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Fiskus

Südtirol, ein Paradies für Steuerhinterzieher?

Südtirol, ein Paradis für Steuerhinterzieher? Zumindest laut einer Rangliste des Finanzministeriums haben Südtirols Unternehmen und Freiberufler italienweit die besten Chancen, ihre Einnahmen unentdeckt am Fiskus vorbei zu schwindeln.
Von
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Susanne Pitro21.04.2014
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Kommentare

Bild des Benutzers Mensch Ärgerdichnicht
Mensch Ärgerdichnicht 21.04.2014, 11:57
Das bei uns mehr hinterzogen werden sollen als z.B. in Kampanien wo jeder Camorraclan nur mit Drogen täglich Millionen verdient... also ich weiß nicht.
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Kurt Spornberger 21.04.2014, 14:34
genau... du weißt nix. Aber mal frei uns mit deinen Vorurteilen beglücken. Was würden wir nur ohne Dich machen ;-)
Bild des Benutzers Mensch Ärgerdichnicht
Mensch Ärgerdichnicht 21.04.2014, 20:18
Vorurteile? Lies mal Savianos Bücher über die Camorra und spar dir die billigen Kommentare...
Bild des Benutzers Kurt Spornberger
Kurt Spornberger 21.04.2014, 14:33
Hab ich auch schon von Bayern gehört. Gegen Proteste von Bund und Finanzämtern wird da manchen Grossunternehmen zugesichert, sie würden die ersten 10 Jahre nicht kontrolliert werden. Steuerhinterziehung als Standortvorteil gegen Arbeitsplätze sozusagen. Ich sehe die steuerliche Autonomie unter diesem Gesichtspunkt prinzipiell sehr kritisch; in einer Zeit, in der steuerliche Kooperation auf europäischer Ebene immer wichtiger würde, wollen wir noch mehr als frühe unser eigenes Süppchen kochen. Vorbild Schweiz?
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Silvia Rier 21.04.2014, 18:34
in Erinnerung gerufen: "Wie streng die Steuern eingetrieben werden, variiert von Bundesland zu Bundesland und ist oft eine Frage des politischen Willens: So wird etwa in Hamburg ein mittelgroßer Betrieb durchschnittlich alle zehn Jahre geprüft, in Bayern nur alle 20 Jahre. Während in Rheinland-Pfalz auf eine Million Einwohner etwa 36 Fahnder kommen, sind es in Thüringen gerade mal 19. Ausgerechnet im Großraum München, wo viele Unternehmen ihren Sitz haben, ist der Personalfehlbestand besonders hoch. "Das hat nichts mit leeren Kassen zu tun, mit Ohnmacht. Oder was glauben Sie, warum ausgerechnet in den reichen Gegenden die Finanzämter so unterbesetzt sind?" Hat mich ziemlich fasziniert, damals, als die Artikel (ich glaube, es war ein größeres Zeit-Dossier, kurz nach dem Schwarzer-Sündenfall) gelesen hatte, und mir gedacht, da schau an, ma quanto è paese tutto il mondo... http://www.zeit.de/2014/07/steuerfahnder-finanzbeamte/komplettansicht
Bild des Benutzers Harald Knoflach
Harald Knoflach 21.04.2014, 19:20
in dem artikel geht es darum, wie stark steuerhinterziehung verfolgt wird und nicht wieviel steuern hinterzogen werden. wenn man das gesamtaufkommen der steuerhinterziehung in italien in relation zu südtirol setzt, heißt das, dass hierzulande immer noch weniger steuern hinterzogen werden als im italienschnitt. dass diese hinterziehung weniger verfolgt wird ist ein völlig anderer kaffee. würden in rio de janeiro prozentuell mehr eigentumsdelikte aufgeklärt als in einem kaff in nordschweden, dann sagt das noch lange nichts über die häufigkeit der eigentumsdelikte aus, die im jeweiligen ort passieren. der einzige vergleich, der im artikel genannt wird ist der mit dem trentino und dass dort offensichtlich weniger hinterzogen wird. @ kurt spornberger es ist also durchaus möglich, dass die steuerhinterziehung in kampanien höher ist als in südtirol. ganz ohne vorurteil. steuerhinterziehung hängt unmittelbar mit schattenwirtschaft zusammen und die ist belegbar höher in kampanien als in südtirol.
Bild des Benutzers Manuel Kasslatter
Manuel Kasslatter 22.04.2014, 08:50
Ich möchte vorausschicken, dass es im Finanzamt Bozen wirklich einen akuten Personalmangel gibt. Dies schlägt sich nicht zuletzt bei dem Service an den Bürger nieder. Trotzdem finde ich diesen Artikel einseitig, tendenziös und schlecht recherchiert! Es wird von 27 Mio. als Ziel gesprochen, 27 Mio. Euro von was? Hinterzogenen Steuern? Da könnte einem doch auch in den Sinn kommen, dass weniger hinterzogen wird, oder etwa nicht? Hier sieht man wieder einmal die typisch italienische (finanzer-)Mentalität, dass jeder a priori ein Steuerhinterzieher ist, der nur noch entlarvt werden muss. (und wo bitte findet man diese Rangliste?!) Und wessen Schätzung nach hinterzieht man in Südtirol 1 Mrd. an Steuern?! Hat das etwa der Autor des Artikels geschätzt? Bei einem Landeshaushalt von ca. 5 Mrd. ist das sehr starker Tobag… Strafnachlässe bekommt man vom Finanzamt nur mit sehr genauen, gesetzlich vorgeschriebenen Auflagen, die kann man nicht einfach so herschenken. Diese Auflagen werden in Südtirol erfahrungsgemäß noch strenger gehandhabt als anderswo, da den Beamten sehr streng auf die Finger geschaut wird. Und wer sagt überhaupt den Blödsinn, dass Banken andere Bilanzen als die Steuerbehörde bekommen? Im Artikel wird nur die Kontrolltätigkeit des Finanzamtes angesprochen, die Ohnehin zum Großteil nur Formfehler sucht. Die eigentliche Steuerhinterziehung wird zumeist von der Finanzwache gesucht und entdeckt, und die Präsenz dieser Behörde in Südtirol ist überdurchschnittlich! Meist wird von ihr Steuerhinterziehung schon im Keim erstickt! Nur um ein Beispiel zu nennen, sind vor nicht allzu langer Zeit Finanzer mit Bussen nach Wolkenstein gekarrt worden, und haben eine mittelgroße Razzia nach Cortina-Vorbild veranstaltet. Da kann man an einem Tag sicher viel Geld in die Kassen spülen, aber der Imageverlust für einen Tourismusort durch solche Maßnahmen ist immens! Ich verstehe, dass man hier nur einen Artikel eines anderen Mediums übernommen hat, ich würde mir auf diesem Portal jedoch ein bisschen neutralere und kritischere Artikel wünschen! lg
Bild des Benutzers Mensch Ärgerdichnicht
Mensch Ärgerdichnicht 22.04.2014, 09:36
Das Portal war bislang ein wenig links orientiert und dagegen war auch nichts einzusetzen. So langsam wird aber aus der Orientierung eine fixe Linie unter der die Objektivität der Berichterstattung zu leiden hat, wie zweifelsohne in diesen Artikel zu sehen ist.
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