Safe bees an farmers
SBaF
Advertisement
Advertisement
Pestizide

Anhörung in Brüssel

1,1 Millionen Europäerinnen und Europäer fordern ein Ende des Einsatzes von Pestiziden. Am Dienstag werden die Initiatoren der Initiative im EU-Parlament angehört.
Advertisement

Support Salto!

Unterstütze unabhängigen und kritischen Journalismus und hilf mit, salto.bz langfristig zu sichern! Jetzt ein salto.abo holen.

Am Dienstag, den 24. Januar, findet eine wichtige Anhörung im Europäischen Parlament statt. Im Mittelpunkt stehen die 1,1 Millionen Stimmen, die die Europäische Bürgerinitiative „Save Bees and Farmers - Bienen und Bauern retten“ unterzeichnet haben. Um die Biodiversitätskrise zu bewältigen, fordern mehr als eine Million Bürger und Bürgerinnen aus allen europäischen Ländern, den Einsatz synthetischer Pestizide bis 2030 um 80 Prozent zu reduzieren und bis 2035 vollständig einzustellen. Bei der Anhörung werden die Forderungen und Vorschläge der Petition erläutert, und die Mitglieder des Parlaments können Fragen stellen und Kommentare abgeben.
Die Anhörung findet in einer entscheidenden Phase statt. Sowohl der Pestizid-Reduktionsplan als auch das neue Gesetz zur Wiederherstellung der Natur sind Teil des EU Green Deal und der Farm to Fork-Strategie. Die Pläne werden derzeit von der Europäischen Kommission und vom EU Parlament geprüft und noch in diesem Jahr soll es zu einer endgültigen Entscheidung kommen.
Der Vorschlag der Europäischen Kommission, den Einsatz von Pestiziden bis 2030 um 50 Prozent zu reduzieren, stößt auf heftige Kritik vonseiten der Agrar- und Ernährungsindustrie. Dieser Widerstand könnte zu einer erheblichen Verzögerung, und schlussendlich einem Scheitern des EU Green Deal führen.
Ich kann leider nicht nach Brüssel fahren“, sagt Annemarie Gluderer, Biobäuerin aus dem Vinschgau und italienische Vertreterin der Petition „Bienen und Bauern retten", „aber ich werde die Debatte auf jeden Fall online verfolgen“. Es sei ein enorm wichtiger Moment, denn das Europäische Parlament habe die Möglichkeit, ein wichtiges Signal für die Natur und für unsere zukünftigen Generationen zu setzen. „Die Stimmen so vieler Bürgerinnen und Bürger dürfen nicht ignoriert werden", so Annemarie Gluderer.
Die Anhörung findet am Dienstag 24. Januar 2023 um 14.30 Uhr statt und kann live auf https://www.europarl.europa.eu/committees/en/envi/meetings/webstreaming verfolgt werden.

 

Advertisement
Advertisement

Kommentare

Bild des Benutzers kurt duschek
kurt duschek 23.01.2023, 19:19

....über 1 Million Unterschriften kann und darf man nicht einfach ignorieren!

Bild des Benutzers Franz Pattis
Franz Pattis 23.01.2023, 20:12

Bin ganz Ihrer Meinung Herr Duschek! Leider hat die Agrar- und Ernährungsindustrie eine seeehr starke Lobby in Brüssel…..

Bild des Benutzers Dietmar Nußbaumer
Dietmar Nußbaumer 23.01.2023, 20:08

Jetzt regen sich bereits viele Landsleute auf, dass die Milchbauern 90 Cent für den Liter wollen. Viele Biobauern geben europaweit auf, weil die Discounter die Preise drücken. Ohne Pestizide werden Lebensmittel teurer werden, das sollte schon allen klar sein.

Bild des Benutzers Josef Fulterer
Josef Fulterer 24.01.2023, 06:56

Die 1,1 Mio. Stimmen müssen noch deutlich lauter werden um zu erreichen, dass die bereits überversorgten EU- Parlamentarier es nicht mehr wagen, "mit der schäbigen reichlich Wohltaten-spendenden Lobby der Chemie-Industrie und den Bauern-mordenden Lebensmittel-Konzernen zu klungeln!"

Advertisement
Advertisement
Advertisement