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IDM-Präsident Thomas Aichner: "Wir sollten uns trauen, das ehrlich zu handhaben."

Pestizide

"Wir sollten uns trauen, das ehrlich zu handhaben"

Wie verträgt sich die Vision vom begehrtesten Lebensraum Europas mit der internationalen Berichterstattung über Mals? Antworten von IDM-Präsident Thomas Aichner.
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salto.bz: Auf der Homepage der IDM liest man: Wir arbeiten daran, dass Südtirol der begehrteste Lebensraum Europas wird. Wie sehr steht Ihnen dabei die internationale Berichterstattung über den Kampf für ein pestizidfreies Mals im Weg, Herr Aichner?
Thomas Aichner: 
Solche Dinge gehören zu einem Lebensraum dazu. Noch dazu zu so einem engen wie Südtirol, wo nur 6 % der Fläche bebaubar sind. Da liegt es in Natur der Sache, dass es Konflikte und unterschiedliche Meinungen gibt. Ich glaube, dass wir uns nicht scheuen dürfen, dazu zu stehen, und habe auch keine Angst davor, wenn andere Medien das thematisieren. Also, wenn mich jemand darauf anspricht, sage ich: Ja. das ist ein Problem, da sind wir dran und arbeiten.

In welche Richtung arbeiten Sie?
Ich kann ihnen heute noch nicht genau sagen, was die Lösung ist. Aber ich glaube, es wäre ein totaler Fehler zu versuchen, diese Diskussion unter den Scheffel zu stellen. Wir können nicht sagen, wie sind ein Lebensraum, und dann einen ganz wichtigen Aspekt dieses Lebensraums touristisch verschweigen. Das wollen wir nicht.

"Man muss schon sagen, dass die Diskussion um Mals sicher geholfen hat, vielen Verantwortlichen die Augen zu öffnen."

Doch die IDM zeigt in Ihrer Kommunikation großteils das, wofür in Mals gekämpft wird. Pioniere der Nachhaltigkeit, naturbelassene Landschaften statt monotoner Apfel-Plantagen, aus denen Sprühnebel aufsteigt....Betreiben Sie Green-Washing?
Ich traue mich zu sagen, dass wir im Gegensatz zu anderen alpinen Regionen sicher kein Green Washing betreiben. Denn wir lehnen Bildbearbeitung und Bildveränderung ab. Wenn bei uns auf einem Foto ein Liftmasten zu sehen ist, bleibt er drinnen. Aber natürlich ist es unsere Aufgabe, Südtirol attraktiv und begehrlich zu machen. Und deshalb stellen wir in der Kommunikation immer spannende Geschichten und Persönlichkeiten in den Vordergrund. Alles andere wäre kontraproduktiv.

Wie eben Berichte über Giftwolken oder eine industriell betriebene Monokultur...
Noch einmal: Die Apfelproduktion gehört zu Südtirol dazu, ist Teil unserer Kultur. Und wir sollten uns trauen, das ehrlich zu handhaben. Wir sind ein ganz normales kleines europäisches Volk mit allen normalen europäischen Problemen, und die müssen wir auch nicht verstecken. Mir tut die Diskussion allerdings für unsere konventionellen Bauern leid. Sie kommen nun ins Fadenkreuz, obwohl sie im Rahmen des integrierten Obstanbaus viel strengere Regeln einhalten als es die EU verlangen würde. Über andere Regionen, die hart an die Grenzwerte gehen, wird dagegen überhaupt nicht berichtet. Wenn ich ein Bauer wäre, würde ich mir denken: Dann kann ich gleich ans Limit gehen, weil geschimpft werden wir ja sowieso.

"Wir können nur sagen: Lieber Bauernbund, der europäische Trend geht ganz klar in diese Richtung."

Ihr Kollege Marco Pappalardos hat im Rahmen der Toblacher Gespräche einmal angedeutet, die damalige SMG werde "die Lage beobachten und handeln, wenn der Apfel nicht mehr zu den zentralen Botschaftern Südtirols gezählt werden kann“. Laut Ihnen gibt es diesbezüglich aber keinen Handlungsbedarf?
Nein, überhaupt nicht. Ich fände es schlimm, wenn wir den Auftrag haben, das Land Südtirol zu kommunizieren und dann sagen: Der Apfel ist ein Massenprodukt, den wollen wir nicht. Der Apfel gehört dazu! Ich persönlich bin auch kein Freund von Hagelnetzen und diesen Dingen, aber das ist im Moment einfach die Realität und wir müssen gemeinsam schauen, wie wir da wieder raukommen. Vor allem müssen wir auch die Bemühungen des Bauernbundes und die 10.000 Familien sehen, die da dran hängen. Denn natürlich wäre die IDM lieber schon morgen eine Green Region. Doch wir sind realisitisch genug zu sagen, dass dorthin nur ein gradueller Prozess führen kann.

Gibt  es Ihres Wissens Urlauber, die wegen der Pestizid-Diskussion nicht mehr nach Südtirol kommen?
So weit sind wir jetzt nicht. Also, ich glaube, bei der Urlaubsentscheidung ist dieses Thema nicht signifikant genug. Wenn jemand solche Berichte liest,  sagt er höchstens: Aha, die Südtiroler haben halt auch ihre Probleme und es ist nicht alles Gold, was glänzt. Doch wenn ich da hinfahren will, fahre ich trotzdem hin.

