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Kritik und Fairness

Die Scheinheiligen

Kritik an Politikern ist Teil der demokratischen Spielregeln, wenn sie fair ist. Seit 5 Tagen aber hängen 4 Menschen auf den Titelseiten lokaler Medien am Pranger...
Community-Beitrag von Karl Trojer18.08.2020
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DIE SCHEINHEILIGEN

Kritik an Politikern ist Teil der demokratischen Spielregeln, wenn sie fair ist. Seit 5 Tagen werden nun aber 4 Menschen auf den Titelseiten lokaler Medien an den Pranger gestellt. Es liegen keine Straftaten vor. Die moralische Empörung darüber, dass sehr gut verdienende Politiker vom Staat, und damit von der Gesellschaft, dazu noch 600 Euro beanspruchten, wird zur Hexenjagd. Diese Anschuldigungen und Beschimpfungen empfinde ich als völlig überzogen und unverhältnismäßig. Ein Arnold Schuler, zum Beispiel, hat der Gemeinschaft als Bürgermeister und als Landesrat sicher schon viel gegeben. Auch Politiker sind Menschen…. und haben ein Recht auf Fehler.  Unsere Gesellschaft leidet an der Gier nach Sündenböcken, und das bekommt ihr gar nicht! „… warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht? ...“

Wenn jemand politische Verantwortung trägt, dann darf ihm/ihr nicht jede Lapalie zur Anklage werden, sonst werden sich bald dafür keine verantwortungsbewusste Kandidaten mehr finden lassen.

Insofern ist diese Art von „Kritik“ auch antidemokratisch.

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Kommentare

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Mair Johann 25.09.2020, 11:50

Wenn die politischen Beamten die Entscheidungen und die Wünsche der Mehrheit der Bürger ignorieren und mit Füßen treten, dann ist es notwendig, eine harte Gangart einzulegen und diese Leute an den Pranger zu stellen. Ich nenne das Beispiel Flughafen Bozen: 73 % der Bürger haben sich aus mehreren Gründen (Lärmbelastung, Kosten, Umwelt) gegen den Flughafen ausgesprochen. Und ? Und man geht jetzt her und baut ohne Rücksicht diesen Flughafen weiter aus! Politische Beamte haben diese Situation zu verantworten. Das ist unerträglich, das ist Diktatur.

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Georg Lechner 25.09.2020, 16:42

Im einen Fall ist es wegen des drohenden Konkurses menschlich verständlich, dass der Betreffende den Antrag gestellt hat. Aber sonst ist schon zu fragen, was sich die Betreffenden bei der Antragstellung gedacht haben.
Die Politik leidet vor allem wegen des Klubzwangs an der mangelnden Bereitschaft möglicher Kandidat_innen, in die Politik zu gehen. Ein weiterer Punkt ist Neid. Eine frühere Kollegin (ich bin ja altersbedingt im Ruhestand) war mit einem Vizebürgermeister liiert und wusste von allerhand Gehässigkeiten zu berichten.

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