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Busbahnhofareal

"Dieser brüske Statthalter namens Hager..."

Zumindest ein Projekt für das Busbahnhofsareal ist zur Abgabe am 8. August bereit: Architekt Boris Podrecca über sein Werk, Bozner Wadlbeißerei und brüske Statthalter.
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Kommentare

Bild des Benutzers Maximilian Benedikter
Maximilian Benedikter 02.08.2014, 23:17
Brauchen wir wirklich ein Kongresszentrum? Also ich nicht. Hingegen bräuchte es kreative Arbeitsorte für junge UnternehmerInnen. Im fließenden Austausch mit der Uni. Ein Katzensprung. Aber Pofreka, oder wie er heißt muss ja nur einen weiteren Auftrag mit der richtigen politischen Koalition nach Hause bringen. Alle Achtung, da ist dem Gigi und Ladinser wahrlich ein politisches Meisterwerk gelungen.
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Klaus Egger 03.08.2014, 17:45
Kann mich den Argumentationen von Lorenz Brugger absolut anschließen Max. Ein Kongresszentrum ist mehr als nur eine leere Halle. Bozen bräuchte unbedingt einen Ort wo internationale "Gehirne" sich austauschen und Probleme mit Köpfchen zu lösen versuchen. Dabei ist es egal ob es dann um soziales, wirtschaftliches, bildung oder was auch immer geht. Auch eine Vernetzung mit der Uni, die du ansprichst, würden solche Kongresse extrem befruchten. Nebenbei: bin ich von dir nicht gewohnt, dass du so abfällig über andere Personen sprichst. Podrecca (ein Name wäre nicht schwer zu googeln) hat mit dem Bahnhofsprojekt Weitsicht und für Bozen ein, meiner Meinung nach, wunderbares Projekt gestaltet. Und dass er von Oberrauch und Co. gebeten wurde, dieses Projekt mitzubetreuen macht doch durchaus Sinn. Ein politisches Meisterwerk sieht auf jeden Fall anders aus.
Bild des Benutzers Maximilian Benedikter
Maximilian Benedikter 04.08.2014, 10:56
Natürlich weiß ich wie Podrecca heißt. Was mich stört ist dieses hochnäsige Klischee, das er selbst bedient „dieser Hager oder Häger, ich weiß nicht wie er heißt, hat das ganze brüsk unterbunden“. Also bitte! Und Klaus, tut mir leid, ich traue diesen Herrn (Oberrauch und co + Podrecca) nicht über den Weg. Jetzt wird auf Druck in letzter Sekunde noch ein Projekt aus dem Boden gestampft, dass Bozen die nächsten 40 Jahre charackterisieren wird. Das ist alles eine große Patzerei, nicht nur politisch sondern auch architektonisch... aber ich kann mich ja täuschen. Und das traurige dabei ist, dass sich die selben wieder bestätigen lassen, dass es anscheinend für die hießige Parteienlandschaft keine Alternative zu Spagnolli und Landinser gibt. Was haben sie realisiert? Schau dir den Masterplan an. Alles leere Worte... Das stinkt bis in den Himmel hinauf!
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Klaus Egger 04.08.2014, 15:19
Passt schon Max, jeder hat halt seine Vorkenntnisse. Und da scheinst du mehr infomiert zu sein als ich. Das ich dir "Namensunkenntnis" unterstellt haben, stört mich jetzt aber mehr. Da habe ich zu wenig darüber nachgedacht um den Link zu kapieren:-).
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Kurt Spornberger 06.08.2014, 14:04
Sag mal Klaus, eigentlich wäre ja ein Einkaufszentrum auf dem Bahnhofsgelände vorgesehen gewesen, um das Projekt damit zum Teil querzufinanzieren. Zwei Einkaufszentren innerhalb kurzer Zeit halte ich aber nicht für realisierbar. Wenn jetzt Hotel, Wohnungen und EKZ in ein anderes Projekt ausgelagert werden und das Kongresszentrum im Gegenzug ins Bahnhofsareal wandert, dann wurden doch alle profitträchtigen Komponenten ins privatwirtschaftliche Projekt verschoben während alle kostenintensiven Infrastrukturen im Bahnhofsareal vom Steuerzahler finanziert würden. Letztlich wird das Bahnhofsprojekt dadurch schwerer finanzierbar. Normalerweise wird ein Kongresszentrum durch die angeschlossenen Hotels finanziert (in dem Fall das Alpi, das neue am Busbahnhof und das Laurin) und der Bahnhof sollte vom EKZ mitgetragen werden. Ich kenns aus meiner Erfahrung (Innsbruck) doch eher so, dass die ÖBB zB Geschäfte im Bahnhof miteinplant, um damit den Umbau mitzufinanzieren, oder die Raika, Liftgesellschaft und die Hoteliere sich am Bau von Therme + Thermenhotel beteiligen (Beispiel Längenfeld). In Südtirol hingegen muß das alles die öffentliche Hand machen, während die gewinnträchtigen Bereiche praktischerweise privatisiert werden. Im Vergleich mit den Österreichern lassen sich die Südtiroler doch so schnell über den Tisch ziehen, dass sie die dabei entstehende Reibung als Nestwärme interpretieren!