Sieht man bei der IDM in Südtirols Landwirtschaft noch ungenutztes Potential in Sachen Bio und Nachhaltigkeit?
Absolut. Ich würde mich dabei zwar nicht nur auf Bio beziehen, sondern generell von mehr Nachhaltigkeit sprechen. Aber der Trend geht ganz klar in diese Richtung und ich glaube, das haben Politik und Bauernbund auch verstanden. Man muss den einzelnen Bauern nur einfach Zeit geben, sie in diese Richtung fördern und fordern, schulen und weiterbringen. Da gibt es künftig sicher auch politisch noch größeren Spielraum dafür.

"Wenn ich ein Bauer wäre, würde ich mir denken: Dann kann ich gleich ans Limit gehen, weil geschimpft werden wir ja sowieso."

Haben Sie darüber nachgedacht, ob es sinnvoll wäre, der Berichterstattung über Mal etwas entgegenzusetzen?
Nein, eine Gegenkommunikation kommt nicht in Frage. Mals gehört zu Südtirol, Mals ist Südtirol, und es wäre ganz schlimm, wenn wir Mals direkt oder indirekt angreifen würden. Was dort passiert, ist mutig und schön, und ein Zeichen der Selbstbestimmungstendenz der Tiroler, die wir einfach haben. Ich glaube, dass wir unabhängig von Mals überlegen müssen, wie wir die Qualität unserer Produkte noch besser kommunizieren können. Doch auch wenn ich es schade finde, dass man bei solchen Diskussionen immer in Schwarz-Weiß-Positionen verfällt: Man muss schon sagen, dass die Diskussion um Mals sicher geholfen hat, vielen Verantwortlichen die Augen zu öffnen.

Wofür?
Dafür, dass die Menschen bei diesem Themen sehr sensibel sind und dass die Mehrheit der Bevölkerung gesagt hat, das wollen wir nicht. Das ist für mich schon ein Indiz, dass wahrscheinlich auch die Mehrheit der Europäer beim Thema Pflanzenschutz sensibel ist und es deshalb wichtig ist, dass man es ernst nimmt.

Gibt es schon eine „Task Force Pflanzenschut“ zwischen IDM und Bauernbund?
Nein, das ist nun wirklich nicht Aufgabe der IDM. Wir können nur sagen: Lieber Bauernbund, der europäische Trend geht ganz klar in diese Richtung. Das hat der Bauernbund aber bereits verstanden und entwickelt sicher seine Strategien. Allein schon aus dem banalen Grund, dass Spritzmittel extrem teuer sind. Doch wie gesagt: Lassen wir den Bauern Zeit, schaffen wir mehr Anreize und versuchen wir, zu überzeugen. Denn ich bin davon überzeugt, dass Wertegemeinschaften immer stärker sind als Regelgemeinschaften.

