Michael Oberhollenzer
bioinsuedtirol.it
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Interview

“Sind wir auf dem richtigen Weg?”

Bioland-Obmann Michael Oberhollenzer über die schwächelnde Biene und ihre Lobby, eine fehlende Grundsatzdebatte – und seine Enttäuschung über Landesrat Schuler.
Von
Bild des Benutzers Lisa Maria Gasser
Lisa Maria Gasser11.02.2017
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Kommentare

Bild des Benutzers Markus Lobis
Markus Lobis 11.02.2017, 09:03

Perfekt auf den Punkt gebracht. Ich halte Michael Oberhollenzer für einen der wichtigsten Südtiroler. Immer sachlich und ruhig und mit umfassenden Sachverstand ausgestattet, arbeitet er für eine grundlegende Wende im Landwirtschaftssystem. Seine Argumente sind schwer zu widerlegen. Warum hören wir nicht mehr auf solche Leute?

Wegen der 60 bis 90 Millionen Euro Umsatz, die in Südtirols Obstbau Jahr für Jahr mit Chemie erzielt werden?

Bild des Benutzers Peter Lustig
Peter Lustig 11.02.2017, 11:55

Dürfte man in Südtirol auch einen zweiten Imkerverband gründen? Nennen wir ihn einmal Südtiroler Natur-Imker ;-)

Bild des Benutzers marion maier
marion maier 11.02.2017, 16:26

Danke Herr Oberhollenzer für die klaren Worte!

Bild des Benutzers Klemens Kössler
Klemens Kössler 11.02.2017, 18:51

Danke Frau Gasser für das Interview. Der Obman der Biomarke Bioland fühlt sich angegriffen wozu er keinen Grund hat. Vielmehr sehe ich dass auch er über das Thema Pflanzenschutzmittel, oder anders gesagt Pestizide, schwer tut offen zu sprechen. Gerade was den Bienenschutz angeht könnte er eigentlich froh sein dass Bio mit einbezogen wird, ist doch, so vorab beurteilt, sicher ein Ergebnis zugunsten von Bio zu erwarten. Als Viehbauer sind ihm sicher PSM immer suspekt gewesen da er als Viehbauer ja nie damit arbeiten musste. Als Obman für alle muss er sich auch mit dem Thema PSM auseinandersetzen und hat ein großes Fachwissen und weis von den Erfahrungen seiner Mitglieder, trotzdem scheint es dass auch ihm dieses Thema äußerst unangenehm ist weil schwierig zu kommunizieren.
Bio wird auch vom Verbraucher ganz gern verklärt gesehen als einfach heile Welt wo es nichts negatives ist. Gerade PSM passen für den Verbraucher nicht in dieses Bild weshalb es Mut braucht offen darüber zu reden. Ja auch bei Bio gibt es ein PSM das die Biene schädigt aber das ist doch noch längst nicht alles, deshalb ist Bio doch nicht gleich zu verachten.
Auch der Bio-Kunde ist mündig und braucht keine verklärten Bilder.
Auch Bio braucht PSM im Pflanzenbau und Medikamente in der Tierhaltung, der wesentliche Unterschied ist doch die Einschränkungen der einzelnen Maßnahmen.
Der Integrierte Anbau in Südtirol wird noch umweltschonender und Bio ist kein Feind sondern hat noch strengere Ideale worüber jeder Bescheid wissen darf.
Der Konsument muss diese Produkte aber auch würdigen auch über den Preis sonst ist dies nicht möglich. Natur und Umwelt wird es uns danken.

Bild des Benutzers Thomas Gurschler
Thomas Gurschler 12.02.2017, 21:34

... es ist nicht einmal das Wort "Bio" gefallen... schreiben Sie in Ihrem Artikel. Das ist auch nicht der springende Punkt. Für die Biene macht es wahrscheinlich keinen Unterschied an welchem Mittel sie stirbt. Es gibt im integrierten und im Bio Anbau Mittel die für die Biene schädlich sind. Ausschlaggebend ist wann die Mittel ausgebracht werden. Und da ist der Anwender verantwortlich. Der Biobauer genauso wie der integriert arbeitende Bauer. Ich bringe meine PSM grundsätzlich in den frühen Morgenstunden aus und habe mir von verschiedenen Imkern bestätigen lassen, dass dann für die Biene am wenigsten Gefahr besteht. Leider wird in den meisten Artikeln und Kommentaren auf diesen Umstand kaum hingewiesen. Auch nicht darauf wieviel Anstrengung unternommen wird besonders auch von den vielen intergriert produzierenden Betrieben einen verantwortungsvollen Pflanzenschutz zu betreiben. Schwarze Schafe gibt es überall, deshalb einen ganzen Berufsstand an den Pranger zu stellen zeugt von sehr wenig Respekt.

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