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Klaus Egger 08.08.2014, 08:36
Hallo Kurt, wohl durchdachte Überlegungen. Nachdem Bekanntwerden des Projektes hat auch BM Spagnolli gemeint, dass es sicherlich nicht zu zwei Einkaufszentren kommt. Wäre ja auch sinnlos. Ist aber auch für das Bahnhofsprojekt kein großes Hinderniss. Denn bezüglich Finanzierung würde ich nicht so weit gehen zu glauben, dass ein Einkaufszentrum einen großen Teil des Bahnhofsprojektes wirksam querfinanzieren könnte. Da sprechen wir vielleicht von ein paar Peanuts. Ich denke auch, dass wir von einer Aufwertung des Geländes rund um den Bahnhofparks nicht absehen sollten. Denn das lässt sich in ein paar Jahren realisieren, das Bahnhofsprojekt ist ein Projekt von Jahrzehnten. Und da ist die Finanzierung sowieso noch komplett offen. Und noch ein Wort zum Großen Ganzen weil's grad daher passt: Auch wenn ich auch nicht mit allen Entscheidungen und Ausschreibungsbegingungen einverstanden bin. Auch wenn ich die "Macht" gewisser Bozner Kaufleute nicht gutheiße, ein Kaufhaus, so wie es mit dem Erlebnishaus geplant ist, gibt uns zumindest die Chance, dass Wertschöpfung regional bleibt. Was haben wir alle denn davon, wenn internationale Ketten, Waren um ein paar Euro billiger anbieten, damit diese Firmen kaum Steuern zahlen und in Bangladesch die Produktionshäuser einstürzen und Arbeiter sterben? Dann kauf ich mir lieber ein Hemd weniger, als mit einem Billigprodukt diese Wirtschaft zu unterstützen.
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Lorenz Brugger 03.08.2014, 12:37
Naja, Bozen als Hauptstadt hat keinen einzigen wirklich nutzbaren größeren Veranstaltungsraum... Die Messe ist für manche Kongresse einfach zu groß und wo soll man sonst Veranstaltungen mit 200-300 Leuten abhalten, inklusive aller Nebenleistungen, die da so angeboten werden? Bezeichnenderweise besitzt Brixen so etwas, Trient ist bekannt für seine Kongressräumlichkeiten. So gesehen bräuchte Bozen durchaus ein Kongresszentrum, aber nicht erst in 20 Jahren sondern eher in den nächsten 2 Jahren um nicht an Bedeutung zu verlieren. Dabei wäre es durchaus denkbar, diesen mit flexibel nutzbaren Räumen für Start-ups und junge Unternehmen zu koppeln, da sie oft die gleichen Infrastrukturen brauchen. Das wäre aber eine viel zu innovative und zukunftsweisende Idee... Dann lieber ein Einkaufszentrum und das Kongresszentrum kommt dann irgendwann, falls des Bahnhof je umgebaut wird, was man auch anzweifeln darf. Podrecca argumentiert aus seiner Idee heraus, er will sich tatsächlich nicht ins eigene Fleisch schneiden, auch wenn es am Ende die falsche Argumentation ist. Aber es wäre doch großartig wenn er sein Konzept den neuen Gegebenheiten anpassen würde. Denn dann würde man die Verbindung von Busbahnhofsareal und Bahnhofsareal auch nachvollziehen können. Wenn er dann auch noch architektonisch einen Bogen spannen würde, wäre sein Projekt tatsächlich ein äußerst interessanter Beitrag und wäre auch sicher ganz vorne dabei. Aber er argumentiert aus einer Starre heraus und will sein Bahnhofsprojekt unangetastet lassen, obwohl sich Bedingungen geändert haben. Somit klebt er an ein Konzept einfach mit Klebstoff ein weiteres Projekt dran, überstülpt es mit einer erschreckenden Architektur (Podrecca kann viel mehr und viel besser!!) und verkauft es als zusammenhängendes "Konzept".
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