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Kommentare

Bild des Benutzers Sigmund Kripp
Mals ist der Startschuss dafür, dass die von der Tourismuswerbung lancierten schönen Bilder irgendwann Wirklichkeit darstellen.
Bild des Benutzers Markus Gufler
Für mich entwickelt es sich immer mehr zu einem Schuß in's Knie. Ich kann T.Aichners Sicht bis auf einen Punkt vollständig folgen: Mals greift - hauptsächlich in Persona Herrn Schiebel - andere südtiroler Regionen massivst an und versuch sie möglichst schlecht dastehen zu lassen, mit dem Ziel die eigene Wunschvorstellung als einzig akzeptierbare Lösung leuchten zu lassen. Diesbezüglich war auch das Radio-interview eines Malser Aktivisten vergangene Woche sehr aufschlussreich: Mann weiß offensichtlich dort sehr gut was einzig richtig, akzeptabel und gefälligst umzusetzen ist. Es ist bedenklich, dass dabei nicht der Apfelanbau, bzw. die landwirtschaftliche Produktion in Europa oder gar weltweit in Frage gestellt wird, sondern explizit Druck auf Südtiroler Bauern ausgeübt wird, indem sie im benachbarten Ausland bewusst schlecht dargestellen werden. Da fällt mir nur "auf Biegen und Brechen" dazu ein. Oder "Durchsetzen der eigenen Weltanschauung ohne Rücksicht auf Verluste" Und das, so finde ich hat keinen Schongang verdient, einfach aus dem Grund weil es sich - wenn einmal prinzipiell durchgesetzt - wohl kaum jemand selbst wünschen würde: du machst etwa, das mir nicht passt und deshalb befehle ich dir jetzt wie du zu tun hast! Wenn man sich Aichners letzten Satz auch im gallischen Mals zu Herzen nehmen würde, müsste es dort schon lange einen mehrheitlichen Beschluss geben, so weit wie nur irgendwie möglich ausschließlich Bio zu konsumieren und den Rest im Regal vergammeln zu lassen. Weil aber das genau nicht passiert, und sie lieber Nummern auf Pflastersteine malen, ergibt sich de fakto die Situation, dass die Malser zwar keine Pestizide, sehr wohl aber die damit andernorts (!) produzierten Produkte haben wollen. In Mals hört man immer wieder die Ausrede, dass dort spezielle Windverhältnisse eine andere Situation ergeben. Dem könnte man zustimmen, wenn eben dieser außergewöhnliche Wind mit Windrädern zur nachhaltigen Co2-neutralen und atomkraft-freien Stromproduktion beitragen würde. Die Windräder hat man aber auch nicht bei sich haben wollen und wieder abgebaut. Für mich bezeichnend und entlarvend genug, um die jetzt passierende Klugmaierei ganz sicher nicht einfach so durchgehen zu lassen. Es würde als Prinzip zu einem Wettlauf zur eigenen Ungeeignetheit für alles Belastende werden. Es dürfte mehr als logisch sein, dass das nicht aufgehen kann. Auch ich halte Wertegemeinschaften für sehr viel besser geeignet als regelnde Vorschriften. Wenn die Malser Bio durch konsequenten Kauf mass-iv wertschätzen würden, getraue ich mich zu garantieren, dass die Produzenten eben diesen Wert auch erkennen und gerne und schnell und mass-ig folgen. Sie wundern sich ja selbst schon lange warum ein Apfel mit einem banalen Rostfleck partout nicht gekauft und gegessen wird. Nicht wundern darf man sich aber, dass die negativ vorwurfsvolle Taktik vom Schiebel & Co. wenig überzeugend, nein im Gegenteil, sogar ablehnend wirkt. Aichner spricht das auch an: Agrios ist eine Anbaumethode die uns andere (marktbegleitende!) Anbaugebiete erst einmal nachmachen müssen. Wenn das giftige Argumentieren aus Mals der Dank dafür ist befürchte ich dass man eher das Gegenteil erreichen wird. An der Stelle auch eine ernst gemeinte Einladung meinerseits an eine Malser Delegation: ich zeige ihnen gerne 3-4 Bio-Fachgeschäfte und Verteiler im Burggrafenamt, die es auch im Oberland ganz gut brauchen könnte. Wenn sie ihre derzeit destruktiv ausgerichteten Kräfte (Beschuldigung, dramatische Filmmusik, Fotos von drei Sprühern, die sich ja nur an die kurzen Bienenflug- und Windfreien Zeitfenster halten, ...) dahingehend orientieren würden, könnte man wirklich viel bewegen.
Bild des Benutzers Markus Lobis
Absurd, zu versuchen, hier das Feindbild Mals auf Alexander Schiebel zu focussieren. Ein sehr durchsichtiger Versuch, den Sack zu prügeln und den Esel zu meinen. Dieser Gufler-Schuss trifft das Gufler-Knie!
Bild des Benutzers Klemens Kössler
Dieser Schluss von Herrn Gufler trifft ins Schwarze und höchstens Ihr Knie Herr Lobis da Sie ja auch so gern schwarz weiß malen ind Weltuntergangsstimmung verbreiten, Beispiel Brixner Hofgarten. Mals ist nun zum Besten Beispiel für Verlogenheit und Opportunismus geworden.
Bild des Benutzers Markus Lobis
Du hast es auf den Punkt gebracht, Sigmund. Genial!
Bild des Benutzers Markus Lobis
Du hast es auf den Punkt gebracht, Sigmund. Genial!
Bild des Benutzers Albert Hofer
Ein mir bekannter Südtiroler Hotelier mit Gästebetrieb inmitten von Weinbergen und Apfelplantagen hat mir mal gesagt: "Gott behüte, dass meine Nachbarn anfangen, biologisch zu arbeiten." Wer schon mal frühmorgendliche Schwefelkalk-Schwaden (ein von Biobauern intensiv genutztes Fungizid/Pestizid) ins Zimmer hereinschwappen erlebt hat, versteht, was er gemeint hat.
Bild des Benutzers Markus Lobis
Bin gespannt, was er sagt, wenn die ersten Gäste abreisen, weil rund ums Haus gesprüht wird.
