Donbass
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Gastbeitrag

Südtirol und der Donbass

Die Beziehungen Südtirols zum autoritären Russland sind weit enger als allgemein bekannt. Ein Blick auf die Zeit als Südtirols Autonomie Modell für den Donbass war.
Von
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Wolfgang Mayr28.02.2022
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Kommentare

Bild des Benutzers Johannes A.
Johannes A. 28.02.2022, 22:45

Danke für die Info. Besonders die Teilnahme Bachers an solchen Veranstaltungen ist mehr als skandalös. Ich hoffe, dass mittlerweile viele Putin Freunde ihre Meinung geändert haben.

Es bleibt eine Frage offen: Wieso hat Herr Mayr sich 2020 bereit erklärt, für die SVP zu kandidieren, für eine Partei die er (manchmal zurecht) ständig kritisiert? War es der Wille zur Macht oder wollte er als grünes U-Boot die Partei von innen verändern?

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Josef Fulterer 01.03.2022, 07:14

Versagende Politiker missbrauchen Sprengstoff für ihre abwegigen verrückten Fantasien.

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Günther Alois Raffeiner 01.03.2022, 07:11

Und eine solche Frauen wie Bacher ist Landedabgeordnete für die SVP??? Dann weiss man jetzt Dank salto für was die in derPolitik steht:Skandal!

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Stefan S 01.03.2022, 09:21

"In der Habsburger Monarchie hatte sich in der Meraner Kurstadt eine russische Gemeinde eingerichtet. Diese Gemeinden sind heutzutage meist zu Lautsprechern für Putin geworden."
Na da wundert es ja nicht das der BM in Meran die Nutzung von Zarenbrunn zur Unterbringung von ukrainischen Flüchtlingen als Provokation an das Regime in Moskau sieht.

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Hartmuth Staffler 01.03.2022, 09:23

Der Bacher kann man eine gewisse Naivität zugute halten. Für den Durnwalder sollte diese Ausrede wohl nicht gelten. Aber die deutschen Sozialisten haben mit ihrem Schröder ja auch eine unangenehme Überraschung erlebt.

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Stefan S 01.03.2022, 09:46

Die sog. Sozialisten nennen sich Sozialdemokraten, kleiner feiner Unterschied aber hochnot peinlich ist das mit Schröder schon. Das sich Politiker nach Ihrem offiziellen Wirken die Taschen mit Insider Wissen vollstecken ist man ja schon gewohnt, traurig genug, aber wenn dann auch noch hardcore Rechtsnationalisten dadurch unterstützt werden entbehrt jeglicher politischen Logik. Schrecklich was Macht mit Menschen macht.

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Domenica Sputo 01.03.2022, 13:11

La promozione culturale ha un ruolo fondamentale nella politica estera di un Paese, da sempre ne è vettore strategico. Mica per niente la Farnesina si occupa anche della cd. Diplomazia culturale.
Curioso dunque apprendere che anche taluni politici di spicco a livello provinciale si siano prestati da tempo ad agire sostanzialmente a vantaggio della diplomazia culturale del Cremlino, da Borodina fino al più recente protocollo d’intesa concordato lo scorso anno in occasione del “Moscow-South Tyrol: Restart” presso la Camera di Commercio di Bolzano.
Molto interessante anche la presenza del giovane Bertoldi (https://www.corriere.it/politica/13_giugno_05/mini-silvio-bertoldi-gaffe...) nella delegazione in visita a Donetsk nel 2015, lo stesso che tutt’oggi pare collaborare con Giovannetti, consigliere comunale a Bolzano (https://www.ab-group.it/elementor-3953/).

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Klaudia Niederwieser 01.03.2022, 14:58

Herr Mayr, das stimmt schlichtweg nicht! Bei der Tagung ging es um kinderreiche Familien und nichts anderes. Frau Bacher stammt selbst aus einer kinderreichen Familie, informieren Sie sich bei Ihrer Kollegin von der Rai, die auch dabei war und bestätigen kann, dass das Thema "kinderreiche Familien" war. Wenn die Roten, Grünen oder die Lilanen Kapital daraus schlagen wollen, sind sie hier falsch.
Gerade in dieser schwierigen Zeit sind solche Fakenews nicht angebracht!

