Gesellschaft | Lehrgang

Jugendarbeit professionalisieren

Gender, Sex, verschiedene Kulturen, Medien und politische Bildung: Das neue Bildungsangebot im Jukas in Brixen vermittelt wichtiges Fachwissen der Jugendarbeit.
jugendarbeit_basislehrgang_teilhemnerinnen.jpg
Foto: LPA / Lucia Rizzieri
Mit 21 Teilnehmenden ist gestern, am 16. Jänner, im Jukas in Brixen der neue Basislehrgang für Mitarbeiter*innen in der Jugendarbeit gestartet. Die Kompetenzen der Mitarbeitenden in der Jugendarbeit zu professionalisieren, ist das Ziel des neuen Bildungsangebotes, mit dem das Landesamt für Jugendarbeit in das europäische Jahr der Kompetenzen 2023 gestartet ist. Die 21 Teilnehmenden aus verschiedenen Orten und Einrichtungen Südtirols werden bis Juni 2024 durch verschiedene und vielfältige Module Fachwissen erwerben und über die eigene Arbeit mit jungen Menschen reflektieren.
 
 
Landesrat Philipp Achammer betont, dass die Jugendeinrichtungen in Südtirol wichtige Orte des informellen Lernens seien, wo die sozialen und persönlichen Kompetenzen der jungen Menschen im Vordergrund stünden. Der Landesrat verweist zudem auf die Wichtigkeit qualifizierter Mitarbeiter*innen: „So vielfältig wie die Jugendarbeit sind auch die Kompetenzen und Kenntnisse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Jugendstrukturen, sowohl im kulturellen als auch im pädagogischen und sozialen Arbeitsfeld. Die Ausbildung unserer Fachkräfte ist ein strategischer Schlüsselmoment in der Qualitätssicherung der gesamten Jugendarbeit.“
 

Das Angebot

 
Der Lehrgang besteht aus acht Modulen, die sich mit verschiedenen Inhalten der Jugendarbeit beschäftigen, etwa psychologisches und pädagogisches Grundwissen, Kommunikationstechniken, gender- und diversitätsgerechte Didaktik sowie Sexualpädagogik, interkulturelle Begegnung, Prävention, politische Bildung und Medienkompetenz. Die Module werden von Expert*innen der Südtiroler Jugendstrukturen wie dem Forum Prävention oder dem Amt für Jugendarbeit gestaltet, begleitet wird der Lehrgang von der Pädagogin Doris Kaserer.
Die Teilnehmenden zahlen für den Lehrgang 1.000 Euro, sie können beim Bereich Deutsche Berufsbildung der Provinz um einen finanziellen Unterstützungsbeitrag ansuchen. Die Zielgruppe sind Mitarbeiter*innen der Jugendarbeit, Neu- und Quereinsteiger*innen, Student*innen und Interessierte, die in die Jugendarbeit einsteigen möchten.
 
Bild
Profil für Benutzer Karl Trojer
Karl Trojer Do., 19.01.2023 - 10:47

Jugend wünscht sich sinnvolle Beschäftigung. Die Vielfalt des Handwerks und der sozialen Bedürfnisse unserer Gesellschaft können diese anbieten. Dabei sollten die jungen Menschen für ihre Leistungen auch sicher und angemessen bezahlt werden. Dazu bräuchte es m.E. eine entsprechende Initiative vom Land und den Wirtschaftsverbänden.

Do., 19.01.2023 - 10:47 Permalink