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Bombenjahre

Vi prego, dimentichiamo la nostra storia

Non c’è niente di più utile dell’esercizio della memoria storica. A patto che non diventi ipertrofico. In quel caso, forse, meglio dimenticare.
Von
Bild des Benutzers Gabriele Di Luca
Gabriele Di Luca16.02.2016
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Kommentare

Bild des Benutzers Waltraud Mittich
Waltraud Mittich 17.02.2016, 18:46
Lieber Gabriele, wie du weisst, handelt es sich um Dokumentarisches Theater, ob in seiner bestmöglichen Ausformung, darüber ist zu reden: Ist Unwichtiges weg gelassen, hat das Stück politisch aufgeklärt oder (erwünschte) Agitation betrieben? ect. Ich fühle mich nicht befugt (oder habe keine Lust?) darüber zu schreiben. Was mich gestört hat bzw. was mir ziemlich zuwider war, ist die selbstgefällige, redselige Darstellung der Taten des Ehepaares Moling, diese hätte der Regisseur unterbinden müssen. (Fortsetzung folgt, vielleicht)
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Christoph Franceschini 17.02.2016, 19:28
Egreggio Professore Di Luca, als provinzieller Nabelschauer erlaube ich mir natürlich nicht, die Ansichten eines Intellektuellen von Weltniveau in Frage zu stellen. Nur einen kleinen Hinweis (in Bezug auf deine Ausführungen zum Bus): Im letzten Teil steht neben zwei jungen Einwandern auch ein junger Flüchtling auf der Bühne, der im Hotel Alpi wohnt. So weit scheinen die Welten also doch nicht auseinander, wenn man genauer hinschaut. Aber manchmal können Ärger und intellektueller Hochmut einem eben den Blick trüben. Auch jenen des Weltgeistes.
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Gerhard Mumelter 18.02.2016, 16:28
Non é una recensione, ma un pamphlet gonfio di rabbia artificiosa ed esercizi di esibizionismo intellettuale. Sembra che anche Gabriele Di Luca ormai sia "ripiegato su se stesso" come fustigatore perenne dei mali ed eccessi cronici del Sudtirolo. Dove notoriamente si ama il proprio ombelico e si é narcisi - peccati che sono lontani mille miglia da Gabriele Di Luca.
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Carmen Cennamo 18.02.2016, 18:54
Nicht immer so gelangweilt-überheblich, dünkelhaft-herablassend, Herr Di Luca....
Bild des Benutzers Markus Lobis
Markus Lobis 18.02.2016, 19:49
Gabriele Di Luca gibt hier mit drastischen Worten und einiger Emphase seine Eindrücke wieder, die ihn beim Besuch des neuen Geschichtsstückes "Bombenjahre" beschlichen haben. Ich gehe nicht davon aus, dass der Text den Anspruch erhebt, eine Rezension zu sein, er kommt vielmehr daher wie eine Polemik und ist auch eine, die sich gewaschen hat. Ich werde mir das Stück in den nächsten Tagen ansehen und habe von zwei Menschen, deren Urteil ich schätze, eine sehr positive und eine verhalten positive Rückmeldung zu Inhalt und Umsetzung diese Stücks Dokumentarischen Theaters erhalten. Gabriele Di Luca hat daran einiges auszusetzen und obschon er etwas überzeichnet, kann ich seinen Positionen einiges abgewinnen. Für einen ausgesprochen versierten und tief denkenden Kulturmenschen mit einem leichten Hang zum Pessimismus, der nicht aus Südtirol stammt, kann diese Art der Geschichtsbetrachtung in der Tat einige bizzare Aspekte aufweisen. Und ich möchte IN ALLER DEUTLICHKEIT klarstellen, dass ich das nicht so meine, wie es in Südtirol meist wie aus der Pistole geschossen kommt: "Du verschteasch des net, du bisch net fa doo!" sondern eher: "Du bist nicht aus Südtirol, bitte sag mir, wie Du das siehst, damit wir in unserer oft unsäglichen Nabelschau die Anbindung an die Welt außerhalb unserer alles entscheidenden 7.400 Quadratkilometer nicht verlieren!" Ich habe bewußt den Ausdruck