Advertisement
Advertisement
Kommentar

Kein Maulkorb!

Der Frontalangriff von Thomas Benedikter auf Francesco Palermo und auf die Salto-Initiative zum Verfassungsreferendum erfordert eine energische Widerrede.
Advertisement
Salto Plus

Liebe/r Leser/in,

dieser Artikel befindet sich im salto.archiv!

Abonniere salto.bz und erhalte den vollen Zugang auf etablierten kritischen Journalismus.

Wir arbeiten hart für eine informierte Gesellschaft und müssen diese Leistung finanziell stemmen. Unsere redaktionellen Inhalte wollen wir noch mehr wertschätzen und führen einen neuen Salto-Standard ein.

Redaktionelle Artikel wandern einen Monat nach Veröffentlichung ins salto.archiv. Seit 1.1.2019 ist das Archiv nur mehr unseren Abonnenten zugänglich.

Wir hoffen auf dein Verständnis
Salto.bz

Abo holen

Bereits abonniert? Einfach einloggen!

Advertisement

Weitere Artikel zum Thema...

"Expertentum" und Verfassungsreferendum

Für par condicio auch auf SALTO

Advertisement

Kommentar schreiben

Kommentare

Bild des Benutzers Oskar Egger
Oskar Egger 29.09.2016, 07:19
Finde den Beitrag von Thomas Benedikter ist weder ein Frontalangriff noch geht er unter die Gürtellinie. Obiektiv wäre für mich eine Beleuchtung des Themas Verfassungsreform von allen Seiten, obwohl die Wahl hierzulande ja (leider)schon festzustehen scheint. Palermo ist sicher ein Experte, in dieser Sache aber kann er nicht neutral sein, genausowenig wie es Schuler zum Thema Landwirtschaft ist oder viele andere, die heute Macht ausüben. Diesen Qualitätssprung fordert aber Benedikter und nur dadurch werden fairnes und Transparenz möglich.
Bild des Benutzers Oskar Egger
Oskar Egger 29.09.2016, 07:19
sorry: der und objektiv
Bild des Benutzers gorgias
gorgias 29.09.2016, 08:21
Palermo kann nicht an der Verfassungsreform Mitarbeiten und im Senat dafür abstimmen und gleichzeitig als neutrale Stimme und supra partes angesehen werden,so ausgewogen seine Position an sich auch sein mag. Ich sehe diese Bemerkung nicht als persönlichen Angriff an. Ich kann jetzt nichts dazu sagen, wie man sich vorher an Salto gewendet hat, doch würde das zulassen von mehreren Stimmen auf gleicher Ebene und sie vielleicht auch in Dialog zu setzen, zu einer besserer Beleuchtung des Themas führen. Man hätte eine Diskussion als Video auf Salto stellen können. Das hätte das Medium selbst auch aufgewertet. Stattdessen ist hier diese Reaktion: Eine pathetische Verteidigungsrede. Niemand hat Salto mit Maulkorbmethoden beschuldigt.
Bild des Benutzers Christian Mair
Christian Mair 29.09.2016, 08:32
Nur so am Rande: Das 2. Video von Francesco Palermo hat bisher 160 Aufrufe.
Bild des Benutzers alfred frei
alfred frei 29.09.2016, 08:42
Erlaube mir erneut einen Vorschlag einzubringen: Palermo und Peterlini erklären sich zu einem Streitgespräch im Forum (Repetto-Stenico-Toni) bereit. Dazu kommt noch die Zukunft ihres Senatswahlkreises und die Absicherung unserer Autonomie. Warum nicht ?
Bild des Benutzers Martin B.
Martin B. 29.09.2016, 09:13
Gute Idee; es könnten aber auch noch andere zu Wort kommen. Wichtig ist ein guter Moderator der die essentiellen Pro und Contra-Punkte scharf angeht.
Bild des Benutzers Mattia Frizzera
Mattia Frizzera 29.09.2016, 08:55
Mancano ancora 66 giorni... sarà la campagna referendaria più devastante della storia della Repubblica. Visto che su salto ognuno può loggarsi e scrivere, non capisco però dove sia il problema della par condicio...
