitsichtigeren Köpfe in Südtirols Landwirtschaft den Malsern mit ihrem Vorschlag dankbar sein. 

Mander, es isch Zeit zum Umkehren!

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Kommentare

Bild des Benutzers Georg Lechner
Georg Lechner 18.06.2020, 13:51

Ein Teil dessen, was als Beitrag der Landwirtschaft genannt wurde, ist eher der Kapitalkonzentration in den Händen weniger zuzuschreiben: Landgrabbing, Importe von Futtermitteln (vor allem aus Lateinamerika zum Nutzen von Großgrundbesitzern und zu Lasten der Nahrungsmittelversorgung dort; Zusammenhang mit Urwaldrodungen), Dumpingexporte von Fleisch nach Afrika (zum Profit für Agrargroßbetriebe und Großschlachthöfe in Europa, zulasten der Landwirtschaft in Afrika).

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Klemens Kössler 21.06.2020, 14:51

Herr Grieser, ein gewaltiges Mischmasch und keine klare Aussage. Allerdings die klare Abneigung zur Südtiroler Obstwirtschaft ist zu erkennen. Verwirrend oder verwirrt ist ihre Aufzählung, gekrönt dadurch dass Sie sogar Monsanto in Ihr Wirrwarr einbeziehen. Aussage und Information findet man in Ihren Worten keine.

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Georg Lechner 21.06.2020, 17:48

Monsanto kann schon wegen Glyphosat logischerweise nicht fehlen.

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Klaus Griesser 22.06.2020, 22:10

Herr Kössler, es freut mich, dass Sie meinen Artikel gelesen und kommentiert haben, obwohl er Ihnen nicht passt. Gleichwohl widerspreche ich Ihrer Ansicht, dass ich eine ABNEIGUNG gegen die Südtiroler Obstwirtschaft hätte. Meine Überzeugung ist, dass sie als industrialisierte Monokulturanbauweise und damit bedingtem "Pflanzenschutz" Natur und Mensch auf einen Irrweg führt.

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Günther Mayr 06.07.2020, 20:19

Herr Griesser
Für jemanden, der Mehltau nicht von Schorf unterscheiden kann, der mit seinen drei Obststauden im Garten schon hoffnungslos überfordert ist - geben Sie ganz schön den Kapitän!
Wenn Sie wirklich an der Zukunft sinnvoll mitbauen wollen: Von mir kriegen Sie dazu: 1 Schaufel + 1 Reithau.

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Günther Mayr 22.06.2020, 18:46

gibt es etwas, was uns am leben erhält?
vielleicht hilft wallfahrten...

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Georg Lechner 22.06.2020, 19:51

Das Zusammenspiel der Lebensprozesse erhält uns am Leben. Es ist daher wichtig, dieses Zusammenspiel nicht mit grobem Unfug zu stören (als Beispiel für solchen Unfug nenne ich die Einverleibung von Chlordioxid oder seiner Vorstufe Natriumchlorit - Wirkstoff von MMS)

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Mart Pix 30.06.2020, 11:39

Die Malser machen das schon richtig. Ein Bürgermeister der allem zum Trotz für die Leute einsteht ist auch etwas erfrischendes.

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Günther Mayr 06.07.2020, 20:12

Wie wäre es wenn er nichts zum Trotz für seine Bürger einstünde?
nicht nur für Seine Leute?

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Klaus Griesser 11.07.2020, 11:10

Herr Mayr, ich hoffe wohl vergebens dass Sie von der Ebene persönlicher Anpflaumungen weg und zu inhaltlichen Auseinandersetzungen kommen werden. Meine Überzeugung beruht auf dem Studium des hochwissenschaftlichen Weltagrarberichts bzw. auf den Tatsachen des fortschreitenden Biodiversitätsverlusts, der schleichenden Verseuchung der Lebensmittel und der permanenten Fruchtbarkeitsminderung bei unverträglicher CO2-Produktion "Ihrer" Chemiekonzerne.

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elisabeth garber 11.07.2020, 18:22

Also da sticht K. Griesser seine Gegner argumentativ wirklich aus...

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Günther Mayr 11.07.2020, 19:13

Nun, jemand der vom Tuten und Blasen keine Ahnung hat - kann nicht gut den Kapellmeister machen!
Mit dem bloßen Studium von "hochwissenschaftlichen Quellen" ständigen Verweis darauf ist noch lange nichts getan.
Anstatt dauernd fremde Quellen wieder-zu-käuen und das Entdecken fremder Leute Erkenntnisse als persönliche Leistung zu vermitteln : tun Sie wirklich was! Meine Unterstützung dafür : 1 Schaufel&1Reithau.
Ein gut gemeinter Tip: Versuchen Sie mal ruhig ein paar Tage in der "Obstplantagenindustrie" zu jobben: Vielleicht halten sogar Sie mehr als einen Tag durch. Sagen Sie uns dann bitte ob Sie im Neon- oder vielleicht doch LED-Licht am Fließband waren, oder vielleicht doch die Möglichkeit hatten mit anderen Bürgern Europas eine Arbeit in der Natur, sowie Brot und Salz zu teilen.

Bild des Benutzers Günther Mayr
Günther Mayr 11.07.2020, 20:41

Ja, Frau Garber, es ist schon fast unmöglich eine solche Aneinerdereihung von Totschlagbegriffen zu überleben!
Habe soeben kontrolliert: ich lebe noch! - wunderbar, ich habe noch einiges zum Erhalt & Förderung der Biodiversität zu tun!

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