geld
upi
Advertisement
Advertisement
Corona-Bonus

Lob der Verhältnismäßigkeit

Gott sei Dank haben wir diesen Landeshauptmann, und warum Paul Köllensperger die Höchststrafe verdient: nämlich zu bleiben. Nachsommer-Gedanken zum 600-Euro-Skandal.
Von
Bild des Benutzers Florian Kronbichler
Florian Kronbichler23.08.2020
Advertisement
Salto Plus

Liebe/r Leser/in,

dieser Artikel befindet sich im salto.archiv!

Abonniere salto.bz und erhalte den vollen Zugang auf etablierten kritischen Journalismus.

Wir arbeiten hart für eine informierte Gesellschaft und müssen diese Leistung finanziell stemmen. Unsere redaktionellen Inhalte wollen wir noch mehr wertschätzen und führen einen neuen Salto-Standard ein.

Redaktionelle Artikel wandern einen Monat nach Veröffentlichung ins salto.archiv. Seit 1.1.2019 ist das Archiv nur mehr unseren Abonnenten zugänglich.

Wir hoffen auf dein Verständnis
Salto.bz

Abo holen

Bereits abonniert? Einfach einloggen!

Der Lockdown ist vorüber. Die Krise ist es nicht. Mit einem salto-Abo unterstützen Sie unabhängigen und kritischen Journalismus und helfen mit, salto.bz langfristig zu sichern!

Advertisement
Advertisement

Kommentare

Bild des Benutzers Marcus A.
Marcus A. 23.08.2020, 12:56

Eine interessante Analyse.
Und immer mehr denke ich, dass Kompatscher die Rolle eines Parteiobmannes viel besser als jene des Landeshauptmanns stehen würde.

Bild des Benutzers elisabeth garber
elisabeth garber 23.08.2020, 14:07

@Marcus A. Und der Vorschlag für den LH?

Bild des Benutzers elisabeth garber
elisabeth garber 23.08.2020, 14:09

Keine Angst @F. F. Runge schon gelesen, aber jeder* hat halt Prioritäten.

Bild des Benutzers Florian Hinteregger
Florian Hinteregger 23.08.2020, 13:46

Der LH sagt die Empörung über die 600 Euro sei überzogen. Dabei weiß er ganz genau, dass es nicht nur um den Corona-Bonus geht. Hinter der Empörung, der Wut und der Enttäuschung steht viel mehr, was sich in letzter Zeit bei vielen Bürgern aufgestaut hat. Für mich wesentlich die Entfremdung der Politik von der Bevölkerung. Viele Menschen fühlen sich nicht mehr gehört und schon gar nicht mehr vertreten. Die SVP arbeitet vorzugsweise für die Lobbys und jene, die keinen starken Verband hinter sich haben, werden vernachlässigt. Menschen die nicht wahrgenommen sondern ignoriert werden, reagieren nun mal mit Frust und Verärgerung. Für mich ein ganz normales menschliches Verhalten. Zusätzlich kommt noch Corona mit all seinen Maßnahmen. Menschen werden in ihrer Freiheit massiv eingeschränkt und viele müssen finanzielle Einschnitte hinnehmen, die bis zur Existenzbedrohung gehen können. Angst und Wut, für mich eine ganz normale menschliche Reaktion. Und nun kommen die Politiker, die obwohl sie zu den Spitzenverdienern gehören, in den Hilfstopf für die wirklich Geschädigten greifen. Vielen reichts und sie machen ihrem Zorn Luft, wohl wissend, dass ihre Aufregung nichts verändern wird. Aber laut LH ist dieser Zorn und die Empörung nicht gerechtfertigt oder verhältnismäßig, er spricht der Bevölkerung sogar dieses kleine Entlastungsventil als überzogen ab. Zudem sind seine Aussagen, wie z.B. der Vergleich mit dem Fahrraddieb nur beschämend. Schlussendlich muss der LH die Nicht-Sanktionen verteidigen, welche er und seine Unterstützer aus rein partei- und machtpolitischen Gründen durchgesetzt haben. In meinen Augen macht er dabei keine gute Figur, so wie die anderen Protagonisten auch. Übrig bleibt ein Vertrauensverlust und etwas zusätzliche Verdrossenheit bei der Bevölkerung.

Bild des Benutzers Sepp Bacher
Sepp Bacher 23.08.2020, 16:01

Ich bin ganz Ihrer Meinung, Herr Hinteregger!