GeschichtsBETRACHTUNG gewählt, denn ich hadere mit einem weiteren Umstand, dem mir in der Watt- und Speckrepublik immer wieder zu begegnen dünkt: Es gefällt uns zwar, unsere immerwährende Opferrolle als kernalpines Bergvölklein zu zelebrieren, mit der AUFARBEITUNG von Geschichte haben wir aber nichts am Hut. Wer sich nach dem sehr gut gemachten Stück "Option. Spuren der Erinnerung" eine öffentliche Debatte und eine Aufarbeitung der unseligen Optionszeit erwartet hatte, wurde bitter enttäuscht. Das selbe orte ich bei den sehr wichtigen Büchern des mutigen Christoph Franceschini, die unter dem Titel "SELfservice. Ein Südtiroler Skandal" und "BANKOMAT. Die Millionenverluste der Südtiroler Sparkasse" erschienen sind: Die Skandale werden Länge mal Breite dargestellt, die Verantwortlichkeiten offengelegt, die Summen genannt - gleichwohl bleibt der Aufschrei aus und weitesgehend auch die Konsequenzen, während man einem der besten Journalisten unseres Landes so schön langsam wieder in die Nähe des Nestbeschmutzers zu rücken versucht. Vom Nationalsozialismus brauchen wir hier gar nicht zu reden, da ist die Einladung des Nachkriegspragmatikers Silvius Magnago "lei net rogeln" nur allzu dankbar und stillstschweigend verinnerlicht worden. Aus diesem Betrachtungswinkel heraus, kann ich dem Aufschrei von Gabriele Di Luca einiges abgewinnen. Und ich bitte alle, die jetzt alle möglichen Keulen aus den Asservatenkammern hervorkramen, auch diesen zentralen Satz in Di Lucas Polemik nicht im Furor zu überlesen: "Ricordare, approfondire, spiegare ciò che si è ricordato e approfondito sono pratiche preziose e non dovrebbero mai venire meno. Ma quando tali pratiche si risolvono in un esercizio di esibita autoreferenzialità (come a me sembra sia il caso di questo spettacolo) il rischio è quello di chiudersi per sempre in una bolla che ci allontana dal mondo." Dass das von Gabriele Di Luca im letzten Teil des Zitats aufgezeigte Risiko in Südtirol hoch ist, würde ich als zutreffend bezeichnen.
Bild des Benutzers Waltraud Mittich
Waltraud Mittich 19.02.2016, 07:11
Lieber Gabriele, die Fortsetzung: In Paolo Valentes "Di là del passo" (Racconti, Bolzano 2003) heisst es zum Bild Tirols als Mauer, nicht Durchgangsland: "all'apparenza un ponte, una zona di transito; nei fatti una barriera impermeabile ad ogni novità" . - Aber er entwickelt im Gegenzug eine Geschichte, in der Individuen aufgrund ihres Gewissens Befehle verweigern. Den Individuen wird die Möglichkeit der Abwehr eines politischen Diskurses zugeschrieben, der Feindbilder produziert. Will sagen, Gabriele, wir sind auf dem Weg
Bild des Benutzers Aldo Mazza
Aldo Mazza 19.02.2016, 11:24
... va bene, Di Luca è certamente un intellettuale (che viene da fuori, ahi ahi!), un po' narciso (come tanti altri, però), molto toscano e grande amante della provocazione dura... non so se il taglio dell'articolo fosse giusto e ben calibrato... non mi interessa nemmeno tanto la critica in sé allo spettacolo teatrale.... io l'ho vissuto molto semplicemente come un invito a riflettere su un aspetto: un certo confronto esasperato ed esclusivo con la "nostra" storia potrebbe alla lunga danneggiarci ed impedirci di vedere oltre? Ha ragione a dire questo o invece si sbaglia del tutto? C'è almeno una parte di verità in quello che dice o invece non ha capito niente del posto in cui vive? E su questo che mi piacerebbe assistere ad un confronto aperto e approfondito che ci cosenta senza avere paura di infrangrangere tabù di riflettere su noi e sulle dinamiche in cui ci troviamo immersi. P.S. Alcune cose che ho letto è sentito in questi giorni mi hanno fatto pensare alle reazioni che ci furono quando Sciascia si permise di criticare i rituali dell'antimafia....
