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Hofburggarten Brixen

Offene Frage zum Hofburggarten

Von salto und dessen Community offensichtlich unbemerkt fand am 27. März in Brixen ein Bürgerforum zum Thema Hofburggarten statt.
Community-Beitrag von Franz Linter31.03.2019
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Darf es etwas mehr sein?
Darf es etwas mehr sein?, von patchwork

Das eigentlich Besondere daran war, dass nicht die Gemeindeverwaltung eine Bürgerversammlung abhielt, sondern die Initiativgruppe für einen Offenen Hofburggarten ihre Vorstellung dem Publikum präsentierte.

Nach der Unterschriftensammlung im letzten Jahr, bei der über 4.000 Bewohner Südtirols, davon über 2.600 aus Brixen, die Forderung nach einem Offenen Hofburggarten unterschrieben haben, zeigt die Initiativgruppe nun der Gemeindeverwaltung und der diözesanen Führung, wie eine Öffnung aussehen könnte: Das doppelte Vergnügen zum halben Preis.

Die Initiativgruppe fordert einen einfachen, offenen, niederschwelligen (ohne Ausweis, Geld, geeignet für Kinderwagen, Rollstuhl und Rollator) Zugang von mehreren Seiten zu diesem historischen Ort, der den Bürgern 700 Jahre lang verwehrt geblieben war. Vor allem aber fordert sie einen Ort der Ruhe, Entspannung und Begegnung für Gäste und Bewohner.

Genau dasselbe verspricht der Bürgermeister Peter Brunner, dem die Ausrichtung des Gartens als „Ort der Ruhe und Entschleunigung sowie Naturbegegnung“ gefällt.

Wieso braucht die Gemeindeverwaltung für einen „Ort der Ruhe und Entschleunigung sowie Naturbegegnung“

  • einen international bekannten Heller, der Ideen liefert
  • für einen bis zu 10 Mio teuren Aus- und Umbau des Hofburggartens zu diesem "ruhigen Ort",
  • der dann den Besuchern nur gegen Eintritt geöffnet wird und mit Marketingmaßnahmen beworben werden muss,
  • damit ausreichend Tagestouristen aus aller Welt anreisen, um mit dem Eintritt die Führungskosten bestreiten zu können?

Diese Frage konnte ich im Forum nicht mehr stellen, so richte ich sie an die Community.

Nähere Informationen gibt es auf der homepage der Initiativgruppe für einen Offenen Hofburggarten.

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Kommentare

Bild des Benutzers Hans Knapp
Hans Knapp 01.04.2019, 10:53

Ein Heller-Garten würde meiner Meinung nach weder dem Ensemble der Hofburg noch der Stadt Brixen guttun.
Als Künstler möchte ich noch anmerken, dass im Projektentwurf der Initiativgruppe für einen Offenen Hofburggarten auch ein angemessener Betrag für Kunst im Hofburggarten vorgesehen ist. Und ich bin davon überzeugt, dass gute Kunst nicht den Namen Heller braucht, um gewürdigt zu werden.

Sì, così vanno le cose in quel di Brixen...
"Ein Ort der Ruhe und Entschleunigung sowie Naturbegegnung: un'oasi di pace, ristoro e incontro con la natura! Tutti lo vogliono: lo vuole il signor Heller per primo, lo vogliono il Sindaco e la Giunta Comunale, lo vuole il comitato a favore di un Giardino Vescovile 'aperto' (nel vero senso del termine)...
Allora tutti vogliono la stessa cosa? E che bisogno c'era quindi che si raccogliessero 4000 firme e si organizzasse un forum cittadino, se tutti i gruppi di interesse vogliono alla fine la stessa cosa?

Pure la lobby turistica di Bressanone, continua a ripetere a destra e a manca questo bellissimo e affascinante slogan!
Ma guarda caso uno di questi un giorno si è lasciato sfuggire una frase simile (che se non ricordo male ho letto su uno dei media locali):
"Wenn ein Hellergarten mehr Touristen nach Brixen bringt, ist das nur ein netter Nebeneffekt!"

Un 'piccolo' particolare, rivelatore di tante cose!

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Franz Linter 05.04.2019, 23:05

Ja, dieses gemein machen mit den gleichen Zielen ist schon recht perfide. Werner Zanotti mit seinem lockeren Spruch vom netten Nebeneffekt hat das Problem, dass Tourismusstrategen immer "Wachstum, Wachstum, Stillstand ist Rückschritt" gepredigt haben und jetzt merken sie, dass es so nicht weiter gehen kann und noch schlimmer, sie merken, dass andere dies auch merken und artikulieren. Und machen dennoch weiter, weil sie von alleine nicht aus dem Hamsterrad heraus kommen.
Das Problem sind allerdings nicht die Tourismusmanager, denn es ist deren Aufgabe den Tourismus voran zu bringen. Das Problem liegt bei der Politik, in Brixen bei der Gemeindeverwaltung mit einem gefährlichen Naheverhältnis zur Tourismusgenossenschaft und in Bozen bei der Landesverwaltung, welche dem Amt für Bau und Kunstdenkmäler ungefähr den gleichen Betrag streicht, wie sie für den Hellergarten offensichtlich auszugeben bereit ist, statt für eine gerechte Verteilung und Ausgleich zu sorgen.
Ich bin guter Dinge, dass die Brixner dies durchschauen. Albert Pürgstaller hat dazu klare Worte beim Bürgerforum gefunden: https://openspacebx.org/2019/04/04/albert-puergstaller-vom-saulus-zum-pa...

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