+1-11
Bild des Benutzers Albert Hofer
Sie haben aber schon verstanden, dass Biobauern Schwefelkalk sprühen, oder?
Bild des Benutzers Markus Lobis
Mehr dazu: http://oekologischerlandbau.jki.bund.de/index.php?menuid=55
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Bild des Benutzers Mensch Ärgerdichnicht
Dass Hoteliers mit Bio-Nachbarn keine große Freude haben, kann ich bestätigen.
+1-11
Bild des Benutzers Markus Lobis
Freue mich auf konkrete Fälle. Und auf Erhellendes von Sigmund Kripp, wenn möglich.
Bild des Benutzers Mensch Ärgerdichnicht
Konkret erlaube ich mir hier nicht Namen zu nennen, aber das kann man sich doch denken oder? Welcher Hotelier will nach jeden stärkeren Gewitter vor seinen Betrieb einen sprühenden Traktor in aller Herrgottsfrühe haben? Da sind doch die 3-4 Behandlungen der konventionellen Bauern schon oft ein Problem.
Bild des Benutzers Albert Hofer
Erhellendes gibts auch von mir. Um die Aussage des Hoteliers verstehen zu können, muss man zwei Dinge wissen: a) Biobauern spritzen deutlich öfter als ihre integrierten oder konventionellen Kollegen. Verständlicherweise, denn sie kämpfen gegen dieselben Sachen, haben aber weniger wirkmächtige Mittel zur Verfügung. Man spricht von rund 30 % mehr Spritzdurchgängen pro Jahr (und entsprechend auch 30 % mehr CO2-Ausstoß, übrigens eine wunde Flanke der biologischen Landwirtschaft...). b) Das von den Biobauern intensiv genutzte Schwefelkalk erkennen auch viele Nichtbauern blind, und zwar weil es stinkt wie der Höllenschlund. Wirklich. Und weil der Gestank bei Windstille ganz gern auch mal einen Vormittag lang über der behandelten Parzelle wabert. Zurück zum Hotelier: Biologisch arbeitende Nachbarn bedeuten aus Touristikersicht zunächst mal 30 % mehr zu unchristlich frühen Morgenstunden randalierende Traktoren und Rauper. Das Gelärme beim Spritzen ist ja schon bei Nachbarn von integrierten und konventionellen Bauern ein Reizthema.... Und es bedeutet erheblich heftigere Geruchsbelästigung. Ob der Bauer nebenan dann "biologisch" arbeitet oder nicht, ist dem genervten Urlauber auch nur noch egal.
+1-11
Bild des Benutzers Klemens Kössler
Herr Lobis ich bin richtig froh dass Sie das Julius Kühn Institut erwähnen es ist ein vertrauenswürdiges ausgewogenes Forschungsinstitut welches Sie auch bei all Ihren Erwähnungen zum sonstigen PSM-Einsatz als Grundlage bringen sollten. Normalerweise bringen Sie allerdings die Datenblätter der PSM da sich damit sehr gut Angst verbreiten lässt. Konsequenterweise sollten Sie dann die Datenblätter auch bei PSM wie Schwefelkalk und Kupfersulfat zeigen.
Bild des Benutzers Markus Lobis
Zeigen Sie, was Sie wollen. Und ich, was ich will. Das ist das Beste!
Bild des Benutzers Marcus A.
Ein sehr interessantes Interview mit sehr interessanten Ansichten eines intelligenten Herrn Aichner, denen man nur zustimmen kann. Die Spitze des Bauernbundes weiß selber ganz genau, dass das Weg von Pestiziden mittel- und langfristig der einzige Wege sein wird, sich von den restlichen Anbietern zu differenzieren und ein Alleinstellungsmerkmal zu entwickeln, mit dem man einem fatalen Preiskampf über einen Premiumpreisaufschlag entfliehen kann. Spätestens wenn Äpfel aus dem Osten den Markt noch mehr überfluten und die Preise noch mehr unter Druck geraten, wird ein weiteres Alleinstellungsmerkmal essentiell. Kurzfristig ist es jedoch nicht so einfach, die Basis von diesem Weg zu überzeugen, ohne dass Köpfe rollen müssten. Aus dem Reflex heraus werden am Anfang auch logische Sachen abgelehnt. Es hat aber wenig Sinn, Sachen von oben herab zu diktieren, wenn die Basis diese aus dem Reflex heraus ablehnt. Und wenn die umdenkende Basis eine kritische Masse erreicht hat, werden auch die Herren an der Spitze die offizielle Richtung ändern. Es braucht halt auch ein wenig Zeit.
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Bild des Benutzers Albert Hofer
Der Genauigkeit halber: Selbstverständlich spritzen auch Biobauern Pestizide (etwa Schwefelkalk) und Fungizide (etwa Kupfervitriol). Ein "Weg von Pestiziden" wird es also nicht geben. Ansonsten, ja, ich verstehe durchaus, was eigentlich gemeint ist. Nur sollte mal so langsam beim Fortschreiten der Debatte der Eindruck vermieden werden, Biobauern arbeiteten mit Blütenbalsam, Honigextrakt und Ringeltänzen bei der Vertreibung der Schädlinge/Krankheiten.
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Bild des Benutzers Sigmund Kripp
Ich stimme Ihnen zu, dass auch die im Bioanbau verwendeten Mittel "Pestizide" im weitesten Sinn des Wortes sind. Ich habe das den Malsern auch schon gesagt; die Front gegen den Begriff sollte sich auch den Begriff "chemisch-syntethische Pestizide" konzentrieren. Denn sie sind es, die unseren menschlichen Körper durcheinander bringen! Schwefel und sogar Kupfer kennt unser Körper! Wenn man ein Ei isst, nimmt man sehr viel Schwefel auf! (manchmal kann man das auch danach riechen....) Aber die chemisch-SYNTHETISCHEN Mittel sind dem Körper unbekannt und lösen Abwehrreaktionen aus, die wir dann "Allergien" oder "Unverträglichkeiten" nennen. Wie soll unser Körper mit Molekülen umgehen, die ihm nicht nur unbekannt sind, sondern die es in der Natur schlichtweg nicht gibt? Das muss zu einer Abwehrreaktion führen! (= Krankheit). Trotzdem möchte ich festhalten, dass Biobauern sehr wohl mit Tees, Pflanzenextrakten, Suden, Ölen, Steinpulvern, und vor allem mit viel präventiver Handarbeit an die Schädlinge drangehen! Die letzte Konsequenz aber wären pilzwiderstandsfähige Apfel- und Rebsorten, die es zwar schon gibt, die aber mit großen Zulassungsproblemen kämpfen - mehr als mit Verkostungsergebnissen....