Bild des Benutzers Georg Lechner
Georg Lechner 23.08.2020, 15:59

Wünscht euch keinen Kapuziner zum LH, denn den Kapuzinern gehört halb Schwaz.
In Relation zu den von den Corona- Folgen schwer Getroffenen (etwa in Gastronomie, Tourismus oder Kultursektor) war die Inanspruchnahme der 600 € durch die am Pranger stehenden Politiker unverhältnismäßig, in Verhältnis zu diversen politischen Entscheidungen eine Lappalie.
Es werden sich zukünftig weniger Leute in die Politik wagen - nicht wegen etwaiger politischer Anprangerung, sondern wegen der Entscheidungen, die sie aus Parteiräson mittragen müssten (man denke etwa an den Flughafen).

Bild des Benutzers Martin Aufderklamm
Martin Aufderklamm 23.08.2020, 20:17

Der Namen Lanz fällt einmal, Tauber zweimal, Schuler dreimal, Köllensperger aber gleich neunmal.
Sind da etwa alte Rechnungen offen?

Bild des Benutzers Sebastian Felderer
Sebastian Felderer 23.08.2020, 21:29

Ganz der Meinung von Florian Hinteregger. Ich staune, was ein Berufsjournalist alles für Vorteile hat. Nicht community und zum Kommentieren anmelden. Ich ziehe den Hut, ja Journalist müsste man sein, nicht nur schreiben können. Jetzt weiß ich's.

Bild des Benutzers Arne Saknussemm
Arne Saknussemm 24.08.2020, 01:40

Ich kann Vielem in ihrem Beitrag beipflichten. In einigen Punkten muß ich jedoch widersprechen. Zitate in Anführungsstrichen:
"Nie werde ich glauben, jemand geht des Geldes wegen in die Politik. Er wird Macht suchen, Ansehen, Titel, einen Platz in der ersten Reihe in jedem Saal..."
- Geld IST Macht, Herr Kronbichler. Nennen sie mir einen Menschen auf dieser Welt, der Macht hat und nicht reich ist! Und kommen sie mir jetzt nicht mit Ghandi oder Jesus ! -
"Wem es ums Geld geht, der findet einfachere, sicherere Wege dorthin."
- Welche denn? In keinem anderen Beruf, wie dem des Politikers, kann man so viel Scheiße bauen, ohne dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden! Das schlimmste was ihm blüht, ist der Rücktritt.-
"Muss man selber Politiker gewesen sein (wie ich), um zu verstehen, dass gewählt zu sein nicht ein Glückslos in der Lotterie ist, sondern harte Arbeit, dickes Fell, hohe Kosten und quasi unbeschränkte Verfügbarkeit bedeutet?"
- Nein, muß man nicht! Aber diese Arbeitsbedingungen treffen auch auf Krankenpfleger zu, oder Arbeiter auf einer Bohrinsel oder einem Arzt auf Lampedusa ... mit dem Unterschied daß diese Leute nur einen Bruchteil des Politikergehaltes beziehen!
- Das mit den hohen Kosten finde ich etwas lächerlich, da einem Politiker als Landes- oder Staats-bediensteten fast alle Spesen rückerstattet werden. Und falls der Ärmste wirklich mal etwas aus eigener Tasche bezahlen muß, wird er daran sicher nicht zugrunde gehen.
Und zum Abschluß noch ein Letztes : Nicht alle Menschen, die Ungerechtigkeiten anprangern oder sich über peinliche Politiker empören, sind Wutbürger!

△rtim ୍℘୍stロ 25.08.2020, 00:50

Da wird doch der Hund in der Pfanne verrückt! Satire pur.
Nach dem bestellten PR-Gesprächsauftritt (https://www.facebook.com/201834673860032/posts/613672349342927/ ) dem Sarner Schmäh eines Lochers bei der SVP-Sitzung ( https://www.tageszeitung.it/2020/08/23/a-theater-wegen-600-euro/ ) nun auch noch der Politrentner Kronbichler!
Herr Onorevole a.D. auch in einer repräsentiven Parteiendemokratie werden Politiker-innen hoffentlich noch gewählt und nicht dazu verurteilt. Siehe Berlusconi ...
Aber nach all den Skandalen der Vergangenheit sollten Politiker-innen mittlerweile wissen, dass zur politischen Korrektheit auch eine minimale Sensibität gegenüber der Öffentlichkeit gehört.
Ein politische Berater - zumindest in Europa - rät zurecht: Leute seid doch so nett und zieht euch zumindest eine Hose an, wenn euch schon die Sonne aus dem A scheint!

Advertisement
Advertisement
Advertisement