Bild des Benutzers pérvasion
pérvasion 29.09.2016, 11:00
Ich bin gegen Par-Conditio-Regelungen, was ich auch unter Thomas’ Beitrag geschrieben habe. Jedes Medium soll meiner Meinung nach frei sein, sich klar zu positionieren (oder aber es nicht zu tun), auch wenn es öffentlich bezuschusst wird. Aber so zu tun, als könne Herr Palermo gleichzeitig Politiker und unabhängiger Experte sein, finde ich ehrlich gesagt unredlich.
Bild des Benutzers Thomas Benedikter
Thomas Benedikter 29.09.2016, 11:10
Ich habe Francesco Palermo weder die Redlichkeit abgesprochen, noch jemanden der Heuchelei bezichtigt, wie C. Franceschini unterstellt, schon gar keine Maulkörbe verlangt: so ein Unsinn! Dass hier eine "Gleichschaltung" verlangt wird ist einfach lächerlich. Wie Palermo seine Medienpräsenz gestaltet, ist ganz ihm überlassen, und in der Regel trägt er absolut zu Hintergrundinformation und sachlicher Debatte bei. Gar kein Zweifel. Doch die Vorgangsweise von SALTO in Frage zu stellen sei erlaubt: gleiches Recht für alle (par condicio) bedeutet, dass eben auch andere Experten und Expertinnen im redaktionellen Teil in derselben prominenten Weise (nicht bloß als User-Beitrag) ausführlicher zu Wort kommen. Ich habe nichts anderes als Gleichbehandlung des Pro und Contra auch beim Einbau der Experten vorgeschlagen. Sowohl Experten, die für das JA sind, als auch Experten, die für das NEIN, als auch normal Sterbliche sollten gehört werden. Dazu habe ich nicht nur Peterlini, sondern auch andere Namen vorgeschlagen. Gleiches Recht für alle bedeutet, dass auch andere Experten im redaktionellen Teil in derselben prominenten Weise (nicht bloß als User-Beitrag) zu Wort kommen. Dabei bleibt es.
Bild des Benutzers paul koellensperger
paul koellensperger 29.09.2016, 14:24
Lieber Christoph, Frontalangriff? Persönliche Beleidigung? Empörung und Entsetzen? Maulkorb? Sorry, aber das ist Unsinn. Ich finde die Kritik von Thomas Benedikter erlaubt und auch begründet und keineswegs auf der persönlichen Ebene. Ich schätze beide, den Thomas wie Francesco Palermo, sehr. Hätten wir nur mehr von ihrer Sorte. Aber es ist auch sonnenklar, dass Senator Palermo in der Öffentlichkeit für das JA zu einer Reform eintritt, an der er selbst mitgearbeitet hat und für die er stets im Senat gestimmt hat (obwohl er offen lässt, wie er als Privatperson abstimmen wird). Wer am 16. September am Infoabend des PD zur Reform dabei war, kann dies bestätigen. Dass Francesco ob seiner echten intellektuellen Redlichkeit nicht verschweigt, dass ihm gar einige Aspekte der Reform Bauchschmerzen bereiten, rechne ich ihm hoch an, aber es darf die Frage aufgeworfen werden, ob er ein "super partes" Experte ist. Deine überzogene Reaktion auf diese Frage überrascht mich. Salto kann natürlich einladen wen es will, aber wenn dein Ziel es ist, wie du scheibst, "den Austausch der Ideen" zu fördern, dann wäre es einfacher Pro & Contra Positionen zu Wort kommen zu lassen. Denn echte unabhängige und völlig neutrale Meinungen gibt es in Südtirol wohl zu keinem politischen Thema. Ich kann ein Lied davon singen, gestern war ich auf einem Gesprächsabend in Meran und der vermeintliche unabhängige Experte (Jens Wölk) war wie Palermo für das Ja (auch er mit Bauchweh) - hatte das aber zumindest auch gleich am Anfang gesagt. Nächste Woche werde ich am runden Tisch in der RAI sein, und die "unabhängige" Expertin wird Frau Happacher sein. Wie unabhängig, werden wir sehen...
