07 Die Jakobskirche
Foto: Oswald Stimpfl
Ausflug | Ausflug der Woche

Zur Jakobskirche in Gröden

Der heutige Rundweg führt uns auf der Sonnenseite Grödens von St. Christina zur Jakobskirche und wieder zurück.

Der heutige Rundweg führt uns auf der Sonnenseite Grödens von St. Christina zur Jakobskirche, dem ältesten Gotteshaus im Tal - es stammt aus dem 13. Jh. - und wieder zurück. Ein Teil der Strecke wurde als Themenweg mit Schautafeln versehen, sie erzählen die Legende von den Grafen von Stetteneck, welche in Balest, der Nähe der Jakobskirche, einst ein mächtiges Schloss bewohnten.

Ausgangspunkt unserer Wanderung ist die Pfarrkirche in St. Christina. Hinter der Kirche beginnt der gut beschilderte Legendenweg „Troi da Lijënda“, der über den Hof Festil zur Jakobskirche, auf Ladinisch Dleja da Sacun genannt, führt. Dabei geht es auf einem gut trassierten, breitem Seig in aussichtsreicher Hangquerung, immer den Langkofel im Blick, durch Wiesen und Wald und zuletzt auf einem Karrenweg zur frei auf einer Waldlichtung liegenden großen Kirche, deren spitzer gotischer Kirchturm über die Baumwipfel herausragt. Am Weg finden von Schülern gezeichnete Tafeln, welche die Sage vom Grafen Jakob von Stetteneck und seiner abenteuerlichen Reise nach Santiago erzählen. In der Nähe der Kirche finden wir mit dem Gasthaus Somont eine gemütliche Einkehr. Für den Rückweg nehmen wir eine etwas oberhalb des Hinweges verlaufende Route (Markierung 32). Sie führt zu den Gehöften von Plesdinaz und von dort zur Kirche von St. Christina hinab.

Gehzeit 2 h 30 Minuten, Länge 7,3 km, 250 Höhenmeter.

 

 

Interessantes am Weg

Die Jakobskirche ist ein kunsthistorischer Leckerbissen. Sehenswert sind die schönen Schnitzereien sowie die Fresken im Inneren und an der Südwand, wo eine seltene Abbildung eines „Feiertagschristus“ zu sehen ist. Neben dem gekreuzigten Christus erkennen wir Darstellungen von Personen, welche den Feiertag nicht heiligen oder faulenzen, was Christus besonders schmerzt und die Wunden bluten lässt. Hinter den Personen, wie ein Doppelgänger, ist der Teufel abgebildet, der zum Bösen verleitet. Vor der Kirche spendet eine Quelle bestes Trinkwasser in einen Brunnen. Im Sommer geöffnet, Info über Führungen und Öffnungszeiten: Tel.  0471 777600, www.valgardena.it

 

Der Bahnweg

Hinter der Kirche quert der Weg die Bahntrasse der einstigen Grödnerbahn, die als Spazierweg ausgebaut wurde, dort wurde eine alte Bahnhaltestelle nachgebaut, ein gut beleuchteter Tunnel führt in einer Schleife in den Berg.

 

Die Einkehr

Gasthaus Somont

Bekannt für die einfache, gute Hausmannskost wie z.B. die hausgemachten Schlutzkrapfen. Sonnenterrasse, Kinderspielplatz. Auch mit dem Auto über St. Ulrich erreichbar. Sacun-Str. 136
39046 St. Ulrich, Fam. Insam Ivo, Tel: 0471 796842. Ganzjährig geöffnet, Donnerstag Ruhetag (außer in der Hochsaison) 

 

Anfahrt: Über die Grödner Talstraße bis St. Christina. Wenige Parkplätze bei der Gemeinde und kurz vor der Kirche.