Bild des Benutzers Albert Hofer
Kupfer ist ein Schwermetall und bei entsprechender Dosierung ein krasses Umweltgift. Wenn jemand mal vorhaben sollte, einen Fluss biologisch abzutöten: einfach Kupfel im Quellgebiet einleiten. Kupfer ist schon in geringen Mengen toxisch für Mikroorganismen, in bestimmten Mengen auch für Wirbeltiere. Beim Morbus Wilson schädigt der zu hohe Kupferüberschuss nachhaltig die menschlichen Organe. Es wurde bei erhöhter Kupferkonzentration im menschlichen Körper auch eine Schädigung der Blut-Hirn-Schranke nachgewiesen, selbst ein Zusammenhang zwischen Kupfer und dem Ausbruch von Alzheimer wurde warhscheinlich gemacht... Das nur nebenbei... Nein, niemand muss Angst haben, wenn Weinbauern Kupfervitriol ausbringen. Die Dosierung ist vermutlich einfach zu gering, als dass zumindest für Menschen nachhaltige Schäden entstehen können. Grad diese Grauschattierung abseits des üblichen Schwarz-Weiß-Denkens (ja, Kupfer ist ein Gift, aber bei den Mengen unbedenklich) mochte man in den Debatten der letzten Jahre den chemisch-syntethischen Pestiziden leider nicht zugestehen. Das nur zum Nachdenken.
Bild des Benutzers Markus Lobis
Näheres zum Kupfer: http://www.bioland.de/im-fokus/artikel/article/kupfer-im-biolandbau.html
Bild des Benutzers Markus Gufler
Es ist interessant, dass die Mals-Fans in der fröhlichen Runde hier scheinbar grundsätzlich davon ausgehen, dass Bio = menschlicher Tagesbedarf bedeutet, und konventionell in Kilogramm beschrieben wird. Und dies obwohl das (bewusst von Schiebel & Co. totgeschwiegene?) Agrios-Programm eine zwar finanziell geförderte aber freiwillige Arbeitsweise ist die die gesetzlichen Auflagen deutlich unterschreitet. Statt dessen versuchte Schiebel erst diese Woche im Zuge seiner Stimmungskampagne eine "europäische Blacklist von Wirkstoffen" als gesetzliche Vorgabe darzustellen, welche die konventionellen Bauern scheinbar illegal brechen. Mit dem Schritt hat er bei mir eine rote Linie übertreten die er noch bereuen könnte. Denn die gesetzlichen Vorgaben werden meines Wissens eingehalten und auch strengstens kontrolliert. Die Blacklist stellt die Meinung eines Wissenschaftlers dar... und demonstriert wohl auch das demokratiepolitische Verständnis der Pestizidgegner: wenn uns ein Gesetz nicht passt ist es falsch und die die sich danach richten deshalb die Bösen.
Bild des Benutzers Klemens Kössler
Herr Lobis, ist ganz toll dass Sie die Infos bei Bioland holen aber Sie sollten doch ein Institut verlinken und keine Marke. Wenn Sie von Autoabgasen sprechen setzen Sie doch auch keinen Link zu Mercedes.
Bild des Benutzers Markus Gufler
Danke für einen mit nützlichen Fakten bestückten Kommentar. Das tut richtig gut zwischen gar einigen inhaltslosen, beschuldigenden Tritten in's Leere die hier heute jemand gleich mehrfach gesetzt hat, ohne auf gestellte Fragen auch nur ansatzweise einzugehen.
Bild des Benutzers Sigmund Kripp
aus Wikipedia: "Bei Kupfermangel steht dem Körper das essentielle Spurenelement Kupfer nicht in ausreichender Menge zur Verfügung. Kupfer findet sich in zahlreichen Enzymen und ist für die Aufnahme von Eisen im Magen-Darm-Trakt mitverantwortlich. Bei Kupfermangel findet sich als Hauptbefund daher oft eine, auf orale Eisengaben nicht ansprechende Eisenmangelanämie. Kupfer findet sich in zahlreichen Lebensmitteln wie Fleisch und Nüssen. Der Tagesbedarf eines Menschen liegt bei 1½ -3 mg. Der Kupferstoffwechsel ist eng mit dem Eisenstoffwechsel verknüpft." Bei der Bodenstudie der Uni Innsbruck https://www.uibk.ac.at/ecology/forschung/projects_soil_ecology/presseberichte/obstbau-weinbau.pdf wurde im Bioweinberg eine außerordentlich hohe Lebewesenzahl festgestellt. (trotz Kupfer...)
Bild des Benutzers Albert Hofer
Alles sehr richtig, Kupfer ist in bestimmten Mengen unbedenklich und sogar wichtig für unseren Körper. In anderen Mengen hingegen sehr giftig, krankheitserregend oder gar tödlich. Alles eine Frage der Dosierung.
Bild des Benutzers Markus Lobis
Ich verfolge sehr aufmerksam, was Thomas Aichner sagt und welche Einstellungen dabei an den Tag dringen. Und ich muss sagen: Mit jeder Stellungnahme gefällt mir dieser Mann besser. Irgendwie ist er für mich ein Kern-Typ und ich finde es gut, dass wir ihn an wichtiger Stelle im Land haben. Wir Südtiroler sind es gewohnt, uns anzulügen. Option? Schlimme Machenschaften von Nazis und Faschisten! Nationalsozialismus? Hat es in Südtirol nicht gegeben! Gedenken an die Judenverfolgung? Brauchen wir nicht, wir sind selbst Opfer! Die Kette ist lang. Es ist an der Zeit, dass wir den Südtiroler Lebenslügen nicht mehr weitere hinzufügen. Das schadet uns nicht, im Gegenteil! Nur durch Ehrlichkeit, Dialog auf Augenhöhe, Kritikfähigkeit und eine ausgewogene Dialektik werden wir zukunftsfähig.
