Mussner - Schullian
Salto.bz
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Elezioni 22 Wahlen

„Ein Verhalten wie im Kindergarten“

Die Kammerkandidaten im Wahlkreis Süd, Elide Mussner (Grüne/La Sinistra + Europa, PD, Impegno Civico) und Manfred Schullian (SVP) in der Salto-Wahldebatte.
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Die Stimmung bei dieser sechsten und vorerst letzten Salto-Wahldebatte ist locker und freundschaftlich, fast so als würden hier nicht zwei Politiker gegeneinander antreten. Inhaltlich aber geht es ordentlich zur Sache.
So redet man über den Bettenstopp genauso wie über den Fall Vallazza. Die grüne Kandidatin Elide Mussner, Referentin für Tourismus in ihrer Heimatgemeinde Abtei muss sich von Manfred Schullian vorwerfen lassen, dass ausgerechnet im Gadertal ein ungezügelter Tourismus herrsche. Mussner weiß sich mit Argumenten verteidigen.
Im Gegenzug macht Mussner ihrem Ärger über den Fall Manfred Vallazza ordentlich Luft. „Hier wird ein ganzes Tal in ein schlechtes Licht gerückt“, sagt die oppositionelle Parlamentskandidatin unmissverständlich. Mussner: „Es geht als Politiker darum das Gemeinwohlinteresse zu vertreten und da kann man nicht verlangen, dass man gleich behandelt wird wie der einfacher Bürger, der einem Fehler macht. Man hat eine institutionelle Rolle und soll als Vorbild gelten und diesem Fall war Manfred Vallazza einfach alles andere als ein Vorbild“. Die vorgebrachte Argumentation, das hätte auch andere gemacht, halte sie für „ein Verhalten wie im Kindergarten
Obwohl Manfred Schullian seinem Parteikollegen zugesteht, damals noch nicht in der Landespolitik engagiert gewesen zu sein, macht der Kalterer Abgeordneten keinen Hehl daraus, dass er das Verhalten Vallazzas missbillige.
Thema in der Debatte ist neben den Tourismus aber auch die angekündigte Kandidatur Grödens für die Ski-WM, die Teilnahme Südtirols an der Olympiade Mailand-Cortina 2026, eine mögliche Renaissance der Atomenergie in Italien, Großevents in Südtirol und das Problem des Athesia-Medienmonopols.
Sie wollen einen Beitrag dazu leisten, dass in der Dolomiten weiterhin schlecht über mich berichtet wird“, kontert Manfred Schullian auf die Frage von Moderatorin Lisa Maria Gasser zum Bressa-Vorschlag. Schullians unmissverständliche Antwort: Der Bressa-Entwurf zur Beschränkung der Südtiroler Medienkonzentration sei ihm zu hart gewesen, aber „grundsätzlich muss man dieses Problem angehen.“
 
 

Die Debatte

 


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