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Hartmuth Staffler 01.03.2022, 16:48

Die gute Paula hat es sicher gut gemeint. Dass sie nicht mitbekommen hat, wie man sie missbraucht hat, ist verständlich. Sie ist ja keine internationale Politikerin. Es war daher wohl nicht angebracht, die gute Paula auf die gleiche Stufe mit dem Durnwalder zu stellen, dem es nicht entgangen sein kann, mit wem er sich da eingelassen hat. Hinterher ist es aber immer sehr leicht, begangene Fehler zu erkennen und zu kritisieren.

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Hannes Mayr 02.03.2022, 10:15

Es wäre vielleicht angebracht, dass der Autor bei derartigen Vorwürfen an eine Person auch dessen Quellen nennt. Laut Wikipedia hat dieser World Congress of Families 2014 in Moskau gar nicht stattgefunden: https://en.wikipedia.org/wiki/World_Congress_of_Families#History

"The 2014 WCF conference was scheduled to be held in September in Russia,[52] and was promoted as "the 'Olympics' of the international Pro-Life movement supporting the Natural Family".[53] Because of the situation in the Ukraine and Crimea, planning for the conference was suspended."

Bild des Benutzers Hartmuth Staffler
Hartmuth Staffler 02.03.2022, 13:59

Eine verlässliche Quelle für die Teilnahme der Paula an der Tagung in Moskau ist wohl ihre Freundin Klaudia Niederwieser, die hier ihre Teilnahme an dieser faschistischen Tagung herzhaft verteidigt hat. Das ist wahre Freundschaft. Wenn die Paula gar nicht dort gewesen wäre, hätte man sie ja nicht verteidigen müssen. Für mich gilt aber weiterhin die Unschuldsvermutung. Woher sollte die Paula, die ja kein internationales Beratergremium für Außenpolitik hinter sich hat, wissen, um was für eine zweifelhafte Veranstaltung es sich gehandelt hat, an der sie guten Glaubens teilgenommen hat?

Bild des Benutzers Thomas Benedikter
Thomas Benedikter 06.03.2022, 20:56

Ein Dank an Wolfgang Mayr für diese wichtigen Hintergrundinformationen. Mal abgesehen von der Geschichte von der mehr oder weniger naiven Paula Bacher, geht es bei diesem Vorstoß von Luis Durnwalder im Donbass vor 7 Jahren schon um den Versuch, irgendetwas Konstruktives zur Lösung dieses Konflikts beizutragen. Diese gute Absicht kann man dem Alt-Landeshauptmann schon konzedieren und ein bloßes Informationstreffen ist keine diplomatisch-offizielle Vermittlungsinitiative. In solchen Konfliktherden über Südtirol als Modellfall zu berichten, kann auch hilfreich sein. Im Allgemeinen wird die Exportierfähigkeit dieses Modells allerdings überschätzt. Zum einen hat es seine Grenzen, zum anderen müssen solche Konflikte wie jener des Donbass auf einer anderen Ebene gelöst werden, zumal sie auch auf anderer Ebene geschürt und herbeigeführt worden sind. Die Bestätigung hat man durch Putins laufenden Angriffskrieg erhalten.

Allerdings macht es einen Unterschied, ob sich ein Friedensaktivist, eine Journalistin, ein Wissenschaftler oder ein hochrangiger Politiker auf solch ein Treffen einlässt. Die Ukraine, deren offizielles Staatsgebiet Durnwalder auf seiner Mission in der "Republik" Donezk betreten hat, ist nicht einbezogen worden. Ukrainische Vertreter waren anscheinend beim Treffen auch nicht dabei. Unabhängige Medienvertreter für die Berichterstattung darüber wohl auch nicht. Die genannten Organisatoren des ganzen Besuchs reichlich fragwürdig. Die damaligen Gastgeber von Durnwalder bedrohen, beschießen, misshandeln und töten nicht erst seit 24.2.22 ukrainische Zivilisten im Donbass und in den Nachbargebieten. Somit gut gemeint, aber weit weniger gut getroffen.

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