+1-11
Bild des Benutzers Klemens Kössler
Herr Lobis, Sie sind aber einer der Hauptakteure welche Judenverfolgung zu Bauernverfolgung machen. Schon mal in den Spiegel geschaut? Wächst vielleicht ein kleiner Oberlippenbart? Schon mal reflektiert?
+1-11
Bild des Benutzers Markus Lobis
Bin schwer beeindruckt von der bunten Welt des Herrn Kössler. Wie muss man gestrickt sein, um auf solche Schlussfolgerungen zu kommen? Haarsträubend, diese Pestizid-Lobbyisten.
Bild des Benutzers Mensch Ärgerdichnicht
So viel zum Thema Dialektik :D
Bild des Benutzers Klemens Kössler
Herr Lobis noch nicht verstanden was "Pestizid" heißt? Pestizide (von lateinisch pestis ‚Geißel‘, ‚Seuche‘ und lat. caedere ‚töten‘) Mit dem italienischen Ausdruck "Fitofarmaco" wird die Sache viel verständlicher
Bild des Benutzers Salto Community Management
Sehr geehrter Herr Kössler, Bitte vermeiden Sie persönliche Angriffe und unpassende Vergleiche. Dies verhindert eine sachliche Auseinandersetzung zum Thema. Wir danken Ihnen für ihr Verständnis und wünschen weiterhin einen guten und produktiven Meinungsaustausch auf Salto.bz. - Salto.bz Community Management
Bild des Benutzers Markus Gufler
Mit Verlaub, liebes "community management" das war jetzt aber entlarvend und bemerkenswert: Nicht Herr Kössler hat die Juden ins Spiel gebracht, sondern (oben nachzulesen, falls management-seitig von einer Scheuklappe verdeckt) der Herr Lobis. Direkt im Absatz danach, hat er eben dieses Juden-Thema direkt (!) mit einer - seiner Meinung nach - vergleichbaren und nicht zu wiederholenden "Lebenslüge" bezüglich der Pestizide verglichen. Es wäre ja noch vertretbar wenn sie beide Kontrahenten zu etwas mehr Vorsicht bei solchen Themen und Vergleichen aufgerufen hätten. So wie gesagt ist es doch ziemlich entlarvend was sie sich da grade geleistet haben. Zumal der Herr Lobis außer ein paar simplen Links auf externe Seiten meines Erachtens am allerwenigsten zum von ihnen angemahnten "guten und produktiven Meinungsaustausch" beigetragen hat. Darf ich das geehrte Management an dieser Stelle bitten, sich an die Tastatur zu setzen. Vielleicht schaffen sie es ja diesen schmalen Grad, der sie zwischen Herrn Lobis und Kössler so messerscharf unterscheiden lässt, derart in Worte zu fassen, dass man weiß worum es auf Salto geht und wie man sich zu orientieren hat. Besten Dank und geben sie bitte ihr Bestes!
Bild des Benutzers Salto Community Management
Sehr geehrter Herr Gufler, es ist nicht Aufgabe des Community Managements sich auf eine Seite zu schlagen oder eine Seite zu bevorzugen. Falls dieser Eindruck entstanden sein könnte, deckt er sich jedenfalls nicht mit der eigentlichen Intention des Community Managements: dafür zu sorgen, dass die Netiquette eingehalten wird und JEDER das Recht darauf erhält, seine Meinung kund zu tun. Persönliche Angriffe und/oder unpassende Vergleiche schüren Emotionen und stehen unserem Ziel entgegen, den Kommentarbereich als Ort des sachlichen Austauschs zu verankern. Darum geht es auf Salto. Mit freundlichen Grüßen, - Salto.bz Community Management
Bild des Benutzers Markus Gufler
So, liebes Management, da möchte ich (wir) jetzt dann aber etwas genauer wissen: Wenn ich sie richtig verstehe, stört es sie also nicht, dass der Herr Lobis initiativ den Vergleich der Judenverfolgung mit einer von ihm so titulierten Pestizid-Lobby gezogen hat? Bitte lesen sie diesen von Herrn Lobis gezogenen Vergleich noch einmal genau (und wie gesagt möglichst ohne Scheuklappe) durch und erklären sie mir dann bitte noch einmal ganz genau wie sie das mit "...Angriffe und/oder unpassende Vergleiche schüren Emotionen und stehen unserem Ziel entgegen, den Kommentarbereich als Ort des sachlichen Austauschs zu verankern" gemeint haben. Wie gesagt: Ich verstehe dass das nicht einfach wird. Da müssen sie sich jetzt bitte schon etwas mehr anstrengen. Danke!
Bild des Benutzers Salto Community Management
Sehr geehrter Herr Gufler, Wir haben leider nicht die Ressourcen - da dies eine ehrenamtliche Arbeit ist - um mit "messerscharfer" Differenzierung die Positionen der Diskutanten abzuwiegen. Dass wir trotzdem keine gedankenlose Interventionen durchführen und auch um zu zeigen, wie schwierig/undankbar die Rolle des Schiedsrichters ist, möchte ich dennoch auf Ihre Frage eingehen. Herr Lobis brachte das Thema "Gedenken (!) an die Judenverfolgung" (u.a.) als Beispiele dafür, wie sich die Südtiroler Gesellschaft selbst belügt. Bei dem Thema "Mals" sieht er ähnliche Mechanismen. Man kann diese Position sehr gut kritisieren, sie ist aber als solche legitim und kein Verstoß der Netiquette. Sie ermöglicht eine Falsifizierung und damit auch eine weitergehende Diskussion. Die Aussage, dass jemand "Judenverfolgung zu Bauernverfolgung" macht und die Nachfrage, ob bei ihm schon ein "Oberlippenbärtchen" gewachsen sei, ist ein persönlicher Angriff und lässt auch wenig Spielraum für konstruktive Antworten. Siehe auch Godwin's Law. Ich hoffe ich konnte Ihnen die Überlegungen und die damit verbundenen Schwierigkeiten im Community Management nahe bringen. - Salto.bz Community Management
