Milch
Othmar Seehauser
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Milchwirtschaft

Milchtisch eingerichtet

Die Südtiroler Milchwirtschaft gerät immer stärker unter Druck. Sennereien wie auch Landesregierung suchen nach Auswegen.
Von
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Astrid Tötsch04.04.2022
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Kommentare

Bild des Benutzers Johann Kafmann
Johann Kafmann 05.04.2022, 13:18

Wie sehr wir uns durch unsere Monokulturen und Produktionen abgängig machen sehen wir gerade in Kriesenzeiten. Dabei könnten wir jetzt lernen. Es wäre eine gute Gelegenheit. Wenn wir immer nur mit Steuergeldern Verluste ausgleichen dann macht unser Kunde irgend wann nicht mehr mit. Es wäre besser die Produktion den lokalen Bedürfnissen anzupassen als damit auf der halben Welt hausieren zu gehen. Es wird Nachfrage nach Produkten geben die wir heute nicht liefern können und auch wollen. Desshalb sollten gerade solche Betriebe unterstützt werden die bereit sind neue Wege zu gehen.

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Johann Kafmann 05.04.2022, 13:18

Wie sehr wir uns durch unsere Monokulturen und Produktionen abgängig machen sehen wir gerade in Kriesenzeiten. Dabei könnten wir jetzt lernen. Es wäre eine gute Gelegenheit. Wenn wir immer nur mit Steuergeldern Verluste ausgleichen dann macht unser Kunde irgend wann nicht mehr mit. Es wäre besser die Produktion den lokalen Bedürfnissen anzupassen als damit auf der halben Welt hausieren zu gehen. Es wird Nachfrage nach Produkten geben die wir heute nicht liefern können und auch wollen. Desshalb sollten gerade solche Betriebe unterstützt werden die bereit sind neue Wege zu gehen.

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Ludwig Gruber 05.04.2022, 13:57

Bis vor Kurzem war "true cost" eine Idee, um den Wahnsinn hinter den Kulissen sichtbar zu machen. Das dürfte aktuell gerade vom Tisch sein, weil unsere ignorante Abhängigkeit, die Abkehr von der natürlichen Kreislaufwirtschaft und unsere Intensivlandwirtschaft erstmals schon in der Preisbildung Kosten weit über dem Verkaufserlös verursachen. Da reden wir noch gar nicht von Kollateralschäden, Tierschutz, Erhaltung der bäuerlichen Kultur, Folgen für unser Klima oder Hausverstand.
Aber wir haben auch gelernt, dass solche Verwerfungen in der Vergangenheit als vorübergehende Krise gehandhabt wurden und alle Player so schnell wie möglich zu dem System zurück kommen wollten, in dem die Schulden, die Abhängigkeiten und der vertrautet Verlauf angesiedelt sind.

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Dietmar Nußbaumer 06.04.2022, 00:29

Es ist davon auszugehen, dass die Milchproduktion im Berggebiet kostenintensiver ist, als in der Ebene. Dass Milch und Milchprodukte von außen billiger sind, ist leider nicht im Sinne vom regional einkaufen. Der Konsument entscheidet halt auch anhand des Preises, die Qualität sieht man dem Produkt nicht an.
Auf der anderen Seite passen sich die Löhne nicht der Inflation an. Da sind einige gute Ideen nötig.

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Sepp Bacher 06.04.2022, 10:34

Das Problem ist: wenn jetzt kurzfristig der Preis für Milch und Milchprodukte steigt, dann bleibt er auch höher, wenn in einem zweiten Moment die Belastung für die Erzeuger wieder sinkt. Was nach dem Ende des Krieges ja wieder möglichsein müsste. Deshalb darf der Preis nicht steigen, sowie z. B. unsere Renten auch nicht steigen!

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Factum Est 08.04.2022, 10:12

Keine Angst, die Inflation welche mit der Milchpreisanhebung sowie der bereits gestiegenen Gastropreise einhergeht muss der Konsument bezahlen. Den im Titel abgebildeten Herren macht diese Runde nichts aus oder?

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Klemens Riegler 09.04.2022, 14:16

Bei diesem Thema gibt es in Südtirol immer einen komischen Beigeschmack; Die bisher unbeantwortete Frage ist jene nach der Gewinnspanne: Warum ist der Unterschied zwischen dem Milchpreis (den ein Südtiroler Bauer erhält) und dem Verkaufspreis im Laden (den der Kunde bezahlt) soviel höher als andernorts? Und das trotz geförderter Genossenschaften oder mitfinanzierten Einrichtungen wie dem Sennereiverband, öffentlich finanzierte Institutionen wie Laimburg, BRING usw. Bei den fürstlichen Gehältern der Direktoren und der höheren Ebenen würde ich mir besseres Management und Wirtschaften erwarten ... zugunsten der Milchbauern + Kunden.
p.s. Milchwirtschaft ist natürlich prinzipiell zu überdenken. Kuhmilch ist ein Lebensmittel das niemand braucht, keinen Mehrwert für den menschlichen Organismus darstellt oder sogar der Gesundheit gar nicht förderlich ist. Ein teilweiser Umstieg auf andere Tiergattungen, Getreide,- Gemüseanbau usw., wäre sinnvoller und würde den Milchpreis stärken ... natürlich nur solange Kuhmilch oder Kuhmilchprodukte noch gekauft werden.

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