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Österreich

Die Veränderung

Der türkise Messias muss vom hohen Ross heruntersteigen.
Community-Beitrag von Sigmund Kripp30.09.2019
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Also hat Österreich gewählt! Es war eine recht gute Wahl. Obwohl die Mehrheit der Stimmen immer noch an rechte und rechtextreme Parteien gingen, denn die ÖVP mit 37% und die FPÖ mit 16% haben zusammen ein - offensichtlich kommunizierendes - Wählerreservoir von 53%. Das ist der Wermuthstropfen.

Doch es folgt das ABER: Der türkise Messias kann nun die rechtskonservative Koalition wohl kaum mehr fortsetzen, nicht einmal die FPÖ selbst scheint das zu wollen! Es wäre eine Harakiri-Aktion.

So bleiben als Koalitionspartner nur mehr Parteien, die mehr oder weniger links bzw. liberal sind, und das ist das Gute für Österreich! Denn in jedem Falle werden ganz andere Forderungen auf dem Verhandlungstisch landen, als bisher: Da wird auf einmal etwas von CO2-Besteuerung stehen, von mehr ökologischer Landwirtschaft, von sozialer Gerechtigkeit und von Vermögensbesteuerung, von Transparenz, von Menschenfreundlichkeit, von mehr Bahn und Öffis statt neuer Autobahnen, von Liberalität statt "law-and-order". Und nicht mehr nur Schreiargumente gegen Ausländer und für Stacheldrahtgrenzen unter dem Deckmantel der "Sicherheit"!

Es liegt jetzt an S. Kurz, vom hohen Ross herunter zu steigen, um nicht mit einer Minerheitsregierung zu enden.
 

DAS ist die Veränderung, die Österreich gestern gewählt hat!

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Kommentare

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Ralph Kunze 30.09.2019, 14:14

Die ÖVP ist die einzige Partei der gemäßigten Mitte in Ö, die Richtung weder rechts noch links sondern nach vorne.
Eine Minderheitsregierung wäre sicher das beste in der Situation, bei der Kurz die jeweils erforderlichen Mehrheit im Parlament kriegen wird. Langfristig hat Kurz das Ziel 50%+1.

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Sigmund Kripp 30.09.2019, 15:06

Langrfistig kann er das nicht bekommen, weil langfristig wird er älter und hässlicher, dann wählen ihn all jene nicht mehr, die ihn mit einem idealen Schwiegersohn verwechselt haben....

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Georg Lechner 30.09.2019, 20:07

Vor allem nagen dann Neos und Grüne an der gesellschaftspolisch liberalen Flanke in den Städten, wie es jetzt schon ersichtlich war (nur geringe Zugewinne im Gesamtergebnis in Wien und in den Landeshauptstädten; in mehreren Bezirken Wiens auch Verluste).

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Georg Lechner 30.09.2019, 19:48

Kurz hat eigentlich nur eine realistische Koalitionsoption - die Grünen. Das emotionale Verhältnis zur FP ist mittlerweile fast so schlecht wie zur SP, zudem könnten diese beide Parteien aufgrund der gestrigen Niederlage keine solchen Kompromisse eingehen, wie sie für eine Koalition erforderlich wären, ohne in internen Streitigkeiten sich völlig aufzureiben.

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Franz Linter 01.10.2019, 00:24

Offensichtlich haben die Videos in Anlehnung an Rezos Video "Die Zerstörung der CDU" „Die Zerstörung der ÖVP“ und „Wie die ÖVP dein Leben zerstört“ nicht rechtzeitig gewirkt.

@ Ralph Kunze

Wer sich die Mühe macht, den Videos von 2 Studenten zu folgen, wird feststellen, dass die ÖVP nach vorne (im Sinne weiter so) tendiert und kann selbst entscheiden wie rechts, links oder rückständig diese Partei ist.

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Georg Lechner 01.10.2019, 19:26

Kurz hat von der Watschen für die FPÖ profitiert. In den (urban geprägten) Bereichen, wo von den Blauen nicht viel zu holen war, waren die Zuwächse für ihn gering bis hin zu Verlusten.
Bei den Trottoirblattlesern sind die Videos nicht angekommen, die sind gegen derartiges immun. Die Frau des Chefredakteurs des auflagenstärksten Rinnsteinblattls ist Vorsitzende des Universtätsrates der Med Uni Wien auf einem Ticket der VP und zudem selbst Herausgeberin des Gratisblattls "heute". Früher nannte man sowas "Anfüttern".

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