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Veranstaltungsreihe

Geld – Was die Welt zusammenhält

Warum muss die öffentliche Hand laufend private Banken retten? Wer erzeugt das elektronische Giralgeld, das fast 90% des Gelds ausmacht, das wir täglich nutzen?
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Um aktuelle Fragen der Geldpolitik dreht sich die neue Veranstaltungsreihe die POLITiS und OIKOCREDIT Südtirol im Zeitraum Februar-Juni 2018 in Bozen anbieten. Die Bankenrettung durch den Staat (also die Steuerzahler/innen), die Zukunft des Euro, die Entwicklung der Staatsverschuldung, die Steueroasen oder besser gesagt Steuersümpfe, der internationale Finanzmarkt und weitere aktuelle Fragen und mögliche Reformen werden zusammen mit Fachleuten aus der Journalistik, Wissenschaft, Bankwirtschaft und alternativen Ethikbanken mit den Teilnehmenden diskutiert. Warum muss die öffentliche Hand laufend private Banken retten? Wer erzeugt das elektronische Giralgeld, das fast 90% des Gelds ausmacht, das wir täglich nutzen? Wer profitiert von der Staatsverschuldung? Warum unternimmt die EU nichts Wirksames gegen Steuersümpfe, obwohl damit den Staaten Milliarden an Einnahmen entgehen? Warum bleibt das globale Finanzcasino ungestört, obwohl 99% der Menschen keinen Nutzen daraus ziehen? Wie ist die Südtiroler Bankenlandschaft aus der Sicht der Bankkunden einzuschätzen?

Um solche und weitere Kernthemen der Geldpolitik und Finanzwirtschaft geht es bei „Geld – Was die Welt im Innersten zusammenhält“. Die Treffen sollen zum Teil schwierige Zusammenhänge für den Laien verständlich erhellen und verschiedene Sichtweisen auf heutige Probleme der Finanzwirtschaft zur Diskussion stellen. Dabei kommen Fachleute aus verschiedenen Sparten mit aktuellen Analysen zu Wort, Alternativen für eine gemeinwohlbezogene Geldordnung und für ein ethisch begründetes Kreditwesen werden vorgestellt.

Die Reihe beginnt am Dienstag, 20.2.2018, 18 Uhr, in der Bibliothek Kulturen der Welt (Bozen, Schlachthofstr. 50, Nähe Parkhaus Bozen Mitte) mit dem Thema „Schulden: die ersten 5000 Jahre - Die Geschichte des Geldes – Eine Geschichte der Schulden“ mit Paul Kircher und Christoph Pizzini (Human Economy Südtirol) als Gastreferenten. Schulden sind der effizienteste Gesellschaftsvertrag, schreibt der Erfolgsautor David Graeber („Schulden – Die ersten 5000 Jahre“). Schuldbeziehungen werden seit Urzeiten (Mesopotamien) schriftlich registriert, politisch geregelt, rechtlich sanktioniert. Wie ist diese Kultur der Schulden entstanden? Wie gehen die Weltreligionen damit um? Welche Bedeutung haben die monetären Schulden für unser Leben und Lebensgefühl heute? Und muss es einen derart hohen Verschuldungsgrad für Wachstum und nachhaltigen Wohlstand geben?

Diese 8-teilige Veranstaltungsreihe politischer Bildung steht allen Interessierten offen, ohne Anmeldung und Teilnahmegebühr, nur Spenden erwünscht. Weitere Termine auf www.politis.it

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Kommentare

Bild des Benutzers Oliver H.

Das Programm mit den verschiedenen Referenten erweckt den Eindruck, als würden nur zwei Alternativen zum bestehenden Bankensystem präsentiert werden: Vollgeld bzw. der Ansatz von Human Economy. Nicht nur aus aktuellem Anlass wären Kryptowährungen als Alternative wohl auch sehr interessant.
Darüber hinaus gibt es noch weitere Alternativen zum bestehenden System wie etwa das Free Banking. Dieses wurde im Schottland des 18. und frühen 19. Jh. durchaus erfolgreich betrieben. Auch in den USA gab es Phasen relativer Bankenfreiheit. Freie Banken konkurrieren und müssen auch nicht gerettet werden. So paradox es klingen mag - je freier die Banken sind, desto weniger können die Finanzmärkte wie ein Kasino betrieben werden, denn wer sich mit seinen Einsätzen übernimmt, wird zahlungsunfähig - ohne Rettungsanker.

Bild des Benutzers Christian Mair

Vollgeldreform - eine Heilslehre?

St. Schulmeister im paper: http://www.wifo.ac.at/jart/prj3/wifo/resources/person_dokument/person_do...

"Der Neoliberalismus stellt das erfolgreichste Projekt der Gegen -Aufklärung und der (Selbst)Entmündigung der Politik
dar – groteskerweise im Namen der Freiheit des Menschen. Doch nicht diese wurden „freier“, sondern die zunehmend als Subjekte wahrgenommenen Finanzmärkte (tatsächlich freilich deren Hauptakteure, von den „Finanzalchemiebanken“ wie Goldman Sachs bis zu Hedge Funds, die sich auf Derivatspekulation oder den Hochfrequenzhandel spezialisieren)."

"Menschen erleben sich nicht mehr als selbst-bewusste Subjekte ihrer Geschichte, sondern als sich selbst entfremdete Objekte der Entscheidungen „der Märkte“. "

Warum machen rechtsreaktionäre Parteien neoliberale Wirtschaftspolitik?

Bild des Benutzers Christian Mair

Noch mehr Macht für die Zentralbank?
War da nicht irgendwas mit Griechenland?
https://www.youtube.com/watch?v=31cNXQVoKNE

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