Bild des Benutzers Andreas Gottlieb Hempel
Andreas Gottlieb Hempel 20.02.2016, 12:19
Lieber Gabriele, ich bin auch nicht von hier sondern ein"Deitscher". Von Außen sind die üblichen Südtiroler Selbstbetrachtungen bisweilen schwer verständlich in ihrem oft weinerlichen Selbstmitleid - auch wenn man die leidige Geschichte gut kennt, versteht und auch in ihren Konsequenzen verfolgen kann. Leider sind dabei Lücken zu entdecken, vor allem dort, wo die Südtiroler nicht die Rolle der armen Unterdrückten gespielt haben. Ich wäre gespannt auf ein Theaterstück, das die Jahre 1943-45 aufarbeitet in denen einiges an nazihaftem Geschehen in Südtirol aufzuarbeiten wäre(Denunziationen, Deportationen, Zivilcourage). Das ist ein Thema, das uns als Schüler der Kriegsjahrgänge sehr beschäftigt hat wenn uns unsere Lehrer von der Tapferkeit der Wehrmacht etwas vorlaberten und uns weismachen wollten, dass nicht alles unter Adolf (dem Österreicher) schlecht gewesen sei ("er hat die Autobahnen gebaut"). Schließlich haben die 1968er den Muff von 1000 Jahren (so die beabsichtiget Dauer des 3. Reichs) aus den Talaren geschüttelt. Diese Art der sicher bisweilen fragwürdigen Aufarbeitung hat im ehemals faschistischen Italien völlig gefehlt - aber auch in Südtirol. Für uns von "Außen" ist die fehlende Selbstkritik vieler Südtiroler bei aller Liebe zum Land bisweilen ziemlich unverständlich - vor allem dann, wenn einem immer mal wieder mitgeteilt wird, man habe wegen kritischer Betrachtung wieder über den Brenner zu verschwinden (der Zaun wird uns jetzt aufhalten!). Dir aber ein Kompliment für Deinen Beitrag.
Bild des Benutzers christine kofler
christine kofler 21.02.2016, 18:50
@ Herr Gottlieb - es gibt schon zaghafte Versuche der Aufarbeitung, wenn auch keine breite Diskussion, interessant ist z.B. Mörderische Heimat: Verdrängte Lebensgeschichten jüdischer Familien in Bozen und Meran Zum Text Di Lucas, ich denke, das kann man so sehen. Ich habe dem Stück allerdings schon etwas abgewinnen können. Man sollte auch nicht vergessen, dass es Jugendliche gibt, für die das Thema noch nicht "durchgekaut" ist und die Bombenjahre ja auch abstrakt gelesen werden können, z.B. durchaus aktuelle Fragen zu Terrorismus, staatliche Gewalt etc.
Bild des Benutzers carlo sperzna
carlo sperzna 23.02.2016, 17:14
Non vado a teatro forse proprio dalla paura innata di rimanere deluso, di non trovare storia condivisa . E difficile scrivere una storia, unica per questo territorio ma è ora che ci si prova. Era gia una richiesta del compianto Christoph von Hartungen. E andata bene con il Museo sotto Monumento alla Vittoria Per i Bombenjahre peso che dovremo ancora un po aspettare. Forse ha ragione Gabriele.
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