Bild des Benutzers Christoph Franceschini
Christoph Franceschini 29.09.2016, 15:54
Lieber Paul, Salto hat nie von einem unabhängigen Experten "super partes" gesprochen. Sondern ich habe bei der Vorstellung der Initiative am 9. September 2016 auf Salto geschrieben: "Francesco Palermo wurde auf einer Liste des PD und der SVP in den Senat gewählt. Er selbst sieht sich als „Parteiloser und unabhängiger Senator“. Trotzdem werden manche jetzt sagen, man will hier für ein Ja werben. Ich kann Sie beruhigen: Salto und Francesco Palermo werden weder für ein Nein noch für ein Ja die Werbetrommel rühren. Palermo ist einer der profiliertesten Verfassungsrechtler dieses Landes. Er wird diese Reform erklären, ihre Auswirkungen und Folgen und er wird Informationen geben, die für eine bewusste Stimmabgabe hilfreich sind. Es ist Art technischer Service an die Demokratie." Nachdem ich mir die Videos und Antworten Palermos angeschaut habe, bin noch mehr der Meinung, dass dieser Vorsatz aufgeht. Aber anscheinend zählen Inhalte nicht. Oder gibt es eine konkreten Vorwurf oder Beweis, wo Francesco Palermo auf Salto eine ausschließliche JA-Position vertreten hat? Im Gegensatz zu jene, die jetzt die Gesetzgebung anrufen. Thomas Benedikter hat erst am 24. 9 auf Salto die 20 Gründe für ein Nein beim Referendum propagiert. Demnach hat Salto die par condicio wenn schon auf der anderen Seite verletzt.
Bild des Benutzers Tomas Kofler
Tomas Kofler 29.09.2016, 17:41
Mit Verlaub aber wenn mir jemand etwas in objektiver Weise erklären soll und gleichzeitig bereits öffentlich verlautbart hat, welche Seite er bevorzugt, dann bleibt das bei jedem normal denkenden Menschen im Hinterkopf hängen - ob man will oder nicht - und stellt sich ständig die Frage ob man seine Aussagen unvoreingenommen akzeptiert, oder ob doch nicht Zweifel entstehen. Und darum geht es. Die jetzige Kritik hier richtet sich indes nicht an die Sache an sich, sondern vielmehr an die völlig überzogenene Reaktion von Franceschini. Ein Frontalangriff wäre es z. B. wenn ich behaupten würde, Sie verhalten sich wie eine beleidigte Leberwurst und können zwar ordentlich austeilen, aber unfähig, selbst Kritik zu akzeptieren und damit umzugehen.
Bild des Benutzers Thomas Benedikter
Thomas Benedikter 29.09.2016, 19:21
Ein Dank den verschiedenen SALTO-Lesern, die meinen Beitrag zur "par condicio" richtig verstanden haben und natürlich nicht als "Frontalangriff" auf irgendjemanden. Die hochemotionale Reaktion von C. Franceschini ("Maulkorb", "Demokratiewächter" usw) hat mich darin bestätigt, dass hier eine Schräglage vorliegt. Es geht um gleiche Bedingungen für Experten, die ein unabhängiges Magazin vor einem Referendum zur Auskunft einlädt. Wenn das nur ein Verfassungsrechtler einer Seite in dieser Form tun darf, ist die Chancengleichheit eben nicht gegeben. Den Beweis tritt Franceschini selbst an, wenn er Peterlini nur einen Beitrag anbietet, wie ihn jeder Blogger schreiben kann. Doch gerade auf Gleichrangigkeit kommt es an, das wissen Medienprofis viel besser. Warum bietet SALTO nicht Videoclips mit einem Experten für das NEIN oder halt mit einem neutralen Experten zusätzlich und alternierend an? Oder auch ein Streitgespräch, wie es A. Frei anregt. Fairer wär's allemal.
Advertisement
Advertisement
Advertisement