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Bioland Südtirol

Bio ist gesund
"Signifikante Unterschiede zwischen biologischen und konventionellen Lebensmitteln" lautete der Titel des Höhepunkts des Bioland Seminars Ende Januar am Ritten.
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Insgesamt 250 Teilnehmer informierten sich auf dem diesjährigen Bioland Südtirol Seminar Ende Januar zum aktuellen Stand der Forschung rund um den Biolandbau. „Signifikante Unterschiede zwischen biologischen und konventionellen Lebensmitteln“ lautete der Titel des Höhepunkts des zweitätigen Seminars am Ritten.

Carlo Leifert, Professor für Ökologische Landwirtschaft an der Universität Newcastle (UK), berichtete von den Ergebnissen einer Analyse von 343 Studien über Inhaltsstoffe und Pestizidrückstände in konventionell und biologisch angebauten Lebensmitteln.

Einer der wichtigsten Unterschiede ist der erhöhte Antioxidantiengehalt in Biogemüse und Bioobst und der viel niedrigere Stickstoffgehalt (Gesamtstickstoff, Nitrit und Nitrat). Dazu kommt ein niedrigerer Cadmium-Wert. Warum das so ist, erklärt der Professor mit einer simplen Erkenntnis:

Die konventionell angebauten Pflanzen konzentrieren sich auf ihren Primärstoffwechsel (Wachsen), da sie mit Stickstoffverbindungen übersättigt sind. Die Biopflanzen hingegen haben einen sehr aktiven Sekundärstoffwechsel, welcher unter anderem Geschmacksstoffe und Antioxidantien produziert.

Die erhöhten Cadmiumwerte in den konventionellen pflanzlichen Produkten sind auf die Phosphatdünger zurückzuführen, welche sehr reich an Cadmium sind.

In Versuchen mit Rattenfutter konnte zudem nachgewiesen werden, dass sich je nach Herkunft des Futters (bio oder konventionell) der Hormonhaushalt und die Immunreaktion der Tiere signifikant veränderte.

Carlo Leifert zieht als Fazit: „Die Verwendung nicht-erneuerbarer Ressourcen hat nicht nur die Nachhaltigkeit der Landwirtschaft, sondern auch die Lebensmittelqualität negativ beeinflusst.“

Abschließend stellte er noch eine neue Studie aus Norwegen vor, die schwangere Frauen und junge Mütter anhand ihrer Ernährung untersuchte. Diese Kohortenstudie zeigt auf, dass der Verzehr von biologischem Gemüse das Risiko von Präeklampsie, einer weltweiten Erkrankung, deutlich reduziert.

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Kommentare

Bild des Benutzers Martin B.
Leider liest man fast immer nur Studien und Ergebnisse aus der Sicht und Zusammenfassung von Bioprodukten oder eben Verteidigungs- bzw. Sorglosrepliken der Industriehersteller. Unabhängige fundierte Recherchen sind fast unmöglich zu finden wie zu so vielen anderen kontroversen Themen. Die Presse scheint von solcherarten aufwändigen Arbeit nicht mehr leben zu können. Schade, so geht entweder viel in der Kakophonie unter oder der Konsument entscheidet sich eben nur einer Seite zu glauben.
Bild des Benutzers DervomBerge Tratzer
Es gibt genung unabhängige Studien, sowie unzählige peer-reviewed papers. Viele Universitätsinstitute machen viel unabhängige Forschung. zb. Metaanalyse von 117 Studien über Biodiversität in der Landwirtschaft, 96 Studien bescheinigen dem Bio Anbau eine höhere Biodiversität, im Durchschnitt um sogar 30 % plus!
Bild des Benutzers Martin B.
Ja, aber ich kann mich nicht erinnern diese aufklärend von unabhängigen Reportern oder Medien gelesen zu haben. Anscheinend werden sie nur über Bio-Verbände verbreitet, was eben nicht unabhängig ist.
Bild des Benutzers Oskar Egger
Das stimmt absolut nicht, denn bisher wurden die meisten Berichte von "konventioneller" Seite sponsorisiert.
Bild des Benutzers Ein Leser
Interessant hierzu: http://tvthek.orf.at/program/Weltjournal/5298609/WELTjournal-Die-Bio-Illusion-Massenware-mit-Oekosiegel/10643426 So wie bei uns die Diskussion geführt wird (siehe Mals), soll ei uns auch "Massen Bio" forciert werden.
Bild des Benutzers Martin B.
Das ist die hässliche Fratze von Bio. Auch ich habe schon unzählige Bioprodukte aus China oder anderen Ex-EU Kontinenten in Südtiroler Geschäften gesehen. Das ist zutiefst "unnachhaltig" und augenauswischend von Konzernen, Zertifizierungsstellen, Verkäufern und Konsumenten. Von regionaler Landwirtschaft ist in meinen Augen wichtiger als das EU-Biosiegel (ein Wischiwaschiding zugunsten von Konzernen und Multi-Herkünften).
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