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(c) unsplash
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Ernährung

Der ökologische Fußabdruck

Die Ernährung des Einzelnen trägt Maßgeblich zum Co2-Abdruck der Menschheit bei. Wie wir diese nachhaltig, fair und sozial gestalten können.
Von
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Julia Zacherl05.11.2021
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Wir produzieren und verbrauchen, wir verschmutzen und nutzen „unsere“ Erde. Das machen alle Lebewesen - nicht nur wir Menschen. Der Unterschied zwischen den Tieren und den Pflanzen auf der einen Seite und dem Menschen auf der anderen Seite ist, dass wir Menschen, so wie wir aktuell leben, mehr von „unserer“ Erde verbrauchen, als die Erde (die Natur) in der Lage ist, wieder in Ordnung zu bringen.

Und genau diesen Verbrauch an Natur haben die Herrn Wackernagel und Rees in den 1990er Jahren als den ökologischen Fußabdruck definiert: Der ökologische Fußabdruck gibt an, wieviel Acker- oder Weideland, wieviel Hektar Wald oder Meeresfläche notwendig sind, um die Spuren, die wir mit unserem Verhalten hinterlassen, wieder in Ordnung zu bringen.

Sinnvollerweise sollte unser Fußabdruck immer kleiner sein als die zur wieder Herstellung zur Verfügung stehenden Ressourcen. Jeder kann mittlerweile seinen ökologischen Fußabdruck im Internet berechnen. Hierzu muss man nur „ökologischer Fußabdruck berechnen“ eingeben und schon öffnen sich viele Seiten.

Aktuell ist der gesamte Fußabdruck von uns Menschen so groß, dass wir 1,7 Erden bräuchten, um unsere Ausbeutung wieder auszugleichen. Wir Menschen leben global gesehen also auf zu großem Fuß!

 

Was kann jede*r einzelne von uns dagegen tun?

 

Es ist gar nicht so schwer, seinen Fußabdruck zu verkleinern. Es gibt, bezogen auf die Ernährung, 3 Regeln. Wenn man sich an sie hält, ist man schon auf einem guten Weg.

1. Ernähren Sie sich nachhaltig.

Sich nachhaltige zu ernähren bedeutet darauf zu achten, dass die Lebensmittel umweltfreundlich hergestellt werden, gesund, wirtschaftlich tragbar sind und für alle zugänglich. Das übergeordnete Ziel einer nachhaltigen Ernährung ist es, sich so zu ernähren, dass alle Menschen sich gesunde und sichere Lebensmittel leisten können.

2. Ernähren Sie sich regional und saisonal.

Unter einer regionalen Ernährung versteht man Nahrungsmittel die aus einem Umkreis von maximal 100 km stammen. Hier für Südtirol sind also sizilianische Orangen nicht mehr regionales Obst. Typisch für diese Region sind Äpfel und Trauben, Zwetschgen und natürlich das Gemüse regionaler Bauern. Auch Milch und Milchprodukte, sowie Eier und Fleisch der heimischen Bauern sind regionale Lebensmittel.

Regionale Waren haben viele Vorteile. Sie werden frisch und reif geerntet und enthalten deshalb oft mehr Vitamine und Mineralstoffe. Dadurch, dass sie reif geerntet werden, ist meist der Geschmack viel intensiver. Die Transportwege für diese Lebensmittel sind viel kürzer. Nicht auf den Tisch gehören also Kiwi oder Avocados, die von weit eingeflogen werden müssen.

Saisonal gilt in erster Linie für Obst und Gemüse. Es bedeutet, dass man nur das Obst und Gemüse isst, das gerade Erntezeit hat. Beispielsweise sind hier in Südtirol jetzt im Herbst Kastanien reif, aber auch Äpfel, Zwetschgen und Kohlsorten, Karotten und Spinat haben gerade Saison. Esse ich saisonal, bedeutet das oft auch weniger CO2, weil dieses Gemüse nicht in Gewächshäusern, sondern im Freien wachsen kann. 

Um diese Jahreszeit nicht auf den Tisch gehören Erdbeeren, Pfirsiche oder Aprikosen. Wenn man sich jetzt beispielsweise Erdbeeren leistet, kommen diese meistens aus einem Land, wo gerade Sommer ist und machen aufgrund der langen Anreise einen großen ökologischen Fußabdruck.

3. Ernähren Sie sich fair.

Das bedeutet, dass wir nicht immer eine Schnäppchenjagt machen sollen und versuchen sollen, das billigste Fleisch, Obst oder Gemüse von irgendwo her zu ergattern. Wir Verbraucher sollten bereit sein, für das, was wir essen wollen, dem Hersteller einen fairen Preis zu bezahlen. Das gilt nicht (nur) für Bananen und Kaffee, die wir als Fair-Trade-Produkte kaufen. Gerade diese Produkte aus entfernten Ländern haben wegen der Entfernung einen großen ökologischen Fußabdruck. Faier heißt, dass wir auch bereit sein sollen, den heimischen Produzenten von Milch, Fleisch, Fisch, Eier, Obst, Gemüse und Getreide einen fairen Preis zu bezahlen. Denn auch die heimische Landwirtschaft hat ein Recht auf einen fairen Preis.

Sie sehen, dass jede*r durch eine klimaoptimierte Ernährung täglich mit relativ wenig Aufwand einen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann.

 

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Kommentare

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Klemens Kössler 06.11.2021, 11:27

Ich finde es wichtig dass jeder seinen ökologischen Fußabdruck kontrolliert und bewusst reduziert.
Die Ernährung ist eine Sache, viel grösser ist der Fußabdruck für Urlaubszwecke. Vor allem in der sogenannten "Sharmwoche" (Sharm el Sheik-Woche) ist das Verhalten unserer Mitmenschen einfach nur zum Haare raufen.
Eine Weltweite Besteuerung des Flugbenzin mit deren einnahmen CO2-reduzierende Maßnahmen finanziert werden könnten sollte eigentlich möglich sein.
In Glasgow darf man sich aber weiterhin das "blablabla" der Redner anhören, Mut zur Veränderung findet man nicht.

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Klemens Kössler 06.11.2021, 11:27

Ich finde es wichtig dass jeder seinen ökologischen Fußabdruck kontrolliert und bewusst reduziert.
Die Ernährung ist eine Sache, viel grösser ist der Fußabdruck für Urlaubszwecke. Vor allem in der sogenannten "Sharmwoche" (Sharm el Sheik-Woche) ist das Verhalten unserer Mitmenschen einfach nur zum Haare raufen.
Eine Weltweite Besteuerung des Flugbenzin mit deren einnahmen CO2-reduzierende Maßnahmen finanziert werden könnten sollte eigentlich möglich sein.
In Glasgow darf man sich aber weiterhin das "blablabla" der Redner anhören, Mut zur Veränderung findet man nicht.

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