Grenzgänger Brenner
Othmar Seehauser
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Ausblick

Grenzgänger am Brenner

Grenzkontrollen, leere Straßen und Menschen, die zu Fuß über den Brenner gehen. Eine Fotoreportage von Othmar Seehauser.
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Vor vielen Jahrzehnten gehörte es zu Normalität. Menschen, die zu Fuß mit Gepäck und Koffern die Grenze am Brenner passierten. Scharf kontrolliert von den Zöllnern und der Grenzpolizei gleich von zwei Staaten. Im vereinten Europa war auch die Brennergrenze durchlässig geworden. Kontrollen eher die Ausnahme und Grenzgänger mehr oder weniger ausgestorben.
Corona hat auch das Bild und die Situation am Brenner vollkommen verändert. Wo sonst reges Treiben, Markt-  und Geschäftslärm dominiert, der Transitverkehr und der Personenverkehr auf der Straße und der Schiene Zehntausende Fahrzeuge und Menschen durchschleust, herrscht jetzt gespenstische Ruhe und Leere. Auf den Straßen sind kaum mehr Fahrzeuge unterwegs. Wer im Auto unterwegs ist wird dies- und jenseits des Brenners scharf kontrolliert. 
Immer wieder kommen jetzt Fußgänger am Pass an. Es sind vor allem Studenten und italienische Staatsbürger, die zurück in die Heimat wollen. Weil auch der Zugverkehr über den Brenner längst unterbrochen ist, fahren die Meisten mit dem Regionalzug bis nach Steinach, um dann per Taxi an die Grenze zu gelangen. Auf der italienischer Seite fährt der Zug dann weiter in Richtung Süden.
Othmar Seehauser, der auch in diesen Tagen beruflich als Pressefotograf unterwegs ist, hat mit der Kamera diese besondere Stimmung am Brenner eingefangen. Die Musik kommt diesmal von einer der bekanntesten Südtiroler Bands. Der Spolpo Blues Band. Wie könnte es anders sein: Ein passender Lou Reed Klassiker aus ihrem Livealbum „Live auf der Gompenolm“ (2002).
 
Grenzgänger am Brenner von Othmar Seehauser
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Kommentare

Bild des Benutzers Ulf Thomas
Ulf Thomas 27.03.2020, 09:14

Ich bin vor 3 Tage problemlos eingereist. Der Zug endet in Steinach. Dort fährt ein großer Bus direkt an die Grenze. Die Österreicher interessieren sich nicht. Einfach zum Bahnhof durchlaufen. Keine italienischen Behörden vor Ort.

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