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Bild des Benutzers Markus Gufler
Nun ich denke, dass einer der "schlimme Machenschaften, Nazis, Faschisten, Nationalsozialismus und das Gedenken (of course!) an die Judenverfolgung" als "lange Kette der Lügen" zur Prämisse setzt, um dann glasklar auf die von ihm ebenso titulierte Südtiroler Pestizid-Lobby zu schwenken, dann auch keine Schwierigkeiten mit entsprechenden Antworten haben sollte. Und schon gar keine einseitige in Schutzstellung vom Management notwendig hat! Godwin's Law hat sich ja bereits mit Herrn Lobis Beitrag als zutreffend und verlässlich erwiesen. Ihre ehrenamtliche Verzögerung beim Zurechtweißen könnte man ja gerne tolerieren, wenn sie dann nur nicht so offensichtlich einseitig zutage käme, und auch nach mehrmaligem Insistieren kein Umdenken in Sicht ist. Wären sie mit Herrn Kössler ähnlich tolerant könnten sie doch einfach nur behaupten, dass seine drei Fragen (!) doch ganz einfach mit nein beantwortet werden können. Ihre diesbezügliche Uneinsichtigkeit werte ich erneut als bemerkenswert entlarvend. Zudem wirft ihr Versuch sich hier herauszuwinden eine weitere Frage auf: Wenn man - wie in Persona Herr Lobis - recht grobe Kaliber in Vergleich mit den Südtirolern Bauern zieht, und dieses Verhalten dann von einer anderen Person (Kössler) kritisiert wird, erlaubt ihre Definition von Netiquette eine Abmahnung gegen Kössler wegen persönlichem Angriff. Daraus leitet sich dann aber doch eine Art persönliche Immunität ab, mit der in Richtung unpersönliche Rechtsobjekte problemlos und fernab von dem ihrerseits doch angestrebten produktiven Meinungsaustausch giftige und unsachliche Behauptungen möglich werden, denen man nicht widersprechen darf, weil es dann ja ein persönlicher Angriff wäre. Ein verzwickter Widerspruch, nicht?
Bild des Benutzers Salto Community Management
Sehr geehrter Herr Gufler, Lesen Sie den Kommentar von Herrn Lobis nochmal. Da geht es um die Lebenslügen der Südtiroler. Da steht nichts von einem Vergleich von den "großen Kalibern" zu den Südtiroler Bauern. Herr Lobis genießt auch keine Schutzstellung. Er wird - wie alle - sanktioniert, sobald er die Netiquette verletzt. Verlassen Sie sich darauf. Dass sie von "Uneinsichtigkeit" des CM sprechen, illustriert sehr schön was ich mit meinen vorherigen Antworten durchklingen lassen wollte: es ist sehr schwer "Schiedsrichter" zu spielen und dabei niemandem auf den Schlips zu treten. Das ist keine einfache Aufgabe. Und "Herauswinden" (wie sie meinen) muss sich das CM gar nicht. Es muss sich nicht mal rechtfertigen, denn sonst sind ewige Rechtfertigungskaskaden die Folge. Und Nein. Auch unpersönliche Rechtsobjekte können Gegenstand von Sanktionen werden. Wenn jemand die Südtiroler Bauern mit Nazis vergleicht, gibt's eine Abmahnung. Das ist eine eindeutige Verletzung der Netiquette. Lassen Sie mich abschließend noch ein Wort sagen: Wir freuen uns, wenn Herr Kössler (so wie alle anderen) ihre Meinung auf Salto kund tun. Völlig unabhängig von seiner Meinung. Dann beginnt Salto (als Plattform für Diskurse) zu leben. Ein widerspruchsfreier und einseitiger Diskurs ist unproduktiv und am Ende des Tages auch langweilig. Dies muss aber - wie bei der Meinungsfreiheit selbst - unter gewissen Bedingungen geschehen. Wir bemühen uns, diese Bedingungen zu garantieren und gleichsam jedem Teilnehmer gerecht zu werden. Liebe Grüße, - Salto.bz Community Management
Bild des Benutzers Klemens Kössler
Sollte ich eine Grenze überschritten haben so entschuldige ich mich dafür, es liegt mir fern Menschen zu beleidigen und mich daran zu amüsieren. Was Herrn Lobis betrifft hatte ich mit ihm eine Rechnung offen da er in seinen Äußerungen mehrmals zynisch und herablassend war, ich hoffe Sie schelten auch Herrn Lobis da ich nicht erkennen kann das er sich um ein ausgewogenes Gespräch bemüht. Sollte es für manche Menschen erschreckend sein wenn ich mich nicht scheue Beispiele aus einem der dunkelsten Teile der menschlichen Geschichte zu holen, so muss ich darauf hinweisen dass ich in keinster Weise an diesen schrecklichen Geschehnissen Zweifel aufkommen lasse. Mir den Vergleichen soll vielmehr darauf hingewiesen werden dass in uns Menschen ein grausames Potential steckt welches mit Ausgrenzung, Diffamierung und Verleumdung beginnt und in Taten enden kann welche die leicht daher plappernde Gesellschaft sicher nie gewollt hat und will. Auch Gutmenschen und Ökosoziale verkennen und unterschätzen ihr eigenes Potential zur Hetze. Ich wünsche mir weiterhin eine sachliche Diskussion mit Wahrheiten als Grundlage.
Bild des Benutzers Markus Lobis
