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Berge und Hütten

Die Brixner Hütte

Als lohnendes Ausflugsziel für Familienwanderungen ist die Brixner Hütte in den Pfunderer Bergen weitum bekannt.
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Text: Martin Niedrist

Beitrag in Zusammenarbeit mit dem Alpenverein Südtirol
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Bei der  abwechslungsreichen Umgebung im inneren Valser Tal kommen aber auch Naturliebhaber und Gipfelstürmer auf ihre Kosten. Höhenwanderer schätzen vor allem die freundliche Atmosphäre der Etappen- Unterkunft auf dem Pfunderer Höhenweg.
Die Brixner Hütte (2.282 m) befindet sich am Rand der Pfannealm, einer herrlichen, von Almweiden und steilen Mattenhängen geprägten Hochfläche in den Pfunderer Bergen. Die halbkreisförmig durch einen Kranz wilder Berggipfel umrandete Lage gibt der Alpenvereinshütte dabei einen besonderen Reiz. Geologisch gesehen nehmen Kalkphyllite und Kalkglimmerschiefer nahezu den gesamten inneren Tal- und Kammbereich ein.
Mit der Wurmaulspitze (3.022 m) als Hausberg und der Wilden Kreuzspitze (3.132 m) als höchster Erhebung der Pfunderer Berge, sind zwei einfach zu besteigende Dreitausender nicht weit. Nach Süden hin eröffnet sich durch das Valser Tal (umgangssprachlich Valler Tal) ein weiter Fernblick, der bei guter Sicht bis zu den westlichen Dolomiten reicht.

Auf vielen Pfaden zur Brixner Hütte
Der Normalzustieg beginnt beim Parkplatz vor der Fanealm (1.396 m, im Sommer Bus-Shuttle ab Vals) und nimmt rund 1,5 Stunden in Anspruch. Nachdem man das beeindruckende Almdorf hinter sich gelassen hat, führt der Weg durch eine ausgeprägte Klamm – die „Schramme“ – weiter hinauf ins Innere Valser Tal, von wo aus die Hütte bald auszumachen und erreicht ist. Für eine Ganztagestour bietet sich die Rundwanderung zum Wilden See an: Er rühmt sich, der tiefste Bergsee Südtirols zu sein. Der dafür erforderliche Anstieg durch das Rauhtal sollte nicht unterschätzt werden, hier muss man bis in den Spätsommer hinein mit Resten von Schneefeldern rechnen. Die Brixner Hütte ist Etappenziel auf dem Pfunderer Höhenweg, der auf insgesamt 70 Kilometern vier Schutzhütten verbindet: die Simile-Mahd-Alm, die Brixner Hütte, die Edelrauthütte und die Tiefrastenhütte. Zudem lässt sich die Brixner Hütte auch vom Pfitscher Tal aus über das Sandjöchl erreichen.

Hütte mit Geschichte
Bereits 1909 eröffnete die Sektion Brixen nahe dem heutigen Standort eine kleine Schutzhütte, die aus einer einstigen Jägerhütte hervorging. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde das Bauwerk enteignet und dem CAI übertragen. Mangels Interesse an der Führung der Hütte verfiel sie nach 1945 allmählich. Anfang der 1970er-Jahre nahm die Ortsstelle Mühlbach der AVS-Sektion Brixen den Neubau in Angriff. Die in Blockbauweise errichtete Schutzhütte konnte nach unzähligen freiwilligen Arbeitsstunden schließlich 1973 fertiggestellt werden, 1994 folgte eine Erweiterung. Freundliche Atmosphäre und bodenständige Kost Langjährige Hüttenwirtin ist Martha Oberhofer, sie bewirtschaftet die Alpenvereinshütte liebevoll mit ihrer Familie.

Die Brixner Hütte nimmt an der Alpenvereinsinitiative „So schmecken die Berge“ teil. Dabei stammt der Großteil der Produkte aus der unmittelbaren Umgebung und möglichst aus ökologischer  Berglandwirtschaft. Es gilt: so lokal und regional wie möglich. Die durchgehend warme Küche bietet schmackhafte regionaltypische Gerichte. Zu den Spezialitäten des Hauses gehören die Buchweizen und Leberknödel. Auch hausgemachte Säfte werden angeboten. Regelmäßig im September findet der Brixner Hüttenlauf statt. Start ist bei der Talstation Jochtal, die Laufstrecke führt in 8 Kilometern und gut 900 Höhenmetern zur Brixner Hütte.

 

BRIXNER HÜTTE (2.282 M)

Hüttenwirtin: Martha Oberhofer

Öffnungszeiten und Kontaktdaten: Anfang Juni bis Mitte Oktober

Tel. Hütte: 0472 547131, info@brixnerhuette.it, www.brixnerhuette.it

Schlafplätze: 37 im Matratzenlager

Anreise mit Bus: Von Mühlbach nach Vals (im Juli und August Bus-Shuttle bis Fanealm)

Hüttenzustiege: Vom Parkplatz Fanealm (1.716 m) ca. 1,5 h

Tourenmöglichkeiten: Wilde Kreuzspitze (3.132 m), Wurmaulspitze (3.022 m), Wilder See (2.538 m)

Nachbarhütten:
Simile Mahd Alm (2011 m), Brenninger Biwak (Notunterkunft, 2.156 m), Edelrauthütte (2.545 m), Sterzinger Hütte (Selbstversorgerhütte des AVS, 2.348 m)

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