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Freiheits-Osterei

Im respektvollen Miteinander hat Selbstbestimmung ihren festen Platz. Dennoch ist von überraschter Entrüstung zu lesen, wenn diskriminierte Gruppen Rechte einfordern.
Von
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Christine Clignon18.04.2022
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Kommentare

Bild des Benutzers gorgias
gorgias 18.04.2022, 17:33

> Und wieder andere nehmen sich die Freiheit, an toxischen Verhaltensmustern festzuhalten <
Toxisch ist das Gift das Sie dauernd versprühen, davon abgesehen, dass Sie hier noch Ihre Fantasien freien Lauf lassen, dass Sie am liebsten Personen verschwinden lassen möchten, oder autokratisch über Regeln und Gesetze setzen möchten. Wahrscheinlich zum Allgemeinwohl, wie es ja alle Despoten tun. Das diese ja selbst definieren, weil sie es am Besten wissen.
Davon abgesehen dass Ihre ganzer Diskurs am ehesten dazu dient Gift zwischen den Geschletern zu versprühen, beschränken Sie sich nicht nur darauf. Auch die Geschlechtsgenossinen die nicht nach Ihren Vorstellungen spuren kriegen auch noch was ab. - War Ihre Aktion gegen die ehemalige Redakteurin dieses Mediums wohl mehr als toxisch.

Hier noch eine Aktion der feministischen Performancekünstlerin Milo Moirè, die wohl am besten zu diesem Osterbeitrag passt:
https://www.newsflare.com/video/143970/performance-artist-milo-moire-per...

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Herta Abram 18.04.2022, 18:10

Anbei der link: DER MANN, DER SICH BEDROHT FÜHLT.
Es geht dabei um einen Herrn Jessen.
Seine Argumentations- und Denkmuster, finde ich, sind Ihren sehr ähnlich.

https://pinkstinks.de/der-mann-der-sich-bedroht-fuehlt/

auch das gibt es: Feminismus als Freiheit. Sie sollten es mal auspropieren, gorgias.

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gorgias 18.04.2022, 19:22

>auch das gibt es: Feminismus als Freiheit.<
Im Feminismus alles und das genaue Gegenteil.

Über diese Witzfiguren von pinkstinks kann ich nur lachen. Stevie Schmiedel ließ Ihre Töchter mit Barbiepuppen spielen und als man sie darauf ansprach, sah man dass das alles hohl war. Und als man sie ansprach warum sie selbst den äußerlich dem Frauencliche entspricht, sagte sie, weil man so mehr Aufmerksamkeit bekommt. Das einzige was micht wundert ist, dass diese bourgeoise Emanzenbarbie von überhaupt irgend jemand ernst genommen wird.

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Josef Fulterer 18.04.2022, 20:56

Der "verklärte Freiheitskämpfer Hofer" eignet sich nicht besonders gut als Freiheits-Symbol. Er wurde vom fanatischen Pater Haspinger zut letzten Berg-Isel-Schlacht gedrängt, obwohl davor allen Freiheitskämpfern, auch den Anführern die Straffreiheit zugesichert wurde.
Während sich der alleistehende Pater in einem Kloster im Vintschgau vor der Verfolgung retten konnte, wurde der Hofer ein leichtes Opfer für die Häscher.

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Martin Daniel 19.04.2022, 10:44