Es ist eine böswillige Unterstellung, wenn ich hier lese, ich hätte irgendwas - was auch immer! - mit der Judenverfolgung verglichen. Die Schlüsse, die hier teilweise gezogen werden, sind absurd und ohne jegliche Grundlage. Sie dienen nur dazu, vom eigentlichen Gegenstand der Debatte abzulenken und das ist die geänderte Einstellungn von Konsumenten und nun auch vermehrt von Bauern zu den Produktionsweisen. Ich habe mich in meinem Statement dafür ausgesprochen, dass wir zu den zahlreichen Tiroler Lebenlügen nicht noch eine weitere hinzufügen sollten und genaus das meint Thomas Aichner, wenn er sagt: "Wir sollten uns dieser Debatte offen und ehrlich stellen." Es gibt hier Leute, bei denen sofort der Beißreflex die Oberhand bekommt, wenn es um bestimmte Themen geht oder wenn bestimmte Debattanten auftauchen. Belehrungen von Herrn Kössler in Sachen Antifaschismus halte ich an dieser Stelle für verzichtbar, weil wir uns in diesem Punkt sicher alle einig sind.
Bild des Benutzers Basso Meno
Schließen Sie sich denn ein, wenn Sie von "wir" sprechen? Und warum müssen Sie ermordete Juden als "Argumentationshilfe" in einer Diskussion über die Landwirtschaft benutzen? Seien Sie einfach freundlich zu lebenden Juden, dann haben Sie genug Gutes getan! Danke
Bild des Benutzers F. T.
Als ich in Yad Vashem war wurde mir übel. Als ich in die unterirdische Halle der Millionen ermordeten Kinder eintrat, und ihre Namen hörte , musste ich umkehren. Und dann kommt so ein selbsternannter Bauernführer und vergleicht das vergoldete Leben seiner Anhänger mit dem Holocaust. Wie tief kann man denn sinken um seine Silberlinge zu raffen ?
Bild des Benutzers Basso Meno
Guten Morgen, F.T., auch Sie möchte ich fragen, was der Massenmord an den Juden in einer Diskussion über die Landwirtschaft in Südtirol zu suchen hat. Den ersten Bezug auf den Holocaust in diesem Thread stellte Herr Lobis her und zwar am 28.09.2016 um 15:33 Uhr. Herr Lobis ist nun beileibe kein Bauern"führer" (warum benutzen Sie genau diesen Ausdru ck ?); in Internet gibt er ja genug über sich preis. Warum eigentlich ? Herr Lobis setzt Menschen, die nicht seine Meinung über die Ackerwirtschaft in Südtirol teilen, in Verbindung mit Schwerstverbrechern. Warum? Um dann selbst als Edelmensch dazustehen? Um andere auf schäbige Art mundtot zu machen? Und warum muss er die ermordeten Juden hierzu instrumentalisieren? Schäbiger geht's nicht mehr.
Bild des Benutzers Markus Lobis
Ich weise die Darstellung aus dem letzten Abschnitt energisch zurück. Da ist wohl der Wunsch der Vater des Gedankens. Es ist haarsträubend und einfach nur böswillig, von meiner Darstellung der Tiroler Lebenslügen eine Verbindung zwischen landwirtschaftlichen Produktionsweisen und dem Holocaust herzustellen.
Bild des Benutzers Markus Gufler
na dann haben sie die Begriffsanordnungen "die Kette ist lang" und "nicht noch weitere hinzufügen" aber schrecklich unglücklich gewählt, wenn sie uns jetzt zurückrudernd weiß machen wollen, dass sie hier etwas aufgebracht haben, wo sie selbst scheinbar jeglichen sachlichen Zusammenhang verneinen. Man kann sich der Debatte ja auch offen und ehrlich stellen ohne dem Gegner initiativ (!) eine Lebenslüge vorzuwerfen. Tun sie aber leider nicht.
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Bild des Benutzers Markus Lobis
Ich rudere nicht zurück, sondern fordere Sie auf, von ihren abenteuerlichen und böswilligen Schlussfolgerungen und Unterstellungen abzurücken.
Bild des Benutzers Basso Meno
Ihre "Tiroler Lebenslügen" (Sie sind wohl Experte auf diesem Feld) und die Art der Düngung Ihrer Felder interessieren mich nicht die Bohne. Bringen Sie nicht die ermordeten Juden in Verbindung mit banalen Themen. Sie schänden sie damit. Danke für Ihre Einsicht.
Bild des Benutzers Markus Lobis
Ist natürlich meine Sicht der Dinge, was die Tiroler Lebenslügen betrifft. Mehr darzulegen, würde ich mich gar nicht getrauen, schon gar nicht die Wahrheit. Die haben Andere gepachtet. Die Verbindung zwischen ermordeten Juden und banalen Themen stellen Sie her. Schande über Sie! Danke für Ihre Einsicht.
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Bild des Benutzers Klemens Kössler
Herr Lobis für einen Menschen welcher sehr gerne zynische Kommentare gegen seine Widersacher (Feinde) austeilt sind Sie ganz schön dünn-häutig.es folgt eine kleine Aufzeichnung Ihres erregten Gemütes: „Schande über Sie!“ „Ich rudere nicht zurück, sondern fordere Sie auf, von ihren abenteuerlichen und böswilligen Schlussfolgerungen und Unterstellungen abzurücken.“ „Es ist haarsträubend und einfach nur böswillig….“ „Es ist eine böswillige Unterstellung“ Anstatt immer entsetzt zu sein dass Sie für andere Menschen nicht so viel gelten wie Sie selbst sich gerne sehen würden Sie gut daran tun die Diskussion mit ausgewogener Information zu bereichern.
Bild des Benutzers Klemens Kössler
Wie blind muss man sein wenn man das Resultat "den Holocaust" isoliert sieht und sich nie Gedanken über die Ursachen gemacht hat wo die Wurzel lag. Mir liegt daran Hass im Keim zu ersticken damit Dialog und Austausch in gegenseitigem Respekt möglich ist. Konfessionen und Hautfarben waren mir in meinem Dorf seit dem Kindergarten in direktem Kontakt möglich immer sah ich einen Menschen vor mir und nicht ein Individuum welches in einer Kaste eingeteilt ist und ich weis Bestens wie bereits hetzerische Parolen aus Kindermund irgendwann zu einer schlechten Tat werden. Das ist der Grund warum ich manchmal Menschen einen Spiegel vorhalte und sie auch darauf hinweise welches Abbild Sie ergeben wenn sie so weiter machen.
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