Sie scheinen hier die identitätspolitische Debatte (Minderheiten, die ihre Rechte einfordern) auf einen Freiheitsdiskurs zu reduzieren und diese Ausgangsbedingung wird dem Phänomen nicht gerecht. Es geht hier nicht nur um Freiheiten, sondern um die Dimension von Aufmerksamkeit, Raum und Ansprüchen, die diesen schablonenhaft definierten gesellschaftlichen Splittergruppen in der Gesellschaft zukommen soll. Wenn nichtbinäre Personen in Diskussionen die linken Urgesteine Gesine Schwan oder Wolfgang Thierse attackieren, weil diese die falsche, nicht der von der Mikrogruppe vorgegebenen Anrede entsprechen, geht es eben nicht um die Freiheit, dass jeder reden kann, wie sie/er will, sondern um subjektive Forderungen, die anderen Vorschriften machen.
Oder nehmen wir die Problematik der Transgender-Sportler*innen, die - zumeist als geborene Männer - an Frauenwettbewerben teilnehmen möchten und aufgrund ihres tendenziell kräftigeren Körperbaus einen Wettbewerbsvorteil genießen könnten. Es geht also auch um die Rechte und Siegeschance der allergroßen Mehrheit jener Frauen, die sich - als Frauen geboren und sich als solche fühlend - bspw. bei Schwimm- oder Leichtathletikmeisterschaften nicht einer unlauteren Konkurrenz ausgesetzt sehen möchten (dazu bspw.: https://www.nzz.ch/feuilleton/kathleen-stock-eine-professorin-beharrt-au...). Ganz abgesehen von sportrechtlichen Fragen, ab wann denn nun die Geschlechterumwandlung vonstatten geht oder ob gar ein innerer Gesinnungswandel ("ich fühle mich als...") ausreicht, um die Seiten zu wechseln.
Eine ähnliche Thematik zeigte sich besonders krass in kalifornischen Frauengefängnissen, in welche sich männliche Insassen anderer Gefängnisse aufgrund eines Wandels in ihrer Gender-Identität haben versetzen lassen. Was - erwartbarer Weise - eine Serie von Problemen inklusive Fällen von Vergewaltigung und ungewollter Schwangerschaft mit sich gebracht und eine allgemeine Verschlechterung der Haftbedingungen für alle Insassinnen bewirkt hat (https://feministpost.it/primo-piano/california-261-detenuti-che-si-ident...).
Es geht in der Debatte also nicht bloß um individuelle Freiheiten, sondern auch um das, was diese den Mitbürgern und der Gesellschaft abverlangen und zumuten. Kein Wunder, dass gerade die Alt-Feministinnen zu den schärfsten Gegnerinnen dieses mitunter abstrus ausartenden Gefühlssubjektivismus zählen, untergräbt doch die diesem zugrunde liegende Relativierung der Geschlechter die hart erkämpften Errungenschaften der Frauenbewegung (siehe z.B.: https://www.libreriadelledonne.it/puntodivista/dallarete/perche-le-femmi...)

Bild des Benutzers Sepp Bacher
Sepp Bacher 19.04.2022, 11:51

Da pflichte ich Ihnen bei, Herr Martin Daniel! Gut analisiert!

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Felix Frei 19.04.2022, 14:03

Nett dass Männern zugestanden wird über den eigenen Penis zu entscheiden, aber liebe Frau Clignon, leider reicht das nicht. Ich verlange schon über den gesamten Körper entscheiden zu dürfen, was aber dann wahrscheinlich wieder ein Problem und nicht so ohne weiters selbstverständlich ist, wie man gesehen hat. Aber unter Freiheit fallen halt nur slogans wie "My body, my choice" und das betrifft anscheinend nur Frauen und bestimmte Körperteile.
Naja was solls: Der "Wokeismus" feiert fröhliche Urständ und macht hellwach mit dem linken Uralt-Cocktail der Reizbegriffe wie Rassismus, Sexismus, Gender und andere Formen der aggressiven Benachteiligung, insbesondere wenn es um die drei „U’s” (Ungerechtigkeit, Ungleichheit und Unterdrückung) geht.
Weiteres Kennzeichen: Ein unerbittlicher Dogmatismus, befeuert von einer omnipräsenten Stigmatisierungs- und Pranger- Obsession, welche Politik wie Medien gleichermaßen erfasst hat. Protagonisten sind oft (nicht nur) Frauen und Mädchen mit feministischer Attitüde, die sich in der Öffentlichkeit in Szene setzen, um dem alten, weißen Abendlandsmann das Fürchten zu lehren.
Aber was solls. Das Gendern ist natürlich auch immanent wichtig, weil ja sonst natürlich jeder glaubt, es wären nur Männer gemeint!? Wenn`s bloß nicht so lästig umständlich beim Lesen wäre.

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